Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Mahlzeiten

So langsam leben wir uns in Arequipa ein. In einigen Dingen mussten wir unsere Gewohnheiten ändern.Leider können wir das Obst nicht einfach so direkt nach dem einkaufen essen. Es muss…

So langsam leben wir uns in Arequipa ein. In einigen Dingen mussten wir unsere Gewohnheiten ändern.Leider können wir das Obst nicht einfach so direkt nach dem einkaufen essen.

Es muss erst mal 10 Minuten in einer Flüssigkeit eingelegt werden (zum desinfizieren).

Anschließend waschen wir es mit destilliertem Wasser ab. Den Filter haben wir von der Missionsorganisation bekommen. So können wir es direkt trinken und müssen nicht noch extra Wasserflaschen kaufen. Das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt darf man lediglich zum Zähneputzen benutzen, aber nicht zum Trinken.

Hier gibt es auch ausländische Produkte zu kaufen, allerdings bezahlt man hierfür seinen Preis. Ein kleines Nutella Glas kostet mal eben 16,50€ (!). Dafür bekommen wir 6 Gläser von der einheimischen Marke. Wenn jemand vorhat uns zu besuchen: Nutella ist bei Benni immer willkommen!!!

Eine Besonderheit ist auch noch, dass man mit Gas kocht. Hier gibt es aber keine Gasleitung, sondern lediglich eine Gasflasche im Unterschrank. Man weiß nie, wann sie leer ist. Irgendwann funktioniert einfach der Herd nicht mehr.
In der Sprachschule haben wir gelernt, wie man eine neue Gaskartusche bestellt. Benni hat es meisterhaft bewerkstelligt und der Gasmann war eine halbe Stunde später vor der Tür. Wir wussten nur nicht, ob wir „Premium“ oder „Normal“ haben (unterschiedlicher Anschluss). Der Lieferant kam mit „Normal“ hoch und war natürlich begeistert, dass er nach Betrachtung der bisherigen Gasflasche feststellen musste, dass er die drei Stockwerke mit der Flasche wieder runter muss, um „Premium“ zu holen. Man lernt nie aus…

Am Ende bleibt dann immer noch der liebe Abwasch… Hier gibt es nur in seltenen Fällen eine Spülmaschine und meistens ist die Küche gar nicht so gebaut, dass noch eine rein passt. Die Menschen mit höheren finanziellen Mitteln haben sowieso eine Haushaltshilfe, die den Abwasch erledigt und zudem kocht und putzt. Von daher ist es für sie auch nicht relevant.

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Sprachschule

Seit dieser Woche haben Benni und ich mit der Sprachschule begonnen. Für uns ist es sehr schön, dass wir jetzt endlich in die Sprache eintauchen und uns im Alltag besser…

Seit dieser Woche haben Benni und ich mit der Sprachschule begonnen. Für uns ist es sehr schön, dass wir jetzt endlich in die Sprache eintauchen und uns im Alltag besser verständigen können. Das Gute ist, dass wir gleich ganz praktische Dinge lernen, z. B. wie man ein sicheres Taxi bekommt und was man dem Fahrer sagen muss. Oder wie man auf dem Markt handelt und trotzdem höflich bleibt.

In Arequipa gibt es unheimlich viele Taxen. Hier fahren wir für umgerechnet 1,50€ bis maximal 3€ durch die ganze Stadt – je nachdem wo wir hin müssen. Dennoch gibt es wichtige Merkmale, wie man ein sicheres Taxi bekommt, denn auch hier gibt es immer mal wieder Betrüger.


Unsere Tag sieht momentan wie folgt aus:
4:30 Uhr Benni steht auf (dann kann er in Ruhe die Bibel studieren)
5:30 Uhr Dany, Joel und Tim stehen auf (jetzt mache ich meine Stille Zeit, während Benni die Jungs fertig macht)
6:10 Uhr die Großen zum Bus bringen
6:45 Uhr Jason steht auf (Benni legt sich noch mal hin, während ich Jason fertig mache)
7:25 Uhr Jason zum Bus bringen
8:00 Uhr zur Sprachschule laufen
ca. 12:30 Uhr von der Sprachschule zurück sein und Mittagessen machen
13:30 Uhr an der Bushaltestelle die Jungs abholen (sonst werden sie vom Busfahrer nicht raus gelassen und müssen wieder zurück zur Schule fahren)
14 Uhr Mittagessen
15 Uhr Hausaufgaben Jungs
17 Uhr raus in den Park Fußball spielen
18 Uhr wird es kalt und dunkel und man geht nicht mehr alleine raus
19:30 Uhr machen Benni und ich 2 Stunden Hausaufgaben von der Sprachschule
21:30 Uhr fallen wir ins Bett

Da es so früh dunkel wird fällt es uns nicht schwer auch früher ins Bett zu gehen. Außerdem müssen wir am nächsten Tag wieder früh raus…

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Willkommensparty

Unser Team in Arequipa hat uns am Samstag eine Willkommensparty geschmissen. Auf engem Raum haben wir bei einer Familie im Wohnzimmer Spiele gespielt, zusammen gegessen, Zeit gehabt uns zu unterhalten…

Unser Team in Arequipa hat uns am Samstag eine Willkommensparty geschmissen. Auf engem Raum haben wir bei einer Familie im Wohnzimmer Spiele gespielt, zusammen gegessen, Zeit gehabt uns zu unterhalten und noch näher kennen zu lernen.

Im Laufe der ersten Woche waren wir schon bei allen abwechselnd zum Essen eingeladen, so dass wir nach und nach unsere Teamkollegen kennen lernen konnten. Es sind einige Familien mit dabei, so dass auch die Jungs ihren Spaß hatten.

Natürlich gab es ein Quiz mit 15 Fragen zu unserer Familie. Die meisten haben gar nicht mal so schlecht abgeschnitten.

Dann gab es noch allgemeine Spiele für alle.

Ein reich gedeckter Tisch.

Die Jungs waren teilweise draußen in der Garage oder bei der Tischtennisplatte.

Wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag mit allen zusammen und freuen uns schon drauf über die Jahre hinweg alle noch besser kennen lernen zu können.

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Día de Arequipa

Kaum sind die Jungs eine Woche in der Schule, schon haben sie einen Auftritt…   Es ist schön zu sehen, wie die Jungs in der Schule eingebunden werden. Dienstag war…

Kaum sind die Jungs eine Woche in der Schule, schon haben sie einen Auftritt…

 

Es ist schön zu sehen, wie die Jungs in der Schule eingebunden werden. Dienstag war der Tag von Arequipa, so dass es am Freitag Abend in der Schule eine spezielle Veranstaltung für die Kinder in der Grundschule gegeben hat.
Die Peruaner fahren dafür extra ans andere Ende der Stadt, um sich dort ein Kostüm für die Veranstaltung auszuleihen. Wir waren sehr dankbar, dass das ein Elternteil eines Klassenkameraden von Tim übernommen hat.

Tim war froh, dass nicht jeder etwas sagen musste, sondern es auch viele Statisten gab.

Die Kinder haben in kreativer Weise die Entstehung Arequipas erzählt.

Die Eltern der ersten Klasse führen für gewöhnlich auch einen Tanz auf – da sind wir mit Jason nächstes Jahr dran…

Joel hat in den paar Tagen seinen Tanz sehr gut eingeübt! Seine Klasse hat 3x die Woche Sportunterricht und da wurde stets geprobt.

Es war ein sehr schöner Abend, abgerundet mit einem Feuerwerk (das gibt es hier öfter zu allen möglichen Gelegenheiten).

Danke Herr, dass die Kinder so viel Spaß hatten und sich in der Klasse sehr wohlfühlen!

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Erste Schulwoche

Viele haben für den Schulanfang gebetet und wir sind Gott sehr dankbar, dass die Gebete in vielerlei Hinsicht erhört wurden!!! Benni und ich durften am Montag mit zur Schule kommen….

Viele haben für den Schulanfang gebetet und wir sind Gott sehr dankbar, dass die Gebete in vielerlei Hinsicht erhört wurden!!!
Benni und ich durften am Montag mit zur Schule kommen. Wir konnten den Kindern so die Klassenräume zeigen und mit den jeweiligen Lehrern reden.

Auch wenn die Kinder kaum etwas verstanden haben, sind wir sehr dankbar, dass sie positiv dem Ganzen gegenüberstanden. Sowohl Tim, als auch Joel haben Freunde gefunden, die mit ihnen die Pause verbracht haben und die sich um sie gekümmert haben.

Direkt am ersten Schultag konnten wir die Nationalhymne von Peru hören. Da am Dienstag ein Feiertag war (Arequipa-Day) gab es in der Schule erst mal einen kleinen Vortrag darüber, warum die Einwohner stolz auf ihre Stadt sein können. Die Jungs hatten damit am nächsten Tag schulfrei, so dass es für uns sehr angenehm war.
Hier ist ein Video zu der Schulveranstaltung (peruanische Hymne):Arequipa Day

Da unsere Jungs einige der Wenigen sind, die blonde Haare haben, wurden sie gleich von diversen Mädchen aus der Klasse umrundet. Jason kam am Montag nach Hause und meinte nur „Mama, ich hatte auch meine Fans! Die Mädchen wollten mir alle die verschiedenen Spielsachen zeigen!“

 

 

Auf dem Rückweg konnten wir dann alle zusammen mit dem Schulbus fahren. Es gibt 8 verschiedene Busse und so konnten die Jungs sehen, welcher der ihre ist und wo sie aussteigen müssen.

Jason hat vom Kindergarten einen speziellen Ausweis, damit die Erzieher im Bus wissen, an welcher Haltestelle er raus muss. Er kann nämlich nicht jeden Tag mit Joel und Tim zurück kommen.

 

 

Heute musste Jason dann morgens alleine mit dem Bus fahren, da seine Brüder schon um 6:21 Uhr fahren mussten (1. Stunde). Er hat sich aber unheimlich drauf gefreut!!! Das ist auch eine Gebetserhörung und wir sind sehr dankbar, dass sich die Jungs auf die Schule freuen, auch wenn sie vom Unterricht noch nicht wirklich etwas verstehen.

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Schulvorbereitungen

Montag geht es (wie auch für alle Kinder in Hessen) für unsere Jungs mit der Schule los. Vieles musste dafür abgeklärt werden. Ich war noch nie so dankbar, dass ich…

Montag geht es (wie auch für alle Kinder in Hessen) für unsere Jungs mit der Schule los. Vieles musste dafür abgeklärt werden. Ich war noch nie so dankbar, dass ich diesen Berg an Vorbereitungen nicht alleine machen musste, sondern mir verschiedene Mitarbeiter dabei helfen konnten die nötigen Papiere auszufüllen, Schuluniformen zu besorgen und vor allem das ganze Schulmaterial zu kaufen. Das sind ziemlich viele Wörter, die man übersetzen muss, wenn man kaum Spanisch kann…

Die Jungs sind sehr stolz auf ihre Schuluniform (Joel war gerade am Comic-lesen und wollte sich nicht extra anziehen, daher ist er nicht mit auf dem Bild). Dies hier ist die Sportkleidung, die sie an 3 Schultagen tragen müssen, wo sie Sportunterricht haben. An den anderen Tagen wird blaue Jeans mit einem schwarzen oder roten Poloshirt getragen. Da unsere Jungs ständig in Fußballklamotten herumlaufen gefällt ihnen diese Art von Schuluniform natürlich sehr.

Auf dem folgenden Bild sortiere ich gerade die Schulunterlagen für Joel und Tim (zum Glück hat Jason noch ein halbes Jahr Kindergarten und braucht erst im Februar neue Schulsachen). Hier sind bereits alle Sachen von Joel im Rucksack.


Unten sieht man die Liste von Joels Materialien. Wie in Deutschland gibt es ganz spezielle Wünsche, wie etwas auszusehen hat. Zum Beispiel muss Tims Lineal 20 cm sein aber Joels 30 cm. Tim braucht zu seinem normalen 2HB Bleistift und einen blau-rot Stift, aber Joel einen blauen und einen roten Füller. Beides kann man so in den normalen Geschäften zurzeit nicht kaufen, da diese Artikel nur vor Beginn des Schuljahres (Januar – Februar) vorhanden sind. Eine andere Mitarbeiterin wusste aber noch von einem Markt, wo sie diese bekommen konnte.

Wir sind sehr dankbar, dass unsere Jungs noch einen Platz im Schulbus bekommen haben, da unsere Strecke schon fast voll besetzt ist!
Der Schulbus hält 50 m von unserem Haus, so dass die Jungs morgens nicht so weit laufen müssen. Dies ist besonders gut, weil der Bus zur ersten Stunde um 6:21 Uhr (!) da ist. Am besten muss man auch 10 Minuten vorher da sein, falls er früher kommt. Hat man ihn nämlich verpasst, muss man sich ein Taxi organisieren, was einen zur Schule bringt.
Tim hat 3x die Woche erst zur zweiten Stunde und kann mit Jason den 7:39 Uhr Bus nehmen. Da sieht das ganze schon etwas entspannter aus…

Bitte betet doch für einen guten Start in den Schulalltag!

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