Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Kino als Nachhilfe

Sol, die den Jungs für einige Monate Nachhilfe gegeben hat, hat sich für den letzten Tag noch einmal einiges einfallen lassen. Sie hat uns immer mit ihrer kreativen Art und…

Sol, die den Jungs für einige Monate Nachhilfe gegeben hat, hat sich für den letzten Tag noch einmal einiges einfallen lassen. Sie hat uns immer mit ihrer kreativen Art und Weise gesegnet und so war es nicht überraschend, dass sie sich für die letzte Nachhilfe noch mal etwas Besonderes hat einfallen lassen.

Als wir ankamen war auf ihrem Tisch bereits alles vorbereitet. Es gab Popcorn, Marshmallows, Schokolade und Saft.

Jedes Kind bekam ein Portemonnaie aus Spielgeld in die Hand und musste seine Bestellung in Spanisch abgegeben. Als dann jeder sein Essen gekauft hatte, ging es in ihr Wohnzimmer, um einen Film zu schauen. Wir hatten sehr viel Spaß und uns über die letzte besondere Nachhilfe gefreut.

In den Monaten Januar und Februar wird Sol einige Zeit in Deutschland verbringen. Sie möchte das deutsche Schulsystem kennen lernen und nutzt die Zeit der peruanischen Sommerferien, um sich pädagogisch weiter zu bilden und dabei ihr Deutsch zu verbessern.

Auch wenn wir unsere wöchentlichen Treffen mit Sol vermissen werden, sind wir froh, dass wir sie weiterhin in der Nachbarschaft haben und wir uns außerdem auch immer wieder bei Festen sehen. Sie kommt zu unseren Geburtstagen und wir werden zu allen ihren Familienfesten eingeladen. Wir sind Gott sehr dankbar, dass er uns so eine nette peruanische Familie zur Seite gestellt hat. Sie haben uns sehr herzlich aufgenommen und wir genießen es Teil ihrer großen Familie zu sein, da unsere derzeit ja so weit weg ist.

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Silvester mit 12 Weintrauben und gelben Unterhosen

Die ganzen Läden sind vor Silvester mit gelben Sachen gefüllt. Es ist unheimlich wichtig, dass man gelbe Sachen trägt, um im neuen Jahr von Glück gesegnet zu sein. Eine gelbe…

Die ganzen Läden sind vor Silvester mit gelben Sachen gefüllt. Es ist unheimlich wichtig, dass man gelbe Sachen trägt, um im neuen Jahr von Glück gesegnet zu sein. Eine gelbe Unterhose z.B. bedeutet finanzielles Glück im neuen Jahr. Man kann sich hierfür aber auch Geldstücke in die Schuhe stecken, was auch finanziellen Segen bringen soll.

Außerdem kann man noch alle möglichen Glücksbringer kaufen:

Hier in Peru gibt es den Brauch, dass man um Mitternacht 12 Trauben isst. Jede Traube soll einen Monat im kommenden Jahr symbolisieren und soll ein gesundes und erfolgreiches Jahr bringen.

Es gibt aber auch die „baño de flores“ Tradition. Je nachdem was man sich für das neue Jahr wünscht, füllt man seine Badewanne mit Wasser und Blumen einer entsprechenden Farbe (z. B. Rosen für die Liebe). Wenn man dann darin ein Bad nimmt, wird man im nächsten Jahr mit dieser Liebe gesegnet.

Viele Leute gehen in der Silvesternacht auch mit Dingen auf die Straße, die sie im neuen Jahr beschäftigen. Zum Beispiel geht man mit einem Koffer durch den Park, oder um den Häuserblock, wenn man Schutz für seine Reisen im neuen Jahr haben möchte.

Ansonsten gibt es hier natürlich unheimlich viel Feuerwerk. Das ganze Jahr über ist es erlaubt Feuerwerke zu halten (z. B. als wir eine Feier in der Schule hatten, gab es zum Abschluss auch ein Feuerwerk). Da wir direkt unter dem Dach im 3. Stock wohnen, hatten wir in der Nacht eine wirklich gute Aussicht auf die ganze Stadt und konnten das Feuerwerk gut betrachten.

Wir hoffen ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet!

Im Gegensatz zu anderen, die ihr Glück in gelbe Unterhosen und Trauben stecken, wissen wir, auf wen wir unser Vertrauen setzen können.

Möge Gott uns segnen und mögen wir nie vergessen,
dass er jeden Schritt in diesem Jahr mit uns geht!

 

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Weihnachten mit Plastikbaum und Panetone…

Wie feiert man eigentlich Weihnachten in Peru? Natürlich liegen wir hier von der Temperatur her etwas höher als in Deutschland, aber da jetzt im Sommer offiziell die 3-monatige Regenzeit begonnen…

Wie feiert man eigentlich Weihnachten in Peru?

Natürlich liegen wir hier von der Temperatur her etwas höher als in Deutschland, aber da jetzt im Sommer offiziell die 3-monatige Regenzeit begonnen hat liegt bei uns derzeit die Temperatur lediglich bei 21°C.

Da wir hier leider keine Nadelwälder finden, um uns einen schönen Tannenbaum zu hacken, müssen wir uns mit einem Plastikbaum begnügen. Es gib besonders viel Dekoration, die aus billigem Plastik hergestellt ist. Der Tannenbaumduft im Wohnzimmer fehlt, aber dafür gibt es Kerzen und Lichterketten. Der Vorteil ist nämlich, dass es auch im Sommer früh dunkel wird (18:30 Uhr).

Die häufigste Tradition in Peru ist die Enthüllung des Jesus-Babys. Bei allen Krippen, die man vor Weihnachten in der Stadt sehen kann ist vor Weihnachten das Baby mit einem Tuch belegt. Auch wenn Krippen zu Hause aufgestellt werden, wird das Baby erst an Weihnachten aufgedeckt.

Wir sind froh, dass wir in einem Geschäft peruanische Krippenfiguren gefunden haben.

Seit Ende November gibt es hier in allen Läden Panetone zu kaufen. Das ist quasi vergleichbar mit Lebkuchen in Deutschland. Man isst bei jeder Gelegenheit davon, so dass man nach Weihnachten keine Panetone mehr sehen kann…

Die typische Panetone gibt es mit getrockneten Fruchtstücken. Dann gibt es aber auch eine mit Schokoladenstückchen, die für unsere Jungs wesentlich ansprechender ist. Es gibt so viele verschiedenen Marken von dem gleichen Kuchen, dass im Supermarkt eine ganze Regalreihe den Panetonen gewidmet ist! Geschmackstechnisch gibt es Unterschiede, so dass jeder seine Lieblingsmarke hat.


Für gewöhnlich wird die Panetón immer mit heisser Schokolade serviert.

Wie in so vielen anderen Ländern auch verschulden sich leider viele Menschen, um mit schlechten Kreditbedingungen ihre Liebsten mit Geschenken zu überhäufen. Die Menschen sind wie in Deutschland an jedem Dezemberwochenende im Kaufrausch.

Um Mitternacht gibt es ein riesiges Feuerwerk in der ganzen Stadt. Erst danach wird das Festmahl gegessen (meistens Truthahn), was vorher stundenlang vorbereitet wurde. Und auch erst danach werden die Geschenke ausgepackt.

Da das für uns zu spät war (besonders mit Jason), haben wir mittags mit Freunden gefeiert, sind dann in den Abendgottesdienst gegangen und haben anschließend als Familie die Bescherung gehabt. Also haben wir ein bißchen auf Deutsch gefeiert…

Durch den Vorteil der Zeitverschiebung konnten wir morgens noch mit einigen aus der Familie telefonieren.

Eines haben die Deutschen und die Peruaner aber gemeinsam:
Weihnachten ist ein Fest, wo man als Familie zusammen kommt!

 

 

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Kindergartenabschlussfeier

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da…

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da hier das Schuljahr immer erst am Anfang des Jahres beginnt durfte er noch ein halbes Jahr in den Kindergarten.

Dieses halbe Jahr war für ihn sehr gut, um sich in der Sprache etwas besser zurecht zu finden.

Die Feier bestand darin, dass ein Elternteil eine kleine Ansprache halten durfte und dann anschließend die Kerze ausgezündet wurde (es beginnt jetzt quasi ein neuer Abschnitt).

Eines der jüngeren Kinder hat dann dem neuen Schulkind eine Karte überreicht, die er/sie gestaltet hat. Da Jason sehr beliebt bei den Mädchen ist, war es nicht verwunderlich, dass ihm ein Mädchen eine Karte geschrieben hat…

Die Kinder bekamen dann ihre Ordner und eine spezielle Tasche für die erste Klasse überreicht. Anschließend haben sie noch zusammen gesungen und getanzt.

Wir sind sehr froh darüber, dass sich Jason in seiner Gruppe sehr wohl gefühlt hat. Er konnte die Sprache lernen und neue Freunde finden. Seine Erzieher waren sehr dankbar, dass er Teil der Gruppe sein konnte.

Auch die beiden anderen hatten einen speziellen Tag. Es war der letzte Tag für ihre Spanischnachhilfe, die sie montags und donnerstags in der ersten Stunde hatten. Die Nachhilfe hat ihnen eine gute Grundlage gegeben und im nächsten Schuljahr werden sie es dann so versuchen.

Danke Herr für all dein Versorgen und deinen Schutz in dieser Zeit. Danke, dass du Jason in eine so tolle Klasse gesteckt hast und wir auch mit den Familien einen guten Kontakt haben können.

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Adventszeit

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren. Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem…

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren.

Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem Plastikbaum begnügen (überhaupt ist hier fast alles in Plastik)! Der schöne Tannenduft fehlt, aber wir sind froh, dass wir überhaupt in einem Land wohnen, wo es (fast immer) Strom gibt und wir Lichterketten und Co. zur Verfügung haben.

Die beiden Jüngsten haben sich daran gesetzt den Baum zu dekorieren und ich habe meinen perfektionistischen Drang gezügelt, den Baum anschließend noch zu bearbeiten und alles symmetrisch umzuhängen…

Der Vorteil ist, dass es hier im Sommer schon um 18:30 Uhr dunkel wird und wir demnach abends noch im Kerzenschein zusammen sitzen können.

Hängt! In der jetzigen Wohnung dürfen wir in der Decke keine Nägel reinhauen, so dass wir uns anderweitig zu helfen wissen, um unseren deutschen Weihnachtsstern anzubringen. Die Fassung ist leider zu klein, als dass man sie für den Stern benutzen konnte, aber es geht auch so.

Hier ist unsere Art von Schneemann…

Sonntag waren wir in einem deutsch-lutheranischen Gottesdienst in der Stadtmitte, der einmalig vom neuen Pfarrer veranstaltet wurde. So hatten wir einen Sonntag, wo wir zusammen deutsche Adventslieder singen konnten. Jason durfte sogar die Adventskerze anzünden. Wir sind gespannt darauf, wie die nächsten Gottesdienste in unserer peruanischen Gemeinde ablaufen werden.

Die Jungs durften bei einer anderen deutschen Familie gestern fleißig Plätzchen backen.

Wir freuen uns darauf zu entdecken, was wir noch alles in der Adventszeit erleben dürfen und was wir über das peruanische Weihnachtsfest in Erfahrung bringen werden…

 

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Nikolaus

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten…

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten hatte bereits die Verkleidung parat.

Dies ist ein nicht ganz einfacher Job, denn Benni musste 9 Gruppen besuchen und es wurden Fotos mit 253 Kindern gemacht (inkl. anschließendem Gruppenfoto)! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es im Sommer unter dem Gewand auch mollig warm wurde 🙂

Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Die Kinder haben mit leuchtenden Augen auf den Nikolaus gewartet. Zwei Kinder haben sogar extra Briefe für den Nikolaus verfasst. Benni hat ihnen einen Brief vorgelesen, den die Erzieherinnen für die Gruppe geschrieben haben. Anschließend bekam jedes Kind noch eine kleine Tüte mit Keksen.

Die Überraschung war, dass wir Jason nichts von all dem verraten hatten. Seine Gruppe war die Letzte und er war natürlich mega stolz, dass sein Papa der Nikolaus war. Für ihn war es wohl die größte Überraschung.

Es war sehr schön, dass wir die Gruppe von Jason besuchen konnten. Mittlerweile kennen wir auch mehr und mehr von den Kindern.

Es war ein sehr schöner Morgen, auch wenn es anstrengend war.

Benni hat der Kontakt mit den Kindern gut gefallen. Gerne hätte er sich noch mehr ausdrücken wollen, aber sprachlich können wir eben noch nicht alles sagen. Vielleicht nächstes Jahr…

Die Kinder hatten einen wunderschönen Morgen und es war eine sehr gute Gelegenheit die Kontakte zu Erziehern und Kindern zu vertiefen.

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