Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Geburtstag während der Quarantäne

Eigentlich hatten wir ein Überraschungs-Wochenende für Joel geplant, um den Eintritt in die Pubertät mit ihm gebührend zu feiern. Aber durch die Quarantäne wurden unsere Pläne über den Haufen geworfen….

Eigentlich hatten wir ein Überraschungs-Wochenende für Joel geplant, um den Eintritt in die Pubertät mit ihm gebührend zu feiern. Aber durch die Quarantäne wurden unsere Pläne über den Haufen geworfen.

Unsere Nachbarn waren so lieb ein Schild an ihre Garagentür zu hängen, um Joel mit dem nötigen „Sicherheitsabstand“ zum Geburtstag gratulieren zu können 🙂

Unser Tag war gefüllt mit ganz viel Familienzeit.

Aber auch sportlichen Aktivitäten im Garten, um mal etwas in Bewegung zu sein.

Den Geburtstags-Trip werden wir auf jeden Fall nachholen! Heute haben wir dafür das Beste aus unserer Situation gemacht. Als Überraschung dürfen die Jungs heute nebenan im Gästehaus übernachten (mit Filmabend), da durch die Quarantäne gerade keine Gäste da sein können.

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Quarantäne

Mittlerweile haben wir die erste Quarantäne-Woche hinter uns gebracht. Quarantäne bedeutet, dass die Straßen so ruhig sind, wie noch nie. Die Natur atmet auf und man genießt richtig die Ruhe….

Mittlerweile haben wir die erste Quarantäne-Woche hinter uns gebracht.

Quarantäne bedeutet, dass die Straßen so ruhig sind, wie noch nie. Die Natur atmet auf und man genießt richtig die Ruhe. Keine einzige Autohupe ist zu hören! Von 20 Uhr – 5 Uhr morgens darf absolut kein Mensch auf der Straße sein und tagsüber benötigt man eine Erlaubnis.

Da die meisten Menschen zunächst nicht wirklich die Quarantäne eingehalten hatten, wurde am nächsten Tag das Militär auf den Straßen verteilt, um die Menschen davon abzuhalten, trotzdem mit ihren Autos zu fahren. Jeder muss sich online ein Schreiben ausdrucken, das ihn berechtigt an diesem Tag draußen zu sein. Als Einzige der Familie habe ich z.B. das Schreiben, dass ich mittwochs und samstags einkaufen gehen darf.

Vor dem Eintritt in die Mall, werden einem die Hände desinfiziert und bevor man dann in den Supermarkt selbst eintreten darf, muss man Schlange stehen und es wird einem die Temperatur gemessen. Nur jeweils eine Person der Familie darf eintreten.

Natürlich gibt es auch bei uns einiges, was gerade nicht vorhanden ist (im Bild z.B. Brot), aber das, was wir in Massen haben ist Klopapier! Da mangelt es uns nicht…

Benni meinte schon, dass die Quarantäne eigentlich eine wunderbare Zeit wäre, um die vielen Straßen zu reparieren, die in der Regenzeit kaputt gegangen sind.

Von der Schule werden wir über „google classroom“ mit ausreichend Hausaufgaben versorgt (manchmal zu viele…). Wir versuchen sie alle bis spätestens 16 Uhr fertig zu bekommen, damit wir danach noch freie Zeit für schönere Dinge haben.

Das Wochenende haben wir dann genutzt, um Zeit zum Lesen, puzzeln und Lego spielen zu haben – und endlich mal wieder einen Pyjama-Tage zu machen.

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DMG Artikel

Auf Seite 10 findet ihr meinen Artikel zum Dorcas Projekt Diesen Artikel kann man sich auch gerne online anhören:

Auf Seite 10 findet ihr meinen Artikel zum Dorcas Projekt

Diesen Artikel kann man sich auch gerne online anhören:

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Ausgangssperre

Ich hatte vergessen von unseren Supermarktregalen ein Foto zu machen… aber vermutlich sehen sie genauso aus, wie bei euch gerade. Seit heute besteht für uns offiziell die Ausgangssperre. Der einzige…

Ich hatte vergessen von unseren Supermarktregalen ein Foto zu machen… aber vermutlich sehen sie genauso aus, wie bei euch gerade.

Seit heute besteht für uns offiziell die Ausgangssperre. Der einzige Grund, um rauszugehen ist für einen Notfall zur Apotheke, Bank oder dem Supermarkt. Alles soll beschränkt werden, damit der Kontakt zu anderen weitestgehend eingeschränkt wird. Wie das klappen wird, bleibt abzuwarten!

Fest steht auf jeden Fall, dass wir von der Schule aus schon seit Donnerstag letzter Woche online mit Hausaufgaben versorgt werden. Wir haben für uns persönlich festgelegt, wie unser Tagesablauf aussieht, damit wir nicht ganz in Ferienstimmung kommen. Unter anderem gehört dazu, dass die Jungs (zu ihrem Leiden) sich normal anziehen und nicht den ganzen Tag im Schlafanzug gammeln dürfen.

Den ersten Tag haben wir jetzt schon fast überlebt und wir sind gespannt darauf, ob es (hoffentlich) lediglich bei den 2 Wochen Sperre bleiben wird. Noch gibt es in Peru nicht so viele Coronavirus-Fälle, aber wer weiß, wie viele wirklich gemeldet sind…

Die Herausforderung besteht hauptsächlich im nur sehr schlecht ausgebildeten Gesundheitssystem. Für die ärmere Bevölkerung ist es besonders schwierig ihr Geld zu verdienen, wenn sie von Tag zu Tag leben und die Ausgangssperre respektieren müssen. Die Mütter, mit denen ich arbeite haben sowieso schon kein Geld Lebensmittel auf Vorrat zu kaufen.

Auch sanitäre Aspekte wie das Reinigen der Hände ist für die eine Herausforderung, die sowieso schon wenig Körperhygiene betreiben und manchmal gar kein fließend Wasser in ihrer Hütte zur Verfügung haben.

Unser Leben ist aber ruhiger geworden! Alle Termine sind abgesagt und Gemeindeversammlungen gibt es nur noch online (auch Teammeetings). Wir sind gespannt darauf, wie Gott diese Zeit nutzen wird!

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DMG 24-h Gebetstag

Heute findet wieder einen 24 Stunden Gebetstag bei der DMG statt, zu dem wir euch herzlich einladen. Manchmal ist es schwierig zu wissen, wofür man überhaupt beten soll. Politische Verhältnisse,…

Heute findet wieder einen 24 Stunden Gebetstag bei der DMG statt, zu dem wir euch herzlich einladen.

Manchmal ist es schwierig zu wissen, wofür man überhaupt beten soll. Politische Verhältnisse, Flüchtlingskatastrophen, Gesundheitsprobleme,…

Hier sind einige Vorschläge der DMG-Zentrale:

  • Betet für viele unserer Mitarbeiter weltweit, die chaotisch scheinende Situationen seit Jahren als ihren Alltag erleben. Betet um inneren Frieden und Kraft, Unsicherheiten auszuhalten und einen Unterschied zu leben.
  • Betet für Gemeinden und Einzelne: Um Bewahrung vor Angst und um die Gabe, die Hoffnung von Jesus gerade jetzt in die Situation der Menschen hinein zu sprechen.
  • Betet für Flüchtende, die heute an Grenzen und in Lagern katastrophale Zustände erleben und Heimat brauchen.
  • Betet für alle DMG-Kollegen, die heute Menschen ganz praktisch helfen – dass ihre Hilfe als Eingreifen Gottes wahrgenommen wird.
  • Betet, dass schwere Situationen zu Chancen für das Evangelium werden. Betet für einzelne Missionare, dass sie erleben, wie Gott Türen und Herzen öffnet.
  • Betet für Politiker weltweit um gute Beratung und gesunde Entscheidungen. Vor kurzem hat Andreas Ebinger vom Besuch in Berlin erzählt, bei dem die Gruppe christlicher Werke verschiedene Politiker treffen konnte. Alle stehen unter enormem Druck und brauchen Weisheit.

Vielen Dank für eure Gebete!

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Adoption II

Wir haben euch vor ein paar Wochen (hier) in unsere Gedanken zur Adoption mit rein genommen. Im August letzten Jahres war es dann soweit, dass wir uns nach 2 Jahren…

Wir haben euch vor ein paar Wochen (hier) in unsere Gedanken zur Adoption mit rein genommen.

Im August letzten Jahres war es dann soweit, dass wir uns nach 2 Jahren Aufenthalt in Peru, offiziell in das System einschreiben konnten. Als erster Schritt galt es die verschiedenen Formulare online auszufüllen und sich anschließend in eines der 5x im Jahr stattfindenden Workshops einzutragen. Da Benni im September unterwegs war, haben wir den nächstmöglichen Termin im November in Anspruch genommen.

Die Worshops waren sehr anstrengend, da man 5 Stunden ohne Pause zu zwanzigst in einem Büro ohne Fenster gesessen hat. Nur die Tür zum Flur sorgte für etwas „frischen“ Sauerstoff… Es wurde über die verschiedenen Aspekte der Adoption gesprochen und jeder musste die 150 Seiten im Ordner durcharbeiten.

Die Teilnehmer waren eine Mischung aus verschiedenen Altersgruppen. Außer uns gab es nur noch ein Paar, was bereits ein Kind hatte. Für gewöhnlich wird in diesem Land hauptsächlich adoptiert, wenn man selbst keine Kinder bekommen kann.

Leider gibt es in Peru nicht das System von Pflegefamilien, wo die Kinder zwischenzeitig unterkommen können. Stattdessen sind sie in überfüllten Kinderheimen untergebracht. Zur Adoption freigegeben sind derzeit um die 380 Kinder im ganzen Land. Das ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr wenig. In Deutschland waren es vor 2 Jahren knapp 3.700 Kinder.

Grundsätzlich ist es gut, dass zunächst versucht wird die Kinder in irgendeiner Art und Weise mit einem anderen Familienmitglied (auch wenn weit entfernt) zu verbinden. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann das Kind zur Adoption freigegeben werden. Dies bedeutet aber auch, dass der Prozess durchaus sehr langwierig sein kann.

Nachdem wir den Workshop abgeschlossen hatten, wurden uns ein Monat Zeit gegeben, um zu signalisieren, dass wir weitermachen wollen und ein weiterer Monat, um die nötigen Papiere zusammen zu tragen. U. a. haben wir in dieser Zeit auch das Hochbett von Kollegen abgekauft, um eine Schlafmöglichkeit für das Kind beim Hausbesuch aufzuweisen. Jason freut sich schon, dass er dann einen Bruder und Spielkameraden im Zimmer haben wird.

Die Dokumente zusammen zu bekommen, hat uns viele Nerven gekostet. Man bezahlt hier nicht mit Geld, sondern mit Zeit und Energie. Ein Beispiel:

Wir mussten vom Arzt bestätigt bekommen, dass wir gesund sind. Dies kann man aber aufgrund sonst möglicher Bestechung, nur in zwei öffentlichen Krankenhäusern hier in Arequipa machen.

Zunächst einmal verbringt man dann einen Morgen damit das System des Krankenhauses kennen zu lernen, weil kaum einer Bescheid weiß und man alles erfragen muss.

Zur Blutabnahme steht man bereits um 6 Uhr in der Schlange an, um sicher zu gehen, dass man an diesem Tag noch dran kommt. Glücklicherweise konnte man dann um 10 Uhr noch beim Röntgen anstehen, um dann um 13 Uhr fertig zu sein. Immerhin zwei Sachen an einem Tag erledigt!

Für die Gespräche beim Psychologen (theoretisch drei) sieht es dann anders aus. Entweder man steht um 5 Uhr morgens an, um einen Termin für den gleiche Tag auszumachen (in der Hoffnung, dass was frei ist). Die Termine sind dann ab 8 Uhr, aber die Ärzte kommen erst um 9 Uhr und bis man dran ist, kann es durchaus schon wieder 13 Uhr sein. Also IMMER was zu lesen mitbringen…

Es gibt aber auch die Möglichkeit einen Termin im voraus zu machen (aber nur 2 Tage im voraus…). Das bedeutet aber auch, dass man dafür extra ins Krankenhaus fährt, sich um 6 Uhr in die Schlange anstellt, um dann hoffentlich bis 8 Uhr dran gewesen zu sein (da schließt das Fenster wieder) und einen Termin zu haben. Aber wie oben beschrieben, kann man dann am Tag seines Termins durchaus den ganzen Morgen draußen in der Sonne warten.

Das ist wirklich nur ein minikleiner Einblick in das, was wir erlebt haben. Zudem kommt es vor, dass man nicht den richtigen Stempel, oder die richtige Unterschrift bekommen hat und noch mal zurück darf.

Ein bestimmtes Dokument wird angefordert, was andere aber nicht brauchten. Hin und Her…

Wir sind auf jeden Fall dankbar, dass alle unsere 118 Seiten letztendlich doch angenommen wurden und wir nun bis Ende März noch verschiedene Gespräche mit der Psychologin und einem Hausbesuch verbringen werden.

Schritt für Schritt kommen wir der Adoption also näher!

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Regenzeit in Arequipa

Pünktlich zum 01.01. hat bei uns die Regenzeit begonnen. Nachdem wir 9 Monate lang keinen Tropfen Regen gesehen hatten, war es eine willkommene Abwechslung. Endlich wieder etwas Luftfeuchtigkeit und man…

Pünktlich zum 01.01. hat bei uns die Regenzeit begonnen. Nachdem wir 9 Monate lang keinen Tropfen Regen gesehen hatten, war es eine willkommene Abwechslung. Endlich wieder etwas Luftfeuchtigkeit und man muss den Garten nicht so oft gießen.

Diese Stadt für die Regenzeit aber leider nicht wirklich gut ausgerüstet. Die Straßen werden überflutet und vieles vom Teer wird einfach weggespült. Das Tückische daran ist, dass man nie weiß, wie tief die Pfützen sind und ob man mit einem kleinen Auto ohne stecken zu bleiben durchfahren kann. So fahren selbst die Taxifahrer äußerst vorsichtig.

Die Löcher werden mittlerweile mit Backsteinen gefüllt, damit die Reparatur länger hält (sonst sind im nächsten Jahr wieder die gleichen Löcher da).

Tunnel werden überschwemmt, so dass immer mal wider Straßensperren existieren, wenn das Wasser zu hoch ist. Der Fluss führt mehr Wasser als sonst und ist braun, weil er u.a. das Regenwasser aus den Bergen abtransportiert.

Noch bis Ende März wird die Regenzeit dauern, doch schon gegen Ende diesen Monats wird man merken, dass die Regenwahrscheinlichkeit rapide abnimmt.

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