Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Halloween

In Peru ist Halloween bei Weitem noch nicht so groß, wie in den USA. Aber wie in Deutschland auch, wird der Kommerz angekurbelt und die Süßigkeiten finden auch in den…

In Peru ist Halloween bei Weitem noch nicht so groß, wie in den USA. Aber wie in Deutschland auch, wird der Kommerz angekurbelt und die Süßigkeiten finden auch in den Supermärkten immer mehr Raum.

Aufgrund des Hintergrundes mit dem Tag danach (Tag der Toten – sie der Blogpost hier) geht es auch am 31.10. eher darum sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen und man begegnet Skeletten, Hexen und Monstern auf der Straße.

Unsere Gemeinde bietet an diesem Abend immer als Kontrast dazu ein „Fest des Lichts“ an (fiesta de la luz).

Zunächst einmal wurden verschiedene Spiele gespielt, bei denen die Kinder zwischen Wahrheit und Lüge differenzieren mussten (die Frage im Bild oben war z.B. ob schwarze Katzen Unglück bringen).

Anschließend gab es ein Theaterstück und wir haben uns im Anschluss mit den Kindern in kleinen Gruppen darüber unterhalten.

Es ist wichtig, dass wir uns nicht so sehr auf den Tod und die Verstorbenen konzentrieren, sondern vielmehr auf den, der Leben bringt!

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Korruption

Korruption spielt in Peru noch eine größere Rolle, als wir das bisher in Deutschland kennen gelernt hatten. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Verderbnis, Verdorbenheit und Bestechlichkeit. Gerade…

Korruption spielt in Peru noch eine größere Rolle, als wir das bisher in Deutschland kennen gelernt hatten. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Verderbnis, Verdorbenheit und Bestechlichkeit.

Gerade haben wir wieder neu erlebt, wie Korruption doch der einfachere Weg sein kann als Ehrlichkeit, als wir unseren Führerschein beantragt haben (hierzu folgt noch ein separater Post…). Es wäre viel einfacher gewesen „einem Freund von einem Freund“ 100€ in die Hand zu drücken, als ehrlich den normalen Behördengang zu wählen.

Neulich hat eine Mutter in der Whatsapp-Gruppe von Tims Klasse folgendes gepostet:

Das echte Antikorruptions-Gesetzt beginnt bereits zu Hause:

  • Benutze keine falschen Dokumente deiner Kinder
  • Erkaufe nicht den Platz deiner Kinder in der Universität oder in der Schule
  • Kaufe ihm nicht den Führerschein (!)
  • Gib deinem Kind nicht Geld, damit andere für ihn seine Uniarbeit machen
  • Besteche niemals die Polizei, erst Recht nicht, wenn dein Kind mit dir im Auto sitzt
  • Kaufe keine gestohlenen Handys
  • Bezahle deine Angestellten fair
  • Niemals über rote Ampeln fahren und die Straßenregeln missachten
  • Besteche nicht die Lehrer
  • Stelle dich in der Schlange hinten an und drängle dich nicht vor
  • Besteche keine Politiker oder Beamte, um Vorteile zu ergattern
  • Demütige nicht diejenigen, die weniger Geld und Macht haben
  • Unterstütze kein Bullying und rede respektvoll mit deinen Mitmenschen (besonders bei Autounfällen…)
  • Sage deinem Kind nicht, dass das Wichtigste in der Welt Geld ist und dass man immer besser sein muss als die anderen
  • Bezahle deine Steuern
  • Gib Eigentum anderer an die Besitzer zurück

In so vielen Dingen kann man in Peru mit Geld den einfacheren Weg gehen. Korruption begegnet man selbst bei der Polizei. Da fragt man sich manchmal wirklich, ob man dieser Korruption überhaupt irgendwie entgegentreten kann. Alles beginnt zu Hause…

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Dorcas-Treffen

Am Mittwoch konnten wir mit unserem Dorcas-Projekt ein größeres Treffen für alle Mütter veranstalten. Anstatt uns mittwochs zum Ausleihen von Babykleidung zu treffen, kamen sehr viele, um mit den Kindern…

Am Mittwoch konnten wir mit unserem Dorcas-Projekt ein größeres Treffen für alle Mütter veranstalten. Anstatt uns mittwochs zum Ausleihen von Babykleidung zu treffen, kamen sehr viele, um mit den Kindern zusammen zu einer größeren Veranstaltung zu gehen.

Da in der Schule gerade eine Woche Frühlingsferien sind, konnten die Jungs mir dieses Mal helfen.

Hier beim Aufbau um 8:30 Uhr. Joel war für die Fotorahmen zuständig. Die meisten Frauen haben zu Hause keine Bilder von sich selbst mit ihrem Kind. Martha macht hierfür mittwochs fortlaufend Fotos und bei einem größeren Treffen bringt sie sie dann entwickelt mit. Dieses Mal konnten sie ihr Bild mit einem bunten Fotorahmen gestalten.

Die anderen beiden haben beim Aufbau des Puppentheaters geholfen.

Während die Frauen mit ihren Kindern eingetrudelt sind, haben wir sie mit Getränken und Keksen versorgt. Da sich viele untereinander kennen haben sie sich entweder unterhalten, oder Bilderrahmen gebastelt.

Im großen Saal konnten dann alle dem Puppentheater lauschen. Dieses Mal ging es darum, wie wir gewaltfrei unsere Kinder erziehen können und was Kinder und Mütter machen können, wenn sie Hilfe benötigen. Am Ende der Zeit haben wir alle einen Bibelvers auswendig gelernt, der uns an den heutigen Tag erinnern sollte.

Auch wenn mit kleineren Kindern immer eine gewisse Grundlautstärke herrscht haben die Mütter doch aufmerksam zugehört.

Anschließend gab es noch eine kurze Vorstellung über die Dysplasie (Fehlbildung in der Hüfte, so dass eine Spreizhose getragen werden muss). Unser Arzt im Team hat erklärt, worum es dabei geht und wie man erkennen kann, ob eine Fehlbildung wirklich vorhanden ist.

In Peru ist es leider so, dass oft eine Spreizhose verschrieben wird. Zum einen versuchen die Ärzte dadurch ihre teuren Röntgengeräte zu benutzen und kennen womöglich noch jemanden, der Spreizhosen verkauft, an den die Patienten vermittelt werden können.

Aus diesem Grunde haben wir den Müttern nach dem Vortrag angeboten, dass sie ihre Babys und Kleinkinder untersuchen lassen können, was viele in Anspruch genommen hatten. Dabei haben wir ihnen erklärt, wie sie ihre Kinder zu Hause selbst untersuchen können. Bei keinem der diagnostizierten Kinder gab es eine Fehlstellung. Einige Mütter wissen auch gar nicht, das Röntgenbilder in diesem Alter schädlich sind.

Wir bieten auch immer wieder an, dass Mütter sich bei uns melden können, wenn sie einen ärztlichen Rat benötigen. Der Teamarzt kommt dann zu einem unserer Treffen und untersucht die Kinder kostenlos. Mit der staatlichen Versicherung dauert es oft 2 Monate, bis sie einen Termin bei einem Arzt bekommen würden.

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Zoobesuch

Da wir am Mittwoch keine Schule hatten habe ich mich mit den Jungs mal zum Zoo in unserer Stadt aufgemacht. Ich wurde schon vorgewarnt, dass wir nicht zu große Erwartungen…

Da wir am Mittwoch keine Schule hatten habe ich mich mit den Jungs mal zum Zoo in unserer Stadt aufgemacht.

Ich wurde schon vorgewarnt, dass wir nicht zu große Erwartungen haben sollen. Der Zoo ist natürlich nicht so groß und die Gehege meistens viel zu klein für die Tiere. Alles eben auf peruanischem Niveau.

Dennoch haben wir den Ausflug sehr genossen und waren positiv überrascht. Der Zoo liegt auf der anderen Seite der Stadt in einem äußeren Stadtviertel und es ist eine wunderschöne einstündige Busfahrt dorthin. Für uns ist es immer noch ungewöhnlich, dass man für eine Busfahrt pro Person nur 25 Cent bezahlt, egal wie lange man im Bus sitzt. Manche Busse fahren wirklich von einer Seite der Stadt komplett bis zur anderen.

Für uns war es auch eine gute Möglichkeit die Tiere Südamerikas von nahem zu sehen.

 

So ein Condor hat doch schon eine ganz schöne Spannweite seiner Flügel!

 

Wir hatten sehr viel Spaß und haben wieder ein bißchen mehr über peruanische Tiere kennen gelernt.

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Kindergottesdienst-Feier

Letzten Sonntag hatten wir im Kindergottesdienst eine besondere Feier gehabt. Immer mal wieder soll es ein Spezialprogramm geben, wo wir etwas mehr machen, als im regulären Kindergottesdienst. In einigen Gemeinden…

Letzten Sonntag hatten wir im Kindergottesdienst eine besondere Feier gehabt. Immer mal wieder soll es ein Spezialprogramm geben, wo wir etwas mehr machen, als im regulären Kindergottesdienst.

In einigen Gemeinden wurde im September das Thema „Bibel“ behandelt. So haben wir über verschiedenste Fakten der Bibel gesprochen und uns auch verschiedene Formen von Bibeln angesehen.

Anschließend haben wir uns 12 Bilder angeschaut, die die Bibel für das Wort Gottes benutzt:

Gottes Wort ist…

  1. Licht auf meinem Wege (Psalm 119,105)
  2. Spiegel (Jakobus 1,23-24)
  3. Schwert (Hebräer 4,12)
  4. Feuer (Jeremia 23,29)
  5. Hammer (Jeremia 23,29)
  6. Honig (Psalm 19,10)
  7. Wasser (Epheser 5,26-27)
  8. Brot (Jesaja 55,10-11)
  9. Milch (1. Petrus 2,2)
  10. Feste Nahrung (Hebräer 5,13-14)
  11. Gold (Psalm 19,10)
  12. Korn (Lukas 8,11+15)

Diese Begriffe konnten wir in ganz praktischer Weise besprechen und anfassen.

Anschließend haben die Kinder die Bilder ausgemalt und wir haben damit unseren Gruppenraum verschönert. Ebenso mit Bibeln, die wir als Erinnerung an die Wand geklebt haben.

Um sich den Lernvers besser merken zu können haben wir Taschenlampen gebastelt (Licht auf unserem Wege).

An einer anderen Station haben wir einen „Bibelkuchen“ gegessen und uns mit Hilfe der Bibel das Rezept zusammen geschrieben, denn alle Zutaten kamen in der Bibel vor.

Als besondere Aktion haben wir die 72 Muffins dekoriert, die ich am Tag vorher gebacken hatte. Das war zwar eine ganz schöne Schweinerei mit Zuckerguss und Co, aber den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht. Ein Kind wollte sogar extra noch zum zweiten Gottesdienst bleiben, um dann noch mal einen Muffin dekorieren zu können.

Die Kinder hatten sehr viel Spaß und wir Erwachsenen waren froh, als wir nach zwei Gottesdiensten wieder alles aufgeräumt und gefegt hatten.

Wir haben darüber gesprochen, dass es wichtig ist in der Bibel zu lesen und dass wir sonntags im Kindergottesdienst mehr und mehr von Gott erfahren möchten und wir nicht mehr nur Milch zu uns nehmen (Nr. 9 der obigen Liste), sondern nach und nach feste Nahrung (Nr. 10).

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Henna Färbung

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt. In Peru habe ich…

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt.

In Peru habe ich gelernt, dass hier einige Frauen Henna auch als Haarfärbemittel benutzen. Bei schwarzen Haaren erstrahlen dann einzelne graue Haare durchaus in rot oder orange.

Der Vorteil bei Henna ist, dass die Masse natürlichen Ursprungs ist. Die Kopfhaut juckt demnach nicht und nach dem Färben sind die Haare nicht strohig wie bei normaler Haarfarbe mit Ammoniak. Man muss eben nur darauf achten, dass man sich vorher den Gesichtsrand mit Vaseline einschmiert, um nicht noch gleichzeitig die Haut zu färben.

Das Pulver wird mit kochendem Wasser angerührt und kann noch mit Vanilleextrakt oder anderen Gewürzen angereichert werden, falls einem der Kräutergeruch zu stark ist.

Sobald die Masse erkaltet ist, kann sie auf die Haare aufgetragen werden. Es ist ein bißchen so, als wenn man sich Matsch in die Haare schmieren würde. Sollte man keine Duschhaube parat haben reicht auch eine einfache Plastiktüte. Nach einer Stunde kann die Masse ausgewaschen werden.

Hätten wir an dem Tag dann auch noch warmes Wasser gehabt, wäre das Auswaschen eine Leichtigkeit gewesen. So musste ich dann mit dem Wasserkocher Warmwasser mischen und mir das Wasser mittels Krug über die Haare schütten 🙂

Die Haare sind dadurch wirklich dunkler geworden.

Es ist eine einfache und günstige Methode, die man selbst leicht zu Hause machen kann und die dem Haar nicht schadet, es aber permanent färbt. Der Kräutergeruch lässt nach einigen Haarwäschen nach. Außerdem gibt es das Henna in ganz vielen verschiedenen Farben.

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