Ich hatte vergessen von unseren Supermarktregalen ein Foto zu machen… aber vermutlich sehen sie genauso aus, wie bei euch gerade.

Seit heute besteht für uns offiziell die Ausgangssperre. Der einzige Grund, um rauszugehen ist für einen Notfall zur Apotheke, Bank oder dem Supermarkt. Alles soll beschränkt werden, damit der Kontakt zu anderen weitestgehend eingeschränkt wird. Wie das klappen wird, bleibt abzuwarten!

Fest steht auf jeden Fall, dass wir von der Schule aus schon seit Donnerstag letzter Woche online mit Hausaufgaben versorgt werden. Wir haben für uns persönlich festgelegt, wie unser Tagesablauf aussieht, damit wir nicht ganz in Ferienstimmung kommen. Unter anderem gehört dazu, dass die Jungs (zu ihrem Leiden) sich normal anziehen und nicht den ganzen Tag im Schlafanzug gammeln dürfen.

Den ersten Tag haben wir jetzt schon fast überlebt und wir sind gespannt darauf, ob es (hoffentlich) lediglich bei den 2 Wochen Sperre bleiben wird. Noch gibt es in Peru nicht so viele Coronavirus-Fälle, aber wer weiß, wie viele wirklich gemeldet sind…

Die Herausforderung besteht hauptsächlich im nur sehr schlecht ausgebildeten Gesundheitssystem. Für die ärmere Bevölkerung ist es besonders schwierig ihr Geld zu verdienen, wenn sie von Tag zu Tag leben und die Ausgangssperre respektieren müssen. Die Mütter, mit denen ich arbeite haben sowieso schon kein Geld Lebensmittel auf Vorrat zu kaufen.

Auch sanitäre Aspekte wie das Reinigen der Hände ist für die eine Herausforderung, die sowieso schon wenig Körperhygiene betreiben und manchmal gar kein fließend Wasser in ihrer Hütte zur Verfügung haben.

Unser Leben ist aber ruhiger geworden! Alle Termine sind abgesagt und Gemeindeversammlungen gibt es nur noch online (auch Teammeetings). Wir sind gespannt darauf, wie Gott diese Zeit nutzen wird!