Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Babel

Im heutigen Text meines Bibellesens durch das Buch der Offenbarung (letztes Buch der Bibel) las ich heute folgendes (Kapitel 21 Verse 1-4): Danach sah ich einen neuen Himmel und eine…

Im heutigen Text meines Bibellesens durch das Buch der Offenbarung (letztes Buch der Bibel) las ich heute folgendes (Kapitel 21 Verse 1-4):

Danach sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen; auch das Meer gab es nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, schön wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Und vom Thron her hörte ich eine mächtige Stimme rufen: »Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird ´immer` bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.«

Ich muss gestehen, dass dies einer meiner „Lieblingstexte“ der Bibel ist. Normalerweise fällt mein Fokus auf die „Wohnung Gottes“ und wie sich das Bild der Wohnung Gottes (Stiftshütte [Zelt] und Tempel) durch die ganze Bibel zieht. Aber heute wurde mein Augenmerk durch einen Kommentar auf etwas anderes gelenkt: das neue Jerusalemauf das „neue Jerusalem“ (wie oben im Bild von Pieter Brueghel dem Älteren, [1563] zu sehen ist). Aber nicht auf das neue Jerusalem im Allgemeinen, sondern als das neue Jerusalem als die Vollendung: die Vollendung der Freude – Gott und Mensch zusammen.

Diese Vollendung ist durch Gott erlangt. Es ist nicht das Handeln des Menschen. Und genau hier hat der Kommentar mir geholfen. Das neue Jerusalem (von Gott gesandt) als Kontrast zum Turm von Babel (von Menschen erschaffen).

Im Alten Testament (1. Mose oder auch „Genesis“ genannt) finden wir die Geschichte des „Turmbaus zu Babel“. Im Kapitel 11 Vers 4 lesen wir: Turmbau zu Babel„Sie sagten: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt.«“ Der Mensch wollte also sich einen eigenen Namen machen (man merke den Kontrast zu der Bitte des Vaterunsers: „Dein Name [Gottes Name] werde geheiligt“) und sich einen Weg in den Himmel bahnen.

Dies kann man mit vielen „religiösen“ Versuchen vergleichen, in denen man versucht sich einen Weg zu Gott zu bahnen. Wir versuchen durch unsere eigenen Werke Gott zu beeindrucken (oder wie in Babel zu verachten). Geheiligt werde Dein Name!Der Schreiber von Genesis lässt sich die Ironie aber nicht nehmen, wenn er im Vers 5 schreibt: „Da kam der Herr vom Himmel herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die sie bauten.“ Gott kommt vom Himmel herab … also ganz so „hoch“ kann der Turm ja dann doch nicht geworden sein.

Nun aber mal die Ironie beiseitegeschoben. Gott kam tatsächlich vom Himmel herab, und zwar in Jesus – Jesus der Menschensohn und Gottessohn. In Jesus versöhnt Gott die Welt mit sich.

»Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen!
Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird ´immer` bei ihnen sein.
Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein.
Denn was früher war, ist vergangen.«

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Hauskreis

Hauskreise sind für peruanische Gemeinden eher untypisch. Als unsere Gemeinde vor einem Jahr die Hauskreise gestartet hat, glaubte keiner, dass dies etwas sein würde, wo die Menschen regelmäßig hingehen würden….

Hauskreise sind für peruanische Gemeinden eher untypisch. Als unsere Gemeinde vor einem Jahr die Hauskreise gestartet hat, glaubte keiner, dass dies etwas sein würde, wo die Menschen regelmäßig hingehen würden. Gestartet wurde dennoch mit 11 Hauskreisen und seit diesem Jahr sind sie auf 15 angewachsen. Es gibt Hauskreise für Frauen, Männer, Ehepartner und seit neustem jetzt auch Familien. Die Hauskreise geben einen intimeren Rahmen, um Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

In meinem Hauskreis sind Donnerstags immer zwischen 6-12 Frauen. Meistens bin ich die Jüngste, aber ich genieße es von dern Geschichten der Älteren zu hören. Wir essen zunächst eine Kleinigkeit und dann wird noch mal die Predigt vom Sonntag besprochen. Jeden Sonntag gibt es ein Handout, auf dem man sich Notizen machen kann. Auf der Rückseite gibt es dann Fragen und eine weitere Bibelpassage, die speziell im Hauskreis besprochen wird.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Notizen sich die Einzelnen machen und wie gut sie am Donnerstag noch den Inhalt der Predigt wiedergeben können! Auch wenn die meisten Themen sehr grundlegend behandelt werden, ist dies hier doch oft sehr nötig.

Von den einzelnen Frauen lerne ich sehr viel. Einige von ihnen hat Gott durch Eheprobleme zu sich gerufen. Sie wurden von ihren Männern für eine andere Frau verlassen. In der katholischen Kirche durften sie daraufhin aber nicht mehr am Abendmahl teilnehmen. Sie wurden stattdessen vom Priester dazu angehalten wieder mit ihren Ehemännern zusammen zu ziehen (was aber problematisch ist, wenn der Mann das nicht will und zu der neuen Frau zieht). Daraufhin sind sie mehr ins Nachdenken darüber gekommen, warum sie dafür bestraft werden, dass ihre Männer sie verlassen, obwohl sie doch Teil der Gemeinde sind.

Gott hat an so vielen gearbeitet und ihnen neue Hoffnung für sich und das Leben mit ihren Kindern geschenkt. In der IBC Gemeinde haben sie eine neue Heimat gefunden. Sie berichten immer wieder davon, wie sie sich von Gott verändern lassen und wie dies ganz konkret im Alltag aussieht. Dies ist sehr ermutigend!

Beim letzten Mal kam eine Freundin mit, die einen großen Hunger für Gottes Wort hat. Sie sucht nach Antworten auf ihre Fragen und ist sehr froh darüber, dass sie jetzt auch in den Hauskreis kommen und ihre Fragen loswerden darf.

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Sogay

Zweimal im Jahr gehen wir mit anderen deutschen Familien ins Schullandheim nach Sogay. Auch dieses Mal haben wir es wieder genossen einfach mal aus der trockenen Stadt heraus zu kommen…

Zweimal im Jahr gehen wir mit anderen deutschen Familien ins Schullandheim nach Sogay. Auch dieses Mal haben wir es wieder genossen einfach mal aus der trockenen Stadt heraus zu kommen und die Natur zu genießen.

Die Jungs konnten wieder ausgiebig Fußball spielen, Stöcke schnitzen, Lagerfeuer machen und sich austoben. Da sind keine Spielsachen notwendig, denn sie finden genügend andere Dinge zu tun (u.a. Tonnen-Balancieren).

Wie auch schon im letzten Jahr, haben wir zunächst eine Flusswanderung gemacht und sind am nächsten Tag noch einmal zu den Wasserfällen gewandert.

Das Wasser war um 9 Uhr morgens noch eisig kalt und so haben es nicht mehr alle auf die andere Seite geschafft, um die Felsen hoch zu klettern. Die kleineren Jungs haben stattdessen fleißig Stöcke und Steine ins Wasser geworfen, während wir uns in der Sonne etwas aufwärmen konnten.

Nun gehen wir aufgetankt und mit neuer Energie in eine neue Woche.

 

 

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Gebet an Paulus!?!

Wie manche von Euch vielleicht schon wissen, nehme ich als Gasthörer an der Universidad Católica de Santa María (UCSM) teil. Ich mache dies aus verschiedenen Gründen. Zu Einem hilft es…

Wie manche von Euch vielleicht schon wissen, nehme ich als Gasthörer an der Universidad Católica de Santa María (UCSM) teil. Ich mache dies aus verschiedenen Gründen. Zu Einem hilft es mir das universitäre Leben in Peru kennen zulernen; zum Anderem kann ich so meine Spanischkenntnisse verbessern. Noch ein Grund ist, dass ich durch den Unterricht Realidad Nacional die Geschichte und Kultur Perus besser verstehe. In dem Programm der Theologie (auf Bachelor-Ebene) kann ich einfach so teilnehmen und die Mitstudenten haben mich prima aufgenommen (in diesem Video könnt ihr auch meine Kommilitonen sehen…ist allerdings auf Spanisch).

Naja, warum ich eigentlich diesen Eintrag schreibe, hat einen anderen Grund. Eine der Ordensschwestern kam nach dem Unterricht auf mich zu und gab mir einen Flyer für Veranstaltungen eines Bücherladens, in dem sie zu arbeiten scheint. Die Veranstaltungen klingen spannend und ich werde bestimmt einmal reinschauen.

Dann drehte ich den Flyer einmal um. Da war ich dann schon etwas schockiert…denn was ich da las, ist meines Eerachtens „etwas“ problematisch:

Grob übersetzt heißt es:

Oh heiliger Apostel Paulus,
unser Vater, Lehrer und Wegweiser,
dir sind wir dankbar und von dir erbitten wir,
dass du in uns die Geistesgabe Gottes wiederbelebst,
dass du uns zur Erkenntnis der Liebe Christi führst
und dass du die Früchte des Geistes fruchtbar machst.

An diesem Gebet sieht man wie weit der Protestantismus vom Römischen Katholizismus entfernt ist. Natürlich muss hier noch hinzugefügt werden, dass der Katholizismus in Lateinamerika ein anderer ist als der, den ich in den USA oder in Deutschland antreffe.

Nun bin ich kein Experte – weder im Katholizismus, noch in der Ikonographie –, jedoch wäre laut dem Neuen Testament solch ein Gebet an Christus oder den Vater gerichtet und nicht an einen der Heiligen … mag es auch der Apostel Paulus sein.

Es widerstrebt mir sehr solche Gebete zu sehen. Jedoch versuche ich auch die Motivation und die Gedanken hierzu zu verstehen. Dafür brauche ich Zeit, Geduld und die richtigen Gesprächspartner.

Oh heiliger Christus Jesus
Weg zum Vater und unser Lehrer,
dir danken wir und erbitten von dir,
dass du die Geistesgaben in uns wiederbelebst,
dass du uns zur Erkenntnis deiner Liebe führst,
und dass wir fruchtbar werden für dich.

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Imata

Letztes Wochenende (01.-03. Juni) waren Markus, Claudio (Kurzzeitler aus der Schweiz), René (Leiter der theologischen Ausbildung), seine Frau und ich wieder im Hochland unterwegs. Diesmal ging es nach Imata (ca….

Letztes Wochenende (01.-03. Juni) waren Markus, Claudio (Kurzzeitler aus der Schweiz), René (Leiter der theologischen Ausbildung), seine Frau und ich wieder im Hochland unterwegs. Diesmal ging es nach Imata (ca. 4.600m Höhe). Imata liegt auf dem Weg nach Puno. Da es nur eine Straße Richtung Puno gibt, fahren hier viele Autos durch den Ort (vor allem viele Lastwagen aus den Minen).

Dies war bisher meine kälteste Erfahrung. Am Samstagabend hat es dann auch noch angefangen zu schneien. Ja, in Chicago war es natürlich auch sehr kalt (vielleicht sogar noch kälter), aber man hatte immer die Chance sich im Haus oder in einem Geschäft aufzuwärmen. Der größte Teil der Bevölkerung im Hochland hat aber weder Heizung noch Kamin, so dass auch die kleinen Häuser und Kirchen unheimlich kalt sind und bleiben.

An diesem Wochenende hatte ich aber nicht nur mit der Kälte zu kämpfen. Wie in anderen Einträgen bereits erwähnt, essen die Quechua viel. Schon am Morgen gibt es meisten Reis mit Kartoffeln und Alpaka-fleisch. Am Ende unseres Aufenthalts konnte ich das Essen einfach nicht mehr sehen und so war ich froh am Montag wieder in Arequipa einfach morgens meinen Kaffee zu trinken und nichts zu essen.

Aber zurück zu unserem Workshop (spanisch: taller). So ein Wochenende hat normalerweise eine einheitliche Struktur. Das heißt, in den fünf „Bezirken“, in denen wir regelmäßig unterwegs sind (ein Bezirk trifft sich alle 4-6 Monate zu so einem taller), verläuft das Wochenende recht gleich.

Freitagabend ist Ankunftszeit. Hier trudeln so nach und nach einige der Studenten ein (manche kommen auch erst am Samstag). Das ist immer eine schöne Zeit. Man grüßt sich herzlichst und teilt die neuesten Nachrichten untereinander aus. Diesmal war die Ankunft besonders schön, da einer der hermanos (der coordinador dieser Gruppe) solch eine herzliche und außergewöhnliche Lache hat, dass man diese nicht vergessen kann. Am Abend gibt es dann eine kleine Andacht und Einführung in den Verlauf der nächsten Tage.

Samstagmorgens trifft man sich so um 5:00 Uhr (oder auch mal 06:00 Uhr) zur Andacht und Gebet. Zu dieser Zeit ist die Sonne noch nicht aufgegangen und es ist weiterhin schweinekalt. So gegen 7:00 Uhr gibt es dann Frühstück. Den weiteren Verlauf des morgens nutzen die Geschwister um im pueblo den Menschen von Jesus zu erzählen und sie für den Abendgottesdienst (auch Samstag) einzuladen.

Nach dem Mittagessen kommt der administrative Teil, in dem neue Studenten angelernt, immatrikuliert und weitere Dinge abgesprochen werden. Ab und zu gibt es dann auch eine offen Frage-Antwort-Stunde. Hier darf jeder jegliche Fragen zum christlichen Leben, Bibel, Theologie stellen und alles sind eingeladen bei der Findung einer geeigneten Antwort zu helfen. Diese Zeit ist für mich oft sehr schön, denn ich kann die Studenten beim Theologisieren beobachten und mich über die Weisheit, die Gott ihnen schenkt, freuen. Eine kleine Beobachtung, die ich hier mache ist, dass obwohl die Lebensumstände, die Kultur und die Gemeinden sehr unterschiedlich sind (gerade in Bezug auf Deutschland), doch viele der Fragen ähnlich sind – zumindest ähnliche biblische-theologische Prinzipien unterschwingen auch wenn natürlich die kulturbezogenen Anwendungen und Fragestellung eine komplett andere ist. In diesen Zeiten bin ich Beobachter und merke auch oft, dass man erst einmal die Fragestellung und Kultur wirklich verstehen muss um „biblische Antworten“ geben zu können. Das benötigt Zeit und deshalb sind wir auch langzeitlich hier. Gott gebe Du uns Einsicht und Geduld!

Wie bereits erwähnt feiern wir am Abend dann einen Gottesdienst. Sonntagmorgens (5:00 oder 6:00 Uhr) ist wieder Gebet und Andacht. Danach Frühstück. Dann feiern wir noch Gottesdienst essen Mittag und verabschieden uns recht bald, da der Heimweg für viele recht lange ist.

So also verläuft ein Wochenende im Hochland. Zuhause angekommen, nehme ich meisten erst einmal eine heiße Dusche (warmes Wasser gibt es im Hochland meistens nicht), schmeiße meine ganzen Klamotten in die Wäsche und ruhe mich aus. Auch montags ist dann ein Ruhetag, den der Körper dringend nach oftmals 2000m und mehr Höhenunterschied gut gebrauchen kann.

Der nächste taller findet hier am 01. Juli in Arequipa (Stadt) statt. Darauf freue ich mich schon.

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Zahnarzteinsatz im Hochland

Am Wochenende konnten wir unsere Kollegen auf einem Zahnarzteinsatz im Hochland begleiten. Mit vollbepacktem Auto und noch zwei weiteren Autos mit den Helfern sind wir zu einem Kinderheim etwa 1…

Am Wochenende konnten wir unsere Kollegen auf einem Zahnarzteinsatz im Hochland begleiten.

Mit vollbepacktem Auto und noch zwei weiteren Autos mit den Helfern sind wir zu einem Kinderheim etwa 1 1/2 Stunden von Abancay entfernt gefahren. Eine Kollegin ist Zahnärztin und arbeitet zum Teil bei Diospi Suyana, was einige kennen werden, und macht alle zwei Wochen einen Wochenendeinsatz im Hochland. So decken sie die verschiedenen kleinen Dörfer in der Umgebung Abancays ab, um auch ihnen eine Möglichkeit zu geben, zahnärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Dieses Mal wurden alle Kinder eines Kinderheimes behandelt (23 Kinder und 4 Erwachsene). Das Equipment wird komplett mitgebracht (inklusive die Möglichkeit Röntgenbilder zu machen).

Dieses Mal waren drei Zahnärzte mit dabei. Im Kinderheim üben sie normalerweise regelmäßig die Zähne zu putzen. Dennoch bleibt oftmals nur die Möglichkeit einen Zahn zu ziehen, wenn der Kariesbefall immens ist. Dies war bei einigen Kindern der Fall. Die Zahnärzte hoffen, dass sie dadurch sensibilisiert werden in Zukunft mehr auf ihre Zähne zu achten. Glücklicherweise muss in dem Alter ja nur ein Milchzahn gezogen werden und es kommt noch einer nach.

Meine Kollegin aus Arequipa und ich waren für den Papierkram und das Desinfizieren zuständig. In einem „Schnellkochtopf“ werden die Instrumente unter Druck in einem Prozess von 45 Minuten vollständig desinfiziert, so dass sie wieder verwendet werden können. Zwischendurch haben wir dann immer mal wieder Händchen gehalten, wenn kleine Mädchen unheimlich Angst vor der Betäubungsspritze hatten. Manche Kinder waren vorher noch nie bei einem Zahnarzt.

Kurz vor Ende wurde in einem Theaterstück noch einmal verdeutlicht, warum es wichtig ist, sich regelmäßig die Zähne zu putzen und was für Essen Karies verursacht.

Am Ende sind wir dann ganz erschöpft nach einem langen Tag nach Hause gekommen. Das Kinderheim war sehr dankbar, dass sie diese kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen konnten, weil sie sonst nicht die Möglichkeit hätten sich einen Zahnarztbesuch zu leisten.

Am Ende möchte ich euch nicht die wundervolle Aussicht vorenthalten, die wir vom Kinderheim aus hatten. Einfach atemberaubend!!!

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