Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Projekt Dorcas

Wir haben wieder Babykleidung im Haus! Zumindest vorübergehend… Eine Schweizerin arbeitet für gewöhnlich im Projekt „Dorkas“. Während der Zeit ihres Urlaubes und dann auch während ihres Heimataufenthaltes in der Schweiz…

Wir haben wieder Babykleidung im Haus! Zumindest vorübergehend…

Eine Schweizerin arbeitet für gewöhnlich im Projekt „Dorkas“. Während der Zeit ihres Urlaubes und dann auch während ihres Heimataufenthaltes in der Schweiz von Juni bis August hat sie mich gebeten, ob ich sie in ihrem Projekt vertreten könnte. Normalerweise hat sie noch eine peruanische Helferin, die ihr an den Mittwochmorgenden hilft die Kleidung für die Mütter herauszusuchen, aber leider ist diese Peruanerin nicht immer zuverlässig (mal kommt sie, mal nicht).

In diesem Projekt geht es darum, dass Müttern mit Babys ausgeholfen wird, in dem wir ihnen die Kleidung für das erste Jahr ausleihen. Sie bringen sie dann nach Benutzung zurück und wir waschen sie noch einmal, bevor wir sie dann erneut zum Verleihen herausgeben (nicht alle haben warmes Wasser zum Waschen zur Verfügung).

Die Kleidung wurde Martha entweder aus der Schweiz geschenkt, oder auch von vielen anderen Unterstützern weltweit geschickt. Wenn mal Pullover oder Sonstiges fehlen sollte, dann hat sie auch Kontakte zu Frauen in Arequipa, die sie mit gestrickten Sachen ausstatten. So wird unter anderem den Frauen geholfen, die nebenbei noch etwas dazu verdienen müssen.

Wir treffen uns Mittwochmorgens in einem christlichen Café und haben in einem der Räume die Möglichkeit die Kleidung zu lagern. Derzeit sind ca. 30 Frauen im Programm, die abwechselnd immer mal wieder kommen, um sich Kleidung auszuleihen und dann auch wieder zurück zu bringen. Die Nachricht spricht sich herum und so hatten wir beim letzten Treffen 3 neue Mütter, die gekommen sind.

Während des Treffens hat man die Möglichkeit sich mit den Frauen (und teilweise Ehemännern) zu unterhalten und zu sehen, ob bei ihnen und den Kindern alles ok ist. Zusätzlich lädt Martha (links) sie noch zu größeren Treffen im Laufe des Jahres ein, wo ihnen auch etwas von Gottes Wort weitergegeben wird. Die Frauen sind sehr dankbar für die Hilfe, die sie erfahren. Sie haben teilweise eine Anreisezeit von 1,5 Stunden, um zum Café zu kommen.

Die Arbeit ist eine sehr gute Möglichkeit, um Gottes Liebe und Versorgung ganz praktisch zum Ausdruck zu bringen.

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Kakao / Schokolade

Letzte Woche hatten wir hier eine Woche Herbstferien. Die Ferien waren zu 90% geprägt von Lego, Drei ???-Geschichten und so lange wie möglich im Schlafanzug bleiben. Die Jungs hatten einiges…

Letzte Woche hatten wir hier eine Woche Herbstferien. Die Ferien waren zu 90% geprägt von Lego, Drei ???-Geschichten und so lange wie möglich im Schlafanzug bleiben.

Die Jungs hatten einiges an Legoprojekten fertig bekommen.

Am Freitag haben Tim und ich dann noch mal eine Schokoladenführung gemacht. Unsere Nachhilfelehrerin hatte uns davon erzählt und es ist gut auch mal ein paar touristische Sachen zu machen, damit wir gerüstet sind, wenn Besuch kommt. Die Schokoladenführung hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Wir haben viel über die Herstellung und Verarbeitung von Kakaobohnen gelernt.

Anschließend konnten wir Kakao-Tee kosten, der aus der Schale der Bohne hergestellt wird. Während der Tourführer etwas über die Kostbarkeit von Kakao-Butter erzählt hat (weiße Masse) konnten wir uns mit der Butter einschmieren. Sie ist sehr gut für die Haut.

Kakao wird so lange gemahlen, bis eine klebrige Masse entsteht (siehe unten im großen Topf). Dies dauert idealerweise 4 Tage. Da wir aber nicht so viel Zeit hatten haben wir uns mit dem halbfertigen Kakao begnügt, den wir trinken durften.

Anschließend ging es in die Vorbereitungsküche. Jeder durfte seine eigene Schokolade herstellen. Hierfür gab es verschiedene Zutaten, die wir in die Schokoladenformen eintauchen durften.

Selbstverständlich darf dann auch jeder am Ende sein Schokoladenpäckchen mit nach Hause nehmen…

Ganz am Schluss bestand die Prüfung darin, gute Schokolade von schlechter durch Geruch und Geschmack unterscheiden zu können. So eine Schokoladenkostprobe ist schon was Feines…

Es lohnt sich auf jeden Fall für jeden, der mal in Arequipa sein sollte!

 

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Gemeindefest

Seit fast zu Beginn unserer Zeit hier in Peru besuchen wir die IBC Gemeinde „El Camino“ (der Weg). Wir hatten uns nach einigen Gemeinden umgeschaut, wobei es uns besonders wichtig…

Seit fast zu Beginn unserer Zeit hier in Peru besuchen wir die IBC Gemeinde „El Camino“ (der Weg). Wir hatten uns nach einigen Gemeinden umgeschaut, wobei es uns besonders wichtig war, dass es ein Kinder- und Teenagerprogramm geben würde. In einigen Gemeinden gab es nämlich nur sehr kleine Kinder, wo Joel keine Freunde finden würde.

So sind wir bei El Camino hängen geblieben und fühlen uns dort mittlerweile sehr wohl. Benni und ich genießen es in den Hauskreisen engeren Kontakt zu Einzelnen haben zu können. Auch die Jungs fühlen sich in ihren Gruppen sehr wohl.

Letzte Woche hatten wir ein Gemeindefest, um das 17-jährige Bestehen der Gemeinde feiern zu können.

Es gab ein buntes Programm in einem Park hier in Arequipa mit anschließendem Mittagessen.

Am Nachmittag gab es zudem noch die Möglichkeit zu schwimmen oder Turniere in Volleyball und Fußball zu machen.

Auch Sonntag im Gottesdienst wurde gefeiert.

Die Kinder durften am Ende noch mit Ballons einmarschieren und mit allen anschließend den Kuchen verzehren.

Wir sind sehr dankbar, dass wir uns einer Gemeinde anschließen dürfen und wir uns in der Zukunft auch hier einbringen können.

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Virgen de Chapi – 01.05.

Der erste Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Die Jungs haben keine Schule, weil beim „Tag der Arbeit“ alle zu Hause bleiben. Jeder Schüler hat für die Arbeiter der…

Der erste Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Die Jungs haben keine Schule, weil beim „Tag der Arbeit“ alle zu Hause bleiben. Jeder Schüler hat für die Arbeiter der Schule (Busfahrer, Reiniger, Wachmänner…) ein Lebensmittel mitgebracht, was die Schule dann den Arbeitern für den 01.05. aushändigt. Meistens verdienen diese Arbeiter nicht sehr viel und sind deshalb sehr dankbar für diese Geste.

Am 01.05. wird aber auch noch etwas anderes gefeiert: Die Jungfrau von Chapi. Diese wird als Beschützerin Arequipas angesehen.

Sie hat sogar einen eigenen Tempel ca. 90 km entfernt von Arequipa (in der Wüste Namens Chapi), zudem viele Menschen hinpilgern.

Tausende Menschen pilgern in diesen Tagen nach Chapi, um der Jungfrau während der Wanderung Gesänge und Gebete zu widmen.

Das Fest von der Jungfrau von Chapi stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Bild wurde möglicherweise von Franziskanern oder Jesuiten aus Spanien gebracht. Eine alte Überlieferung besagt, dass das Bild auf einem Hügel in der Nähe von Churajón gefunden wurde. Auch dieser Jungfrau werden diverse Wunder zugeschrieben, die ihre weitere Verehrung zusichern. Es wird gesagt, dass das Bild bei einem Erdbeben von 1868 unter den Trümmern nicht zu schaden gekommen ist.

Auch heute noch findet man Bilder von ihr in den öffentlichen Bussen wieder. Sie hängen vorne als Bitte um Schutz an den Windschutzscheiben. Die Heiligenverehrung spielt in Peru eine sehr wichtige Rolle.

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Die kleinen Wissenschaftler

Am Freitag hatten wir von der Schule aus eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler. Die Peruaner feiern gerne pompös und ausgiebig und so gab es eine besondere Veranstaltung für…

Am Freitag hatten wir von der Schule aus eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler. Die Peruaner feiern gerne pompös und ausgiebig und so gab es eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler, die in feierlicher Prozession ihren „Mandil“ (Kittel) überreicht bekommen haben. Diesen müssen sie ab jetzt immer in ihrem Unterricht tragen, wenn sie als kleine Wissenschaftler (Pequeños Científicos) unterwegs sind.

Die Tochter einer weiteren Missionarsfamilie aus Australien war ebenso dabei. Sie hatten ihren Spaß!

Markus hat sich bereit erklärt der Pate von Jason zu sein (dieser muss den Kittel feierlich übergeben). Mit Markus ist es nie langweilig 🙂

Am Ende waren alle Kinder stolz auf ihre neuen Kittel mit eingraviertem Namen und freuen sich darauf jetzt endlich viele Sachen erforschen zu dürfen.

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Unfall in Chivay

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab. Erst ein Wochenende zuvor ist Benni…

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab.

Erst ein Wochenende zuvor ist Benni in Chivay gewesen. Die Straßenverhältnisse sind teilweise sehr schwierig. Es gibt kaum Leitplanken, die einen davor schützen den Hang hinunter zu stürzen. Zudem sind die Straßen oft eng und schwierig zu befahren. Besonders in der Regenzeit ist es nicht ratsam auf einigen dieser Straßen unterwegs zu sein.

Manche fragen sich, warum man bei so vielen Unfällen im Jahr nicht mal was an den Straßen ändern kann (vor allem weil der Colca-Canyon ein beliebtes Touristen-Ausflugsziel ist und man dadurch viel Geld verdient). Die Antwort ist relativ einfach: Korruption! Die Menschen, die im Colca wohnen sehen nichts von dem Geld. Das Geld wird leider auch nicht in die Ausbesserung der Straßen investiert. Stattdessen bereichern sich nur die, die sowieso schon Geld haben.

Wir haben einige Missionare, die immer wieder im Hochland unterwegs sind. Gerne dürft ihr für sicheres Reisen beten. Das ist hier nicht selbstverständlich!

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