Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Ein Stückchen Heimat

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂 Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule…

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂

Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule Oktoberfest gefeiert. Hier konnten wir uns ein bißchen wie zu Hause fühlen, als zu Beginn die deutsche Nationalhymne gesungen und die deutsche Fahne gehisst wurde.

Jedes Jahr organisiert die Schule das Oktoberfest, um für ein soziales Projekt Gelder zu sammeln. Viele Eltern sind mit dabei, so dass fleißig Geld für Spiele und Essen ausgegeben wird.

Unter anderem führen die Kinder auch deutsche Tänze und Lieder vor. Auf dem Sportplatz hat jede Klasse einen Stand mit Spielen.

Es gibt Apfelschorle und Lebkuchen zu kaufen, aber auch peruanische Gerichte (hier isst Jason Rinderherzen „Anticuchos“)

Es war unser erstes „peruanisches Oktoberfest“ und wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Der Morgen bot eine gute Gelegenheit, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, Lehrer und auch Freunde der Kinder kennen zu lernen.

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Für uns geht die Sonne auf…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt. Während Tim und Joel in der…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt.

Während Tim und Joel in der Schule sind, bekommen sie schon eine Stunde Nachhilfe von einer Tutorin, die mit ihnen Vokabeln und Grammatik übt. Aber das Sprechen fällt ihnen natürlich noch etwas schwer. Wir haben uns gewünscht, dass wir jemanden finden, der mit den drei Jungs zu Hause lediglich das Sprechen übt.

Die Tage bekamen wir eine Anfrage einer deutschen Lehrerin, ob wir uns nicht vorstellen könnten einer anderen Lehrerin Nachhilfe in Deutsch zu geben. Sie fliegen zusammen im Februar nach Deutschland und hierfür wollte sie vorher gerne noch etwas Deutschsprechen üben. Sie würde auch ganz in unserer Nähe wohnen.

Es hat sich herausgestellt, dass sie wirklich nur ein paar Häuser weiter in unserer Straße wohnt. Anstatt bezahlt zu werden haben, wir vorgeschlagen, dass sie im Gegenzug mit den Jungs Spanisch übt. So kommen wir dienstags und donnerstags um 17 Uhr zu ihr und sie beschäftigt sich eine Stunde lang mit Joel, Tim und Jason. Da sie Lehrerin ist, macht sie das wirklich sehr gut! Spielerisch engagiert sie die Jungs in verschiedene Themen, so dass es ihnen Freude macht auf diese Art und Weise in einem geschützten Rahmen Spanisch zu sprechen und Dinge auszuprobieren.

Wenn die Jungs um 18 Uhr zum Abendessen rübergehen, bleibe ich noch da und unterhalte mich mit Sol auf Deutsch. In einer Stunde kommt man auf ganz schöne viele Themen zu sprechen. Z.B. wie wir den Katholizismus in Peru wahrnehmen und was der Unterschied zum Katholizismus in Deutschland ist. Es ist ein Privileg, dass wir direkt mit Gott sprechen dürfen und hierfür keine Heiligen benötigen, die für uns vermitteln müssen.

Wir sind Gott unheimlich dankbar, dass er das so für uns arrangiert hat! Sol ist eine sehr herzliche Person und sie ist eine große Bereicherung für unsere Familie. Gott wusste um unser Bedürfnis und hat uns auf seine Art und Weise versorgt.

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Frauenkonferenz

Letztes Wochenende habe ich mich, gegen mein Naturell, für eine Frauenkonferenz in „unserer Gemeinde“ angemeldet. Seit zwei Wochen besuchen wir diese Gemeinde und fühlen uns dort sehr wohl. Hier gibt…

Letztes Wochenende habe ich mich, gegen mein Naturell, für eine Frauenkonferenz in „unserer Gemeinde“ angemeldet. Seit zwei Wochen besuchen wir diese Gemeinde und fühlen uns dort sehr wohl. Hier gibt es auch für ältere Kinder ein Kinderprogramm und so sind wir dort „hängen geblieben“.

Bei den Ankündigungen wurde Werbung für eine Frauenkonferenz gemacht. Mit meinen 5 Wochen Spanischunterricht wusste ich nicht so genau, ob ich den Tag überleben würde. Aber ich bin froh, dass ich mich angemeldet hatte.

Sehr herzlich wurde ich unter den ca. 40 Teilnehmerinnen aufgenommen. Ich durfte viele Erfahrungen machen:

  • In Peru ist es unheimlich wichtig jeden persönlich zu begrüßen (unter Frauen Küsschen auf die Wange) und nicht nur allgemein „Hallo“ in die Gruppe zu rufen. Wenn Benni und ich morgens zur Sprachschule laufen wird uns aus Respekt oft doppelt „Buenas días“ gesagt (quasi für jede Person einmal)
  • Wenn die Konferenz um 8 Uhr beginnt und einem gesagt wird, dass man extra vor 8 Uhr da sein soll, dann betrifft das nur die Peruaner. Gegen 8:30 Uhr waren wir die Hälfte der Teilnehmer und sind schon mal zum Konferenzort gefahren. Begonnen haben wir aber erst um 9:30 Uhr.
  • In einem Mini-Kombi, eingequetscht mit 15 Personen, sitzt man am besten nicht ganz hinten, wenn man durch kurvige Straßen fährt!
  • Man kann viel mehr verstehen, als man denkt.
  • Es ist unheimlich schwierig auszuhalten, dass man sich nicht so ausdrücken kann wie man das möchte. Vor allem, wenn es in Kleingruppen darum geht seine Meinung zu sagen. Hier geht es primär darum zu zuhören (dann versteht man auch mehr von der Kultur)
  • Man muss immer wieder über seinen Schatten springen, auch wenn man weiß, dass man (teils peinliche) Fehler macht – dann hat man hinterher was zu lachen…

Handtuch-Volleyball zum Abschluss

Als introvertierte Person hat mir dieser Tag mit all den herzlichen Frauen sehr gut getan. Es hat Freude gemacht mit ihnen zu singen (etwas lauter als in Deutschland und nicht immer unbedingt gerade, aber aus tiefstem Herzen!). Ein Lied hat davon gehandelt, wie frei wir in Jesus sein dürfen. Besonders in einer Kultur, wo viele das Gefühl haben, dass sie Statuen anbeten und Geld bezahlen müssen, um vor Gott besser dazustehen, ist es besonders bedeutsam, dass wir frei vor Gott treten und direkt mit ihm reden dürfen. Was für ein Geschenk!

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Versorgt

Ein Schlüssel gibt einem nicht die gewünschte Sicherheit, wenn man nicht weiß, wer diesen Schlüssel noch besitzt! Hier in Peru ist uns aufgefallen, wie wertvoll doch codierte Schlüssel sind. Ohne…

Ein Schlüssel gibt einem nicht die gewünschte Sicherheit, wenn man nicht weiß, wer diesen Schlüssel noch besitzt!

Hier in Peru ist uns aufgefallen, wie wertvoll doch codierte Schlüssel sind. Ohne Autorisierung kann man diese nicht einfach nachmachen lassen.

In Arequipa dagegen gibt es keine Beschränkungen. Ein normaler Schlüssel kann für 50 Cent nachgemacht werden und ein Haustürschlüssel für 5€.  Da ist es verständlich, wenn man für gewöhnlich vor Einzug in die Wohnung erst mal die Schließanlage tauscht, denn wer weiß, wer noch alles den Schlüssel der eigenen Wohnung besitzt.

Wir sind sehr dankbar, dass wir in einer sicheren Wohnung wohnen dürfen. Eine deutsche Kollegin einer Mitarbeiterin im Team ist für eine längere Zeit zurück nach Deutschland gezogen, um dort ihr drittes Kind zu bekommen. Sie waren sehr dankbar zu hören, dass wir in der Zwischenzeit gerne ihn ihrem Apartment wohnen möchten. Ausländer sind als Mieter gern gesehen, denn sie bezahlen die Miete für gewöhnlich zuverlässig und pünktlich.

Wer unseren Hintergrund kennt, weiß wie Gott uns in der Vergangenheit immer wieder mit Wohnungen beschenkt hat. Auch hier durften wir erfahren, wie Gott für eine möblierte Wohnung gesorgt hat.

Dies hat uns in der Anfangszeit vor allem einiges an Zeit, Nerven und Kosten gespart. Anstatt aus Zeitdruck irgendetwas zu besorgen, haben wir jetzt die Möglichkeit verschiedene Geschäfte zu erkunden und zu wissen, was es hier auf dem Markt gibt.

Ende nächsten Jahres gibt es sehr wahrscheinlich für uns die Möglichkeit in eines der Häuser zu ziehen, was der Missionsgesellschaft gehört. Dies bedeutet, dass wir zum einen mehr Platz haben werden und auch näher am Stadtkern wohnen.

Derzeit haben wir noch kein Büro oder Gästezimmer, was in der Zeit des Sprachstudiums noch in Ordnung ist. In Zukunft wird Benni aber mehr und mehr das Büro benötigen, um theologisch arbeiten zu können.

Außerdem würden wir natürlich gerne Platz für Gäste haben, die zu Besuch kommen möchten!

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Noche de Estrellas (Die Nacht der Stars)

Dieses Mal hatte Jason am Wochenende seinen großen Auftritt. Der komplette Kindergarten der Schule hat einmal im Jahr eine große Aufführung. Hierfür werden alle Register gezogen. Insgesamt haben die Kinder…

Dieses Mal hatte Jason am Wochenende seinen großen Auftritt. Der komplette Kindergarten der Schule hat einmal im Jahr eine große Aufführung. Hierfür werden alle Register gezogen. Insgesamt haben die Kinder ein 90-minütiges Programm (!) aufgefahren. Hierfür haben sie ziemlich oft geprobt.

Wie bei Tim und Joel, musste jedes Kind ein eigens angefertigtes Kostüm tragen. Dafür muss man durch die halbe Stadt fahren, um bei einer Frau im Wohnzimmer das Kostüm abzuholen. Jason konnte seinen Auftritt kaum abwarten.

Das Thema in diesem Jahr war der Film „Sing“. Jason war in der Gruppe der Schweine.

Die Kinder haben ein wirklich fantastisches Theaterstück hingelegt. Es war sehr unterhaltsam und alle waren begeistert!

Am Schluss gab es sogar noch eine bedruckte Tasse für jeden mit seinem Tier, das er gespielt hat.

Auch wenn Jason im Kindergarten noch nicht viel versteht ist er trotzdem mit Spaß dabei und freut sich jeden Tag wieder neu hinzugehen. Dafür sind wir Gott unheimlich dankbar! Natürlich ist er stolz, dann auch bald ein Schulkind sein zu dürfen.

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Stromausfall

In unserem ersten Monat hier in Arequipa hatten wir bereits zwei Stromausfälle. Das scheint ganz normal zu sein. Gestern allerdings hielt der Stromausfall bis abends um 19 Uhr an. Da…

In unserem ersten Monat hier in Arequipa hatten wir bereits zwei Stromausfälle. Das scheint ganz normal zu sein. Gestern allerdings hielt der Stromausfall bis abends um 19 Uhr an. Da merkt man erst, wie sehr man auf den Strom angewiesen ist…

Hier wird es schon gegen 17:30 Uhr dunkel und man konnte von unserem Dach sehr gut sehen, wie ein Teil der Stadt bereits Strom hatte und wir noch im Dunkeln saßen. Die Jungs fanden es total spannend mit Kerze zu essen. Außerdem waren alle Kinder draußen, weil keiner Fernsehschauen konnte.

Viele Banken, Büros und Geschäfte waren geschlossen, weil sie ohne Strom einfach nicht arbeiten können. Starbucks konnte immerhin Muffins und Cookies verkaufen. Aber ohne Strom läuft eben auch keine Kaffeemaschine.

Der Verkehr lief trotz der fehlenden Ampelschaltung sehr gut! Hier in Peru gelten sowieso keine richtigen Straßenverkehrsregeln. Es gibt eigentlich nur eine: Das größere Auto hat Vorfahrt. So drängelt man sich einfach in die Straße rein und hupt. Die Hupe ist das wichtigste Mittel, um von A nach B zu kommen. Erstaunlicherweise gibt es sehr wenige Unfälle. Jeder kennt die Maße seines Autos sehr genau und manchmal muss man einfach die Luft anhalten…

Hier gibt es übrigens ziemlich viele VW-Käfer zu sehen!!!

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