Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Benjamin Marx

ISTA

An dem theologischen Institut (ISTA), an dem ich mitarbeite, gibt es einige Veränderungen. Seit einigen Monaten haben wir einen neuen Direktor, der nun auch Vollzeit für das Institut angestellt ist….

An dem theologischen Institut (ISTA), an dem ich mitarbeite, gibt es einige Veränderungen. Seit einigen Monaten haben wir einen neuen Direktor, der nun auch Vollzeit für das Institut angestellt ist. Das Institut ist an den Kirchenbund der Iglesia Evangélica Peruana (IEP) angekoppelt.

Aufgrund der Veränderungen haben wir auch eine Vision und ein Missions-Statement erarbeitet.

Unsere Vision:
ISTA bestrebt eine Einrichtung zu sein, die biblisch-theologische Qualität besitzt und im In- und Ausland für ihr innovatives Lehrpersonal anerkannt ist und sich für die Ausbildung von Leitern der Gemeinde einsetzt, um effizient zu dienen.

Unsere Mission ist es Gott durch Entwicklung von Bildungsprogrammen im Dienst der Kirche von Jesus zu verherrlichen; mit dem Ziel der integralen Ausbildung von Leitern und Theologen, die sich den verschiedenen Diensten der Gemeinde und Gesellschaft widmen um auf diese Weise das Reich Gottes in allen Nationen zu fördern.

Fakultät des ISTA

Was für Veränderungen gibt es? Wie bereits gesagt haben wir nun einen vollzeit-angestellten Direktor. Dieser hat große Pläne für die Erneuerung und Erweiterung unserer Programme. So haben wir nun auch eine beständige Fakultät, die sich auf verschiedene Schwerpunkte konzentrieren. Darüber hinaus haben wir auch das Programm etwas umgestellt, bzw. sind es am Umstellen. Anstelle der 1-wöchigen Intensivkurse in den drei Sommermonaten, bieten wir zwar weniger Kurse an, diese sind aber über mehrere Wochen verteilt. Ähnliches soll auch in unserem ganz-jährigem Abendprogramm geschehen.

Was mich begeistert ist wie der Direktor – Benigno M. Codina Martínez – sich für das Institut und dessen Qualität einsetzt. Auch bei den Professoren scheint es einen Aufschwung zu geben. Man macht sich nun auch Gedanken was dem Lernen der Studenten wirklich hilft. Was können wir verbessern? Wie helfen wir den Studenten? Etc.

Leitungskreis (Órgano Consultivo)

Dazu gehört es auch ein Profil eines Ideal-Studierenden zu erstellen und daraufhin ein passendes Kurrikulum zu erstellen (backwards-design). Hierzu haben wir ein Komitee gebildet, an dem auch ich teilnehmen werde. Ich freu mich schon wahnsinnig auf die intensive Arbeit und bin gespannt was der Herr noch so alles mit uns vorhat.

Stay tuned…

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Ph.D. / PhD

Schon öfters (siehe hier und hier im Eng. here) habe ich ja von meinem neuen Forschungsvorhaben berichtet. Manchmal habe ich die Frage bekommen: Was ist eigentlich ein Ph.D. (PhD)? Ein…

Schon öfters (siehe hier und hier im Eng. here) habe ich ja von meinem neuen Forschungsvorhaben berichtet.

philosophiae doctor

Manchmal habe ich die Frage bekommen: Was ist eigentlich ein Ph.D. (PhD)? Ein PhD wird im englisch-sprachigem Raum für den Doktorgrad verwendet. Es steht für Doctor of Philosophy aus dem lateinischen philosophiae doctor. Der Name „verwirrt“ jedoch ein wenig. Denn bei einem PhD handelt es sich in den meisten Fällen nicht um einen Doktor der Philosophie, sondern anderen Fachbereichen. So gibt es z.B. PhD in Economics, PhD in Art History usw. Mein Forschungsvorhaben ist in der Theologie oder genauer in dem interdisziplinären Ansatz der neutestamentlichen Wissenschaft und der Praktischen Theologie angesiedelt.

Wie bereits geschrieben ist es ein interdisziplinärer Ansatz exegetischer und empirischer Studien. Mein Arbeitsthema lautet (auf Englisch hört es sich besser an…): „The God who Acts: Participation (centrifugal and centripetal) in the missio DeiActs and the Iglesia Evangélica Peruana (IEP) in Arequipa (Peru): a biblio-contextual dialogue”. Ich werde akademische Lesearten mit Lesearten von Christen vor Ort untersuchen und vergleichen. Wie lesen wir bestimmte Abschnitte zur Mission in der Apostelgeschichte?

Bildergebnis für steve walton new testament
Steve Walton

Mein Supervisor ist Prof. Dr. Steve Walton am Trinity College Bristol (England), welches über die University of Aberdeen (Schottland) akkreditiert ist.

Was mir super gefällt, in den Seminaren und Gesprächen, die ich bereits hatte, ist der kommunale Ansatz. Man ist viel in Gemeinschaft (auch wenn für mich und manch andere mehr virtuell) und tauscht sich öfters aus.

So haben wir als Neutestamentler unsere eigenen Seminare (ca. 2x im Monat) und als gesamte Doktorandenmannschaft haben wir weitere Seminare (auch ca 2x im Monat). Im letzteren werden andere Bereiche der Theologie angesprochen.

John M. G. Barclay

Am 23.01. nahm ich am allgemeinen Seminar teil. Zufällig war dies diesmal auch im Neuen Testament angesiedelt. John M. G. Barclay (Autor von u.a. Paul and the Gift) der Durham University gab einen Vortrag zu “The Lord’s Supper and Social Justice: A Fresh Reading of 1 Corinthians 11.17-34”. Ein klasse Thema und ein klasse Referent. Dazu vielleicht in Zukunft noch mehr.

Ich bin Gott überaus dankbar Teil dieses Teams zu sein und freue mich mein Forschungsvorhaben konkret werden zu lassen.

Wir sind auch jedem dankbar, der dieses Vorhaben finanziell mittragen möchte (die Kosten betragen zwischen € 6.000 – 7.000 im Jahr). Hierzu hat uns die DMG ein Projekt genehmigt. Man kann also das Projekt (P 31012 Marx Weiterbildung) im Verwendungszweck angeben und schwuppdiwupp wird es in unserem Konto der DMG gutgeschrieben.

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Christus und Kultur

In meinem Eintrag „(Hinter-)Fragen“ habe ich bereits einige Bücher vorgestellt, die mir helfen den christlichen Glauben näher und besser zu verstehen. Natürlich könnte ich noch viel mehr vorstellen. Doch was…

In meinem Eintrag „(Hinter-)Fragen“ habe ich bereits einige Bücher vorgestellt, die mir helfen den christlichen Glauben näher und besser zu verstehen.

Natürlich könnte ich noch viel mehr vorstellen. Doch was mich in letzter Zeit wieder mehr beschäftigt ist das Verhältnis von Christus und Kultur.

Schon vor einigen Jahrzehnten hat H. Richard Niebuhr das Buch Christ and Culture veröffentlicht. Gerade lese ich D. A. Carson’s Christ and Culture Revisited.

Aber ich möchte hier erst mal noch nicht auf diese zwei Bücher eingehen. Einen kurzen Überblick über die Thematik könnt Ihr hier finden.

Was ich euch gerne vorstellen möchte ist ein kleines Video, das die Kommunikation des Evangeliums und verschiedene Weltanschauungen darstellt. Das ist zwar nicht das Thema von Christus und Kultur per se, aber es ergeben sich gewisse Zusammenhänge.

Viel Spaß beim Schauen:

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1. Vortrag mit CATI

Neulich habe ich Euch ein wenig die Comunidad de Aprendizaje Teológica Interdisciplinaria (CATI) vorgestellt (siehe hier). Hierzu gibt es auch unseren ersten offiziellen Vortrag (natürlich auf Spanisch) von meinem Freund…

Neulich habe ich Euch ein wenig die Comunidad de Aprendizaje Teológica Interdisciplinaria (CATI) vorgestellt (siehe hier).

Hierzu gibt es auch unseren ersten offiziellen Vortrag (natürlich auf Spanisch) von meinem Freund Israel Mandujano:

Cristianismo y Homosexualidad

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Gemeinsam (CATI)

Neulich habe ich Euch ein paar Bücher vorgestellt (hier), die mir geholfen haben und es auch immer noch tun unseren christlichen Glauben mehr zu verstehen und zu verstehen. Ein weiteres…

Neulich habe ich Euch ein paar Bücher vorgestellt (hier), die mir geholfen haben und es auch immer noch tun unseren christlichen Glauben mehr zu verstehen und zu verstehen. Ein weiteres Buch, welches ich nennen könnte, wäre auch das von Kevin J. Vanhoozer Faith Speaking Understanding. In diesem Buch hilft uns der Systematiker meiner alma mater die Rolle der Theologie im alltäglichen Leben besser zu begreifen. Theologie sind nicht nur Glaubenswahrheiten, die wir mental ergreifen, sondern auch Weisheit, die wir Leben (Weisheit = gelebtes Verständnis). Unsere Glaubenswahrheiten informieren uns nicht nur, sondern formieren uns – Christus in dieser Welt zu sein.

Aber es sind nicht nur Bücher, die mich in meiner Wanderung voranbringen. Vor einigen Monaten habe ich mich mit zwei anderen Jesusnachfolgern zusammengesetzt und wir haben über eine Gründung einer neuen Gemeinschaft gesprochen. Diese soll die lokale Gemeinde keineswegs ersetzen, sondern einen Ort bieten, an dem wir auch mal „anders“ denken dürfen (leider ist das in manchen Gemeinden nicht immer so gewünscht).

Wer sind wir und was machen wir? Gut, dass Du gefragt hast…

Unsere Identität

Wir sind eine Lerngemeinschaft – christlich inspiriert – mit dem Ziel, die Transformation von Glaubensgemeinschaften und der Gesellschaft im Allgemeinen durch theologische Reflexion und deren Umsetzung durch einen interdisziplinären Beitrag zu fördern.

Unsere Vision

Eine referentielle Lerngemeinschaft, die
die interdisziplinäre-theologische Reflexion fördert

Unsere Mission

Wir reflektieren, führen Gespräche und schlagen so Alternativen (neue Denkansätze) zu aktuellen sozialen Fragen um somit zur Entwicklung der peruanischen Gesellschaft beizutragen.

Mit dieser Lerngemeinschaft wollen wir verschiedene Lerngebiete (Theologie, Soziologie, Psychologie etc.) in einen gemeinsamen/interdisziplinären Dialog führen.

Unser erstes Thema wird von einem Missiologen (Israel Mandujano, PhD) gestaltet. Das Thema lautet: „Homosexualität und Christentum“.

Das wird spannend!

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(Hinter-)Fragen

In meinem letzten Eintrag (Trintiy College) habe ich bereits erwähnt, dass mich folgende drei grobe Fragen herumtreiben: Was glauben wir eigentlich als Christen? Warum glauben wir was wir glauben? Warum…

In meinem letzten Eintrag (Trintiy College) habe ich bereits erwähnt, dass mich folgende drei grobe Fragen herumtreiben:

Was glauben wir eigentlich als Christen?

Warum glauben wir was wir glauben?

Warum tun wir was wir tun?

In den letzten paar Monaten und Jahren habe ich mit der Frage „Was ist das Evangelium?“ und nun auch „Was ist Gnade eigentlich?“ beschäftigt.

In diesem Beitrag möchte ich auf drei Bücher hinweisen, die mir hier sehr geholfen haben und mich auch immer noch herausfordern in den Schriften zu forschen. Vor ein paar Jahren (2017) begann ich mit dem Buch Saved by Allegiance Alone von Matthew Bates. In diesem Buch hilft uns Bates einige Missverständnisse bezüglich was eigentlich Glaube im biblischen Sinne bedeutet und führt uns in ein neues Verständnis der Erlösung als Treue zu Jesus – dem König.

Nun hat er dieses Jahr (2019) ein neues Buch herausgebracht: Gospel Allegiance: What Faith in Jesus Misses for Salvation in Christ. Dies ist eine Weiterführung und Vertiefung unseres Verständnisses was eigentlich das Evangelium laut dem Neuen Testament ist. Hierzu hatte ich bereits geschrieben (hier und hier).

Jetzt sitze ich an einem Buch das bereits 2015 Paul and the Gift geschrieben von einem etablierten Neutestamentler – John M. Barly (Durham University). Barclay argumentiert, dass die Theologie des Paulus von Gnade am besten im Lichte antiker Vorstellungen von Geschenk (gift) angegangen wird: Wie also hat man in der Antike ein „Geschenk“ verstanden? Barclay beschreibt weiterhin die Beziehung des Paulus zum Judentum auf eine neue Art und Weise.

Mir persönlich macht es immer wieder Freude und vertieft mein Verständnis den christlichen Glauben neu zu ergründen. Leider merke aber auch oft, dass man hier innergemeindlich auch auf viel Widerstand stößt. Aber das ist nun mal so. Ich bin aber auch immer wieder froh auf Gleichgesinnte zu stoßen und gemeinsam Jesus nachzufolgen.

Über eine von mir und zwei anderen Leuten neu gegründete Gruppe „CATI“ dann demnächst mehr.  

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Trinity College

Schon zu Beginn meines Studiums haben mich viele Fragen herumgetrieben. Genaugenommen haben mich meine Fragen an den christlichen Glauben erst zu einem Studium motiviert. In meinem Nachsinnen neulich habe ich…

Schon zu Beginn meines Studiums haben mich viele Fragen herumgetrieben. Genaugenommen haben mich meine Fragen an den christlichen Glauben erst zu einem Studium motiviert. In meinem Nachsinnen neulich habe ich meine Fragen auf drei beschränkt:

  1. Was glauben wir eigentlich als Christen?
  2. Warum glauben wir was wir glauben?
  3. Warum tun wir was wir tun?

Vielleicht habe ich ja noch einige Jahre um darin zu forschen, bevor ich vor Ihm von Angesicht zu Angesicht sein werde.

Nun ja, neulich hatte ich Euch schon von meinen Entwicklungen im Akademischen geschrieben (siehe hier). Heute bekam ich dann auch die Antwort vom Trinity College: sie haben mich angenommen. Das freut uns riesig! Gott sei Dank!!!

Ab Januar 2020 werde ich offiziell an meinen Forschungen arbeiten. Es ist ein interdisziplinärer Ansatz exegetischer und empirischer Studien. Mein Arbeitsthema lautet (auf Englisch hört es sich besser an…): „The God who Acts: Participation (centrifugal and centripetal) in the missio DeiActs and the Iglesia Evangélica Peruana (IEP) in Arequipa (Peru): a biblio-contextual dialogue”

Ich werde akademische Lesearten mit Lesearten von Christen vor Ort untersuchen und vergleichen. Wie lesen wir bestimmte Abschnitte zur Mission in der Apostelgeschichte?

Bereits in der Vorbereitung zu meinem Forschungsantrag hat mich mein Supervisor Prof. Dr. Steve Walton kräftig unterstützt (unter zur Hilfestellung von Revd. Dr. Helen Collins). Ich bin sehr gespannt wie sich meine Forschungen entwickeln werden.

Wir sind auch jedem dankbar, der dieses Vorhaben auch finanziell mittragen möchte. Hierzu hat uns die DMG ein Projekt genehmigt. Man kann also das Projekt (P 31012 Marx Weiterbildung) im Verwendungszweck angeben und schwuppdiwupp wird es in unserem Konto der DMG gutgeschrieben. Gerne dürft Ihr mit uns beten und uns auch so begleiten. Danke für Euer Mittragen.

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