Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Allgemein

Apoyo médico

Was machen Peruaner, die eine Blinddarmentzündung haben, aber die OP nicht bezahlen können? Wie soll man reagieren, wenn die 11-Jährige Tochter durch den Glastisch gefallen ist, der fast abgerissene Zeigefinger…

Was machen Peruaner, die eine Blinddarmentzündung haben, aber die OP nicht bezahlen können? Wie soll man reagieren, wenn die 11-Jährige Tochter durch den Glastisch gefallen ist, der fast abgerissene Zeigefinger aber erst in 3 Wochen operiert werden kann? Einige Peruaner bezahlen die öffentliche Krankenversicherung, aber auch dann kann es sein, dass sie auf OP Termine länger warten müssen. Für den Zeigefinger wäre es nach drei Wochen zu spät, weil die Sehne sich zurückgezogen hätte und kaum mehr verbunden werden könnten.

Reale Fälle in Arequipa, die unser Teamarzt immer wieder konfrontiert. Er besitzt über seine amerikanische Organisation finanzielle Mittel, die ihm für Medikamente und sonstige Mittel zur Verfügung stehen. Jemandem persönlich die OP zu bezahlen, darf er aber nicht, denn das wäre ein persönlicher Gefallen, der ihm womöglich später noch von Nutzen werden könnte, in dem ihm die Familie dann anderweitig etwas Gutes tut. Gesetzlich also nicht erlaubt!

So haben wir uns vor Kurzem zum ersten Mal getroffen, um ein Komitee zu gründen, das in solchen Situationen konkret handeln kann. Wenn nämlich ein Komitee über verschiedene Fälle entscheidet, können ohne gesetzliche Probleme die finanziellen Mittel genutzt werden.

Die peruanische Kultur ist keine „Spar-Kultur“. Im Gegensatz, es werden eher Schulden gemacht, um im Hier und Jetzt etwas kaufen zu können, als auf etwas hin zu sparen. Sollten also plötzliche medizinische Notfälle entstehen ist oft kein Geld vorhanden, um diese zu bezahlen (eine Blindarm-OP kostet rund 1.200€).

Dieser medizinische Fond soll helfen, einen Teil der Kosten zu decken. Mit den Patienten wird besprochen, was sie selber über Gemeinde, Freunde und Familie aufbringen können und welchen Betrag der Fond abdecken kann. Zudem soll aber auch klar gestellt werden, dass es das Ziel ist über die folgenden Monate hinweg mindestens 50% der Kosten wieder in den Fond zurück zu zahlen, damit noch andere Patienten von diesem Fond profitieren können. Es ist ein Kredit ohne Zinsen, der in der Notsituation hilft, den man dann aber mit der Zeit abbezahlen kann.

Kriterien wurden festgelegt und besprochen, wem und in welcher Art und Weise wir helfen können. Wir haben verschiedene Ärzte und Apotheker im Team, die auch andere Ärzte in Krankenhäusern kennen, die kostengünstiger eine Operation vornehmen könnten und damit ebenso die finanziellen Ausgaben reduzieren.

Im Dorcas Projekt begegne ich immer wieder Frauen und Kindern, die medizinische Hilfe benötigen, sie sich aber nicht leisten können. Mit dieser Starthilfe können wir ihnen ganz konkret in Zeiten der Not helfen.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Wenn wir die Evangelien lesen sehen wir, dass Jesus nicht einfach nur Menschen geheilt hat, sondern es ihm auch wichtig war, dass sie geistlich gesund werden. Die Patienten sollen wissen warum wir helfen möchten und sie uns am Herzen liegen und dass sie nicht nur körperliche Heilung erfahren sollen. Wir möchten sie mit Christen in ihrer Umgebung vernetzen, die ihnen auch in der Zukunft eine Hilfe sein können und ihnen mehr von Gott und seinem Heilsplan erzählen können.

Bitte betet mit für die Menschen, denen wir in Zukunft medizinisch helfen können.

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USA

Endlich wieder Schule! (zumindest sagen wir das als Eltern…). Nachdem letzte Woche aufgrund des Streiks die Schule ausgefallen ist,  freuen wir uns, dass diese Woche wieder geregelt abläuft. Der Streik…

Endlich wieder Schule! (zumindest sagen wir das als Eltern…). Nachdem letzte Woche aufgrund des Streiks die Schule ausgefallen ist,  freuen wir uns, dass diese Woche wieder geregelt abläuft. Der Streik ist noch nicht aufgehoben, aber im Zentrum kann wieder gefahren werden und der Alltag nimmt seinen geregelten Lauf. In den Außenbezirken herrscht dagegen immer noch Sperre. Die Panamericana (Hauptstraße entlang der Küste) ist immer noch blockiert, so dass wir keine Lieferungen von außen erhalten können. Sollte der Streik also noch länger anhalten, werden die Lebensmittel wohl knapper werden. Bitte betet weiterhin für eine Lösung der Situation!

Hier nun endlich ein paar Bilder von unserer Zeit in den USA. Wir sind sehr dankbar, dass wir als Familie nach 7 Jahren endlich wieder nach Chicago gehen konnten, um unsere unterstützende Gemeinde und Freunde zu besuchen und ihnen von unserer Arbeit in Peru zu erzählen.

Freunde von uns hatten uns ihren zweiten Stock großzügig zur Verfügung gestellt, so dass wir dort in der Zeit kostenlos wohnen und ihr Auto benutzen konnten. Unsere Freunde haben selber 2 Jungs, so dass es uns an Spielzeug und Lego nicht gefehlt hat. Außerdem hatten unsere Jungs dadurch immer wieder Spielkameraden, wenn wir mal „zu Hause“ waren.

Gleich zu Beginn konnten wir in unserer „alten Gemeinde“ von unserem Dienst erzählen. Benni hat die Predigt gehalten und die Jungs und ich haben in dieser Zeit den Kindergottesdienst gestaltet. Nach dem Gottesdienst gab es dann noch ein Mittagessen mit einer längeren Zeit, um von der Arbeit zu berichten.

Es war auch für uns eine Ermutigung wieder in der Gemeinde zu sein und zu hören, was Gott in ihrem Leben und Dienst in unserer Abwesenheit getan hat.

Die Zeit in Chicago war voll gepackt mit Treffen. Meistens haben wir 2-3 Familien pro Tag gesehen, um uns in der kurzen Zeit mit allen austauschen zu können. Damit es für die Jungs nicht langweilig wurde, haben wir uns aber wenn möglich an verschiedenen Orten wie Spielplätzen und Museen getroffen, damit sie gleichzeitig von den Dingen profitieren konnten, die wir hier in Peru nicht haben.

So konnten sie auch wieder die Stadt kennen lernen, in der sie geboren wurden, und in der so viele schöne Dinge für Kinder angeboten werden.

Unser USA Fotoalbum ist dadurch zu neuem Leben erwacht, denn die Orte, wo wir früher gewesen sind, konnten wieder aufgesucht und neue Erinnerungen geschaffen werden.

Wir sind an unserem früheren Wohnorten vorbei gelaufen und durften sogar durch unser letztes Apartment laufen, wo wir gewohnt haben. So langsam wurden die Erinnerungen wach. Schon damals war es schön, dass wir direkt zum Strand hinlaufen konnten.

Wir haben nicht nur die Gemeinschaft mit den vielen verschiedenen Bekannten genossen, sondern auch das typische Essen, was wir hier nicht auf die Art und Weise bekommen können. So viel Natur und Grün haben wir aufgesaugt, damit wir noch lange davon zehren können, wenn wir hier im dürren Arequipa wohnen.

Es gab viele gute Gespräche und wir sind sehr dankbar, dass wir uns mit so vielen austauschen konnten. Gott ist gut und er hat uns mit dieser Zeit reich gesegnet!

Die Jungs hatten erst einige Bedenken, wie es wohl nach so vielen Jahren werden würde, aber auch sie waren am Ende der Zeit glücklich und zufrieden mit dem, was sie erleben durften.

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Gospel Allegiance

Gospel Allegiance: What Faith in Jesus Misses for Salvation in Christ There’s a new and exciting book coming from Matthew W. Bates (I already loved his former book Salvation by Allegiance…

Gospel Allegiance: What Faith in Jesus Misses for Salvation in Christ

There’s a new and exciting book coming from Matthew W. Bates (I already loved his former book Salvation by Allegiance Alone: Rethinking Faith, Works, and the Gospel of Jesus the King) and am thankful to read this book prior to publication.

A more detailed review will follow soon. In the meantime here is a short trailer:

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Dorcas Treffen – Zahnhygiene

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil…

Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil sie sonst mittwochs unregelmäßig kommen, je nachdem wann sie Kleidung benötigen.

Da die Peruaner für gewöhnlich unterschiedlich eintrudeln, beginnen wir immer mit einem Bastelangebot, was einfach zu machen ist. Dieses Mal haben wir Klorollen bemalt und sie zu kleinen Geschenkpäckchen gefaltet. Hier kann man für den Muttertag eine kleine Nachricht oder ein Stückchen Schokolade reintun.

Das Treffen war zwar wegen dem Feiertag etwas weniger besucht als sonst, aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit. Da auch einige der älteren Kinder mit dabei waren haben wir erst einmal mit Bewegungsliedern angefangen. Die Jungs haben mir fleißig geholfen, weil sie selbst auch keine Schule hatten.

Anschließend gab es eine Andacht zum Thema was es bedeutet Mutter zu sein und was für einen Einfluss wir auf unsere Kinder haben können, um sie in ihrem Charakter zu formen.

Wie immer gab es im Anschluss ein ganz praktisches Thema. Dieses Mal ging es um die Zahnhygiene. Jason hat am Gebiss demonstriert, wie man sich die Zähne putzt. Wir haben außerdem besprochen, in welchen Lebensmitteln sich Zucker befindet und was für Auswirkungen es hat, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Die Frauen habe ich ermutigt einen Zahnarzt zu finden, bei dem man nur bezahlen muss, wenn er etwas zu reparieren hat. So scheuen sie sich nicht zu der normalen Kontrolle zu gehen, weil die Behandlung von kleinem Karies wesentlich kostengünstiger ist als von größerem.

Viele Kinder in den ärmeren Bereichen der Stadt putzen sich nie die Zähne. Aus diesem Grunde bringt es nichts über Zahnpflege zu reden, wenn wir ihnen keine Zahnbürste und Zahnpasta mit an die Hand geben. Diese praktische Hilfe haben sie gerne angenommen!

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Babybetten

Das Dorcas Projekt beschränkt sich nicht nur auf das Ausleihen von Babykleidung an den Mittwochen. Wir leihen zudem Kinderwagen, Babybetten und -körbe, sowie Tragetaschen an die Mamas aus, die ein…

Das Dorcas Projekt beschränkt sich nicht nur auf das Ausleihen von Babykleidung an den Mittwochen. Wir leihen zudem Kinderwagen, Babybetten und -körbe, sowie Tragetaschen an die Mamas aus, die ein Kind erwarten. Derzeit nehmen 21 Mütter diesen Dienst in Anspruch.

Wir liefern diese Dinge zu ihnen nach Hause und nutzen dabei die Gelegenheit etwas mehr Zeit mit den einzelnen Müttern zu verbringen, als wir das sonst an einem Mittwoch machen können.

Die Mütter kommen sehr oft aus den Außenbereichen Arequipas. Es ist immer wieder erstaunlich, wie man auf engstem Raum mit seiner ganzen Familie leben kann.

Bei unserem letzten Besuch konnten wir auch gleich die Dorcas Babykleidung auf der Wäscheleine hängen sehen, die die Mutter sich von uns ausgeliehen hat.

Hier haben wir ein „Moises“ geliefert, was die Kinder bis zu 6 Monaten nutzen. Danach brauchen sie ein größeres Holzbett, welches sie bis ca. 1,5 Jahren nutzen. So sind wir gut damit beschäftigt die einzelnen Bettchen immer wieder neuen Müttern auszuleihen, wenn einer damit fertig ist. Wir bauen die Betten auch für sie auf, um sicher zu gehen, dass sie richtig montiert und festgeschraubt wurden.

Einige Mütter nehmen diesen Dienst nicht in Anspruch, da sie für die Bettchen gar keinen Platz in ihrem Haus haben. Stattdessen schlafen oft alle in einem Doppelbett. Andere sind sehr dankbar für diesen Dienst und freuen sich über die Unterstützung in diesen ersten beiden Jahren des Kindes!

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Bibelgeschichten in verschiedenen Sprachen

Es gibt eine neue App, in der man 170 Bibelgeschichten in vielen verschiedenen Sprachen hören kann, unter anderem auch in Spanisch und Quechua, was man hier in Peru im Umland…

Es gibt eine neue App, in der man 170 Bibelgeschichten in vielen verschiedenen Sprachen hören kann, unter anderem auch in Spanisch und Quechua, was man hier in Peru im Umland spricht.

Das „Geschichten-Telefon“ gibt es schon seit vielen Jahren in Deutschland. Nun sind aber 170 kurze Hörspiele (à 3 Minuten) auch in einer App zusammengefasst in anderen Sprachen als Deutsch erhältlich. Vielleicht ist diese App auch für so manche Flüchtlinge in Deutschland eine Hilfe, um zum einen Deutsch zu lernen und zum anderen auch die Geschichten in ihrer eigenen Sprache hören zu können.

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