Anfang Juli habe ich mich mit einem Kollegen aus Lima und einer Beraterin auf eine Reise Richtung Argentinien begeben. Das Ziel unserer Reise war Buenos Aires. Grund unseres Besuches in der Hauptstadt Argentiniens ist der Gedanke eine eigene Hochschule in der theologischen Ausbildung in Lima einzurichten. Eine Institution, welche den Absolventen einen offiziellen Titel des Staates anbieten kann. Leider gibt es hier in Peru so gut wie keine Möglichkeit einen offiziellen Abschluss in evangelisch-theologischen Studien zu bekommen.

In Buenos Aires gibt es das theologische Institut FIET [verlinken], welches offiziell anerkannte und andere Abschlüsse anbietet. Die Methodologie baut auf einem dezentrierten Studium auf (im Englischen „Theological Education by Extension“; auf Spanisch „Educación Teológica por Extension“). Man kann dort von Zertifikaten bis hin zu einem Doktor (PhD; über ein Seminar in Südafrika) seine Studien absolvieren.

Bei unserem ersten Gespräch mit dem Direktor wurden wir darauf hingewiesen, dass das Seminar der Baptisten in Buenos Aires auch vor nicht allzu langer Zeit durch diesen Prozess, eine offizielle Institution zu werden, gegangen ist. Der Direktor nahm gleich Kontakt zu der Direktorin des Seminars auf, so dass wir noch am gleichen Abend ein Gespräch mit ihr haben konnten. Dies war ein Geschenk Gottes für uns.

Im Ganzen haben wir sehr gute Gespräche mit beiden Institutionen und deren Repräsentanten gehabt. Die Offenheit aller Personen hat uns sehr beeindruckt. Aus Peru sind wir es eher gewohnt, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht und man andere nicht daran teilhaben lässt. In Argentinien wehte da ein ganz anderer Wind. Es wurde offen über alles Mögliche gesprochen, man bat an Dokumente zu schicken (was auch getan wurde) und sprach auch über Möglichkeiten in Zukunft kooperativ zusammenzuarbeiten. All das war wie Balsam für unsere rauchenden Köpfe.

Warum rauchende Köpfe? Naja, eine Hochschule zu gründen beinhaltet, sich über dies und das Gedanken zu machen: Welches Studium wird konkret angeboten? Für wen ist diese Art von Ausbildung? Wie sieht ein Kurrikulum hierfür aus? Wie wird das ganze finanziert? Welchen Modus (Vollstudium vor Ort, Module, virtuell, etc.) sollen wir vorerst in Angriff nehmen? Und viele, viele Fragen mehr.

Wie FIET konkret funktioniert wurde uns beschrieben und welche anderen Möglichkeiten bestehen aufgezeigt. Jetzt gilt es zu beten, weiterzudenken und zu planen. Gerne dürft ihr hierfür mitbeten.