Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Allgemein

Dorcas Treffen – Zahnhygiene

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil…

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil sie sonst mittwochs unregelmäßig kommen, je nachdem wann sie Kleidung benötigen.

Da die Peruaner für gewöhnlich unterschiedlich eintrudeln, beginnen wir immer mit einem Bastelangebot, was einfach zu machen ist. Dieses Mal haben wir Klorollen bemalt und sie zu kleinen Geschenkpäckchen gefaltet. Hier kann man für den Muttertag eine kleine Nachricht oder ein Stückchen Schokolade reintun.

Das Treffen war zwar wegen dem Feiertag etwas weniger besucht als sonst, aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit. Da auch einige der älteren Kinder mit dabei waren haben wir erst einmal mit Bewegungsliedern angefangen. Die Jungs haben mir fleißig geholfen, weil sie selbst auch keine Schule hatten.

Anschließend gab es eine Andacht zum Thema was es bedeutet Mutter zu sein und was für einen Einfluss wir auf unsere Kinder haben können, um sie in ihrem Charakter zu formen.

Wie immer gab es im Anschluss ein ganz praktisches Thema. Dieses Mal ging es um die Zahnhygiene. Jason hat am Gebiss demonstriert, wie man sich die Zähne putzt. Wir haben außerdem besprochen, in welchen Lebensmitteln sich Zucker befindet und was für Auswirkungen es hat, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Die Frauen habe ich ermutigt einen Zahnarzt zu finden, bei dem man nur bezahlen muss, wenn er etwas zu reparieren hat. So scheuen sie sich nicht zu der normalen Kontrolle zu gehen, weil die Behandlung von kleinem Karies wesentlich kostengünstiger ist als von größerem.

Viele Kinder in den ärmeren Bereichen der Stadt putzen sich nie die Zähne. Aus diesem Grunde bringt es nichts über Zahnpflege zu reden, wenn wir ihnen keine Zahnbürste und Zahnpasta mit an die Hand geben. Diese praktische Hilfe haben sie gerne angenommen!

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Babybetten

Das Dorcas Projekt beschränkt sich nicht nur auf das Ausleihen von Babykleidung an den Mittwochen. Wir leihen zudem Kinderwagen, Babybetten und -körbe, sowie Tragetaschen an die Mamas aus, die ein…

Das Dorcas Projekt beschränkt sich nicht nur auf das Ausleihen von Babykleidung an den Mittwochen. Wir leihen zudem Kinderwagen, Babybetten und -körbe, sowie Tragetaschen an die Mamas aus, die ein Kind erwarten. Derzeit nehmen 21 Mütter diesen Dienst in Anspruch.

Wir liefern diese Dinge zu ihnen nach Hause und nutzen dabei die Gelegenheit etwas mehr Zeit mit den einzelnen Müttern zu verbringen, als wir das sonst an einem Mittwoch machen können.

Die Mütter kommen sehr oft aus den Außenbereichen Arequipas. Es ist immer wieder erstaunlich, wie man auf engstem Raum mit seiner ganzen Familie leben kann.

Bei unserem letzten Besuch konnten wir auch gleich die Dorcas Babykleidung auf der Wäscheleine hängen sehen, die die Mutter sich von uns ausgeliehen hat.

Hier haben wir ein „Moises“ geliefert, was die Kinder bis zu 6 Monaten nutzen. Danach brauchen sie ein größeres Holzbett, welches sie bis ca. 1,5 Jahren nutzen. So sind wir gut damit beschäftigt die einzelnen Bettchen immer wieder neuen Müttern auszuleihen, wenn einer damit fertig ist. Wir bauen die Betten auch für sie auf, um sicher zu gehen, dass sie richtig montiert und festgeschraubt wurden.

Einige Mütter nehmen diesen Dienst nicht in Anspruch, da sie für die Bettchen gar keinen Platz in ihrem Haus haben. Stattdessen schlafen oft alle in einem Doppelbett. Andere sind sehr dankbar für diesen Dienst und freuen sich über die Unterstützung in diesen ersten beiden Jahren des Kindes!

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Bibelgeschichten in verschiedenen Sprachen

Es gibt eine neue App, in der man 170 Bibelgeschichten in vielen verschiedenen Sprachen hören kann, unter anderem auch in Spanisch und Quechua, was man hier in Peru im Umland…

Es gibt eine neue App, in der man 170 Bibelgeschichten in vielen verschiedenen Sprachen hören kann, unter anderem auch in Spanisch und Quechua, was man hier in Peru im Umland spricht.

Das „Geschichten-Telefon“ gibt es schon seit vielen Jahren in Deutschland. Nun sind aber 170 kurze Hörspiele (à 3 Minuten) auch in einer App zusammengefasst in anderen Sprachen als Deutsch erhältlich. Vielleicht ist diese App auch für so manche Flüchtlinge in Deutschland eine Hilfe, um zum einen Deutsch zu lernen und zum anderen auch die Geschichten in ihrer eigenen Sprache hören zu können.

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Eindrücke Perus II

Nach 1,5 Jahren sind wir endlich mal beim Wahrzeichen Perus gewesen: dem Machu Picchu. Cusco ist eine sehr schöne Stadt (auch wenn eine Reise während der Regenzeit nicht ideal ist)….

Nach 1,5 Jahren sind wir endlich mal beim Wahrzeichen Perus gewesen: dem Machu Picchu.

Cusco ist eine sehr schöne Stadt (auch wenn eine Reise während der Regenzeit nicht ideal ist).

Hier kann man viel über die Inka Indianer erfahren und typische Souvernirs erwerben.

Aber das Highlight bei unserem Besuch war natürlich der obligatorische Ausflug zum Machu Picchu.

Hier haben wir sehr viel über die damalige Lebens- und auch Bauweise erfahren. Auch wenn durch Erdbeben nicht mehr alles so erhalten ist wie früher, ist es doch empfehlenswert diese Reise einmal angetreten zu haben.

Natürlich besuchen jeden Tag unheimlich viele Menschen diese Sehenswürdigkeit. Man kann sich lediglich einen halben Tag (6-12 Uhr oder 12-18 Uhr) hier aufhalten. Wir hatten dieses Mal die späte Schicht genommen und waren sehr froh, dass die Regenfront, die sich uns ständig näherte, dann doch seitlich vorbeigezogen ist.

Dafür hatten wir viele schöne Regenbogenbilder

Ein weiteres Ausflugsziel von Cusco aus ist der erst seit wenigen Jahren entdeckte „Rainbow-Mountain“. Auch hier wurde eine Touristenaktion draus gemacht. Da der Höhenanstieg aber enorm ist (inklusive Wanderung den Berg hoch) und es im Dezember auch sehr kalt gewesen ist, haben lediglich Benni und mein Bruder diesen Anstieg gewagt.

Da mein Bruder und seine Familie gerne auch einen Teil des peruanischen Dschungels sehen wollten, sind wir von Cusco aus mit dem Bus nach Puerto Maldonado. Dort beginnt der Dschungel und ist eine einfachere und billigere Variante etwas zu sehen, als extra noch mal nach Iquitos zu fliegen.

Auch hier ist es nicht ratsam während der Regenzeit zu kommen. Der Regen kam zwar meistens erst in der zweiten Hälfte des Tages, dafür waren aber die Moskitos jederzeit präsent… Mit den Gummistiefeln unterwegs war aber alles kein Problem.

Neben den Moskitos gibt es aber noch sehr viele schöne andere Tiere:

  

Aber auch nicht so schöne Tiere…

Das schöne Grün der Natur haben wir richtig aufgesogen, bevor es für uns zurück nach Arequipa ging.

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3. Johannesbrief

Im letzten Eintrag erzählte ich von meinem Treffen mit Cipriano. Heute erzähle ich Euch was mir widerfahren ist nachdem ich das Bild mit ihm und mir bei Facebook veröffentlicht habe….

Im letzten Eintrag erzählte ich von meinem Treffen mit Cipriano. Heute erzähle ich Euch was mir widerfahren ist nachdem ich das Bild mit ihm und mir bei Facebook veröffentlicht habe.

Kurze Zeit nach der Veröffentlichung schrieb mich eine Person via messenger an und wollte mehr über mich erfahren. Nach etlichem hin und her, habe ich dann herausbekommen, dass er Cipriano kennt; dass er auch Professor (im eng./span. Sinne) für biblische Wissenschaften ist; dass er mit einer Buchverlag arbeitet; und dass er gerade an mehreren Projekten arbeitet. Eines dieser Projekte ist ein Buch zur Theologie jedes Buches des Neuen Testamentes (Teología del Nuevo Testamento: Reflexiones teológicas de cada libro bíblico).

Nach wieder etwas Längeren hin und her, fragte er mich, ob ich bereit wäre ein Kapitel für dieses Buch zu schreiben. Erst ging es um den 1. Petrusbrief. Dies war mir zeitlich gesehen aber zu viel Aufwand, da ich noch den Unterricht zur Christologie am Vorbereiten war. Dann ging es um den 3. Johannesbrief. Erst sagte ich „Nein“, da ich dachte es zeitlich einfach nicht zu schaffen. Als ich mich aber dann ins Bett legte und betete, konnte ich nicht mehr schlafen. Also lief ich zurück zum Computer und gab ihm meine Zusage.

Ich forschte und schrieb nun ein Kapitel (3000-3300 Wörter Vorgabe) zur Theologie des 3. Johannesbriefes – keine allzu leichte Aufgabe, da man nicht allzu viel Theologie in diesem Brief zu finden glaubt. Hierzu mehr im nächsten Eintrag…

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Hausbau … oder so

Neulich hatte ich wieder das Privileg mich mit dem Kirchenhistoriker Cipriano Quispe (vom Seminario Teológico de la Iglesia Evangélica Peruana; STIEP) zu treffen. Er war gearde in Arequipa und hatte…

Neulich hatte ich wieder das Privileg mich mit dem Kirchenhistoriker Cipriano Quispe (vom Seminario Teológico de la Iglesia Evangélica Peruana; STIEP) zu treffen. Er war gearde in Arequipa und hatte mich gefragt, ob wir uns treffen wollten. Es war eine sehr schöne Zeit und wir konnten uns viel über peruanische Kultur, den Status theologischer Ausbildung, soziale Probleme etc. austauschen. Er ist mir ein guter Freund geworden und wir sind oftmals im Kontakt. Etwas was mich prägt ist einer seiner Fragen an mich und seine Erklärung hierzu, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Cipriano: Benni, in Deutschland, wenn Du ein Haus baust, wann ziehst Du ein?

Ich: Wenn das Haus komplett fertig ist.

Cipriano: Siehst Du, genau das ist ein großer Unterschied zwischen unseren Kulturen. Wir ziehen schon während der Bauphase ein. Und so leben wir auch in anderen Aspekten z.B. im chr. Dienst. Ihr Deutschen überlegt erst einmal eine lange Zeit, plant, wägt Eventualitäten ab und erst dann fangt ihr an. Wir überlegen oftmals erst genauer nachdem wir bereits angefangen haben etwas anzugehen.

Ich: Und beides hat seine Vor- und Nachteile

Beide: [Lachen]

Dies also ist ein kleiner Einblick in mein „informelles Kulturstudium“ und mein Arbeits- und Privatleben.

 

Beim nächsten Eintrag erzähle ich dann was mir durch das Foto mit ihm auf Facebook widerfahren ist …

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