Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Autor: Daniela Marx

Gemeindefest

Seit fast zu Beginn unserer Zeit hier in Peru besuchen wir die IBC Gemeinde „El Camino“ (der Weg). Wir hatten uns nach einigen Gemeinden umgeschaut, wobei es uns besonders wichtig…

Seit fast zu Beginn unserer Zeit hier in Peru besuchen wir die IBC Gemeinde „El Camino“ (der Weg). Wir hatten uns nach einigen Gemeinden umgeschaut, wobei es uns besonders wichtig war, dass es ein Kinder- und Teenagerprogramm geben würde. In einigen Gemeinden gab es nämlich nur sehr kleine Kinder, wo Joel keine Freunde finden würde.

So sind wir bei El Camino hängen geblieben und fühlen uns dort mittlerweile sehr wohl. Benni und ich genießen es in den Hauskreisen engeren Kontakt zu Einzelnen haben zu können. Auch die Jungs fühlen sich in ihren Gruppen sehr wohl.

Letzte Woche hatten wir ein Gemeindefest, um das 17-jährige Bestehen der Gemeinde feiern zu können.

Es gab ein buntes Programm in einem Park hier in Arequipa mit anschließendem Mittagessen.

Am Nachmittag gab es zudem noch die Möglichkeit zu schwimmen oder Turniere in Volleyball und Fußball zu machen.

Auch Sonntag im Gottesdienst wurde gefeiert.

Die Kinder durften am Ende noch mit Ballons einmarschieren und mit allen anschließend den Kuchen verzehren.

Wir sind sehr dankbar, dass wir uns einer Gemeinde anschließen dürfen und wir uns in der Zukunft auch hier einbringen können.

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Virgen de Chapi – 01.05.

Der erste Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Die Jungs haben keine Schule, weil beim „Tag der Arbeit“ alle zu Hause bleiben. Jeder Schüler hat für die Arbeiter der…

Der erste Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Die Jungs haben keine Schule, weil beim „Tag der Arbeit“ alle zu Hause bleiben. Jeder Schüler hat für die Arbeiter der Schule (Busfahrer, Reiniger, Wachmänner…) ein Lebensmittel mitgebracht, was die Schule dann den Arbeitern für den 01.05. aushändigt. Meistens verdienen diese Arbeiter nicht sehr viel und sind deshalb sehr dankbar für diese Geste.

Am 01.05. wird aber auch noch etwas anderes gefeiert: Die Jungfrau von Chapi. Diese wird als Beschützerin Arequipas angesehen.

Sie hat sogar einen eigenen Tempel ca. 90 km entfernt von Arequipa (in der Wüste Namens Chapi), zudem viele Menschen hinpilgern.

Tausende Menschen pilgern in diesen Tagen nach Chapi, um der Jungfrau während der Wanderung Gesänge und Gebete zu widmen.

Das Fest von der Jungfrau von Chapi stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Bild wurde möglicherweise von Franziskanern oder Jesuiten aus Spanien gebracht. Eine alte Überlieferung besagt, dass das Bild auf einem Hügel in der Nähe von Churajón gefunden wurde. Auch dieser Jungfrau werden diverse Wunder zugeschrieben, die ihre weitere Verehrung zusichern. Es wird gesagt, dass das Bild bei einem Erdbeben von 1868 unter den Trümmern nicht zu schaden gekommen ist.

Auch heute noch findet man Bilder von ihr in den öffentlichen Bussen wieder. Sie hängen vorne als Bitte um Schutz an den Windschutzscheiben. Die Heiligenverehrung spielt in Peru eine sehr wichtige Rolle.

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Die kleinen Wissenschaftler

Am Freitag hatten wir von der Schule aus eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler. Die Peruaner feiern gerne pompös und ausgiebig und so gab es eine besondere Veranstaltung für…

Am Freitag hatten wir von der Schule aus eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler. Die Peruaner feiern gerne pompös und ausgiebig und so gab es eine besondere Veranstaltung für die 1. Klässler, die in feierlicher Prozession ihren „Mandil“ (Kittel) überreicht bekommen haben. Diesen müssen sie ab jetzt immer in ihrem Unterricht tragen, wenn sie als kleine Wissenschaftler (Pequeños Científicos) unterwegs sind.

Die Tochter einer weiteren Missionarsfamilie aus Australien war ebenso dabei. Sie hatten ihren Spaß!

Markus hat sich bereit erklärt der Pate von Jason zu sein (dieser muss den Kittel feierlich übergeben). Mit Markus ist es nie langweilig 🙂

Am Ende waren alle Kinder stolz auf ihre neuen Kittel mit eingraviertem Namen und freuen sich darauf jetzt endlich viele Sachen erforschen zu dürfen.

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Unfall in Chivay

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab. Erst ein Wochenende zuvor ist Benni…

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab.

Erst ein Wochenende zuvor ist Benni in Chivay gewesen. Die Straßenverhältnisse sind teilweise sehr schwierig. Es gibt kaum Leitplanken, die einen davor schützen den Hang hinunter zu stürzen. Zudem sind die Straßen oft eng und schwierig zu befahren. Besonders in der Regenzeit ist es nicht ratsam auf einigen dieser Straßen unterwegs zu sein.

Manche fragen sich, warum man bei so vielen Unfällen im Jahr nicht mal was an den Straßen ändern kann (vor allem weil der Colca-Canyon ein beliebtes Touristen-Ausflugsziel ist und man dadurch viel Geld verdient). Die Antwort ist relativ einfach: Korruption! Die Menschen, die im Colca wohnen sehen nichts von dem Geld. Das Geld wird leider auch nicht in die Ausbesserung der Straßen investiert. Stattdessen bereichern sich nur die, die sowieso schon Geld haben.

Wir haben einige Missionare, die immer wieder im Hochland unterwegs sind. Gerne dürft ihr für sicheres Reisen beten. Das ist hier nicht selbstverständlich!

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Interessantes…

Es gibt manche Dinge, die uns hier im Alltag begegnen, die einfach anders sind, als wir das gewohnt waren. Heute poste ich mal ein paar von diesen Dingen: Man kann…

Es gibt manche Dinge, die uns hier im Alltag begegnen, die einfach anders sind, als wir das gewohnt waren. Heute poste ich mal ein paar von diesen Dingen:

Man kann hier im Supermarkt gleich ein ganzes Ferkel kaufen.

Die Peruaner essen deutlich mehr Teile vom Tier. Hier sind Hühnerpfoten. Die Zunge wird auch sehr gerne gegessen und Herzen sind eine Delikatesse (vor allem vom Rind).

Hier sieht man eine typische Straße. Sie heißt „Calle Grande“ (große Straße), obwohl hier mit Ach und Krach zwei Autos nebeneinander passen. Hinter der Kurve ist derzeit eine Baustelle, so dass ich mal ein Foto machen konnte, weil die Straße leer war.

Die Peruaner sind etwas kleiner als Deutsche :). Oft können Benni und ich nicht mit beiden Beinen im Sitz sitzen, sondern strecken die Knie seitlich raus. Einige Busse sind auch so niedrig, dass wir gar nicht gerade stehen können.

Auf die Sicherheit am Bau wird nicht immer so großer Wert gelegt. Hier schauen wir direkt auf die Baustelle außerhalb unseres Wohnung. Man kann gut die typischen Metallstreben sehen, die hier in allen Häusern sind, um dem Haus mehr Stabilität während Erdbeben zu geben. Außerdem sieht man auch sehr gut, dass nicht immer alle Hausfassaden gestrichen werden.

Unsere Kinder sind hoch erfreut, dass es hier in diesem Jahr auch ein Panini-Heft gibt. Da sich Peru seit Jahrzehnten mal wieder für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat gibt es einen großen Hype und besonders viele Produkte zu kaufen. In den Klassen der Jungs sind einige reiche Familien, die ihre Kinder mit Sticker-Paketen überschütten und von denen wir dann durch doppelte Karten profitieren. Bis zum Juni bekommen wir bestimmt alles voll…

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Ostern – „Semana Santa“

Um Osterhasen und -eier zu finden, muss man in Peru schon länger suchen. Die spielen hier höchstens für Touristen eine Rolle. Peruaner kaufen sie für gewöhnlich nicht. In der Stadtmitte…

Um Osterhasen und -eier zu finden, muss man in Peru schon länger suchen. Die spielen hier höchstens für Touristen eine Rolle. Peruaner kaufen sie für gewöhnlich nicht.

In der Stadtmitte haben wir einen kleinen Karren mit Ostereiern gefunden, die man vor einer Prozession kaufen konnte.

Für die Peruaner ist es eher typisch möglichst viele Kirchen während der „Semana Santa“ (Heilige Woche von Palmsonntag bis Ostersonntag) zu besuchen. Auch die Teilnahme an einer Prozession ist wichtig.

Hier haben wir lediglich den Beginn einer Prozession gesehen, da in unserer Gemeinde ein spezielles Theaterstück aufgeführt wurde, wo wir hinwollten. Leider haben wir erst zu spät bemerkt, dass es in einem Stadtteil auf der anderen Seite der Stadt an Karfreitag sogar eine längere Prozession gibt, in der die Ostergeschichte über mehrere Stunden hinweg in den Straßen der Stadt dargestellt wird. Nächstes Jahr…

An den Prozessionen nehmen verschiedene Statuen teil.

Hier ist z.B. die trauernde Maria, die darauf wartet von Trägern mitgenommen zu werden. Auch der Körper Jesu wird in vielen Prozessionen durch die Straßen getragen.

Donnerstag ist in Peru ein offizieller Feiertag. Die Schulen haben Donnerstag und Freitag geschlossen, die meisten Geschäfte aber nur freitags (wie in den USA kann man hier ja sonst rund um die Uhr an allen Tagen der Woche einkaufen).

Donnerstags und freitags darf „offiziell“ kein Alkohol getrunken werden. Das heißt, dass die Geschäfte auch kein Alkohol an diesen Tagen verkaufen. Die Menschen trinken aber trotzdem in ihren Häusern, oder vor allem diejenigen, die an den Strand gefahren sind.

Donnerstag werden den ganzen Tag über die verschiedenen Kirchen besucht. Wenn möglich versucht man in 7 Gottesdiensten gewesen zu sein. Oftmals gibt es lange Schlangen, um sich mit dem Weihwasser bekreuzigen und dann in die nächste Kirche gehen zu können.

Bis Ostersonntag werden die Heiligen in den Kirchen bedeckt. An Karfreitag tragen viele Menschen schwarz.

Das Oster-Wochenende ist auch sehr beliebt für Reisen. Die Preise für den Transport und Unterkünfte verdoppeln sich. So haben wir es genossen, dass es in Arequipa etwas ruhiger war als sonst (vor allem die Verkehrslage). Viele fahren noch ein letztes Mal an den Strand, weil der Sommer vorbei und das Wetter anschließend das Jahr über dort nicht mehr so schön ist (stattdessen ist es dann in Arequipa sonnig, da hier die Regenzeit vorüber ist).

Es gibt besondere Gerichte, die die Osterwoche begleiten:

Die Ostersuppe „Caldo de pascua“: Eine Suppe mit sieben Fleischsorten
(Huhn, Hähnchen, Rind, Lamm, Schwein, getrocknetes und gesalzenes Lamm- und Rindfleisch mit Kartoffeln, Reis und speziellen getrockneten Kartoffeln (Chuño) aus dem Hochland)

Adobo arequipeño: Eine Suppe, die über viele Stunden köchelt und die man dann meistens zum Frühstück isst.

Masamoras: Das sind ganz viel Süßspeisen, die man das ganze Wochenende über isst. Wir waren mal wieder bei unserer Nachbarsfamilie eingeladen und durften ganz viel kosten.

Der lilane Nachtisch wird mit lilanem Mais gemacht. Der Saft wird hier sehr oft getrunken (Chicha Morada). Daneben ist ein Nachtisch aus eingedickter Milch mit Zimt. Unten ein beliebter Milchreis.

Wir haben zu Hause trotzdem noch ein paar Eier bemalt, um ein bißchen die deutsche Tradition beizubehalten..

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

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