Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Día de Arequipa

Die Peruaner lieben es zu feiern. Besonders, wenn es um den Geburtstag der eigenen Stadt geht. In diesem Jahr wurde am 15.08. der 478. Geburtstag gefeiert. Bereits ab Anfang August…

Die Peruaner lieben es zu feiern. Besonders, wenn es um den Geburtstag der eigenen Stadt geht. In diesem Jahr wurde am 15.08. der 478. Geburtstag gefeiert. Bereits ab Anfang August wird an allen Häusern die arequipeñische Flagge gehisst.

Dies bedeutete natürlich auch, dass am Mittwoch der letzten Woche keiner zur Schule gehen musste. Aber nicht nur das. Bereits am Dienstag gab es in den Schulen eine Feier (inklusive singen der Hymne) und alle hatten nach der 6. Stunde aus.

Als wir dann am Dienstag nachmittag vom Kieferorthopäden herauskamen konnten wir eine riesige Prozession entlang der Straße sehen.

Alle haben gefeiert und wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt versucht hat durch die Straße zu kommen, musste leider ein paar Stunden warten, bis die Prozession zu Ende war, um weiterfahren zu können. Oft sind die Straßen so eng, dass man gar nicht groß wenden kann, vor allem wenn hinter einem schon viele andere Autos stehen.

Aber für gewöhnlich ärgert sich kaum einer darüber sondern lässt das Auto stehen und feiert mit.

Die Jungs und ich haben die Chance genutzt, um der Parade hinterher zu laufen und um zum Postamt in die Stadtmitte zu gehen (hier müssen wir immer persönlich unsere Post abholen). Es war nicht immer einfach bei all dem Jubel durch die Straßen zu kommen. Es war aber trotzdem schön zu sehen, wie die Stadt feiert und sich freut.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden im Stadtzentrum Tische und Bänke auf die Straßen gestellt, um Essen anzubieten. Alles in gemütlicher Stimmung mit Kerzen und Lampen.

Ursprünglich hatten wir vorgehabt zur eigentlichen Parade (am Mittwoch) zu gehen, aber da wir unsere Füße schon wundgelaufen hatten, werden wir das auf das nächste Jahr verschieben. Die Parade am Geburtstag selbst hält nämlich von 9-17 Uhr an und endet in einem großen Stadium. Nächstes Jahr dann mehr Bilder…

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Rundbrief August 2018

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.

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Ein Jahr in Peru!

Kaum zu glauben, aber seit dem 03.8. sind wir schon ein Jahr in Peru!!! Die Zeit verging sehr schnell… wahrscheinlich, weil wir mit Sprach- und Kulturstudium und allem sonstigen Neuen…

Kaum zu glauben, aber seit dem 03.8. sind wir schon ein Jahr in Peru!!!

Die Zeit verging sehr schnell… wahrscheinlich, weil wir mit Sprach- und Kulturstudium und allem sonstigen Neuen so eingenommen waren.

Wir blicken dankbar auf unser erstes Jahr in Peru zurück

Ich sehe meinen Platz derzeit im Dorcas-Projekt, dem Nachhilfeunterricht für Koordinatoren in der Schule und im Kindergottesdienst in der Gemeinde. Dies sind alles Möglichkeiten, bei denen ich mich morgens einbringen bzw. die Vorbereitungen erledigen kann, um dann mittags Zeit für die Jungs und ihre Hausaufgaben zu habe.

Benni bekommt immer mehr Anfragen von Gemeinden und Instituten. Für ihn gilt es zu sortieren, was er zeitlich schafft vorzubereiten, da im Spanischen alles noch etwas länger dauert. Neben den Hochlandreisen und sonstigen Predigten und Anfragen darf er bis zum Ende des Jahres einen 12-wöchigen Kurs für unsere Gemeinde vorbereiten (Christologie). Sie bieten bisher Grundlagenkurse für Personen an, die neu zum Glauben gekommen sind, würden aber gerne noch einen Kurs für die Christen anbieten, die schon länger in der Gemeinde sind. Benni recherchiert also fleißig und macht sich mehr und mehr mit der spanischen Literatur vertraut.

Die Kinder fühlen sich in der Schule heimisch und sind natürlich im Spanischen sehr versiert. Sie freuen sich besonders darauf, wenn wir im Dezember in eine größere Wohnung umziehen und dann jeder endlich sein eigenes, kleines Zimmer hat.

Da der 03.08. am Ende unserer Winterferien war, haben wir den Tag mit einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt im Norden Arequipas beschritten.

Die Wanderung war dann doch etwas länger als (von den Jungs) erwartet, aber der anschließende Blick auf die Stadt hat sich gelohnt.

Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Felder und den Vulkan Misti.

Nach links weg geht der Fluss „Rio Chili“, der von schönen grünen Feldern umrundet ist, inklusive Blick auf den Vulkan Chachani.

Abgeschlossen haben wir den Tag mit „Queso Helado“ (eine Art Vanilleeis mit Kokos und Zimt) – typisch für Arequipa – und einem weiteren typischen Gericht „Anticuchos“ (Rinderherzen).

Wir sind Gott sehr dankbar für seine Begleitung in diesem ersten Jahr
und freuen uns auf das, was er in Zukunft mit uns vorhat!

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Día de Independencia

Auch wenn der 28.07. schon eine Weile her ist, will ich kurz über den Unabhängigkeitstag in Peru schreiben. Eigentlich ist es der wichtigste Tag in Peru, wo jeder auf dem…

Auch wenn der 28.07. schon eine Weile her ist, will ich kurz über den Unabhängigkeitstag in Peru schreiben. Eigentlich ist es der wichtigste Tag in Peru, wo jeder auf dem Dach des Hauses seine Flagge wehen lässt.

In Arequipa selbst ist der „Día de Arequipa“ am 15.08. aber fast noch wichtiger. Wie die Bayern in Deutschland ein besonderes Völkchen sind, so sehen sich auch die Arequipeñer als etwas Spezielles an.

In diesem Jahr wurde der 197. Unabhängigkeitstag gefeiert. 1821 hat sich Peru von der Kolonialmacht der Spanier befreien und zum ersten Mal einen eigenen Kongress bilden können. Die ersten Jahre waren politisch noch sehr holprig.

Auch heute ist es in Peru politisch gesehen nicht immer so einfach. Im Oktober gibt es landesweite Wahlen der Bürgermeister und Distrikte. Gerade erleben wir, wie in Arequipa eine Baustelle die andere jagt. Immer wieder sind Straßen komplett gesperrt, weil alle Gelder bis zum Oktober noch „schnell ausgegeben“ werden müssen, damit der neue Bürgermeister auch ja bei null anfängt und sich erst einmal Geld vom Staat leihen muss, um überhaupt etwas bewirken zu können. Leider leidet das Land immer noch unter so viel Korruption, die vieles einfach lahm legt und Peru wirtschaftlich nicht weiterbringt.

Am Unabhängigkeitstag gibt es in Arequipa verschiedenste Prozessionen (vom Militär, Schülern und sonstigen Verbänden). In diesem Jahr haben wir diese nicht gesehen, da wir spontan mit Freunden auf einer Flußwanderung außerhalb Arequipas waren (es gab noch Winterferien).

 

Wir haben es genossen aus der Stadt herauszukommen und die Sicht und Berge des Umlandes zu genießen.

Gerade herrscht in Deutschland eine Hitzewelle und ziemliche Dürre. Hier ein Bild von der Landschaft außerhalb Arequipas. So sieht es hier überall in den Bergen aus, wenn nicht künstlich bewässert wird:

Sand und Steine im Überfluss…

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Was kann ich für Missionare beten?

Eine Kollegin hat neulich einen sehr guten Artikel weitergeleitet. Da nicht alle Englisch verstehen, dachte ich mir eine Zusammenfassung in unserem Blog zu posten. Einige fragen sich in welcher Art und…

Eine Kollegin hat neulich einen sehr guten Artikel weitergeleitet. Da nicht alle Englisch verstehen, dachte ich mir eine Zusammenfassung in unserem Blog zu posten.

Einige fragen sich in welcher Art und Weise sie wohl speziell für Missionare beten können. Hier sind sechs Möglichkeiten aufgelistet:

Gemeinschaft mit anderen Gläubigen

In Apg. 2,42 ff schreibt Lukas: „Alle, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterweisen und lebten in enger Gemeinschaft. Sie feierten das Abendmahl und beteten miteinander. […] Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. […] Die Gemeinde wuchs mit jedem Tag, weil der Herr viele Menschen rettete.“

Auch Missionare brauchen die Gemeinschaft mit anderen Christen. Bete für die Missionare, dass sie gewiss sind, dass Gott mit ihnen ist und dass sie eine Gemeinschaft mit anderen Christen haben, die sie stärken und unterstützen.

Liebe für die Familie, ihr Team und die Stadt

Der missionarische Dienst kann viel Freude bringen, aber eben manchmal auch zeitaufwendig und anstrengend sein. In diesen frustrierenden Zeiten ist es oft auch schwierig der eigenen Familie gegenüber Liebe zu zeigen. Bete für die Missionare, dass Gott ihnen Liebe für ihre Familie, ihr Team und ihre Stadt gibt, damit sie diese weitergeben können.

Kraft, dem Satan zu widerstehen

Manche Christen sagen „Ich könnte niemals das machen, was du machst. Dafür bin ich geistlich nicht stark genug.“ Missionare sind aber auch keine Super-Christen. Jeden Tag werden sie daran erinnert, dass sie die Arbeit nur mit Gottes Hilfe tun können. Sie sind genauso anfällig für die Angriffe Satans wie jeder andere. Bete für die Missionare, dass sie die Waffenrüstung Gottes benutzen (Eph. 6,10-17), um Satan zu widerstehen.

Erfrischung und Freude in Zeiten von Entmutigung und Versuchung

Entmutigung, Versuchung und Tragödien sind Dinge, die jedem Missionar begegnen. All das ist noch schwieriger zu ertragen, wenn man weit weg von Freunden und Familie aus der Heimat ist. Bete, dass sie trotz der Entmutigung daran erinnert werden, von wem die wahre Freude kommt, wer mit ihnen Schritt für Schritt geht und was der Grund für ihr Dasein im Missionsland ist.

Durchhaltevermögen und Disziplin

Missionare müssen sich auf das Evangelium (Jesus selbst) konzentrieren, um ein Licht in der Welt zu sein. Zeit mit Gott zu verbringen ist hierbei der Schlüssel. So wie eine Glühbirne mit dem Strom verbunden sein muss, um zu leuchten, müssen auch wir konstant mit Gott verbunden sein. Bete dafür, dass Missionare diszipliniert ihren Weg mit Gott gehen, damit sie Gottes Licht in die Dunkelheit bringen können.

Zufriedenheit durch die Treue zu Gott als Erfolg

Erfolg lässt sich nicht durch die Anzahl von Menschen, die zum Glauben kommen, messen. Es wird immer wieder Zeiten geben, wo wir keine „offensichtlichen Früchte“ sehen werden. Das Einzige was uns davon abhält Alles zu hinterfragen und zu vergleichen ist, dass „eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn“ (1. Kor. 15,58) und dass Gott Treue von uns verlangt. Bete für Standhaftigkeit und dass sie für treu befunden werden (1. Kor. 4,1-2).

 

Ich hoffe das gibt uns allen einen weiteren Blick dafür, wie wir für die Missionare in unserem Umfeld besser beten können. Als Betroffene können wir aufrichtig sagen, dass wir die Gebete Anderer immer wieder spüren. Vielen Dank dafür!

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„Emec“ – Frauenkonferenz

Letztes Wochenende durfte ich auf der jährlichen Frauenkonferenz von unserer Gemeinde sein. Es war für mich das erste Mal, da wir im letzten Jahr erst im August nach Arequipa gekommen…

Letztes Wochenende durfte ich auf der jährlichen Frauenkonferenz von unserer Gemeinde sein. Es war für mich das erste Mal, da wir im letzten Jahr erst im August nach Arequipa gekommen sind. Alle Mitarbeiter waren sehr aufgeregt und hatten viel Arbeit in die Planung gesteckt. Sie haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben!

Empfangen wurden wir mit einem kleinen Feuerwerk. Außer dem ersten Abendessen habe ich leider keine Fotos mehr, denn wir durften alle unsere Handys am ersten Abend abgeben, damit wir ein ungestörtes Wochenende haben konnten.

Hier sind alle Frauen, die zum ersten Mal mit dabei waren. Unten dann das gesamte Gruppenbild mit allen Mitarbeitern.

Für mich war es ein sehr hilfreiches Wochenende. Zum einen natürlich vom sprachlichen her und zum anderen auch, um wesentlich mehr Zeit mit den Frauen aus meinem Hauskreis und der Gemeinde allgemein zu verbringen. Das Wochenende war sehr intensiv mit vielen Inputs aber auch anschließenden Kleingruppen.

Die Zeit in den Kleingruppen hat wieder gezeigt, wie zerrüttet doch so viele Ehen in Peru sind. Misshandlung, Trennungen und schlechte Kommunikation (hauptsächlich Anschreien) sind hier an der Tagesordnung. Da in Peru der „Machismus“ sehr stark ist, leiden viele Frauen darunter, dass sie eher als „Bedienstete“ gesehen werden, die ihren Männern und Kindern alles machen müssen. Es wurde viel ausgesprochen, was den Frauen sehr geholfen hat.

Es ist auf der anderen Seite aber auch wunderbar zu sehen, wie Gott in all dem Heilung schenken kann und wie die Frauen durch die Kraft des Heiligen Geistes Veränderung in ihre Ehen bringen können.

Für Gott ist nichts unmöglich!

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