Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Ein Stückchen Heimat

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂 Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule…

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂

Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule Oktoberfest gefeiert. Hier konnten wir uns ein bißchen wie zu Hause fühlen, als zu Beginn die deutsche Nationalhymne gesungen und die deutsche Fahne gehisst wurde.

Jedes Jahr organisiert die Schule das Oktoberfest, um für ein soziales Projekt Gelder zu sammeln. Viele Eltern sind mit dabei, so dass fleißig Geld für Spiele und Essen ausgegeben wird.

Unter anderem führen die Kinder auch deutsche Tänze und Lieder vor. Auf dem Sportplatz hat jede Klasse einen Stand mit Spielen.

Es gibt Apfelschorle und Lebkuchen zu kaufen, aber auch peruanische Gerichte (hier isst Jason Rinderherzen „Anticuchos“)

Es war unser erstes „peruanisches Oktoberfest“ und wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Der Morgen bot eine gute Gelegenheit, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, Lehrer und auch Freunde der Kinder kennen zu lernen.

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Religion?

Lass mich am Morgen deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich. (Psalm 143,8) [Die Jünger] gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts….

Lass mich am Morgen deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich. (Psalm 143,8)

[Die Jünger] gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts. Als es dann Tag wurde, stand Jesus am Ufer. (Johannes 21,3-4)

In letzter Zeit habe ich durchaus Schwierigkeiten meine Vier-Buchstaben aus dem Bett zu bekommen. Gestern ging es mir genauso. Da die Kinder etwas später Schule hatten, habe ich einfach mal bis 7:00 Uhr im Bett gelegen.

Dann aber habe ich etwas gemacht, was ich sonst nicht tue; ich habe gleich mein Handy angeschaltet… keine Ahnung warum. Als ich dann noch einmal drauf schaute, war die Losungs-App „zufällig“ geöffnet. Und da sind mir die beiden obigen Verse in die Augen gesprungen.

Erst habe ich, in meinem Halbschlaf, den Zusammenhang gar nicht so richtig geschnaggeld. Dann aber … nach einigen Momenten. Der Psalmbeter betet darum schon am Morgen (so wie ich in meinem Halbschlaf) von der Gnade Gottes zu hören, sich darin zu baden, sie zu erfahren. Und was anderes ist Gnade als dass Gott sich uns zuwendet in Seiner Liebe und Vergebung.

Genau das passiert „natürlich“ in Seinem Sohn, den Er uns schickte. Jesus ist die Offenbarung Gottes. Er ist Gott selbst. So wie es der Evangelist Johannes bereits am Anfang seines Berichtes schreibt: „Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige Sohn hat ihn uns offenbart,
er, der selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt.“ Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige Sohn hat ihn uns offenbart, er, der selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt..

Der christliche Glaube – wie ich es schon oft gesagt habe – beruht in erster Linie nicht auf Wahrheitsaussagen oder Glaubenslehren per se…er gründet sich auf einer Person.

Laut Duden bedeutet Religion: 1. (meist von einer größeren Gemeinschaft angenommener) bestimmter, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis oder 2. gläubig verehrende Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht; religiöse Weltanschauung.

Ich denke, dass diese Definition nicht 100% auf den christlichen Glauben passt. Ein Christ ist eine Person, die Christus nachfolgt. Mit allem was dazu gehört.

Also will auch ich beten:

Lass mich am Morgen Jesus hören, denn auf ihn vertraue ich.

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Für uns geht die Sonne auf…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt. Während Tim und Joel in der…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt.

Während Tim und Joel in der Schule sind, bekommen sie schon eine Stunde Nachhilfe von einer Tutorin, die mit ihnen Vokabeln und Grammatik übt. Aber das Sprechen fällt ihnen natürlich noch etwas schwer. Wir haben uns gewünscht, dass wir jemanden finden, der mit den drei Jungs zu Hause lediglich das Sprechen übt.

Die Tage bekamen wir eine Anfrage einer deutschen Lehrerin, ob wir uns nicht vorstellen könnten einer anderen Lehrerin Nachhilfe in Deutsch zu geben. Sie fliegen zusammen im Februar nach Deutschland und hierfür wollte sie vorher gerne noch etwas Deutschsprechen üben. Sie würde auch ganz in unserer Nähe wohnen.

Es hat sich herausgestellt, dass sie wirklich nur ein paar Häuser weiter in unserer Straße wohnt. Anstatt bezahlt zu werden haben, wir vorgeschlagen, dass sie im Gegenzug mit den Jungs Spanisch übt. So kommen wir dienstags und donnerstags um 17 Uhr zu ihr und sie beschäftigt sich eine Stunde lang mit Joel, Tim und Jason. Da sie Lehrerin ist, macht sie das wirklich sehr gut! Spielerisch engagiert sie die Jungs in verschiedene Themen, so dass es ihnen Freude macht auf diese Art und Weise in einem geschützten Rahmen Spanisch zu sprechen und Dinge auszuprobieren.

Wenn die Jungs um 18 Uhr zum Abendessen rübergehen, bleibe ich noch da und unterhalte mich mit Sol auf Deutsch. In einer Stunde kommt man auf ganz schöne viele Themen zu sprechen. Z.B. wie wir den Katholizismus in Peru wahrnehmen und was der Unterschied zum Katholizismus in Deutschland ist. Es ist ein Privileg, dass wir direkt mit Gott sprechen dürfen und hierfür keine Heiligen benötigen, die für uns vermitteln müssen.

Wir sind Gott unheimlich dankbar, dass er das so für uns arrangiert hat! Sol ist eine sehr herzliche Person und sie ist eine große Bereicherung für unsere Familie. Gott wusste um unser Bedürfnis und hat uns auf seine Art und Weise versorgt.

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Frauenkonferenz

Letztes Wochenende habe ich mich, gegen mein Naturell, für eine Frauenkonferenz in „unserer Gemeinde“ angemeldet. Seit zwei Wochen besuchen wir diese Gemeinde und fühlen uns dort sehr wohl. Hier gibt…

Letztes Wochenende habe ich mich, gegen mein Naturell, für eine Frauenkonferenz in „unserer Gemeinde“ angemeldet. Seit zwei Wochen besuchen wir diese Gemeinde und fühlen uns dort sehr wohl. Hier gibt es auch für ältere Kinder ein Kinderprogramm und so sind wir dort „hängen geblieben“.

Bei den Ankündigungen wurde Werbung für eine Frauenkonferenz gemacht. Mit meinen 5 Wochen Spanischunterricht wusste ich nicht so genau, ob ich den Tag überleben würde. Aber ich bin froh, dass ich mich angemeldet hatte.

Sehr herzlich wurde ich unter den ca. 40 Teilnehmerinnen aufgenommen. Ich durfte viele Erfahrungen machen:

  • In Peru ist es unheimlich wichtig jeden persönlich zu begrüßen (unter Frauen Küsschen auf die Wange) und nicht nur allgemein „Hallo“ in die Gruppe zu rufen. Wenn Benni und ich morgens zur Sprachschule laufen wird uns aus Respekt oft doppelt „Buenas días“ gesagt (quasi für jede Person einmal)
  • Wenn die Konferenz um 8 Uhr beginnt und einem gesagt wird, dass man extra vor 8 Uhr da sein soll, dann betrifft das nur die Peruaner. Gegen 8:30 Uhr waren wir die Hälfte der Teilnehmer und sind schon mal zum Konferenzort gefahren. Begonnen haben wir aber erst um 9:30 Uhr.
  • In einem Mini-Kombi, eingequetscht mit 15 Personen, sitzt man am besten nicht ganz hinten, wenn man durch kurvige Straßen fährt!
  • Man kann viel mehr verstehen, als man denkt.
  • Es ist unheimlich schwierig auszuhalten, dass man sich nicht so ausdrücken kann wie man das möchte. Vor allem, wenn es in Kleingruppen darum geht seine Meinung zu sagen. Hier geht es primär darum zu zuhören (dann versteht man auch mehr von der Kultur)
  • Man muss immer wieder über seinen Schatten springen, auch wenn man weiß, dass man (teils peinliche) Fehler macht – dann hat man hinterher was zu lachen…

Handtuch-Volleyball zum Abschluss

Als introvertierte Person hat mir dieser Tag mit all den herzlichen Frauen sehr gut getan. Es hat Freude gemacht mit ihnen zu singen (etwas lauter als in Deutschland und nicht immer unbedingt gerade, aber aus tiefstem Herzen!). Ein Lied hat davon gehandelt, wie frei wir in Jesus sein dürfen. Besonders in einer Kultur, wo viele das Gefühl haben, dass sie Statuen anbeten und Geld bezahlen müssen, um vor Gott besser dazustehen, ist es besonders bedeutsam, dass wir frei vor Gott treten und direkt mit ihm reden dürfen. Was für ein Geschenk!

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Versorgt

Ein Schlüssel gibt einem nicht die gewünschte Sicherheit, wenn man nicht weiß, wer diesen Schlüssel noch besitzt! Hier in Peru ist uns aufgefallen, wie wertvoll doch codierte Schlüssel sind. Ohne…

Ein Schlüssel gibt einem nicht die gewünschte Sicherheit, wenn man nicht weiß, wer diesen Schlüssel noch besitzt!

Hier in Peru ist uns aufgefallen, wie wertvoll doch codierte Schlüssel sind. Ohne Autorisierung kann man diese nicht einfach nachmachen lassen.

In Arequipa dagegen gibt es keine Beschränkungen. Ein normaler Schlüssel kann für 50 Cent nachgemacht werden und ein Haustürschlüssel für 5€.  Da ist es verständlich, wenn man für gewöhnlich vor Einzug in die Wohnung erst mal die Schließanlage tauscht, denn wer weiß, wer noch alles den Schlüssel der eigenen Wohnung besitzt.

Wir sind sehr dankbar, dass wir in einer sicheren Wohnung wohnen dürfen. Eine deutsche Kollegin einer Mitarbeiterin im Team ist für eine längere Zeit zurück nach Deutschland gezogen, um dort ihr drittes Kind zu bekommen. Sie waren sehr dankbar zu hören, dass wir in der Zwischenzeit gerne ihn ihrem Apartment wohnen möchten. Ausländer sind als Mieter gern gesehen, denn sie bezahlen die Miete für gewöhnlich zuverlässig und pünktlich.

Wer unseren Hintergrund kennt, weiß wie Gott uns in der Vergangenheit immer wieder mit Wohnungen beschenkt hat. Auch hier durften wir erfahren, wie Gott für eine möblierte Wohnung gesorgt hat.

Dies hat uns in der Anfangszeit vor allem einiges an Zeit, Nerven und Kosten gespart. Anstatt aus Zeitdruck irgendetwas zu besorgen, haben wir jetzt die Möglichkeit verschiedene Geschäfte zu erkunden und zu wissen, was es hier auf dem Markt gibt.

Ende nächsten Jahres gibt es sehr wahrscheinlich für uns die Möglichkeit in eines der Häuser zu ziehen, was der Missionsgesellschaft gehört. Dies bedeutet, dass wir zum einen mehr Platz haben werden und auch näher am Stadtkern wohnen.

Derzeit haben wir noch kein Büro oder Gästezimmer, was in der Zeit des Sprachstudiums noch in Ordnung ist. In Zukunft wird Benni aber mehr und mehr das Büro benötigen, um theologisch arbeiten zu können.

Außerdem würden wir natürlich gerne Platz für Gäste haben, die zu Besuch kommen möchten!

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Ajith Fernando „On Preaching“

My dear friend Ajith Fernando (Youth for Christ, Sri Lanka) allowed me to post an interview he gave on his approach to preaching. [The content is his … I just…

My dear friend Ajith Fernando (Youth for Christ, Sri Lanka) allowed me to post an interview he gave on his approach to preaching. [The content is his … I just did some layout work]

What do you have to say about Expository Preaching?
I’m very committed to expository preaching—that is, going through a passage to explain what that passage teaches. This gets people familiar with handling the scriptures because they see it being proclaimed and realise how alive and relevant it is. It gives practical examples to people on what it means to live in submission to the Bible.This gets people familiar with handling the scriptures because they see it being proclaimed and realise how alive and relevant it is
When you expound passages, you will find a lot of things you would not have talked about; but now you must because they are in the passage you are expounding. Therefore, this is the best way to give people “the whole counsel of God.” You end up teaching things which are part of God’s Word but which you would not have planned to teach on.

But it takes time to prepare. Not only do we get a handle of the text through careful study, we have also to apply it in a relevant way to our audience. This is time consuming. I believe that is the major reason why people are using expository preaching less today. They are too busy to do the hard work of study and application of a passage.

How your prepare you messages?
Once I have chosen a passage, I study it inductively. I usually print out the passage with a lot of space to write notes. I first study the passage without any helps, and only after that do it go to commentaries and other helps. I go to these helps to check whether I may have made a mistake in my interpretation and to discover things which I had not discovered from my personal study. I am so grateful for the two Bible programmes I use: BibleWorks and Logos, which enable me to study even when I am travelling. Through them I have a whole library within my laptop. I start my preparation as early as I can. And I keep adding notes as I go along. Sermons must grow.

I start my preparation as early as I can. And I keep adding notes as I go along. Sermons must growThe whole process is steeped in prayer. I first ask God’s help before preparing, especially on what I should preach about. I pray during the preparation, and when I go to preach. I’m also in prayer while I am preaching pleading with God to help me. I am told that when walking up to the pulpit to preach, with each step he took, Charles Spurgeon used to say to himself, “I believe in the Holy Spirit.” Our success as preachers does not primarily depend on our hard work or our abilities. It is the work of the Holy Spirit and we do all we can to be in tune with the Spirit. Because of this I am often confessing my sins to God or to others (especially my wife) before I preach. The desperate desire for the fullness of the Spirit brings to mind unconfessed sin. I often repeat sermons. Then my preparation of the content I will preach does not take very long. But I have to prepare myself through prayer.

Our success as preachers does not primarily depend on our hard work or our abilities. It is the work of the Holy Spirit and we do all we can to be in tune with the SpiritI spend a considerable amount of time on application—looking for suitable examples of what I am teaching that are appropriate for the audience I am addressing. I use a lot of illustrations. Some illustrations explain the truths being taught, others apply the truth to their personal life. I will ask people who know more about that audience about how I can best apply the truth to them (e.g. I will ask our Youth for Christ workers or my children when I am preparing a message for youth). I look for stories which come from the books I read and try to use them as soon as I can after reading them, otherwise I will forget them. In the back of the books I read I make a personal index of things I can use in my preaching and teaching. Sometimes I get stories and quotations from books of illustrations. But the best source for application is personal work. Working with individuals helps truth to come alive and become relevant.

How do you continually engage in expository preaching without getting tired and burnt out?
Truth is thrilling! When we spend time with the Word and prayer, we are refreshed. Preparation is wonderful because we’re handling truth, which is wonderful. The sad legacy of theological liberalism has been to take away the wonder of the Word from preaching.Truth is thrilling!If you believe that what you read in the Bible is what God himself has inspired, it would fill you with wonder and passion. In his book Power in Preaching W. E. Sangster describes the steps that lead to a sermon. One of his chapters is entitled, “Glow over it.” We stop to bask in the thrill of the realities we are going to proclaim to the people.

So, I enjoy preparation even though it is always done on the run—giving a few minutes here and a few minutes there. Then when the day is close I will give concentrated times to it. Sometimes, owing to my poor planning or carelessness, I might have to prepare the whole night before preaching in the morning. Then in the afternoon, after having preached, I will have a good sleep! We must get adequate sleep if we are to guard our health.

How do you keep the congregation/audience engaged and attentive to your preaching?
I always take preaching as a conversation in which the audience is also involved. I look at the people eye-to eye and address them as if I was speaking to them individually.

In today’s world getting and keeping people’s attention is a huge challenge. All through the preaching time I am praying and thinking about keeping their attention and getting the message through. Preaching as conversationI need to be fully alert, realising that I am involved in a battle for their attention. This is why I am usually very tired emotionally and mentally after I have preached. Getting the message across is a draining battle.

Of course, I believe the things about which I preach, and I believe in the power of preaching to change lives. So, I am passionate when I am preaching. A statement I heard when I was in Seminary sums up my attitude when I am preaching. Some attribute it to the Scottish preacher, Richard Baxter: “I’ll preach as if I’ll never preach again; as a dying man to dying men.” It is a thrill to realise that we are servants of the most high God! With that assurance, I will battle to win the people to the truth I am proclaiming.

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