Du führst dir unsere Vergehen vor Augen, selbst unsere verborgenen Sünden kommen vor dir ans Licht. (Psalm 90,8 )

So gibt es auch nichts Geheimes, was geheim bleibt; alles wird offenbar werden. Und es gibt nichts Verborgenes, was verborgen bleibt; alles soll öffentlich bekannt gemacht werden. (Lukas 8,17 )

Bei uns in der Gemeinde führen wir zurzeit ein Glaubensgrundkurs durch – Spur 8. Hier geht es um „Entdeckungen im Land des Glaubens.“ Das erste Thema beschäftigt sich mit unseren Gottesbildern. Wie stellen wir uns Gott vor? Was für eine Art Wesen, Kraft oder Person ist er, sie oder es? Kann man „Gott“ kennen(lernen)? In welchem Verhältnis steht Gott zu uns und wir zu „ihm“? Und noch viele weitere Fragen… 

Wenn ich den Losungstext vom 13. Februar lese, so kann das durchaus zur Angst führen. Ganz ehrlich, früher habe ich diesen Versen (bzw. diesem Gott) verängstigt und erstarrt gegenübergestanden. Wie unangenehm (peinlich!), wenn dieser Gott Alles weiß, oder?

Aber auch die Antwort dieser Frage hängt stark mit unserem Gottesbild zusammen: Ist es ein Gott, der eine Strichliste führt und unsere guten und schlechten Tage notiert? Einer, der peinlichst genau darauf achtet und sogar darauf wartet, dass wir einen Fehler machen?

Ist es ein Gott, so wie er uns in der ganzen Bibel beschrieben wird? Oder: Ist es ein Gott, so wie er uns in der ganzen Bibel beschrieben wird? Jemand, der uns geschaffen hat. Der uns liebt. Der sein Liebstes gegeben hat, damit wir in einer engen Beziehung zu ihm leben können.

Je nachdem wie ich diesen Gott verstehe, werde ich die beiden Verse aus der Losung verstehen und mit ihnen im Alltag umgehen können. Entweder habe ich Angst und fühle mich unwohl. Oder aber ich fühle mich befreit, weil ich mich nicht mehr verstecken muss (was ich eh nicht kann). Befreit, weil er mich annimmt, so wie ich bin. Befreit zu wissen, dass er alles weiß und sich kümmert.