Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kindergartenabschlussfeier

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da…

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da hier das Schuljahr immer erst am Anfang des Jahres beginnt durfte er noch ein halbes Jahr in den Kindergarten.

Dieses halbe Jahr war für ihn sehr gut, um sich in der Sprache etwas besser zurecht zu finden.

Die Feier bestand darin, dass ein Elternteil eine kleine Ansprache halten durfte und dann anschließend die Kerze ausgezündet wurde (es beginnt jetzt quasi ein neuer Abschnitt).

Eines der jüngeren Kinder hat dann dem neuen Schulkind eine Karte überreicht, die er/sie gestaltet hat. Da Jason sehr beliebt bei den Mädchen ist, war es nicht verwunderlich, dass ihm ein Mädchen eine Karte geschrieben hat…

Die Kinder bekamen dann ihre Ordner und eine spezielle Tasche für die erste Klasse überreicht. Anschließend haben sie noch zusammen gesungen und getanzt.

Wir sind sehr froh darüber, dass sich Jason in seiner Gruppe sehr wohl gefühlt hat. Er konnte die Sprache lernen und neue Freunde finden. Seine Erzieher waren sehr dankbar, dass er Teil der Gruppe sein konnte.

Auch die beiden anderen hatten einen speziellen Tag. Es war der letzte Tag für ihre Spanischnachhilfe, die sie montags und donnerstags in der ersten Stunde hatten. Die Nachhilfe hat ihnen eine gute Grundlage gegeben und im nächsten Schuljahr werden sie es dann so versuchen.

Danke Herr für all dein Versorgen und deinen Schutz in dieser Zeit. Danke, dass du Jason in eine so tolle Klasse gesteckt hast und wir auch mit den Familien einen guten Kontakt haben können.

Kommentare deaktiviert für Kindergartenabschlussfeier

The Thessalonian Strategy

Michael Bird, lecturer in theology at Ridley College (Australia), recently gave an interesting talk about the „state of affairs“ in Australia which resembles (in my mind) a lot of what…

Michael Bird, lecturer in theology at Ridley College (Australia), recently gave an interesting talk about the „state of affairs“ in Australia which resembles (in my mind) a lot of what is happening in the Western world.

Listen and think for yourself:

Kommentare deaktiviert für The Thessalonian Strategy

Adventszeit

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren. Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem…

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren.

Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem Plastikbaum begnügen (überhaupt ist hier fast alles in Plastik)! Der schöne Tannenduft fehlt, aber wir sind froh, dass wir überhaupt in einem Land wohnen, wo es (fast immer) Strom gibt und wir Lichterketten und Co. zur Verfügung haben.

Die beiden Jüngsten haben sich daran gesetzt den Baum zu dekorieren und ich habe meinen perfektionistischen Drang gezügelt, den Baum anschließend noch zu bearbeiten und alles symmetrisch umzuhängen…

Der Vorteil ist, dass es hier im Sommer schon um 18:30 Uhr dunkel wird und wir demnach abends noch im Kerzenschein zusammen sitzen können.

Hängt! In der jetzigen Wohnung dürfen wir in der Decke keine Nägel reinhauen, so dass wir uns anderweitig zu helfen wissen, um unseren deutschen Weihnachtsstern anzubringen. Die Fassung ist leider zu klein, als dass man sie für den Stern benutzen konnte, aber es geht auch so.

Hier ist unsere Art von Schneemann…

Sonntag waren wir in einem deutsch-lutheranischen Gottesdienst in der Stadtmitte, der einmalig vom neuen Pfarrer veranstaltet wurde. So hatten wir einen Sonntag, wo wir zusammen deutsche Adventslieder singen konnten. Jason durfte sogar die Adventskerze anzünden. Wir sind gespannt darauf, wie die nächsten Gottesdienste in unserer peruanischen Gemeinde ablaufen werden.

Die Jungs durften bei einer anderen deutschen Familie gestern fleißig Plätzchen backen.

Wir freuen uns darauf zu entdecken, was wir noch alles in der Adventszeit erleben dürfen und was wir über das peruanische Weihnachtsfest in Erfahrung bringen werden…

 

Kommentare deaktiviert für Adventszeit

Nikolaus

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten…

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten hatte bereits die Verkleidung parat.

Dies ist ein nicht ganz einfacher Job, denn Benni musste 9 Gruppen besuchen und es wurden Fotos mit 253 Kindern gemacht (inkl. anschließendem Gruppenfoto)! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es im Sommer unter dem Gewand auch mollig warm wurde 🙂

Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Die Kinder haben mit leuchtenden Augen auf den Nikolaus gewartet. Zwei Kinder haben sogar extra Briefe für den Nikolaus verfasst. Benni hat ihnen einen Brief vorgelesen, den die Erzieherinnen für die Gruppe geschrieben haben. Anschließend bekam jedes Kind noch eine kleine Tüte mit Keksen.

Die Überraschung war, dass wir Jason nichts von all dem verraten hatten. Seine Gruppe war die Letzte und er war natürlich mega stolz, dass sein Papa der Nikolaus war. Für ihn war es wohl die größte Überraschung.

Es war sehr schön, dass wir die Gruppe von Jason besuchen konnten. Mittlerweile kennen wir auch mehr und mehr von den Kindern.

Es war ein sehr schöner Morgen, auch wenn es anstrengend war.

Benni hat der Kontakt mit den Kindern gut gefallen. Gerne hätte er sich noch mehr ausdrücken wollen, aber sprachlich können wir eben noch nicht alles sagen. Vielleicht nächstes Jahr…

Die Kinder hatten einen wunderschönen Morgen und es war eine sehr gute Gelegenheit die Kontakte zu Erziehern und Kindern zu vertiefen.

Kommentare deaktiviert für Nikolaus

Conditor Alme Siderum

Advent and Christmas greetings from us with this wonderful poem (6th cent. author unknown)   Creator of the stars of night, Thy people’s everlasting light, Jesu, Redeemer, save us all, And…

Advent and Christmas greetings from us with this wonderful poem (6th cent. author unknown)

 

Creator of the stars of night,
Thy people’s everlasting light,
Jesu, Redeemer, save us all,
And hear Thy servants when they call.

Thou, grieving that the ancient curse
Should doom to death a universe,
Hast found the medicine, full of grace,
To save and heal a ruined race.

Thou cam’st, the Bridegroom of the bride,
As drew the world to evening-tide;
Proceeding from a virgin shrine,
The spotless victim all divine.

At whose dread name, majestic now,
All knees must bend, all hearts must bow;
And things celestial Thee shall own,
And things terrestrial, Lord alone.

O Thou whose coming is with dread
To judge and doom the quick and dead,
Preserve us, while we dwell below,
From every insult of the foe.

To God the Father, God the Son,
And God the Spirit, Three in One,
Laud, honor, might, and glory be
From age to age eternally.

 

 

Kommentare deaktiviert für Conditor Alme Siderum

„Día de los muertos“ – Der Tag der Toten

Im Nachhinein möchten wir euch noch etwas mehr darüber informieren, wie in Peru der 01. und 02. November gefeiert wird. Am 1. November feiern die Peruaner Allerheiligen. Jeder Tag im…

Im Nachhinein möchten wir euch noch etwas mehr darüber informieren, wie in Peru der 01. und 02. November gefeiert wird.

Am 1. November feiern die Peruaner Allerheiligen. Jeder Tag im Jahr ist nach einem Heiligen benannt. Wenn man z. B. am 18.06. ein Kind bekommt, dann integriert man meistens den Namen des Heiligen als Erst- oder Zweitnamen. Im Kalender steht die Heilige „Marina“. Der Name wird dann jeweils auf männlich oder weiblich angepasst (hier würde man den Jungen dann Marino nennen).

Da das Jahr aber zu wenig Tage für alle Heilige hat, gibt es den 01. November, damit man an diesem Tag alle anderen Heiligen berücksichtigen kann.

 

Am 02. November wird anschließend der Tag der Toten gefeiert. Hier geht es darum, dass die Lebenden Dinge tun, bzw. Gebete für die verstorbenen Gläubigen sprechen, die sich im Fegefeuer befinden.

Für die katholischen Peruaner ist das Fegefeuer ein Ort, wo die Seelen ruhen, bis sie in den Himmel gehen dürfen. Die Gebete der Lebenden helfen ihnen in den Himmel zu kommen.

Sie glauben ebenso, dass die Seelen während der ersten beiden Novembertage auf die Erde hochkommen können, um ihre Liebsten zu besuchen. Aus diesem Grunde treffen sich alle Familien am Friedhof.

Peruaner haben verschiedene Dinge, die sie an diesem Tag auf den Grabstein legen:

  • Essen (das Lieblingsessen des Toten) oder Lieblingsgetränk
  • Ebenso Blumen und Kerzen
  • Bei Kindern werden kleine Spielzeuge draufgelegt
  • „Guaguas“ (Brotgebäck in Form eines Babys – siehe unten)

Die Familie selbst isst und trinkt an diesem Tage ausgiebig(!)„mit den Toten“, in dem sie sich um das Grab versammeln. Manche organisieren sich auch spezielle Musik.

Hier gibt es ein gutes, kurzes Video darüber. Und hier noch ein Längeres.

An diesem Tag ist der Vorhof des Friedhofes wie ein großer Marktplatz. Hier gibt es Blumen, Kerzen, Essen, Spielsachen und vieles mehr zu kaufen. Im Friedhof selbst verkaufen kleine Jungs Wasser, um das Grab säubern zu können.

 

„Guaguas/Wawas“:

Eine „Wawa“ ist ein Brotgebäck in Form eines Babys (inkl. kleinem Gesicht), das mit einer süßen Karamellfüllung gefüllt ist.

Die Tradition besagt, dass die „Wawas“ der Heiligen im Februar beginnen – in der Zeit des Karnevals. Bei diesen Festen herrscht Zügellosigkeit in jeglicher Hinsicht und so ist im November eine Anhäufung von Babys festzustellen.

Diese „Wawas“ werden den Toten auf die Gräber gelegt (quasi als Opfer, wie man das früher im antiken Peru getan hat) und anschließend gemeinsam als Familie gegessen.

Die Peruaner haben eine Faszination für den Tod und Geister allgemein. Im Kino gibt es wesentlich mehr Horrorfilme, als das in Deutschland der Fall ist. Immer mal wieder findet man auch schlimm anzusehende Werbung in einem ganz normalen Einkaufszentrum. Kinder erzählen sich gegenseitig Horrorgeschichten. Geister sind im Alltag präsent.

Es ist deswegen auch unheimlich wichtig, dass man an den ersten beiden Tagen im November unbedingt am Grab gewesen ist, damit die Geister einen nicht verfolgen, sondern wieder ruhen können.

Diese Riten sind für manche eine Art, mit dem Tod besser fertig zu werden.

 

Die Denkweise ist oft so, dass man während dem Leben alles machen kann, was man will. In der Kirche kann man für die Sündenvergebung bitten und anschließend dann gleich wieder lügen oder andere Dinge tun, ohne dass es einen beeinflusst.

Wenn man dann tot ist, tut die Familie alles für einen, um durch Gebet und Riten die Seele aus dem Fegefeuer zu bekommen. Damit liegt die Last nicht auf einem selbst.

Kommentare deaktiviert für „Día de los muertos“ – Der Tag der Toten

Tippe in das Feld unten und drücke Enter um zu suchen

Language