Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Henna Färbung

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt. In Peru habe ich…

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt.

In Peru habe ich gelernt, dass hier einige Frauen Henna auch als Haarfärbemittel benutzen. Bei schwarzen Haaren erstrahlen dann einzelne graue Haare durchaus in rot oder orange.

Der Vorteil bei Henna ist, dass die Masse natürlichen Ursprungs ist. Die Kopfhaut juckt demnach nicht und nach dem Färben sind die Haare nicht strohig wie bei normaler Haarfarbe mit Ammoniak. Man muss eben nur darauf achten, dass man sich vorher den Gesichtsrand mit Vaseline einschmiert, um nicht noch gleichzeitig die Haut zu färben.

Das Pulver wird mit kochendem Wasser angerührt und kann noch mit Vanilleextrakt oder anderen Gewürzen angereichert werden, falls einem der Kräutergeruch zu stark ist.

Sobald die Masse erkaltet ist, kann sie auf die Haare aufgetragen werden. Es ist ein bißchen so, als wenn man sich Matsch in die Haare schmieren würde. Sollte man keine Duschhaube parat haben reicht auch eine einfache Plastiktüte. Nach einer Stunde kann die Masse ausgewaschen werden.

Hätten wir an dem Tag dann auch noch warmes Wasser gehabt, wäre das Auswaschen eine Leichtigkeit gewesen. So musste ich dann mit dem Wasserkocher Warmwasser mischen und mir das Wasser mittels Krug über die Haare schütten 🙂

Die Haare sind dadurch wirklich dunkler geworden.

Es ist eine einfache und günstige Methode, die man selbst leicht zu Hause machen kann und die dem Haar nicht schadet, es aber permanent färbt. Der Kräutergeruch lässt nach einigen Haarwäschen nach. Außerdem gibt es das Henna in ganz vielen verschiedenen Farben.

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Dorcas

Mittwochs treffe ich mich immer mit Frauen des Dorcas Projektes. Die Besucherzahl fluktuiert von Woche zu Woche. Mal sind wir wenige und haben neben dem Aussuchen der Kinderkleidung noch viel…

Mittwochs treffe ich mich immer mit Frauen des Dorcas Projektes. Die Besucherzahl fluktuiert von Woche zu Woche. Mal sind wir wenige und haben neben dem Aussuchen der Kinderkleidung noch viel Zeit zu reden und zu fragen, wie es mit den Kindern läuft oder was gerade dran ist. Andere Male kommen viele gleichzeitig und man ist froh, wenn man es schafft die Kleidung für alle parat zu haben.

Da meine schweizer Kollegin wieder zurück ist, sind wir jetzt immer mindestens zu zweit. Ab und zu kommt noch eine peruanische Helferin (je nachdem, wie sie es mit ihren eigenen Kindern schafft).

Die Frauen sind sehr dankbar für die Hilfe, die sie mit der Kleidung bekommen. Sie kommen alle 2-3 Monate wieder, um die zu klein gewordene Kleidung gegen größere auszutauschen. Zudem verleihen wir auch Kinderbetten und -wagen.

Dann kommt es auch immer mal wieder vor, dass eine Mamita uns von einem „problemito“ erzählt (Problemchen). Am Mittwoch war eine Frau da (nicht zu sehen), die bereits 5 Kinder hat. Das letzte Mädchen ist behindert auf die Welt gekommen. Sie kam bereits mit dunklen Augenringen zu uns. Als die anderen Mütter weg waren, hat sie erzählt, wie ihr Mann sie mit einer anderen Frau betrügt und sie verlassen möchte. Es tut einem im Herzen weh zu hören, wie wenig Selbstwertgefühl diese Frauen haben. Oftmals haben sie keinen Beruf erlernt und können nicht ohne weiteres ihre Familie ernähren. Von ihrem Mann bekommen sie zu hören, dass sie nichts wert sind.

Es ist uns wichtig, dass diese Frauen Kontakt zu einer Gemeinde haben, wo der Pastor und seine Frau sie ganz praktisch begleiten können. Die Frauen vom Dorcas Projekt wohnen teilweise soweit außerhalb, dass sie 1 1/2 Stunden anreisen, um zu uns zu kommen. So können wir nicht allen vor Ort helfen. Wir beten für sie und sind dankbar, wenn sie diese verzweifelte Situation nicht für sich behalten, sondern mit uns darüber reden. Von seinen persönlichen Problemen zu reden ist in der peruanischen Kultur nicht typisch.

Es war am Mittwoch wunderbar zu sehen, wie Gott der Familie bereits eine Frau zur Seite gestellt hat, die der Familie im praktischen Alltag mit Haushalt und Kindern hilft. Durch das behinderte Kind sind nämlich zudem noch viele Arztbesuche nötig.

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Venezolaner

Auch in den deutschen Medien wird über die Krise Venezuelas berichtet. Hier in Arequipa bekommen wir hautnah mit, wie viele Venezolaner es bis in den Süden Perus schaffen, um eine…

Auch in den deutschen Medien wird über die Krise Venezuelas berichtet. Hier in Arequipa bekommen wir hautnah mit, wie viele Venezolaner es bis in den Süden Perus schaffen, um eine neue Heimat für sich und ihre Familie zu finden, weil sie in ihrem eigenen Land keine grundlegende Nahrung mehr bezahlen können.

Am häufigsten findet man Venezolaner in den Bussen vor, wo sie mit Erlaubnis der Busfahrer Süßigkeiten verkaufen, um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. Die meisten Peruaner sind ihnen gegenüber positiv gestimmt und möchten sie mit dem Kauf einer Süßigkeit unterstützen.

Dennoch gibt es auch negative Stimmen. Das Problem ist, dass der Staat einen niedrigeren Mindestlohn für die Venezolaner angesetzt hat. Konkret bedeutet dies, dass in der Praxis bereits Peruaner von ihren Arbeitsstellen entlassen wurden, um sie mit billigeren Arbeitskräften aus Venezuela ersetzen zu können. Dies bewirkt natürlich eine schlechte Stimmung im Land.

Wie auch in Deutschland kann es manchmal bei der Menge an Flüchtlingen überwältigend sein, wie man genau helfen soll. Gott kann durch solche Krisen wirken und einzelne Menschen in ganz praktischen Dingen gebrauchen.

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Día de Arequipa

Die Peruaner lieben es zu feiern. Besonders, wenn es um den Geburtstag der eigenen Stadt geht. In diesem Jahr wurde am 15.08. der 478. Geburtstag gefeiert. Bereits ab Anfang August…

Die Peruaner lieben es zu feiern. Besonders, wenn es um den Geburtstag der eigenen Stadt geht. In diesem Jahr wurde am 15.08. der 478. Geburtstag gefeiert. Bereits ab Anfang August wird an allen Häusern die arequipeñische Flagge gehisst.

Dies bedeutete natürlich auch, dass am Mittwoch der letzten Woche keiner zur Schule gehen musste. Aber nicht nur das. Bereits am Dienstag gab es in den Schulen eine Feier (inklusive singen der Hymne) und alle hatten nach der 6. Stunde aus.

Als wir dann am Dienstag nachmittag vom Kieferorthopäden herauskamen konnten wir eine riesige Prozession entlang der Straße sehen.

Alle haben gefeiert und wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt versucht hat durch die Straße zu kommen, musste leider ein paar Stunden warten, bis die Prozession zu Ende war, um weiterfahren zu können. Oft sind die Straßen so eng, dass man gar nicht groß wenden kann, vor allem wenn hinter einem schon viele andere Autos stehen.

Aber für gewöhnlich ärgert sich kaum einer darüber sondern lässt das Auto stehen und feiert mit.

Die Jungs und ich haben die Chance genutzt, um der Parade hinterher zu laufen und um zum Postamt in die Stadtmitte zu gehen (hier müssen wir immer persönlich unsere Post abholen). Es war nicht immer einfach bei all dem Jubel durch die Straßen zu kommen. Es war aber trotzdem schön zu sehen, wie die Stadt feiert und sich freut.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden im Stadtzentrum Tische und Bänke auf die Straßen gestellt, um Essen anzubieten. Alles in gemütlicher Stimmung mit Kerzen und Lampen.

Ursprünglich hatten wir vorgehabt zur eigentlichen Parade (am Mittwoch) zu gehen, aber da wir unsere Füße schon wundgelaufen hatten, werden wir das auf das nächste Jahr verschieben. Die Parade am Geburtstag selbst hält nämlich von 9-17 Uhr an und endet in einem großen Stadium. Nächstes Jahr dann mehr Bilder…

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Rundbrief August 2018

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

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Ein Jahr in Peru!

Kaum zu glauben, aber seit dem 03.8. sind wir schon ein Jahr in Peru!!! Die Zeit verging sehr schnell… wahrscheinlich, weil wir mit Sprach- und Kulturstudium und allem sonstigen Neuen…

Kaum zu glauben, aber seit dem 03.8. sind wir schon ein Jahr in Peru!!!

Die Zeit verging sehr schnell… wahrscheinlich, weil wir mit Sprach- und Kulturstudium und allem sonstigen Neuen so eingenommen waren.

Wir blicken dankbar auf unser erstes Jahr in Peru zurück

Ich sehe meinen Platz derzeit im Dorcas-Projekt, dem Nachhilfeunterricht für Koordinatoren in der Schule und im Kindergottesdienst in der Gemeinde. Dies sind alles Möglichkeiten, bei denen ich mich morgens einbringen bzw. die Vorbereitungen erledigen kann, um dann mittags Zeit für die Jungs und ihre Hausaufgaben zu habe.

Benni bekommt immer mehr Anfragen von Gemeinden und Instituten. Für ihn gilt es zu sortieren, was er zeitlich schafft vorzubereiten, da im Spanischen alles noch etwas länger dauert. Neben den Hochlandreisen und sonstigen Predigten und Anfragen darf er bis zum Ende des Jahres einen 12-wöchigen Kurs für unsere Gemeinde vorbereiten (Christologie). Sie bieten bisher Grundlagenkurse für Personen an, die neu zum Glauben gekommen sind, würden aber gerne noch einen Kurs für die Christen anbieten, die schon länger in der Gemeinde sind. Benni recherchiert also fleißig und macht sich mehr und mehr mit der spanischen Literatur vertraut.

Die Kinder fühlen sich in der Schule heimisch und sind natürlich im Spanischen sehr versiert. Sie freuen sich besonders darauf, wenn wir im Dezember in eine größere Wohnung umziehen und dann jeder endlich sein eigenes, kleines Zimmer hat.

Da der 03.08. am Ende unserer Winterferien war, haben wir den Tag mit einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt im Norden Arequipas beschritten.

Die Wanderung war dann doch etwas länger als (von den Jungs) erwartet, aber der anschließende Blick auf die Stadt hat sich gelohnt.

Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Felder und den Vulkan Misti.

Nach links weg geht der Fluss „Rio Chili“, der von schönen grünen Feldern umrundet ist, inklusive Blick auf den Vulkan Chachani.

Abgeschlossen haben wir den Tag mit „Queso Helado“ (eine Art Vanilleeis mit Kokos und Zimt) – typisch für Arequipa – und einem weiteren typischen Gericht „Anticuchos“ (Rinderherzen).

Wir sind Gott sehr dankbar für seine Begleitung in diesem ersten Jahr
und freuen uns auf das, was er in Zukunft mit uns vorhat!

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