Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Benjamin Marx

Rundbrief Mai 2019

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

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Daniela Turned 24 (?)

A Prayer for My Wife / A Letter to Her My prized esposa, Danielita What would I do without you? I don’t know and I really don’t want to know….

A Prayer for My Wife / A Letter to Her

My prized esposa, Danielita

What would I do without you? I don’t know and I really don’t want to know. The thankfulness to God for permitting a wretched man like me to have you as a wife cannot be expressed to our Heavenly Father!

But I am also grateful to you for bearing my stupidity (here and there … teilweise) and laughing with me. How does one divide fairly a Kinder Country? 😉

You are an amazing woman, wife, and mother. We all love you!!!

It is also thrilling to see your involvement in church and wider society. You are already such a blessing to so many around us (though we have only been in Arequipa for a “short” time).

May the God of all beauty keep you close to His heart, so that His beauty continue to shine through you!

I love you!
In Christ. AMEN.

 

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Jason Turned Eight

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Jason Esra Turned Eight   Dear Jason, Now that you are in second grade, you are already able to…

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Jason Esra Turned Eight

 

Dear Jason,

Now that you are in second grade, you are already able to read and write in Spanish and German. You speak fluently Spanish and some English as well. I am proud of your abilities to be “at home” wherever we are and being open to open our home for others. God has gifted you with joy and creativity. Thank you, Lord, for that!

Depending on the time of the day, you are a secret agent, a musician, a ninja, Manuel Neuer…wow! Thank you for keeping our lives excited.

May the God of creation, the God of all creativity, guide you in our future adventures as family as well as you as an individual with daily growing capacities for understanding the world and its Creator.

We love you so much!

In Christ, Amen.
Papa

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Theologie des 3. Johannesbriefes

Vor einiger Zeit berichtete ich Euch von meiner Begegnung via Facebook mit einem Professor aus Mexiko und einem Buchprojekt, an dem ich teilnehmen durfte. [Leider haben die Hälfte der anderen…

Vor einiger Zeit berichtete ich Euch von meiner Begegnung via Facebook mit einem Professor aus Mexiko und einem Buchprojekt, an dem ich teilnehmen durfte. [Leider haben die Hälfte der anderen Autoren noch nicht ihre Kapitel eingereicht, so dass die Veröffentlichung sich noch etwas hinziehen dürfte…]

Heute möchte ich Euch eine Art Zusammenfassung der Theologie des 3. Johannesbriefes geben. Dieser Brief ist der kürzeste des Neuen Testamentes und man findet auf Anhieb nicht viel was man als „theologisch“ bezeichnen könnte. Bei näherem Hinschauen jedoch, bietet dieser Brief doch so Einiges.

Nach mehrerem Durchlesen (dies ist immer eine gute Methode im Bibelstudium) kamen einige Themen zum Vorschein bzw. stellten sich in den Vordergrund. Zum Beispiel sehen wir, dass in diesem kurzen Brief siebenmal (7x) das Wort „Wahrheit“ (alētheia/ἀλήθεια) in verschiedenen Formen vorkommt. Auch das Wort „Liebe“ (agapē/ἀγάπη) kommt in verschiedenen Formen ganze sechsmal (6x) vor. Wahrheit und Liebe bilden hier das Fundament der christlichen Theologie.

„Wahrheit“ kann sich im Allgemeinen auf die christliche Botschaft (das Evangelium) beziehen. Jedoch gilt zu beobachten, dass Gaius in der Wahrheit wandelt (d.h., der Wahrheit gemäß leben; V. 3),  dass der Älteste Freude daran hat, wenn seine „Kinder in der Wahrheit wandeln“ (V. 4) und, dass man „Mitarbeiter der Wahrheit“ (V. 8) sein kann. Es ist also primär „Wahrheit in Aktion“. Wie „wandelt“ man aber nun in der Wahrheit? In der Liebe. „Liebe“ im neutestamentlichem Sinne ist keine Gefühlsduselei, sondern nimmt konkrete Aktionen zum Guten des anderen an. Die reinste Form der Liebe ist die Liebe Gottes, die sich darin ausdrückt, dass Er Seinen einzigen Sohn zu uns schickte, um als Opfer für uns zu sterben und dass wir durch ihn wahres Leben haben (siehe z.B. 1. Joh 4,9-10; Röm 5,8-11). Dass wir einander lieben sollen – und zwar lieben in diesem biblischen Sinne – ist auch im Evangelium nach Johannes bekannt (13,34; 15,12.17).

Im 3. Johannesbrief haben wir dann ein positives Beispiel (Gaius; Vs. 1-8) und ein Negativbeispiel (Diotrephes; Vs. 9-10). In der Wahrheit und in Liebe zu leben, bedeutet im Einklang des Geglaubten und des täglichen Lebens zu sein (practice what you preach; walk the talk…). Im 3. Johannes drückt sich das vor allem in Gastfreundschaft und der Unterstützung von Missionaren aus.

Da ich hier nicht alles wiedergeben kann (hoffentlich kann man es dann bald im Buch nachlesen; auch wenn es natürlich auf Spanisch ist…), möchte ich noch weitere Themen nennen, über die Ihr dann im eigenen Nach- und Durchlesen dieses kurzen Briefes nachdenken könnt:

Leiterschaft

Seele und Körper

Dienst der Präsenz

In einer so komplexen Welt wie heute fordert uns dieser Brief von Johannes auf, einen Moment innezuhalten. Er fordert auf, uns auf das zu konzentrieren, was wichtig ist – in Liebe und Wahrheit zu leben. Diese beiden Merkmale des christlichen Glaubens bedürfen der Ausgewogenheit. Manchmal ist es einfach, ohne Liebe die Wahrheit zu sagen. Andere Male sagen wir nicht die Wahrheit und denken, dass es freundlicher (liebevoller) wäre. In Wahrheit und in Liebe zu leben bedeutet auf die Kraft und Weisung des Heiligen Geistes zu vertrauen und uns von Gott leiten zu lassen – von Moment zu Moment.

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Challuta

Schon beim Herausfahren aus der Stadt, sah ich dicke Wolken in den Anden. Mein Beifahrer hermano Roberto meinte, diese würden sich bei Imata (einem Ort, durch den wir fahren würden)…

Schon beim Herausfahren aus der Stadt, sah ich dicke Wolken in den Anden. Mein Beifahrer hermano Roberto meinte, diese würden sich bei Imata (einem Ort, durch den wir fahren würden) auflösen….

… in Imata angekommen, hat es dann geregnet und kurze Zeit darauf geschneit…

Nach ca. 3-4 Stunden Fahrt kamen wir dann in Condoroma an, wo wir unseren geliebten hermano director René mitnahmen. Er kam von seinem „Hof“ (estancia) auf seinem Motorrad dorthin … bei Regen und Schnee.

Von dort aus waren es nur noch 1-2 Stunden bis Challuta. Nach dem wir die befestigten Straßen verlassen hatten und einige Zeit auf dem „Landweg“ unterwegs waren (vorsichtig wegen Schlaglöchern etc.), sahen wir zahlreiche Lastwagen, die nicht weiterfuhren. Keine Ahnung wie viele es genau waren, aber es waren weit über 50.

Also stellten wir uns kurz hinten an, um zu erfahren was los sei und ob wir vorbeikönnten. Wir erfuhren, dass eine Brücke repariert wird. Jeden Tag verbringen die Lkw-Fahrer Stunden vor der Sperre bevor sie weiterkönnen.

Gott sei Dank, konnten wir aber an den Lkws vorbei und kurz vor den Brückenreparaturen links ab, um nach Challuta zu kommen. So langsam wurde es schon dunkel und ich war erleichtert, dass von hier aus Challuta schon zu sehen war. Dort angekommen, wurden wir bereits begrüßt und mit dem typischen Süppchen zum Abendessen eingeladen.

Leider hat das Essen in meinem Körper nicht nur Gutes angerichtet, so dass ich wieder mit Magenproblemen und Übelkeit während unserem taller zu kämpfen hatte (taller ist die Zusammenkunft der Studenten in der theologischen Ausbildung). Dazu kamen dann auch noch Kopfschmerzen (in der Nacht) und Herzrasen. Das Herzrasen und auch die Kopfschmerzen haben etwas mit der Höhe zu tun. Diesmal waren wir auf knapp 4.500 m.

Am Samstag haben wir dann einige administrative Dinge klären können und ich hatte das Privileg vier neue Studenten in das Programm von ETE (Educación Teológica por Extensión; theologische Ausbildung vor Ort) einführen zu können. Dies ist immer etwas Besonderes. Man spürt eigentlich immer, dass ein Hunger nach dem Wort Gottes da ist. Unsere Geschwister im Hochland möchten die Bibel und unseren Glauben näher verstehen. Um nicht in die Stadt ziehen zu müssen, um dort ein Seminar zu besuchen, gibt es ETE. Der schulische Werdegang im Hochland ist sehr verschieden, so dass es manchen sehr schwerfällt zu lesen und „einfache“ Fragen zum Text zu beantworten. Deswegen treffen sich einige Studenten jede Woche mit einem Tutor um das Material zu besprechen.

Am Sonntagmorgen um 7 Uhr, nach der Morgenandacht, fragte mich René, ob ich im Gottesdienst um 9 Uhr predigen könne. Da so etwas öfters vorkommt, habe ich immer 2-3 Predigten dabei.

Sonntags habe ich ganz auf das Essen verzichtet (ich hatte noch ein paar Brötchen im Auto) und wir sind so gegen 13 Uhr über Condoroma (um hermano René und sein Motorrad wieder zu vereinen) nach Arequipa zurückgefahren. Es ist immer wieder schön zurück bei der Familie zu sein.

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Callalli

Nach etlichen Monaten bekam ich erneut einen Anruf vom Direktor der ETE-Arbeit (theol. Ausbildung vor Ort). Die Stimme von hermano René war nicht leicht zu verstehen, da er noch immer…

Nach etlichen Monaten bekam ich erneut einen Anruf vom Direktor der ETE-Arbeit (theol. Ausbildung vor Ort). Die Stimme von hermano René war nicht leicht zu verstehen, da er noch immer im Hochland und der Empfang nicht immer besonders gut dort ist. Hermano René lebt normalerweise in der Stadt (Arequipa), passt jedoch von Januar bis März/April auf die enstancia (Ort Bauernhof mit Alpaka etc.) seiner Familie auf und lebt deshalb in dieser Zeit dort. Leider geht es seiner Frau gesundheitlich nicht so gut. Gerne dürft ihr für sie beten.

Dieses Mal ging unsere Hochlandreise nach Callalli. Ich fuhr dort von Arequipa allein hin. Na ja fast. Bis nach Chivay (ca. drei Stunden von der Stadt entfernt), der ersten größeren Ortschaft im Colca-Tal, fuhr ich allein. Dort hatte ich mich mit dem Koordinator der Arbeit vor Ort verabredet. Ich sagte ihm zuvor, dass ich so gegen 15-16 Uhr in Chivay eintreffen würde. Da es kaum Verkehr auf der Straße gab, kam ich bereits kurz nach 15 Uhr an. Also rief ich den Koordinator an und sagte ihm, dass ich nun da sei. Er meinte, er könne mich so um 16 Uhr treffen … um 17 Uhr sind wir dann endlich weiter nach Callalli gefahren (was zum Glück nur 40 Minuten von Chivay entfernt liegt).

Auf dem Weg hinunter ins Colca-Tal sah ich einen Reisebus, der einen großen Unfall hatte. Personen waren dort keine mehr. Am nächsten Tag erfuhr ich dann von Dany, dass es wieder zu einem heftigen Unfall kam und drei Deutsche darunter waren. Bei einer jungen Frau musste ein Arm amputiert werden, ihr Freund war mehrere Tage unter Schock. Eine weitere junge Frau liegt in einem anderen Krankenhaus. Dany hatte sie besucht und leider muss man wieder die Inkompetenz dieses Krankenhauses und deren Ärzte bestätigen. Der Arzt, der diese Frau behandelte, meinte es sei alles soweit „in Ordnung“. Die junge Frau schickte aber die Röntgenaufnahmen nach Deutschland, dort wurde ihr bestätigt, dass zwei Wirbel ihrer Wirbelsäule beschädigt bzw. gebrochen sind. Diese Woche werden alle drei zurück nach Deutschland geflogen werden.

Es trifft einen ziemlich solche Geschichten mitzubekommen. Vieles könnte verhindert werden…

Nun aber zurück nach Callalli. Wie gewöhnlich war das Treffen von Freitagabend bis Sonntag nach dem Gottesdienst geplant. Jedoch kamen nicht allzu viele Studenten zu diesem Treffen. Trotzdem hatten wie eine gute Gemeinschaft und konnten uns im offenen Forum über theologische Fragestellungen austauschen (unter anderem was Ehe bedeutet und ob zivile oder kirchliche Eheschließung letztendlich „zählt“).

Gesundheitlich ging es mir dieses Mal wesentlich besser und so hatte ich nur mit recht „milden“ Kopfschmerzen zu kämpfen. Samstagmorgen hatte ich zwei Stunden Zeit, so dass ich eine Predigt für den Sonntag zu Johannes 9 vorbereiten konnte.

Nach raschen vier Stunden Autofahrt war ich Sonntagabend wieder bei der Familie und habe erst einmal eine heiße Dusche genossen.

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Cristología (ISTA)

Vom 18. bis zum 22. März habe ich am Instituto Superior de Teología Arequipa (ISTA) einen Intensivkurs (knapp fünf Stunden pro Tag; Montag bis Freitag) zur Christologie gehalten. Christologie ist…

Vom 18. bis zum 22. März habe ich am Instituto Superior de Teología Arequipa (ISTA) einen Intensivkurs (knapp fünf Stunden pro Tag; Montag bis Freitag) zur Christologie gehalten. Christologie ist die Lehre von Christus – Messias. Eine der fundamentalen Fragen des Kurses ist „Wer ist dieser Jesus?“ (u.a. behandeln die Evangelien diese Fragen; wobei sich Johannes auf die Frage „Wer ist der Messias?“ zu stützen scheint).

Wer ist dieser Jesus?Für mich war es eine wunderbare, aber auch sehr herausfordernde Erfahrung. Zum einen besuchten 26 Studenten den Unterricht (normalerweise nehmen am Institut rund 15 Studenten pro Kurs teil) und zum anderen sind meine sprachlichen Fähigkeiten noch nicht so ausgeprägt, dass ich mit Einfachheit komplexe Ideen (oder auch einfache…) auf verschiedene Art und Weise darstellen kann. Meine Herausforderungen bei der Lehrtätigkeit bestehen aus (1) Sprache, (2) Andragogik und (3) Kontextualisierung. Ad (1): nach nun 1.5 Jahren bin ich noch in der Anfangsphase meines Sprachstudiums; dies macht das Lehren etwas zäh, da ich mich nicht immer so ausdrücken kann wie ich es möchte. Ad (2) das Erziehungssystem ist in Peru zwar im Umbruch doch recht von Frontalunterricht geprägt. In meinen Einheiten baue ich jedoch viel Gruppenarbeiten etc. ein. Dies scheint sehr gut anzukommen und bestätigt mein Verständnis der Andragogik. Jedoch merkt man auch, dass Vieles kopiert wird (also was wortwörtlich auf der PowerPoint zu sehen ist) und das exakte Wiederholen von Antworten gewünscht ist. Das kritische und freie Denken ist hier nicht immer „angebracht“. Ad (3) Was bedeutet Christologie im Kontext Perus? Soll die klassische Struktur der systematischen Theologie übernommen werden? Wie sähe hier eine konkrete Kontextualisierung aus? Dies sind Fragen bzw. Schwierigkeiten, mit denen ich mich momentan beschäftige.

Mir hat die Woche aber auch sehr viel Freude bereitet, da ich mit manchen Studenten näher ins Gespräch kam und sich auch engere Kontakte zu bilden scheinen. Das freut mich wirklich sehr und ich bin gespannt, was Gott noch alles daraus machen wird.

Übrigens wurde ich auch von unserer Gemeinde angefragt, ob ich einen Kurs in Christologie anbieten könne. Dieser „läuft“ nun schon seit knapp vier Wochen.

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Joel Turned Twelve

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Joel Caleb Turned Twelve My dear son, Joel. What a year has gone by. Not only have you improved…

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Joel Caleb Turned Twelve

My dear son, Joel. What a year has gone by. Not only have you improved on your Spanish (now speaking it without accent) but also on your schoolwork. When you have set your own learning goals (and pace), you have managed very well. I thank God for your diligence and perseverance.

You are still helping your brothers and serve them when needed. Thank you! It is a joy to see you grow in so many aspects of your life. May you prosper and find your place in this world. It is greater with you!

This year they might be some more changes heading our way, but I am more than sure that our Heavenly Father again will see us through and guide us to do His will.

I know that your dad is less and less chévere for you and I try not to embarrass you too much (… maybe here and there some kisses while picking you up from the school bus …).

God continues working in you and I am eager to see what this means for you and us in this coming year. God with you, my son!

We love you.

In Christ,
AMEN

 

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