Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Sermón

Am Sonntag habe ich meine erste Predigt auf Spanisch gehalten. Dies kam etwas überraschend. Also, nicht überraschend am Sonntag selbst, sondern 1,5 Wochen zuvor. Während einer meiner Unterrichtseinheiten hier in…

Am Sonntag habe ich meine erste Predigt auf Spanisch gehalten. Dies kam etwas überraschend. Also, nicht überraschend am Sonntag selbst, sondern 1,5 Wochen zuvor. Während einer meiner Unterrichtseinheiten hier in der Sprachschule (Costa Rica), fragte mich mein Lehrer was ich so mache und in welchem Dienst ich tätig sein werde. Als ich ihm dann sagte ich sei Theologe, meinte er gleich: „Dann predigst Du bei uns am Sonntag.“

„Dann predigst Du bei uns am Sonntag.“Naja, ich habe mich nicht gleich getraut. Ich sagte erst einmal: „Vielleicht übernächsten Sonntag.“ Ab da war es dann meine Hausaufgabe eine Predigt auf Spanisch zu verfassen. Da ich neben den anderen Einheiten keine Predigt von null erarbeiten konnte, nahm ich mir einen meiner „schon-gepredigten-Texte“ vor.

Dann wurde die Predigt von mehreren Augen gelesen und korrigiert. Mehrere redeten mir auch Mut zu, so dass ich mich dann entschieden habe die Predigt zu halten (mit viel Gebetsunterstützung aus Deutschland). Noch kurz vor meiner Predigt pochte mein Herz wie wild. Als ich dann aber den Anfang relativ gut auf Spanisch und ohne Notizen hinbekommen habe, fühlte ich mich sicher Gottes Wort den Leuten in dieser Gemeinde zu verkünden.Mein Herz pochte wie wild

Somit habe ich jetzt auch meine „erste Predigt“ hinter mir … also meine erste Predigt (sermón) auf Spanisch.

Kommentare deaktiviert für Sermón

Kaffee

Die Gründer der Sprachschule, in der wir gerade in Costa Rica sind, haben über die Jahre hinweg nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, wie sie den Menschen helfen können, die im Ort,…

Die Gründer der Sprachschule, in der wir gerade in Costa Rica sind, haben über die Jahre hinweg nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, wie sie den Menschen helfen können, die im Ort, oder in der näheren Umgebung wohnen. Viele Menschen sind arbeitslos und so haben sie mit der Zeit festgestellt, dass sie durch einen Kaffeeanbau vielen Menschen Arbeit geben können.

An einem Nachmittag haben wir eine Führung der Kaffeproduktion bekommen. Jetzt ist gerade keine typische Kaffeeerntezeit (erst von August an), aber wir konnten trotzdem einige rote Bohnen entdecken. Erst wenn sie tiefrot sind, ist die Bohnen reif für die Ernte.

Hier sieht man die Anlage, wie die Bohnen in einen großen Behälter geschüttet und dann unten vorsichtig von ihrer Schale gelöst werden.

In diesen „Sonnenbetten“ werden die Bohnen getrocknet, bis sie nur noch einen bestimmten Prozentsatz an Feuchtigkeit enthalten.

Da die vielen Sonnenbetten nicht mehr ausgereicht haben, wurde zusätzlich eine Halle gebaut. Für gewöhnlich trocknen die Bohnen innerhalb von zwei Wochen.

Anschließend muss noch einmal die Schale der Bohne entfernt werden, um an den eigentlichen Kern zu kommen.

Dieses Gerät misst die Feuchtigkeit der Bohnen. Wenn sie ca. 12,5 % beträgt, können die Bohnen in die jeweiligen Säcke verpackt werden.

Die Bohnen werden von Exporteuren geprüft (nur die Besten kommen in den Export) und die Farmer erhalten eine Prozentsatz für ihre guten Bohnen. Diese werden dann natürlich auch besser verkauft. Die Farmer werden gut bezahlt und dazu animiert, gute Produkte zu liefern. Dadurch ist es für sie und ihre Arbeiter auch eine erfüllende Arbeit.

Mittlerweile verschifft die Mission auch in andere Länder. Wer hierzu mehr lesen möchte, kann sich auf der Website von Café Mission informieren.

Die Bohne von Beginn bis zur Reife

Kommentare deaktiviert für Kaffee

Unterricht

In der Sprachschule sind wir nach unseren Sprachkenntnissen in Gruppen eingeteilt. Benni und ich sind dankbar, dass wir eine andere Schülerin mit ähnlichem Niveau in der Klasse haben, so dass…

In der Sprachschule sind wir nach unseren Sprachkenntnissen in Gruppen eingeteilt. Benni und ich sind dankbar, dass wir eine andere Schülerin mit ähnlichem Niveau in der Klasse haben, so dass wir uns gegenseitig ergänzen können. In Arequipa haben wir in den drei Monaten Unterricht die Basis der Grammatik durchgenommen. Wir sind aber dankbar, dass wir diese jetzt in diesem Monat konkreter anwenden können. Unsere Lehrerin kennt sich in den verschiedenen Angelegenheiten sehr gut aus und wir sind für ihre Tipps und Anregungen sehr dankbar.

Die erste beiden Stunde verbringen wir meistens damit Hausaufgaben zu besprechen und Grammatik durchzugehen. In den folgenden Stunden wenden wir das Gelernte dann in praktischen Diskursen an. Dies ist besonders hilfreich.

Benni hat zudem einmal in der Woche noch eine speziellen Nachmittagsunterricht, um Vokabular der Bibel zu erlernen. Unter anderem auch, wie man ganz praktisch betet. Ich weiß noch aus unserer Zeit in den USA, dass es eine Weile dauert, bis man sich traut in einer fremden Sprache zu beten. Auch hier lernen wir grammatikalische Feinheiten und Ausdrücke.

Als Übung für diesen Unterricht wurde Benni gebeten nächste Woche Sonntag die Predigt in der Sprachschule zu halten (hier gibt es einen Gottesdienst mit den Menschen aus dem Dorf). Es ist eine gute Gelegenheit für ihn seine erste Predigt auf Spanisch zu üben.

Den Jungs macht der Unterricht sehr viel Spaß. Tim und Joel gehen spezifisch die Grammatik durch, was ihnen noch mal eine gute Grundlage gibt, während Jason in der Zeit extra Aufgaben bekommt. Jason freut sich besonders, dass er viele Blätter zum Schreiben bekommt und somit schon für die 1. Klasse Anfang März üben kann.

In der Pause spielen die Jungs mit den Hunden. Auf dem Campus leben 16 Hunde, die die beiden Gründer der Schule mit der Zeit von der Straße geholt haben. Zu Beginn waren die Jungs erst nicht so begeistert von den neugierigen Hunden (vor allem wenn man angesprungen wird). Mittlerweile streicheln sie sie gerne und haben einen Lieblingshund, der immer zu ihnen kommt, um sich verwöhnen zu lassen.

Einmal in der Woche gibt es dann noch einen Kultur-Unterricht. Früher gab es hier Vorträge, die die Studenten zu bestimmten Themen vorbereiten müssen. Mittlerweile sieht der Unterricht aber praktischer aus, damit es auch interessant für Familien bleibt.

 

Vorletzte Woche kam eine Zumba-Trainerin und hat uns allen lateinamerikanische Tänze beigebracht. Wir kamen gut ins Schwitzen!

 

 

 

Letzte Woche haben wir gelernt, wie wir Tortillas selber machen können. Wie in vielen südamerikanischen Ländern essen die Menschen gerne diese Brotfladen aus Maismehl.

 

Auf Bananenblättern wurden die Fladen geformt und anschließend gebraten und unter Bananenblättern warm gehalten.

Die Hunde waren wie immer mittendrin!

In Costa Rica isst man auf den Tortillas Eier, Mus aus Bohnen, Avocado, Käse, Wurst und Ketchup und trinkt natürlich eine Tasse heißen Kaffee dazu. Anschließend ging es dann mit gefülltem Magen wieder in den Unterricht…

Kommentare deaktiviert für Unterricht

Erste Eindrücke aus Costa Rica

Nachdem ich jetzt endlich Fotos von der Kamera auf den Computer geladen habe, können wir aus Costa Rica berichten. Auf den Luftbildern kann man sehr gut den Unterschied von Arequipa…

Nachdem ich jetzt endlich Fotos von der Kamera auf den Computer geladen habe, können wir aus Costa Rica berichten.

Auf den Luftbildern kann man sehr gut den Unterschied von Arequipa (links) und unserem derzeitigen Wohnort erkennen. Von der Wüste in den Dschungel…

Es ist hier unheimlich grün, aber auch sehr feucht. Das Wetter ist sehr wechselhaft und es regnet in den ersten Monaten des Jahres sehr viel.

Wir wohnen in einem kleinen Häuschen, das nur 3 Minuten Fahrtzeit von der Schule ist und direkt im Grünen liegt.

Der Garten wird von den Nachbarn wunderbar gepflegt. Hier wachsen selbst Bananen.

Außerdem haben die Nachbarn einen kleinen Pool, den wir mittags benutzen dürfen. Sobald die Hausaufgaben erledigt sind, schwimmen die Jungs eine Runde, auch wenn es regnen sollte. In der Zeit können Benni und ich dann Hausaufgaben machen.

Leider haben wir hier aber auch ungebetene Gäste im Haus. Das reicht von Ameisen, Kakerlaken und Moskitos bis zu behaarten Spinnen. Da schätzen wir doch umso mehr, dass wir in Arequipa von solchen Dingen verschont sind.

Dafür genießen wir aber die Vielfalt der Natur! Wenn wir am Wochenende keinen Unterricht haben, können wir ein bißchen die Gegend erkunden.

Auch wenn das Essen in Costa Rica allgemein sehr teuer ist, sind die Bananen unheimlich günstig. Überall sieht man Bananenplantagen. Hier werden auf 43.000 Hektar Bananen angebaut. Im letzten Jahr wurden aus Costa Rica 120 Millionen (!) Bananenkartons exportiert (ein Karton enthält für gewöhnlich 18 kg Bananen).

Unsere Nachbarin hat uns beigebracht, wie man grüne Bananen kocht. Es sind nicht unreife Bananen, sondern eine eigene Art, die man kochen und dann raspeln kann (weil sie wie Kartoffeln härter sind).

Bevor wir euch im nächsten Post von der Schule berichten, ende ich hier mal mit ein paar weiteren Impressionen von Gottes Kreativität.

Kommentare deaktiviert für Erste Eindrücke aus Costa Rica

Herausforderungen

In unserem Blog schreiben wir sehr viel über die schönen und auch ermutigenden Dinge, die wir erleben. Deshalb denke ich es wäre nur fair auch von den Herausforderungen zu schreiben,…

In unserem Blog schreiben wir sehr viel über die schönen und auch ermutigenden Dinge, die wir erleben. Deshalb denke ich es wäre nur fair auch von den Herausforderungen zu schreiben, denen wir ebenso entgegensehen müssen.

Anstrengend
Es ist unheimlich anstrengend eine neue Sprache zu lernen (vor allem wenn man nicht 6 Jahre alt ist!). Vor unserer Abreise wurde uns geraten nicht noch groß Spanischkurse in Deutschland zu belegen, sondern direkt ins kalte Wasser zu springen.

Die Erfahrung bisher zeigt, dass das ein guter Rat gewesen ist. Es ist wichtig gleich mit dem peruanischen Spanisch zu beginnen und nicht erst Erlerntes wieder umlernen zu müssen, weil man in Peru Dinge anders ausspricht oder Wörter anders benutzt. Die Art war für uns effektiv, aber ebenso ziemlich intensiv! Dennoch erfordert dies großes Gottvertrauen. Durch die vielen Gebete Anderer haben wir uns getragen gefühlt auch die Kinder in dieses kalte Wasser schmeißen zu können. Wir waren uns unsicher, wie sie das verarbeiten würden. Gott sei Dank, hatten sie wirklich einen guten Start!

Alles aufgeben
Bevor wir nach Peru gereist sind, mussten wir so gut wie alles aufgeben. Wie entscheidet man, was wichtig ist und was nicht?

Alles auf 10 Koffer zu reduzieren bedeutet, dass man aussortiert, um anschließend wieder auszusortieren. Es bedeutet aber auch, dass man seinen Haushalt von Sachen befreit, um anschließend Raum für Neues zu haben. Bereits in den USA haben wir gemerkt, wie Gott uns doch immer wieder mit Dingen versorgt hat, die wir brauchten.

Geduld
Die DMG legt bewusst Wert darauf, dass man das erste Jahr „nur“ damit verbringt die Sprache und die Kultur kennen zu lernen. In dieser Zeit besucht man auch die verschiedenen Arbeitsbereiche, darf aber offiziell noch nicht mitarbeiten. Gar nicht so einfach für Deutsche, die gerne effektiv sind!

Warten – Beobachten – Lernen

Oft würde man sich gerne einbringen, seine Meinung äußern (so wie man das im Deutschen kann), involviert sein und nicht nur beobachten. Aber auf der anderen Seite haben wir auch gemerkt wie gut es ist, dass man manchmal nichts sagen und nur zuhören kann, dass man gezwungen ist zu beobachten und zu sehen, wie Menschen in Peru manche Dinge einfach anders machen.

Peinlich
Es gibt genügend Situationen, wo man in einer neuen Kultur und mit einer neuen Sprache in Fettnäpfchen treten kann. Oftmals ist es einfach nur peinlich, aber man lernt mit der Zeit auch darüber zu lachen.

Stress
Jeder bewältigt Stress unterschiedlich und wenn man dann noch zu fünft ist, liegt die Chance hoch, dass jeder zu einer unterschiedlichen Zeit die neue Stresssituation verarbeitet.

Dennoch haben wir es als Segen empfunden, dass wir nicht alleine unterwegs sind und uns gegenseitig eine Hilfe sein dürfen. Wir lernen gemeinsam in neuen Situationen geduldig zu sein und uns zu unterstützen.

Auch wenn wir uns in allem von Gott getragen wissen, ist es nicht immer einfach mit den alltäglichen Situationen umzugehen.

Kommentare deaktiviert für Herausforderungen

Jüngerklatsch

Thema: Vorbild In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei Kontinenten leben. Was könnte spannender und entspannender…

Thema: Vorbild

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei Kontinenten leben. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum Jüngerklatsch zu treffen? Bist Du dabei?

Kommentare deaktiviert für Jüngerklatsch

Tippe in das Feld unten und drücke Enter um zu suchen

Language