Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Benjamin Marx

Entfernung

Alle, die dich verlassen, werden zuschanden…, denn die Quelle lebendigen Wassers haben sie verlassen: den HERRN. (Jeremia 17,13) Kommt, alles ist schon bereit! (Lukas 14,17) Hier in Arequipa (Peru) ist…

Alle, die dich verlassen, werden zuschanden…, denn die Quelle lebendigen Wassers
haben sie verlassen: den HERRN. (Jeremia 17,13)

Kommt, alles ist schon bereit! (Lukas 14,17)

Hier in Arequipa (Peru) ist Vieles sehr anders als ich es gewohnt bin. Vieles kommt mir fremd vor bzw. Vieles kann ich nicht verstehen und auch nicht einordnen. Neulich lief ich mit meinem australischen Kollegen die Straße entlang und da lag ein Mann scheinbar leblos auf dem Bürgersteig. Mein Kollege meinte etwas salopp: „Should we check if he is dead?“ Should we check if he is dead?(Sollen wir nachschauen, ob er tot ist?). So begaben wir uns zu der Person und checkten seinen Puls und Atem [da man in Peru auf Überfälle etc. aufmerksam sein muss, checkte ich auch zugleich die Umgebung]. Gott sei Dank, atmete die Person noch und somit gab es Lebenszeichen.

Es gibt auch andere Begegnungen. In Deutschland bin ich öfters an Kadavern vorbeigefahren. Tote Tiere am Straßenrand, wenn auch nicht oft, gehören irgendwie dazu. Es scheint irgendwie „normal“ zu sein oder normal geworden zu sein. Aber, das ist es eben nicht. Der Tod ist eben nicht normal. bzw. er war es nicht von Anfang an:

„Da bildete der HERR, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies Lebensatem
in seine Nase. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen“ (1. Mose 2,7)

Gott erschuf den Menschen um zu leben – um wahres Leben zu haben. Wahres Leben gibt es aber nur in der Verbindung mit der Quelle des Lebens. Was anderes außer Tod kann es dann geben, wenn wir uns von dieser Quelle entfernen?

Aber dabei bleibt es ja nicht bestehen. Gott ist ein Gott der Liebe, ein Gott der Initiative. Deswegen lesen wir schon im Alten Testament von dem Propheten Hesekiel (16,4-6) wie bildlich gesprochen der Herr sich um die Seinen kümmert:

Bei deiner Geburt hat niemand deine Nabelschnur durchtrennt, du wurdest nicht mit Wasser gewaschen und gereinigt, nicht mit Salz abgerieben und nicht gewickelt.

Niemand erbarmte sich deiner und tat aus Mitleid etwas von diesen Dingen für dich. Stattdessen wurdest du am Tag deiner Geburt hinaus aufs Feld geworfen, weil man dich verabscheute.

Da kam ich vorbei und sah dich in deinem Blut zappeln, und ich sagte zu dir in deinem Blut: Du sollst leben! Ja, zu dir in deinem Blut sagte ich: Lebe!

Du sollst leben. Das „Lebe“ in Hesekiel entspricht dem „Lazarus, komm heraus“ von Jesus in Joh 11,43. Gott möchte den Tod nicht „So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, ich freue mich nicht über den Tod eines gottlosen Menschen, sondern ich freue mich viel mehr, wenn er sein Verhalten ändert und am Leben bleibt. Kehrt um!“ (Hesekiel 33,11). Gott ist das wahre Leben und nur, wenn wir an dieser Quelle bleiben haben auch wir wahres Leben.

Deshalb sprich auch der Sohn Gottes: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.“

Aus welcher Quelle schöpfen wir?

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Retrospektiv?

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie…

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie in Israel und so „regierten“ verschiedene „Richter“ (politisch-militärische Anführer) zu verschiedenen Zeiten.

Was mich sehr verwundert hat, kann man im zweiten Kapitel lesen: „Und als auch jene [die Ältesten, welche Josua überlebten] ganze Generation zu ihren Vorfahren versammelt worden war, kam nach ihnen eine andere Generation, die weder vom HERRN wusste, noch von dem Werk, das er für Israel getan hatte“ (2,10).

Die Frage, die sich hier aufzwingt ist: Wie konnte so etwas passieren? Wie konnte bereits die nächste Generation der Israeliten vergessen, was Gott der Allmächtige für sie getan hat?

Es scheint als hätten hier sämtliche „Erinnerungsmechanismen“ versagt. Nein, es scheint nicht nur so, sondern genau das ist passiert. Die neue Generation wurde nicht an die Gnade Gottes und Seine Werke erinnert. Sollten nicht die Priester das Volk belehren (3. Mose 10,11)? Sollten die Feste und Riten nicht an das erinnern, was der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für Israel getan hat? Und, finden wir in dem wichtigen Glaubensbekenntnis Israels (5. Mose 6) nicht folgende Aussage?

4 Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Ja, das alles ist gescheitert. All diese Erinnerungsmechanismen haben nicht gegriffen. Welche Konsequenzen ein solches Nicht-Erinnern hat formuliert ein Ausleger (bezogen auf Richter 2,10) so: „When people lose sight of God’s grace, they lose sight of God and the sense of any obligation to him. All that follows in the book is a consequence of Israel’s loss of memory.”[1]

Aber geht es bei diesem Erinnern einfach nur um eine Rückschau? Ist Erinnerung immer nur retrospektiv? Ich denke nicht. Obwohl es etwas anachronistisch ist, so ist die Definition des Duden hier zutreffend: Erinnerung ist ein „Eindruck, an den jemand sich erinnert“ oder auch Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat ein „wieder lebendig werdendes Erlebnis“. Es geht also nicht darum in der Vergangenheit zu schwelgen und nostalgisch sich die guten, alten Zeiten herbeizuwünschen. Sondern, es geht darum sich die Vergangenheit wortwörtlich zu vergegenwärtigen. Das Alte zum Neuen werden lassen. Denselben Gott (neu) zu erleben.

Der Psalmist war sich der Gefahr des sich Nicht-Erinnerns durchaus bewusst und vergegenwärtigt im Lob das Vergangene: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Psalm 103,2).

Da wir nun in Arequipa (Peru) leben, haben wir auch das Privileg andere Traditionen und Gemeinden kennenzulernen. Letzten Sonntag waren wir Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit und auch in die Zukunft, um so in der Gegenwart Gottes zu leben.in einer anglikanischen Gemeinde und haben dort am Gottesdienst teilgenommen. Ich habe zwar bei weitem nicht alles verstanden, aber in der Liturgie wurden die großen Taten Gottes (vor allem das, was er in Jesus Christus getan hat) gelobt und vergegenwärtigt.

Ein Sich-Erinnern schaut zwar in die Vergangenheit, aber es bleibt dort nicht stecken. Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit (und auch in die Zukunft, so paradox das klingt), um so in der Gegenwart Gottes zu leben.

[1] Daniel I. Block, Judges, Ruth. Vol. 6. The New American Commentary (Nashville: Broadman & Holman Publishers, 1999), 123.

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 3 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 3

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 2 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 2

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Francis Chan on Church

In this small talk by Francis Chan “Why I Left the Megachurch I Created!” the former mega-church pastor talks about his questions, concerns un-easiness with his former way of “doing…

In this small talk by Francis Chan “Why I Left the Megachurch I Created!” the former mega-church pastor talks about his questions, concerns un-easiness with his former way of “doing church”. I am not saying that house churches are the only way to go and that mega-churches are bad per se; but I think his concerns and questions are worthy to ponder.

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