Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Winterlich

Mai und Juni sind in Arequipa die kältesten Monate (im Hochland eher Juli/August). So typisch winterlich ist es aber dann doch nicht, wenn man es mit Deutschland vergleicht. Einer hat…

Mai und Juni sind in Arequipa die kältesten Monate (im Hochland eher Juli/August). So typisch winterlich ist es aber dann doch nicht, wenn man es mit Deutschland vergleicht. Einer hat es mal ganz gut formuliert:

6 Uhr     Winter
10 Uhr   Frühling
12 Uhr   Sommer
16 Uhr   Herbst

So fühlen sich gerade unsere Temperaturen an. Da die Häuser nicht isoliert sind und wir auch keine Heizung haben sind es auch gerne mal 15 Grad in der Wohnung, wenn die Jungs sich für die Schule fertig machen.

Joel war neulich schon mit 2 Pullovern und Mütze am Hausaufgaben machen. Oder man kuschelt sich noch gemütlich in eine Decke ein, wenn es Wochenende ist.

So geht man dann mit Pulli zur Schule (Schulbus kommt um 6:30 Uhr, wo es noch kalt ist). Wenn man dann aber tagsüber in der Sonne steht ist man am schwitzen. Da wir uns kurz vor dem kürzesten Tag im Jahr befinden, wird es dann auch schon früh dunkel und kühlt wieder ab.

Wir genießen es aber sehr, dass tagsüber wie immer die Sonne scheint und man den blauen Himmel bewundern kann. Von Regen ist bis Dezember keine Spur.

So ganz typisch winterlich fühlt es sich also nicht an (außer morgens um 5:45 Uhr, wenn die Jungs sich aus ihren warmen Betten begeben müssen…).

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Schulung

„Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht?“ Römer 2,21 Als wir am Sonntag mit den Mitarbeitern der jüngeren Kinder (3-5-Jährige) durchgegangen sind, wie man eine Kindergottesdienststunde am besten…

„Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht?“
Römer 2,21

Als wir am Sonntag mit den Mitarbeitern der jüngeren Kinder (3-5-Jährige) durchgegangen sind, wie man eine Kindergottesdienststunde am besten vorbereitet, ging es unter anderem auch darum, wie wir uns selber als Mitarbeiter vorbereiten sollten. Schnell können wir versucht sein zu denken, dass wir ja nur eine Geschichte für die kleinen Kinder erzählen und das war’s. Nicht immer gehen wir davon aus, dass Gott auch Großes in den Herzen dieser Kleinen bewirken kann.

Ich selbst merke immer wieder, wie die Vorbereitung für den Kindergottesdienst mir in meinem persönlichen Leben mit Gott hilft. Egal für welches Alter ich den Kigo vorbereite. Meistens fange ich bereits montags damit an mir die Bibelstelle und den nötigen Kontext durchzulesen, damit man die Woche über die  Infos reifen lassen und sich auch verschiedene Ideen einfallen lassen kann, wie man die Passage wohl vermitteln möchte. Dabei lernt man in erster Linie selbst etwas.

Einer der Schlüsselsätze im Vorbereitungsmaterial ist:

„Bevor du eine Lektion unterrichtest ist es wichtig, dass du sie erst selbst in deinem Leben anwendest!“

Es geht nicht darum, dass wir wie die Pharisäer sind, die den Juden alle möglichen Gesetze auferlegt, sie aber selbst nicht immer eingehalten hatten (Mtt. 23,3-4). Wenn wir den Kindern etwas von Gottes Wesen und seinem Auftrag an uns weitergeben, dann sollte sich das auch in unserem Leben wiederspiegeln. Das ist die große Herausforderung für uns als Mitarbeiter!

„Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht?“ (Römer 2,21). Man kann leicht die Schlussfolgerung ziehen, dass man als Missionar doch ständig in Gottes Wort liest und hierfür Zeit haben sollte. Leider spiegelt die Realität wieder, dass auch Missionaren Selbstdisziplin nicht leicht fällt. Wir müssen uns als Christen immer wieder daran erinnern, was die Priorität ist, auch wenn der Kalender einem alle möglichen Termine entgegenruft. So konnten wir uns als Team gestern unter anderem auch wieder neu dazu ermutigen unsere eigene Beziehung zu Gott zu pflegen.

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Pakete

Die Jungs freuen sich immer über Pakete! Zum einen, wenn sie anderen helfen können. Ein Kollege von der DMG leitet ein Frühstücksprogramm, wo Kindern in den ärmeren Bereichen der Stadt…

Die Jungs freuen sich immer über Pakete!

Zum einen, wenn sie anderen helfen können.

Ein Kollege von der DMG leitet ein Frühstücksprogramm, wo Kindern in den ärmeren Bereichen der Stadt ein Frühstück vor dem Schulunterricht und nachmittags auch ein Nachhilfeprogramm angeboten bekommen. Immer mal wieder muss er hier Milch, Zucker und sonstige Dinge zu den jeweiligen Bezirken fahren. Da die Jungs gerade Herbstferien hatten, durften sie fleißig mit anpacken!

Am meisten freuen sie sich natürlich, wenn sie selber Pakete bekommen 🙂

Deutsche Süßigkeiten sind einfach klasse und sie freuen sich besonders über Lustige Taschenbücher, die uns immer mal wieder erreichen. Stundenlang können sie damit auf der Couch verbringen.

Wer uns also eine Freude machen will kann uns unter folgender Adresse erreichen:

Benjamin und Daniela Marx
Apartado 1810
Arequipa 
Peru

Je nach Postangestelltem ist es wichtig, dass der Abholer auch der ist, der auf dem Päckchen drauf steht. Also am besten beide Namen nennen. So sind wir flexibel, je nachdem wer gerade in der Stadt ist.

Am besten auch immer kurz Bescheid geben, wenn etwas unterwegs ist, damit wir bei der Post nachfragen können. Nicht immer liegt im Postfach ein Zettel drin, dass ein Paket angekommen ist und es muss auch durchaus mal 30 Minuten nach dem Paket gesucht werden, weil das Lagersystem noch „ausbaufähig“ ist. Das Warten lohnt sich aber immer!!!

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Dorcas Treffen – Zahnhygiene

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil…

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil sie sonst mittwochs unregelmäßig kommen, je nachdem wann sie Kleidung benötigen.

Da die Peruaner für gewöhnlich unterschiedlich eintrudeln, beginnen wir immer mit einem Bastelangebot, was einfach zu machen ist. Dieses Mal haben wir Klorollen bemalt und sie zu kleinen Geschenkpäckchen gefaltet. Hier kann man für den Muttertag eine kleine Nachricht oder ein Stückchen Schokolade reintun.

Das Treffen war zwar wegen dem Feiertag etwas weniger besucht als sonst, aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit. Da auch einige der älteren Kinder mit dabei waren haben wir erst einmal mit Bewegungsliedern angefangen. Die Jungs haben mir fleißig geholfen, weil sie selbst auch keine Schule hatten.

Anschließend gab es eine Andacht zum Thema was es bedeutet Mutter zu sein und was für einen Einfluss wir auf unsere Kinder haben können, um sie in ihrem Charakter zu formen.

Wie immer gab es im Anschluss ein ganz praktisches Thema. Dieses Mal ging es um die Zahnhygiene. Jason hat am Gebiss demonstriert, wie man sich die Zähne putzt. Wir haben außerdem besprochen, in welchen Lebensmitteln sich Zucker befindet und was für Auswirkungen es hat, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Die Frauen habe ich ermutigt einen Zahnarzt zu finden, bei dem man nur bezahlen muss, wenn er etwas zu reparieren hat. So scheuen sie sich nicht zu der normalen Kontrolle zu gehen, weil die Behandlung von kleinem Karies wesentlich kostengünstiger ist als von größerem.

Viele Kinder in den ärmeren Bereichen der Stadt putzen sich nie die Zähne. Aus diesem Grunde bringt es nichts über Zahnpflege zu reden, wenn wir ihnen keine Zahnbürste und Zahnpasta mit an die Hand geben. Diese praktische Hilfe haben sie gerne angenommen!

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Markt

Ein Vorteil von Peru ist, dass man viele Dinge hier direkt auf dem Markt, oder an kleinen Ständen kaufen kann. Da mein Bruder mit seiner Familie erst kürzlich dagewesen ist,…

Ein Vorteil von Peru ist, dass man viele Dinge hier direkt auf dem Markt, oder an kleinen Ständen kaufen kann. Da mein Bruder mit seiner Familie erst kürzlich dagewesen ist, hat er Fotos von Dingen gemacht, die für uns alltäglich sind. Hier mal ein paar Ausschnitte:

Kleine „Tiendas“ gibt es hier an jeder Ecke. Da kann man jede Art von Gewürz, Trockenprodukt oder sonstiges je nach Wunsch einkaufen. Entweder kiloweise, oder auch einfach nur ein paar Gramm.

Der Fleischkonsum ist hier sehr hoch. Bei Raumtemperatur liegt oder hängt das Fleisch an den Ständen und der Geruch erfüllt dementsprechend den Raum. Man kann hier wirklich alle (!) Teile des Tieres kaufen! Peruaner kauen auch gerne auf Hühnerbeinen herum… Sie konsumieren von ganz Lateinamerika die meisten Hühnchen. Knapp 50 kg Hühnchen isst ein Peruaner im Jahr. Leider impliziert das auch eine riesige Massentierhaltung.

Auch Obst gibt es in Hülle und Fülle und man kann sich jederzeit einfach nur ein Viertel einer Wassermelone oder eine halbe Ananas schneiden lassen.

Wenn man Sachen zu Hause nicht mehr braucht, dann kann man am Wochenende einem vorbeifahrenden Motorrad winken (man hört seine Lautsprecherdurchsagen schon lange vorher) und ihm den eigenen Sperrmüll verkaufen, den er dann auf dem Flohmarkt verkauft.

Auf dem Fischmarkt kann man bereits früh morgens schon frischen Fisch oder sonstige Wasserlebewesen kaufen.

Zudem gibt es natürlich noch Gemüsestände, aber das Gemüse, was am meisten gegessen wird, ist die Kartoffel. Es gibt in Peru mehr als 3.000 Kartoffelarten.

 

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Ostern

Der Herr ist auferstanden… Er ist wahrhaftig auferstanden! Wir hoffen, dass ihr alle ein schönes Osterfest haben konntet. In Peru haben wir nicht am Ostermontag frei, sondern stattdessen Gründonnerstag. So…

Der Herr ist auferstanden… Er ist wahrhaftig auferstanden!

Wir hoffen, dass ihr alle ein schönes Osterfest haben konntet. In Peru haben wir nicht am Ostermontag frei, sondern stattdessen Gründonnerstag. So konnten wir mit ein paar anderen Familien noch ein letztes Mal zum Schullandheim der Schule außerhalb der Stadt, bevor es jetzt an jemand anderen verkauft wurde.

Die Natur haben wir sehr genossen und es war schön, einfach aus dem normalen Alltag heraus zu kommen.

Die Stadt Sogay ist sehr klein, umringt von wunderschönen Kartoffelfeldern und viel Gehölz mit dem man wunderbar etwas bauen kann.

Die Mülltonnen wurden gleich zu Beginn aufgestellt, um wieder stundenlang Fußball spielen zu können. Jason hat zum ersten Mal Meerschweinchen gegessen.

Außerdem haben wir fleißig gekochte Eier bemalt und rohe Eier ausgeblasen, um sie als Deko aufzuhängen und leckere Rühreier zum Frühstück zu essen!

Wie immer war es eine entspannte Zeit mit unseren Freunden und wir sind alle erschöpft und glücklich am Samstag nach Hause gekommen!

 

 

 

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