Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Allgemein

Eindrücke Perus II

Nach 1,5 Jahren sind wir endlich mal beim Wahrzeichen Perus gewesen: dem Machu Picchu. Cusco ist eine sehr schöne Stadt (auch wenn eine Reise während der Regenzeit nicht ideal ist)….

Nach 1,5 Jahren sind wir endlich mal beim Wahrzeichen Perus gewesen: dem Machu Picchu.

Cusco ist eine sehr schöne Stadt (auch wenn eine Reise während der Regenzeit nicht ideal ist).

Hier kann man viel über die Inka Indianer erfahren und typische Souvernirs erwerben.

Aber das Highlight bei unserem Besuch war natürlich der obligatorische Ausflug zum Machu Picchu.

Hier haben wir sehr viel über die damalige Lebens- und auch Bauweise erfahren. Auch wenn durch Erdbeben nicht mehr alles so erhalten ist wie früher, ist es doch empfehlenswert diese Reise einmal angetreten zu haben.

Natürlich besuchen jeden Tag unheimlich viele Menschen diese Sehenswürdigkeit. Man kann sich lediglich einen halben Tag (6-12 Uhr oder 12-18 Uhr) hier aufhalten. Wir hatten dieses Mal die späte Schicht genommen und waren sehr froh, dass die Regenfront, die sich uns ständig näherte, dann doch seitlich vorbeigezogen ist.

Dafür hatten wir viele schöne Regenbogenbilder

Ein weiteres Ausflugsziel von Cusco aus ist der erst seit wenigen Jahren entdeckte „Rainbow-Mountain“. Auch hier wurde eine Touristenaktion draus gemacht. Da der Höhenanstieg aber enorm ist (inklusive Wanderung den Berg hoch) und es im Dezember auch sehr kalt gewesen ist, haben lediglich Benni und mein Bruder diesen Anstieg gewagt.

Da mein Bruder und seine Familie gerne auch einen Teil des peruanischen Dschungels sehen wollten, sind wir von Cusco aus mit dem Bus nach Puerto Maldonado. Dort beginnt der Dschungel und ist eine einfachere und billigere Variante etwas zu sehen, als extra noch mal nach Iquitos zu fliegen.

Auch hier ist es nicht ratsam während der Regenzeit zu kommen. Der Regen kam zwar meistens erst in der zweiten Hälfte des Tages, dafür waren aber die Moskitos jederzeit präsent… Mit den Gummistiefeln unterwegs war aber alles kein Problem.

Neben den Moskitos gibt es aber noch sehr viele schöne andere Tiere:

  

Aber auch nicht so schöne Tiere…

Das schöne Grün der Natur haben wir richtig aufgesogen, bevor es für uns zurück nach Arequipa ging.

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3. Johannesbrief

Im letzten Eintrag erzählte ich von meinem Treffen mit Cipriano. Heute erzähle ich Euch was mir widerfahren ist nachdem ich das Bild mit ihm und mir bei Facebook veröffentlicht habe….

Im letzten Eintrag erzählte ich von meinem Treffen mit Cipriano. Heute erzähle ich Euch was mir widerfahren ist nachdem ich das Bild mit ihm und mir bei Facebook veröffentlicht habe.

Kurze Zeit nach der Veröffentlichung schrieb mich eine Person via messenger an und wollte mehr über mich erfahren. Nach etlichem hin und her, habe ich dann herausbekommen, dass er Cipriano kennt; dass er auch Professor (im eng./span. Sinne) für biblische Wissenschaften ist; dass er mit einer Buchverlag arbeitet; und dass er gerade an mehreren Projekten arbeitet. Eines dieser Projekte ist ein Buch zur Theologie jedes Buches des Neuen Testamentes (Teología del Nuevo Testamento: Reflexiones teológicas de cada libro bíblico).

Nach wieder etwas Längeren hin und her, fragte er mich, ob ich bereit wäre ein Kapitel für dieses Buch zu schreiben. Erst ging es um den 1. Petrusbrief. Dies war mir zeitlich gesehen aber zu viel Aufwand, da ich noch den Unterricht zur Christologie am Vorbereiten war. Dann ging es um den 3. Johannesbrief. Erst sagte ich „Nein“, da ich dachte es zeitlich einfach nicht zu schaffen. Als ich mich aber dann ins Bett legte und betete, konnte ich nicht mehr schlafen. Also lief ich zurück zum Computer und gab ihm meine Zusage.

Ich forschte und schrieb nun ein Kapitel (3000-3300 Wörter Vorgabe) zur Theologie des 3. Johannesbriefes – keine allzu leichte Aufgabe, da man nicht allzu viel Theologie in diesem Brief zu finden glaubt. Hierzu mehr im nächsten Eintrag…

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Hausbau … oder so

Neulich hatte ich wieder das Privileg mich mit dem Kirchenhistoriker Cipriano Quispe (vom Seminario Teológico de la Iglesia Evangélica Peruana; STIEP) zu treffen. Er war gearde in Arequipa und hatte…

Neulich hatte ich wieder das Privileg mich mit dem Kirchenhistoriker Cipriano Quispe (vom Seminario Teológico de la Iglesia Evangélica Peruana; STIEP) zu treffen. Er war gearde in Arequipa und hatte mich gefragt, ob wir uns treffen wollten. Es war eine sehr schöne Zeit und wir konnten uns viel über peruanische Kultur, den Status theologischer Ausbildung, soziale Probleme etc. austauschen. Er ist mir ein guter Freund geworden und wir sind oftmals im Kontakt. Etwas was mich prägt ist einer seiner Fragen an mich und seine Erklärung hierzu, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Cipriano: Benni, in Deutschland, wenn Du ein Haus baust, wann ziehst Du ein?

Ich: Wenn das Haus komplett fertig ist.

Cipriano: Siehst Du, genau das ist ein großer Unterschied zwischen unseren Kulturen. Wir ziehen schon während der Bauphase ein. Und so leben wir auch in anderen Aspekten z.B. im chr. Dienst. Ihr Deutschen überlegt erst einmal eine lange Zeit, plant, wägt Eventualitäten ab und erst dann fangt ihr an. Wir überlegen oftmals erst genauer nachdem wir bereits angefangen haben etwas anzugehen.

Ich: Und beides hat seine Vor- und Nachteile

Beide: [Lachen]

Dies also ist ein kleiner Einblick in mein „informelles Kulturstudium“ und mein Arbeits- und Privatleben.

 

Beim nächsten Eintrag erzähle ich dann was mir durch das Foto mit ihm auf Facebook widerfahren ist …

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Feliz Navidad

And he came to her and said, „Greetings, O favored one, the Lord is with you!“ (Luke 1:28) Und der Engel kam zu Maria hinein und sprach: „Sei gegrüßt, du…

And he came to her and said, „Greetings, O favored one, the Lord is with you!“
(Luke 1:28)

Und der Engel kam zu Maria hinein und sprach:
„Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!“
(Lk 1,28)

 

Here a good and brief video:

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Führerschein

Endlich ist er da. Nach etlichen Wochen … Monaten … der Vorbereitung und Versuches den Prozess hier in Peru zu verstehen, habe ich letzten Montag beim Ministerio de Transporte y…

Endlich ist er da. Nach etlichen Wochen … Monaten … der Vorbereitung und Versuches den Prozess hier in Peru zu verstehen, habe ich letzten Montag beim Ministerio de Transporte y Comunicación (MTC) meinen peruanischen Führerschein abgeholt.

Der deutsche Führerschein (sowie auch der internationale Führerschein, den man in Peru aber nicht zu brauchen scheint) zählt nur sechs Monate ab Einreisedatum. Manche von Euch wissen ja, dass ich ca. einmal pro Monat in das Hochland Arequipas fahre (4000-5000m) um dort an der theologischen Ausbildung vor Ort mitzuwirken. Hierzu haben wir den Dienstwagen meines Vorgängers abkaufen können (bzw. sind wir noch im Prozess der Finanzierung … wer dies unterstützen möchte, kann dies gerne tun: hier mehr).

Den Führerschein zu erwerben war eine größere, höchst umständliche Angelegenheit. Dies hat vor allem mit den unterschiedlichen Informationen zu tun, die man auch von offizieller Seite (amtlich sozusagen) bekommt.

Man kann den Führerschein natürlich ganz normal wie ein Peruaner machen. Dazu muss man allerdings auch eine Fahrprüfung ablegen. Diese wird in einem künstlichen Parkur mit peniblen Kleinigkeiten gemacht. Das kann man natürlich schaffen. Da aber viel geschmiert wird, gibt es die Erwartung, dass man den Prüfer zahlt und so durch die Prüfung kommt. Wenn man hierzu allerdings nicht bereit ist (und Christen sollten sich hier hinterfragen), muss damit rechnen mehrmals durchzufallen, so dass die gleiche „Einnahme“ zustande kommt. Dies wollte ich mir ersparen.

höchst interessanter psychologischer TestNach mehreren Umfragen (persönlich als auch amtlich) hieß es, dass ich meinen Führerschein an einem Tag in Lima machen könnte. Dafür benötigt man lediglich eine medizinische Untersuchung (Dauer rund drei Stunden mit höchst interessanten psychologischen Tests …) und das Ablegen einer theoretischen Prüfung. Diese Art den Führerschein zu machen heißt „canje“ (also eine Art Übertragung des deutschen Führerscheins…siehe hier). Dies gelingt natürlich nur, wenn man die richtigen Dokumente aus Deutschland offiziell übersetzt und beglaubigt vorhanden hat. Zu den Dokumenten gleich noch mehr. Als ich dann extra nach Lima geflogen bin um meinen Führerschein zu machen, stellte sich heraus, dass man diesen nicht mehr an einem Tag machen kann, sondern man benötigt 10-15 Tage, die zwischen der Untersuchung und der Prüfung liegen sollen.

Nun hatte ich schon meine medizinische Untersuchung hinter mir (und dort ist mir ein Fehler passiert, der aber letztendlich keine Konsequenzen mehr hatte) und sollte also 10-15 Tage warten. Da sagte ich, dass dies nicht ginge. Ich hätte nämlich für die theoretische Prüfung (für die ich normalerweise 5min brauchte…kann man online testen) extra nochmal nach Lima fliegen müssen … wie gesagt für 5min Prüfung. Das ginge so nicht!Also sagte ich im Amt, dass ich meinen Führerschein in Arequipa machen werde. Das stellt allerdings ein Problem dar, weil ich meine med. Untersuchung ja in Lima gemacht habe. Das ginge so nicht, sagte man mir. Also musste ich offiziell (bei einem anderen Amt bzw. andere Zweigstelle in Lima) ein Dokument einreichen um diese Untersuchung aus dem System herausnehmen zu lassen. Was wiederum 10-14 Tage dauern sollte.

Im Amt in der Hauptstadt fragte ich nochmals, ob man auch einen „canje“ in Arequipa machen könne (meine bisherigen Informationen waren, dass dies nicht möglich sei … deshalb bin ich ja nach Lima …). Von drei Personen im Amt sagten mir zwei, dass dies auch keinen Fall möglich sei.

Ich bin also zurück nach Arequipa mit dem Gedanken auch die Fahrprüfung ablegen zu müssen und so viel Zeit und auch Geld zu verlieren.

In Arequipa bin ich dann zum hiesigen MTC und habe gleich mit der Chefin dort reden können (also „gleich“ bedeutet nur eine Stunde Wartezeit). Als ich ihr erklärte, was ich machen möchte, sagte sie mir, dass ich doch einfach den „canje“ machen könne … hier in Arequipa! Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen. schon seit 2016 möglichAllerdings war ich auch etwas verwirrt, da mir ja mehrmals bereits von offizieller Seite gesagt wurde, dass dies in Arequipa nicht ging. Dies sagte ich auch der Chefin und sie zeigte mir ein offizielles Schreiben und meinte, dass ein „canje“ schon seit 2016 in Arequipa möglich sei …

Es gäbe noch mehr zu erzählen … aber ich denke ihr habt hiermit einen kleinen Einblick in das peruanische System bekommen. Ach, und wer meint die Bürokratie in Deutschland sei höchst kompliziert, den lade ich gerne mal zu uns auf einen Kaffee ein 🙂

Ich wollte ja noch kurz etwas zu den benötigten Dokumenten sagen, die man braucht um einen „canje“ zu machen. Informationen hierzu gibt es auch auf der Homepage der Deutschen Botschaft, obwohl diese Reglungen vor allem für Lima zählen. Wer in Arequipa ein „canje“ macht, sollte sich die oben angeführten Dokumente anschauen.

Diese Dokumente benötigt man für einen „canje“:

  • Originalbescheinigung des Auszugs aus dem Zentralen Fahrerlaubnisregister (ZFER) des Kraftfahrtbundesamts (KBA) [kann auf der Homepage der Deustchen Botschaft eingesehen werden]
  • eine Haager Apostille vom Bundesverwaltungsamt (BVA) … diese wird im Zusammenspiel mit dem KBA beantragt
  • Eine offiziell beglaubigte Übersetzung des ZFER und der Apostille (ist nur in Lima möglich oder zumindest nicht in Arequipa)
  • mind. eine Kopie der gültigen Carnet de Extranjería (Personalausweis hier in Peru)
  • mind. eine Kopie des gültigen deutschen Originalführerscheins (es empfiehlt sich von allem 2-3 Kopien zu haben)
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Dorcas-Treffen

Am Mittwoch konnten wir mit unserem Dorcas-Projekt ein größeres Treffen für alle Mütter veranstalten. Anstatt uns mittwochs zum Ausleihen von Babykleidung zu treffen, kamen sehr viele, um mit den Kindern…

Am Mittwoch konnten wir mit unserem Dorcas-Projekt ein größeres Treffen für alle Mütter veranstalten. Anstatt uns mittwochs zum Ausleihen von Babykleidung zu treffen, kamen sehr viele, um mit den Kindern zusammen zu einer größeren Veranstaltung zu gehen.

Da in der Schule gerade eine Woche Frühlingsferien sind, konnten die Jungs mir dieses Mal helfen.

Hier beim Aufbau um 8:30 Uhr. Joel war für die Fotorahmen zuständig. Die meisten Frauen haben zu Hause keine Bilder von sich selbst mit ihrem Kind. Martha macht hierfür mittwochs fortlaufend Fotos und bei einem größeren Treffen bringt sie sie dann entwickelt mit. Dieses Mal konnten sie ihr Bild mit einem bunten Fotorahmen gestalten.

Die anderen beiden haben beim Aufbau des Puppentheaters geholfen.

Während die Frauen mit ihren Kindern eingetrudelt sind, haben wir sie mit Getränken und Keksen versorgt. Da sich viele untereinander kennen haben sie sich entweder unterhalten, oder Bilderrahmen gebastelt.

Im großen Saal konnten dann alle dem Puppentheater lauschen. Dieses Mal ging es darum, wie wir gewaltfrei unsere Kinder erziehen können und was Kinder und Mütter machen können, wenn sie Hilfe benötigen. Am Ende der Zeit haben wir alle einen Bibelvers auswendig gelernt, der uns an den heutigen Tag erinnern sollte.

Auch wenn mit kleineren Kindern immer eine gewisse Grundlautstärke herrscht haben die Mütter doch aufmerksam zugehört.

Anschließend gab es noch eine kurze Vorstellung über die Dysplasie (Fehlbildung in der Hüfte, so dass eine Spreizhose getragen werden muss). Unser Arzt im Team hat erklärt, worum es dabei geht und wie man erkennen kann, ob eine Fehlbildung wirklich vorhanden ist.

In Peru ist es leider so, dass oft eine Spreizhose verschrieben wird. Zum einen versuchen die Ärzte dadurch ihre teuren Röntgengeräte zu benutzen und kennen womöglich noch jemanden, der Spreizhosen verkauft, an den die Patienten vermittelt werden können.

Aus diesem Grunde haben wir den Müttern nach dem Vortrag angeboten, dass sie ihre Babys und Kleinkinder untersuchen lassen können, was viele in Anspruch genommen hatten. Dabei haben wir ihnen erklärt, wie sie ihre Kinder zu Hause selbst untersuchen können. Bei keinem der diagnostizierten Kinder gab es eine Fehlstellung. Einige Mütter wissen auch gar nicht, das Röntgenbilder in diesem Alter schädlich sind.

Wir bieten auch immer wieder an, dass Mütter sich bei uns melden können, wenn sie einen ärztlichen Rat benötigen. Der Teamarzt kommt dann zu einem unserer Treffen und untersucht die Kinder kostenlos. Mit der staatlichen Versicherung dauert es oft 2 Monate, bis sie einen Termin bei einem Arzt bekommen würden.

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Coporaque

Ein Anruf von hermano director René kam am Freitagmorgen. „Hermano Benjamín, wo bist Du genau?“ „Ich bin an der verabredeten Tankstelle,“ antwortete ich. „Ja, gut. Kannst Du noch weiter in…

Ein Anruf von hermano director René kam am Freitagmorgen. „Hermano Benjamín, wo bist Du genau?“ „Ich bin an der verabredeten Tankstelle,“ antwortete ich. „Ja, gut. Kannst Du noch weiter in den Norden fahren? Dort treffen wir uns, um mit einem Kleinbus nach Chivay zu fahren. OK?“ „Na klar, hermano René. Ich komme.“ So ging die Reise nach Coporaque (über Chivay) los.

Ich hatte keine Ahnung wo genau wie uns treffen würden, doch alles hat letztendlich geklappt. Hermano René, wie manchen bereits bekannt, ist Direktor der TEE-Arbeit (Fernstudium Theologie) hier in der Region Arequipa. Er selbst kommt aus dem Hochland und hat erst mit Anfang zwanzig angefangen Spanisch zu lernen. Seine Mutter- und Herzenssprache ist Quechua. Hermano René ist unauffällig, klein, hat aber ein riesen Herz für die theologische Ausbildung im Hochland und für „seine“ Studenten.

Als wir in Chivay (Zwischenstation) nach drei Stunden ankamen, haben wir erst einmal Mittag gegessen. Danach ging es zu einer kurzen Sitzung mit den Ältesten der Gemeinde. Der Koordinator des Gebiets um Chivay sollte eigentlich auch kommen, aber wie es so oft im Hochland ist, blieb seine Anwesenheit aus.

Ihn und die anderen Studenten haben wir dann in Coporaque (7km weiter als Chivay) getroffen. An den beiden Abenden (freitags und samstags) hatten wir die Genehmigung ein „Open-Air-Event“ auf dem plaza von Coporaque zu veranstalten. Was ist wichtig für so eine Veranstaltung? Na klar! Vier große Lautsprecher, so dass alle im Ort gut beschallt werden können. Die Genehmigung war jeweils von 18:00 – 20:00 Uhr. Diese Zeiten sollten genau eingehalten werden.

Am ersten Abend waren wir noch um 19:00 Uhr mit dem Aufbau beschäftigt (am zweiten Abend waren wir nur etwas früher damit fertig…). Auf der plaza haben wir dann einen „kleinen“ Gottesdienst gefeiert. Sonst verlief das taller (Treffen) wie gewohnt ab (siehe hier).

Ich hatte bereits vor der Hochlandreise Magenprobleme und das Essen im Hochland – naja wie soll ich sagen – hat nicht zur Besserung beigetragen. Zum Glück war es aber in Coporaque nicht allzu kalt. Zu einem waren wir in einem Tal, zum anderen hatte ich neue Kleidung von einem Kollegen erhalten, die für das Hochland ideal scheint. Sonntagmorgen bin ich dann mit mega Kopfschmerzen aufgewacht. Ich nehme aber immer etwas gegen Kopfschmerzen mit, so dass ich vorbereitet darauf war.

Nach der Morgenandacht (06:00 – 07:00 Uhr) fragte mich hermano René, ob ich die Predigt halten könne, da ein anderer hermano nicht kann (… surprise!). Im Vorhinein hatte René mich aber bereits angefragt, ob ich eine Predigt borbereiten könne, so dass ich auch hierfür vorbereitet war. Der Gottesdienst am Sonntagmorgen ging dann etwas über 2 Stunden, was meinem Magen nicht so gefallen hat. Wenigsten musste ich während der Predigt nicht rausrennen ….

[…]

Endlich wieder zu Hause angekommen, habe ich dann erst einmal eine heiße Dusche genommen, etwas „Normales“ gegessen und dann früh ins Bett – ein warmes und kuscheliges Bett. Danke, Herr!

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