Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Endspurt Schuljahr

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten… Noch 5 Wochen…

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten…

Noch 5 Wochen Schule und dann haben die Jungs es geschafft und wieder ein Schuljahr ist bewältigt worden. Dementsprechend gibt es momentan viele Referate, Arbeiten und sonstige Dinge zu tun.

Zudem gibt es auch viele Sportveranstaltungen die gerade stattfinden. CODECOA sind die Turniere, die einmal im Jahr zwischen den einzelnen Schulen stattfinden.

Auf dem Rückweg der vielen Wettkämpfe lassen wir es uns dann ab und zu mal mit einem Eis gut gehen 🙂

Außerdem finden gerade viele Geburtstagsfeiern statt (bei uns ist Tim am Samstag mit seinem Kindergeburtstag dran). Es ist immer wieder schön, wenn die Jungs eingeladen werden. Die Geburtstage werden hier oft groß gefeiert.

Wir freuen uns aber auch immer wieder, wenn wir samstags Freunde zu uns einladen können. Im Bild sieht man wie die Kinder zu sechst ihr Lieblingsspiel in unserem Park spielen (auf der Flugzeugplattform muss man abgeworfen werden und wenn man getroffen wurde, muss man den Werfern unten im „Wasserbereich“ helfen – ist aber nie Wasser drin…).

Benni und ich haben die letzten Wochen viele Stunden in einem unserer staatlichen Krankenhäuser verbracht. Für den Prozess einer Adoption gilt es genügend Stehvermögen zu haben und nicht zu verzagen… aber mehr dazu im nächsten Post.

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Kuriositäten IV

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen. Hier in Peru fährt die…

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen.

Hier in Peru fährt die Müllabfuhr in bestimmten Gebieten mit Musik durch die Gegend. In unserer alten Wohnung wurde „Für Elise“ gespielt, in der Stadtmitte „Unter dem Meer“ (Ariel) und weiter im Norden „Shary, shary, lady“… Für uns ganz witzig und vor allem praktisch, weil man dann noch schnell auf die Straße rennen kann, um den Müll rauszubringen – für die Arbeiter der Müllabfuhr wohl eher nervig dieses Lied den ganzen Tag (!) zu hören!

In Arequipa kann man wirklich sehr günstig mit einem Taxi fahren. Noch günstiger, wenn man die gelben „Ticos“ nimmt (kleines Daewoo Auto). Aber da sie mittlerweile in die Jahre gekommen sind (und ab nächstem Jahr auch nicht mehr als offizielle Taxis fungieren dürfen), fehlt immer mal wieder etwas. Ab und zu ein durchgerostetes Loch im Boden, so dass man schon die Straße sieht, oder auch mal ein fehlender Türgriff. Da fährt man dann einfach mit offenem Fenster und macht von außen auf.

Jason war so happy, dass er in unserer „Picantería“ (wo man traditionelles, peruanisches Essen bekommt) endlich mal Hühnerfüße und ein Hühnerherz in seiner Suppe hatte. Hier in Peru wird wirklich alles vom Tier gegessen, so dass die Küche von der Deutschen doch ab und zu variiert.

Unsere Picantería schmort samstags ihren Braten auf der Straße. Einfach rausstellen und hoffen, dass die Tonne nicht umgefahren wird.

Für die Zukunft gebaut? Es gibt immer mal wieder Häuser (auch in unserer Nachbarschaft), wo man sich nicht sicher ist, wofür die Tür gebaut wurde…

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Pause…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch. Es…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch.

Es wurde viel gespielt und die Jungs konnten zum ersten Mal ihren Cousin kennen lernen, der kurz nach unserer Ausreise nach Peru geboren wurde.

Wir haben ihnen manches von unserer Stadt und Arbeit zeigen können.

Da sich ihr Besuch mit unseren Frühlingsferien überschnitten hat, haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein paar Tage an den Strand zu fahren. Die Fahrt hierhin ist nur etwas mehr als 2 Stunden, so dass es für unseren Neffen nicht zu anstrengend war und wir die Ferienwoche nutzen konnten, um mal aus der Stadt zu kommen.

Auch wenn es am Strand etwas frischer war als hier in Arequipa sind die Jungs trotzdem baden gegangen und haben Dagobert’s Geldspeicher gebaut (als Mitbringsel gab es u.a. viele neue Lustige Taschenbücher)

Wir haben die Zeit als Familie sehr genossen und waren froh in diesen Tagen auch von unserer regelmäßigen Arbeit etwas kürzer treten zu können.

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Dorcas Veranstaltung

Es war wieder Zeit für eine unserer Großveranstaltungen im Dorcas Projekt. Hier kommen die Mütter nicht, um wie jeden Mittwoch die Chance zu haben sich Kleidung für ihre Kinder auszuleihen,…

Es war wieder Zeit für eine unserer Großveranstaltungen im Dorcas Projekt. Hier kommen die Mütter nicht, um wie jeden Mittwoch die Chance zu haben sich Kleidung für ihre Kinder auszuleihen, sondern, um ein besonderes Programm zu hören und sich untereinander auszutauschen.

Zu Beginn unserer Zeit geben wir immer die Möglichkeit eines Bastelangebotes, damit die Frauen die Möglichkeit haben nach und nach einzutrudeln. Wir machen immer mal wieder Fotos von den Müttern oder ihren Kindern, die wir ihnen dann bei solchen Gelegenheiten geben, damit sie sich einen schönen Bilderrahmen dazu machen können. Oftmals ist es das einzige Foto, was sie von sich zu Hause stehen haben. Sie konnten sich sonst auch einen Vers einrahmen, falls dieses Mal kein Foto von ihnen dabei war.

Dieses Mal war wieder unsere Kollegin mit ihrem Puppentheater dabei. Die Jugendlichen erstellen selbst das Bühnenbild und erarbeiten sich das biblische Thema, das sie in eine Geschichte verpacken.

Anschließend wurden noch Gruppen gebildet, um über das Gehörte zu reden. Da wir uns dieses Mal an einem Samstag getroffen hatten, konnten auch ältere Kinder mit dabei sein.

Wir nutzen danach oftmals noch die Zeit, um Logistisches abzuklären. Entweder, um Babybetten auszuliefern, oder wie dieses Mal Arzttermine festzulegen, weil unser Teamarzt am darauffolgenden Mittwoch gekommen ist, um den Müttern kostenlose Untersuchungen anzubieten.

Dann war es auch schon wieder Zeit sich zu verabschieden…
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24h-Gebetstag DMG

Heute findet weltweit wieder der 24 Stunden Gebetstag der DMG statt. Dieses Mal mit dem Thema: Der Mensch im toten Winkel Dies ist auch das Thema des anstehenden Herbstmissionsfestes der…

Heute findet weltweit wieder der 24 Stunden Gebetstag der DMG statt. Dieses Mal mit dem Thema:

Der Mensch im toten Winkel

Dies ist auch das Thema des anstehenden Herbstmissionsfestes der DGM.
„Menschen im toten Winkel werden schnell übersehen. Nicht nur im Straßenverkehr, auch jede Gesellschaft hat tote Winkel und Menschen leiden. Darauf geht das christliche Missions- und Hilfswerk DMG beim Herbstmissionsfest am 22.09. auf dem Buchenauerhof bei Sinsheim ein.“

Wir laden euch ein mit uns für die folgenden Anliegen zu beten:

  • Welche Menschen in eurem Umfeld werden leicht übersehen?
    Nehmt euch Zeit, für diese Menschen zu beten. Macht euch bewusst, dass Gott sie sieht, und auch euch den Blick für diese Menschen öffnen möchte.
  • Viele Missionare arbeiten unter Bevölkerungsgruppen, die von der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden. Betet, dass Menschen durch die Arbeit unserer Missionare Wertschätzung erfahren und entdecken, dass sie von Gott geliebt sind.
  • Manche Missionare empfinden sich selbst in einem „toten Winkel“. Betet für die Kollegen, deren finanzielle Unterstützung gering ist. Auch für Missionare, die momentan keine „Erfolgsgeschichten“ erzählen können. Betet, dass Gott treue Unterstützer für jeden einzelnen beruft.
  • Betet, dass die Besucher (und auch wir Mitarbeiter) beim Herbstmissionsfest (22.09.) neu von Gott begeistert werden, der die Verlorenen in den Blick nimmt. Betet, dass „lebendige Winkel“ entstehen, in denen Christen beten, und aus denen sich neue Missionare aufmachen.

Vielen Dank für euer Mittragen in diesen Anliegen!

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Dorcas – ärztliche Hilfe

Mariluz hatte sich eigentlich auf die Liste setzen lassen, um den Arzt wegen „Displasia“ zu sehen. Aber wie so oft bleibt es nicht dabei. Entweder die Mütter haben selber noch…

Mariluz hatte sich eigentlich auf die Liste setzen lassen, um den Arzt wegen „Displasia“ zu sehen. Aber wie so oft bleibt es nicht dabei. Entweder die Mütter haben selber noch ein Anliegen (z.B. Brustentzündung für die sie Antibiotika brauchen) oder haben Fragen bezüglich der Geschwisterkinder. Ihre Tochter hätte seit gestern Schmerzen im Arm und konnte diesen nicht mehr bewegen. Beim Ausziehen der Kleidung konnte außerdem festgestellt werden, dass ihr Kind einen Mongolenfleck auf ihrem Bein und Rücken hatte. So konnte der Arzt ihren Arm untersuchen und sie auch gleich beruhigen, dass der Fleck meistens nach 4 Jahren verblasst.

Bei unseren wöchentlichen Dorcas Treffen laden wir immer mal wieder unseren Teamarzt ein. Die Mütter nehmen dies gerne in Anspruch, da sie dadurch umsonst um Rat fragen können und er ihnen sagen kann, zu welchen Ärzten sie genau gehen sollen, wenn spezifische Hilfe von Nöten ist.

Die meisten der Mütter, die zu unserem Projekt kommen gehen aus Geldmangel nicht zum Arzt, wenn sie keine Versicherung haben. Wie jede andere Mutter auf dieser Welt, machen aber auch sie sich Sorgen um ihre Kinder und so ist es schön, wenn wir ihnen diese Sorgen immer wieder nehmen können, in dem der Arzt z.B. ihre Lungen abhört, weil wir im Winter gerade die Erkältungszeit hatten.

Auch für die Babybetten sind die Mütter sehr dankbar. Da die Babys meistens mit Eltern und Geschwistern in einem Bett schlafen und es nicht viel Platz gibt, ist es für das Baby sicherer, wenn es in einem eigenen Bett schlafen kann, bis es etwas größer ist und nicht zerdrückt werden kann.

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Rundbrief August 2019

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

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Apoyo médico

Was machen Peruaner, die eine Blinddarmentzündung haben, aber die OP nicht bezahlen können? Wie soll man reagieren, wenn die 11-Jährige Tochter durch den Glastisch gefallen ist, der fast abgerissene Zeigefinger…

Was machen Peruaner, die eine Blinddarmentzündung haben, aber die OP nicht bezahlen können? Wie soll man reagieren, wenn die 11-Jährige Tochter durch den Glastisch gefallen ist, der fast abgerissene Zeigefinger aber erst in 3 Wochen operiert werden kann? Einige Peruaner bezahlen die öffentliche Krankenversicherung, aber auch dann kann es sein, dass sie auf OP Termine länger warten müssen. Für den Zeigefinger wäre es nach drei Wochen zu spät, weil die Sehne sich zurückgezogen hätte und kaum mehr verbunden werden könnten.

Reale Fälle in Arequipa, die unser Teamarzt immer wieder konfrontiert. Er besitzt über seine amerikanische Organisation finanzielle Mittel, die ihm für Medikamente und sonstige Mittel zur Verfügung stehen. Jemandem persönlich die OP zu bezahlen, darf er aber nicht, denn das wäre ein persönlicher Gefallen, der ihm womöglich später noch von Nutzen werden könnte, in dem ihm die Familie dann anderweitig etwas Gutes tut. Gesetzlich also nicht erlaubt!

So haben wir uns vor Kurzem zum ersten Mal getroffen, um ein Komitee zu gründen, das in solchen Situationen konkret handeln kann. Wenn nämlich ein Komitee über verschiedene Fälle entscheidet, können ohne gesetzliche Probleme die finanziellen Mittel genutzt werden.

Die peruanische Kultur ist keine „Spar-Kultur“. Im Gegensatz, es werden eher Schulden gemacht, um im Hier und Jetzt etwas kaufen zu können, als auf etwas hin zu sparen. Sollten also plötzliche medizinische Notfälle entstehen ist oft kein Geld vorhanden, um diese zu bezahlen (eine Blindarm-OP kostet rund 1.200€).

Dieser medizinische Fond soll helfen, einen Teil der Kosten zu decken. Mit den Patienten wird besprochen, was sie selber über Gemeinde, Freunde und Familie aufbringen können und welchen Betrag der Fond abdecken kann. Zudem soll aber auch klar gestellt werden, dass es das Ziel ist über die folgenden Monate hinweg mindestens 50% der Kosten wieder in den Fond zurück zu zahlen, damit noch andere Patienten von diesem Fond profitieren können. Es ist ein Kredit ohne Zinsen, der in der Notsituation hilft, den man dann aber mit der Zeit abbezahlen kann.

Kriterien wurden festgelegt und besprochen, wem und in welcher Art und Weise wir helfen können. Wir haben verschiedene Ärzte und Apotheker im Team, die auch andere Ärzte in Krankenhäusern kennen, die kostengünstiger eine Operation vornehmen könnten und damit ebenso die finanziellen Ausgaben reduzieren.

Im Dorcas Projekt begegne ich immer wieder Frauen und Kindern, die medizinische Hilfe benötigen, sie sich aber nicht leisten können. Mit dieser Starthilfe können wir ihnen ganz konkret in Zeiten der Not helfen.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Wenn wir die Evangelien lesen sehen wir, dass Jesus nicht einfach nur Menschen geheilt hat, sondern es ihm auch wichtig war, dass sie geistlich gesund werden. Die Patienten sollen wissen warum wir helfen möchten und sie uns am Herzen liegen und dass sie nicht nur körperliche Heilung erfahren sollen. Wir möchten sie mit Christen in ihrer Umgebung vernetzen, die ihnen auch in der Zukunft eine Hilfe sein können und ihnen mehr von Gott und seinem Heilsplan erzählen können.

Bitte betet mit für die Menschen, denen wir in Zukunft medizinisch helfen können.

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