Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Eindrücke Perus

In den Ferien konnten wir mit der Familie einiges von Peru besichtigen. Ein paar Bilder wollte ich hiervon posten, um euch ein wenig auf den Geschmack Perus zu bringen. Außerhalb…

In den Ferien konnten wir mit der Familie einiges von Peru besichtigen. Ein paar Bilder wollte ich hiervon posten, um euch ein wenig auf den Geschmack Perus zu bringen.

Außerhalb Arequipas befindet sich die Stadt Yura, die am meisten bekannt ist für ihre riesige Zementproduktion (Fabrik in der Mitte des Fotos). Wie man auf den Bildern sehen kann sieht im Umland der Stadt alles gleich aus: Sand und Steine.

In Yura kann man durch eine „Straße“ zu einem Parkplatz fahren, der ganz in der Nähe eines Wasserfalles ist. Die Wanderung dauert ungefähr 1,5 Stunden entlang eines Baches, bis man schlussendlich am großen Wasserfall angelangt ist.

Dort machen wir eine kleine Essenspause und die, die sich trauen, wagen sich in das eiskalte Wasser unter dem Wasserfall. Die Wanderung führt die meiste Zeit durch den Fluss, der aber nicht sehr tief ist. Besonders an heißen Tagen (wie fasst immer) ist es eine schöne Abkühlung.

Wie man auf dem obersten Bild sehen kann, gibt es zwischen den größeren Städten auf der Landkarte nicht wirklich viel zu sehen. Nur einzelne Viehwirte wohnen in kleinen Hütten. Ansonsten: Sand und Steine.

 

Die nächst größere Ausflugsmöglichkeit ist der Strand in Mollendo, der ungefähr 2,5 Stunden entfernt liegt. Hier darf man sich eben nur nicht die Karibik vorstellen, da der Öltanker, der non-stop liefert, ein wenig die Idylle stört. Dennoch ein nettes kleines Örtchen.

Die Hauptsache ist ja immer, dass man Wasser zum Baden hat. Die Wellen sind so gut, dass man auch sehr gut mit dem Surfbrett stundenlang spielen, oder auch mal ein Schlammbad nehmen kann.

Auf der anderen Seite von Mollendo gibt es auch eine sehr schöne Bucht, wo man durchaus mal rausschwimmen kann. Die Ströme im Meer sind nämlich sehr stark und man sollte sie nie unterschätzen. Auch Erwachsene kommen hier immer wieder ums Leben.

Gegen Ende der Regenzeit ist leider nur das Problem, dass viel Plastikmüll durch die Flüsse ins Meer getragen werden und dieser dann in solchen Buchten hängen bleibt.

 

Ein bißchen weiter entfernt in die Berge hoch (3,5 Stunden) liegt der Colca Canyon. Dieser ist ein beliebtes Tagesziel für Touristen, weil man hier ganz früh morgens die Condore fliegen sieht. Sie nutzen die Therme, um nach und nach zwischen den Felsen höher zu steigen, bis man sie dann irgendwann über sich fliegen hat.

Besonders nach der Regenzeit ist es hier sehr schön, weil die Täler etwas grüner sind als sonst. Die Fahrt an sich ist sehr idyllisch, auch wenn man erst einmal über einen 5000er Gipfel fahren muss, um dann auf 3.300m Höhe zu bleiben. Hier kann man auch sehr gute Wandertouren machen, wenn man sich erst mal an die Höhe akklimatisiert hat.

Auf dem Rückweg sind wir dieses Mal noch bei einem Geysir angehalten.

Und haben uns nachmittags in den heißen Bädern aufgewärmt.

Demnächst dann mehr Bilder von Cusco und dem Dschungel.

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Ferienende…

Man glaubt es kaum, aber auch nach 2 1/2 Monaten sind irgendwann die Sommerferien zu Ende… Nicht nur wir als Eltern freuen uns wieder über den geregelten Schulalltag, sondern auch…

Man glaubt es kaum, aber auch nach 2 1/2 Monaten sind irgendwann die Sommerferien zu Ende… Nicht nur wir als Eltern freuen uns wieder über den geregelten Schulalltag, sondern auch die Kinder haben sich gefreut endlich wieder ihre Freunde zu sehen. Es war dann doch eine lange Zeit…

Wir sind sehr dankbar, dass mein jüngster Bruder mit seiner Familie uns für einen Monat besucht hat und wir mit ihnen etwas mehr von Peru entdecken konnten. Anschließend waren wir auf der Jahreskonferenz von SIM und konnten auch noch 3 Tage am Strand von Mollendo verbringen (das ist der nächste Strand – ca. 2 1/2 Stunden entfernt).

Die Stadt liegt am Hafen und ist jetzt nicht mit der Karibik zu vergleichen, aber alles was wir brauchten war Sand und Meer!

Da ich dann auch immer mal wieder was arbeiten musste, haben sich die Jungs mit vielen verschiedenen Dingen beschäftigt.

Es wurde gepuzzelt und gespielt

      

Unheimlich viel Lego verbaut und Drei Fragezeichen Geschichten gehört

Umgegraben und den Garten in alle möglichen Dinge umfunktioniert (z.B. Polizeigefängnis)

Und  jeder musste schließlich auch noch jeden Tag eine halbe Stunde in Spanisch lesen, damit sie die Sprache nicht verlernen. Hierfür hatten wir uns mit Büchern aus der Schulbibliothek eingedeckt. Joel hat sich am ersten Schultag dann gleich mal das Folgebuch der Narnia-Reihe ausgeliehen, weil es ihm so gut gefallen hat.

Alles in allem freuen wir uns jetzt wieder über den geregelten Alltag und dass so langsam auch die Regenzeit um ist (und es nicht mehr durch die Fensterritzen reinregnet). Sonnenbrand, Augeninfekte und Ohrenschmerzen (vor lauter Schwimmbad und Meerwasser) lassen wir hinter uns und schauen, was das neue Schuljahr so mit sich bringen wird!

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Führerschein die Zweite…

In einem der früheren Blogbeiträge hat Benni davon berichtet, was für Schwierigkeiten er bei seinem Führerscheinantrag gehabt hatte. Ich hatte schon gehofft, dass ich verschont werden würde und die Beantragung…

In einem der früheren Blogbeiträge hat Benni davon berichtet, was für Schwierigkeiten er bei seinem Führerscheinantrag gehabt hatte. Ich hatte schon gehofft, dass ich verschont werden würde und die Beantragung dann etwas schneller ginge… die Hoffnung stirbt zuletzt…

Mit der Einreichung aller Unterlagen war ich eigentlich soweit, dass ich Anfang Januar einen Termin für den 05.02. gemacht hatte, um die Theorieprüfung abzulegen. Als ich dann eine Stunde für die Theorie angestanden hatte und endlich dran war, zeigte der Computer aber, dass ich nicht angemeldet werden kann, weil ich nicht registriert wäre. Nach dem ich mich dann eine halbe Stunde in die Schlange vom Chef begeben hatte (wegen der Korruption muss alles „Außergewöhnliche“ beim Chef geregelt werden, damit keiner schmiert) meinte er, dass ich ohne eine Wohnbestätigung vom Einwohnermeldeamt nicht weiterkommen würde. Benni hatte es damals nicht gebraucht, aber da durch die viele Korruption alle Mitarbeiter bei der Behörde ausgewechselt wurden, herrschten eben neue Bedingungen. Diese können sich wie immer auch jederzeit erneut ändern.

Für die Wohnbestätigung (um zu beweisen, dass ich in Arequipa wohne), musste ich zum Einwohnermeldeamt unseres Bezirks. Wieder ein Blatt mit 5 Sachen, die man vorzeigen muss. Am nächsten Tag mit allen Dokumenten hin und „Ja, ich könnte es in 5 Tagen abholen“. In Peru kommt man dann sicherheitshalber erst eine Woche später. Sie meinten dann aber, dass ja noch kein Mitarbeiter bei uns zu Hause war, um uns zu besuchen. Daraufhin meinte ich nur, dass uns keiner kontaktiert hätte, um vorbei zu kommen. Der entsprechende Mitarbeiter wurde angerufen und „Jaaa… (Ausrede, Ausrede), heute hat er aber Zeit. Er kommt um 11 Uhr.“ Als er bei uns den nötigen Hausbesuch gemacht hat (da wird komischerweise immer das Schlafzimmer von dem Betroffenen fotografiert) meinte er nur „morgen“ kann ich es holen.

Am nächsten Tag komme ich vorbei und er sagt verdutzt er hätte doch morgen gesagt. Meine Begründung, dass er das ja gestern gesagt hätte, hat nicht gefruchtet. Nein, morgen könne ich doch wieder vorbeikommen… Später kam dann ein Anruf, dass ich doch erst nächste Woche Dienstag kommen könnte, weil der Prozess 5 Tage brauchen würde.

Am Dienstag angekommen konnte ich endlich mein Schreiben abholen (der Wachmann war schon verdutzt, warum ich so oft da war) und dort konnte man am Datum sehen, dass das Schreiben bereits vor 6 Tagen fertig gestellt wurde….

Egal… Hauptsache endlich in der Hand und gleich weiter zur Führerscheinstelle.

Einziges Ziel für den Tag: Neuer Termin für die Theorieprüfung!

In Peru lernt man, sich nicht zu viele Ziele zu setzen und eigentlich immer davon auszugehen, dass es erst beim dritten Versuch klappt.

Nach einer einstündigen Busfahrt und einer halben Stunde in der Warteschlange wurde mir am Schalter gesagt, dass ich zum Schalter 2 muss, weil sie bei ihrem Schalter nur einen Termin für die erste Prüfung vergeben können. Ich wäre aber schon im System drin und als „nicht erschienen“ markiert (weil ich ja damals nicht die Prüfung ablegen konnte).

Also bei Schalter 2 erneut angestanden: Er kann den alten Termin nicht löschen, denn das kann nur der Chef.

Beim Chef angestellt: Ja, mir würden aber noch andere Dokumente fehlen. Da der letzte Antrag jetzt über 3 Monate her war, müsste ich wieder eine neue Bestätigung meiner Adresse ausfüllen…

Also bin ich raus, um mir am Infostand das Dokument zu holen und dann draußen noch eine Kopie zu machen (ganz wichtig: IMMER Kopien machen – die braucht man dann doch irgendwann noch).

Dann wieder an der Kasse anstellen, um die Gebühr dafür zu bezahlen (schließlich kann man aus allem noch Profit schlagen).

Dann drei Straßen weiter zum Anwalt, um mir eine eidesstattliche Erklärung machen zu lassen, dass ich wirklich unter der Adresse wohne (obwohl ich das ja vom Amt schon bestätigt bekommen hatte und der Hausbesuch ja bei uns war… aber hier darf man lieber nicht nach dem „Warum“ fragen – das führt nur zu Frustration!).

Nach der Tortur wieder zurück und die Papiere bei einer neuen Beamtin abgeben. Das Freischalten kann aber nur die Beamtin um die Ecke machen. Die meinte noch ich müsse das eine Original vom Einwohnermeldeamt aber bei der vorherigen Beamtin lassen. Wieder zurück, nein, sie brauche nur die juristische Erklärung. Wieder zur anderen und alles war ok. Auf die Frage, wo ich mich denn jetzt anstellen solle, damit ich die lange Schlange mit 60 Leuten vermeiden kann meinte sie nur, dass ich ruhig zum Schalter 2 mit der kurzen Schlange kann. Auf meine Frage hin, ob ich denn dann bei der Theorieprüfung wirklich im PC freigeschaltet bin schaute sie noch mal nach und war erstaunt, dass meine medizinische Prüfung irgendwie nicht freigeschaltet war… Aber das hätte sie jetzt geregelt (das finde ich dann bei der neuen Theorieprüfung raus, ob das wirklich der Fall ist…).

Wieder bei Schalter 2 angestellt. Trotz der neuen Dokumenten könne er mir nur den zweiten Termin freischalten, weil er den ersten nicht löschen kann. Das würde aber bedeuten, dass ich beim ersten Versuch einfach durchgefallen bin. Ja, meinte ich, dann bin ich halt durchgefallen (man hat insgesamt drei Versuche die Theorie zu bestehen). OK, aber für den zweiten Versuch müsste ich dann bei der Kasse noch mal eine Gebühr bezahlen. Das wollte ich aber nicht. Also noch mal bei Chef angestellt. Chef: Das wäre damals mit dem fehlenden Dokument mein Fehler (obwohl der Mitarbeiter mich für die Theorieprüfung gar nicht hätte freigeben dürfen), da muss ich jetzt durch und die Gebühr bezahlen.

Mittlerweile ist fast Mittagszeit und viele Leute sind beim Amt. Die Kassenschlange ist richtig lang geworden. Bis der Betrag bezahlt ist, ist der Mitarbeiter bei Schalter 2 in der Mittagspause. Also noch eine halbe Stunde in der Schlange stehen. Dann – ENDLICH – konnte ich einen Termin für die nächste Theorieprüfung machen. Ist zwar erst wieder in einem Monat (!), aber ich hoffe, dass bis dahin nicht meine medizinische Untersuchung abgelaufen ist…

Das Ganze hat mich lediglich 6 Stunden meines Tages gekostet.

Die Beantragung spiegelt sehr gut wieder, wie frustrierend hier doch jegliche Behördengänge sein können und zeigt auch auf, warum manche Menschen lieber „schmieren“, um mit wenig Aufwand ans Ziel zu kommen. Aber Korruption ist eben auch keine Lösung…

So verbringt man hier manchmal seinen ganzen Morgen irgendwo beim Amt und fragt sich, was man eigentlich geschafft hat. So viele Dinge hier brauchen einfach Zeit – unheimlich viel Zeit…

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Fiesta

Heute wieder ein aktueller Beitrag, denn gerade befinden wir uns in Party-Stimmung. FIESTA ist angesagt, denn in unserer Gemeinde finden gerade die Ferienspiele statt (die Sommerferien gehen immer bis Ende…

Heute wieder ein aktueller Beitrag, denn gerade befinden wir uns in Party-Stimmung. FIESTA ist angesagt, denn in unserer Gemeinde finden gerade die Ferienspiele statt (die Sommerferien gehen immer bis Ende Februar…).

Persönlich war ich für die Kleingruppen zuständig, die nach den Kurzandachten stattgefunden haben. Da gab es im Vorhinein einige Treffen und am Sonntag haben wir dann die Gemeinde geschmückt, um uns auf die Fiesta einzustimmen.

Auch bei dieser Veranstaltung durfte ich wieder einiges der peruanischen Kultur kennenlernen… Organisation heißt in jedem Land was anderes und oft ist Spontanität gefragt!!!

Wir hatten mit 40-50 Kindern gerechnet, wobei wir am ersten Tag schon gleich knapp 70 gewesen sind. Die Spannbreite von 3-10 Jahren ist sehr groß, vor allem, weil bei den Kleinen nicht jeder daran gewöhnt ist so lange von den Eltern weg zu sein. Aber wir hatten bisher eine tolle Zeit!

Joel ist mit anderen Jugendlichen dabei, um zu helfen, wo es geht. Das ist wirklich sehr praktisch, denn die kleinen Kinder brauchen oft etwas mehr Hilfe. In diesem Jahr geht es um das Thema, wie wir Gott anbeten können. Dies geschieht nicht nur durch Lobpreis, sondern auch durch Tanz, Singen, Kreativität, etc. Heute besprechen wir, dass wir auch in unserem Beruf Gott dienen und loben können.

In den Workshops basteln wir mit den Kindern, andere tanzen und singen und am Freitag haben wir dann eine Präsentation für alle Eltern.

Wer diesen Artikel noch rechtzeitig liest kann gerne dafür beten, dass wir noch eine gute restliche Woche haben und die Kinder viel vom Programm mit nach Hause nehmen können. Möge Gott ihre Herzen in besonderer Weise berühren.

 

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Weihnachtsfeier

Ach ja… schon eine Weile her, aber ich sortiere gerade durch die Fotos seit unserem Umzug. Und in unserem Blog wurde seitdem ja wenig gepostet. Von daher kommt jetzt einfach…

Ach ja… schon eine Weile her, aber ich sortiere gerade durch die Fotos seit unserem Umzug. Und in unserem Blog wurde seitdem ja wenig gepostet. Von daher kommt jetzt einfach einiges nach.

Kurz vor Weihnachten hatten wir im Kindergottesdienst eine besondere Weihnachtsfeier. Wir hatten in den beiden Gottesdiensten sehr viel Spaß und eine tolle Zeit zusammen.

 

Es gab nicht nur Spiele mit anschließender Andacht vom Pastor, der ausnahmsweise mal im Kinderprogramm gewesen ist, sondern auch leckere Panetone mit heißer Schokolade.

Anschließend haben wir uns in Gruppen aufgeteilt. Es gab verschiedene Bastelangebote und ich war für das Plätzchen dekorieren zuständig. Viele Peruaner backen nicht wirklich und wissen auch gar nicht wie man Kekse macht. Von daher haben mir meine Kinder geholfen die 300 Plätzchen in der Woche vorher zu machen, damit wir sie im Kindergottesdienst dekorieren konnten.

Wie immer war es eine Sauerrei (vor allem weil wir erst mal vom ersten Gottesdienst alles sauber machen mussten, damit wir im zweiten Gottesdienst wieder saubere Tische hatten), aber den Kindern hat es unheimlich Spaß gemacht. Sie haben schon gefragt, wann wir das nächste Mal wieder Plätzchen dekorieren.

Nur noch 10 Monate, dann ist ja schon wieder Weihnachten…

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Regen und Schlammlawinen

Jetzt ist es leider schon eine Weile her seit meinem letzten Eintrag. Umzug, Besuch aus Deutschland, Jahreskonferenz und Schulferien kamen alle dazwischen… aber es ist auch mal gut eine Auszeit…

Jetzt ist es leider schon eine Weile her seit meinem letzten Eintrag. Umzug, Besuch aus Deutschland, Jahreskonferenz und Schulferien kamen alle dazwischen… aber es ist auch mal gut eine Auszeit gehabt zu haben. Demnächst dann wieder langsam ein Update von den Dingen, die in der Zwischenzeit passiert sind.

Gerade beschäftigt uns hier in Peru die Regenzeit. Für gewöhnlich bedeutet Regenzeit in Arequipa, dass man morgens strahlend blauen Himmel mit Sonnenschein hat, es dann mittags etwas bewölkt wird und man durchaus auch mal was langes anzieht und es abends / nachts ab und zu tröpfelt, oder sogar mal regnet.

Derzeit ist es aber ganz anders. Wir hatten immer wieder mehrere Tage hintereinander nur Wolken, was total ungewöhnlich ist für eine Stadt, wo wirklich ständig im Jahr die Sonne scheint. Es gab auch immer wieder stürmische Schauer, bei denen der Regen durch die Fensterritzen zog (isoliert wird hier nicht so wie in Deutschland…) und man immer wieder Handtücher zum Trocknen auslegen musste.

Wer die finanziellen Mittel hat, geht im Sommer während der Regenzeit an die Küste (2 1/2 Stunden von Arequipa entfernt), um Sonne tanken zu können und dem schlechten Wetter zu entkommen.

Die Strassen sind derzeit nachts überflutet und heute musste die komplette Trinkwasserversorgung abgestellt werden, da das Wasserwerk nicht mehr hinterher kommt. Ein Staudamm ist übergeflossen und hat das Trinkwasser aufgrund der starken Regenfälle zu sehr getrübt. Das Wasser wird jetzt in andere Flüsse umgeleitet, was einen erhöhten Wasserpegel in den Flüssen zur Folge hat. Die Trinkwasserversorgung wurde dadurch von der Aufbereitungsanlage kurzweilig (man weiß nie wie lange) abgestellt, um die Population zu schützen und kein Wasser mit schlechter Qualität weiterzuleiten. In den vergangenen Wochen konnten wir schon am Wasser riechen, dass durch die Regenfälle mehr Chlor als sonst benutzt wurde.

Seit unserem Umzug haben wir einen Wassertank auf dem Dach, so dass wir immerhin noch Wasser für Klospülung und Co zur Verfügung haben, auch wenn es etwas trüb ist.

Außerdem sind wir sehr dankbar, dass wir in Arequipa noch nicht von Schlammlawinen betroffen wurden. Solche Lawinen werden hier „huaico“ genannt.

Einen deutschen Artikel über eine Schlammlawine, die bei einer Hochzeitsfeier 15 Menschen umgebracht hat gibt es hier oder hier. Gestern gab es im Süden Perus (bei Tacna) eine große Lawine, die einige Häuser mit sich gerissen hat. Viele Menschen werden dadurch obdachlos. Der Staat kann ihnen oft auch keine Hilfe zukommen lassen, wenn ihre Häuser (wie so viele andere auch) illegal gebaut wurden. Bitte betet doch für diese Zeit des Regens und den Schutz der Bevölkerung!

 

 

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