Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Alltag

Endspurt Schuljahr

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten… Noch 5 Wochen…

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten…

Noch 5 Wochen Schule und dann haben die Jungs es geschafft und wieder ein Schuljahr ist bewältigt worden. Dementsprechend gibt es momentan viele Referate, Arbeiten und sonstige Dinge zu tun.

Zudem gibt es auch viele Sportveranstaltungen die gerade stattfinden. CODECOA sind die Turniere, die einmal im Jahr zwischen den einzelnen Schulen stattfinden.

Auf dem Rückweg der vielen Wettkämpfe lassen wir es uns dann ab und zu mal mit einem Eis gut gehen 🙂

Außerdem finden gerade viele Geburtstagsfeiern statt (bei uns ist Tim am Samstag mit seinem Kindergeburtstag dran). Es ist immer wieder schön, wenn die Jungs eingeladen werden. Die Geburtstage werden hier oft groß gefeiert.

Wir freuen uns aber auch immer wieder, wenn wir samstags Freunde zu uns einladen können. Im Bild sieht man wie die Kinder zu sechst ihr Lieblingsspiel in unserem Park spielen (auf der Flugzeugplattform muss man abgeworfen werden und wenn man getroffen wurde, muss man den Werfern unten im „Wasserbereich“ helfen – ist aber nie Wasser drin…).

Benni und ich haben die letzten Wochen viele Stunden in einem unserer staatlichen Krankenhäuser verbracht. Für den Prozess einer Adoption gilt es genügend Stehvermögen zu haben und nicht zu verzagen… aber mehr dazu im nächsten Post.

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Kuriositäten IV

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen. Hier in Peru fährt die…

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen.

Hier in Peru fährt die Müllabfuhr in bestimmten Gebieten mit Musik durch die Gegend. In unserer alten Wohnung wurde „Für Elise“ gespielt, in der Stadtmitte „Unter dem Meer“ (Ariel) und weiter im Norden „Shary, shary, lady“… Für uns ganz witzig und vor allem praktisch, weil man dann noch schnell auf die Straße rennen kann, um den Müll rauszubringen – für die Arbeiter der Müllabfuhr wohl eher nervig dieses Lied den ganzen Tag (!) zu hören!

In Arequipa kann man wirklich sehr günstig mit einem Taxi fahren. Noch günstiger, wenn man die gelben „Ticos“ nimmt (kleines Daewoo Auto). Aber da sie mittlerweile in die Jahre gekommen sind (und ab nächstem Jahr auch nicht mehr als offizielle Taxis fungieren dürfen), fehlt immer mal wieder etwas. Ab und zu ein durchgerostetes Loch im Boden, so dass man schon die Straße sieht, oder auch mal ein fehlender Türgriff. Da fährt man dann einfach mit offenem Fenster und macht von außen auf.

Jason war so happy, dass er in unserer „Picantería“ (wo man traditionelles, peruanisches Essen bekommt) endlich mal Hühnerfüße und ein Hühnerherz in seiner Suppe hatte. Hier in Peru wird wirklich alles vom Tier gegessen, so dass die Küche von der Deutschen doch ab und zu variiert.

Unsere Picantería schmort samstags ihren Braten auf der Straße. Einfach rausstellen und hoffen, dass die Tonne nicht umgefahren wird.

Für die Zukunft gebaut? Es gibt immer mal wieder Häuser (auch in unserer Nachbarschaft), wo man sich nicht sicher ist, wofür die Tür gebaut wurde…

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Pause…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch. Es…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch.

Es wurde viel gespielt und die Jungs konnten zum ersten Mal ihren Cousin kennen lernen, der kurz nach unserer Ausreise nach Peru geboren wurde.

Wir haben ihnen manches von unserer Stadt und Arbeit zeigen können.

Da sich ihr Besuch mit unseren Frühlingsferien überschnitten hat, haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein paar Tage an den Strand zu fahren. Die Fahrt hierhin ist nur etwas mehr als 2 Stunden, so dass es für unseren Neffen nicht zu anstrengend war und wir die Ferienwoche nutzen konnten, um mal aus der Stadt zu kommen.

Auch wenn es am Strand etwas frischer war als hier in Arequipa sind die Jungs trotzdem baden gegangen und haben Dagobert’s Geldspeicher gebaut (als Mitbringsel gab es u.a. viele neue Lustige Taschenbücher)

Wir haben die Zeit als Familie sehr genossen und waren froh in diesen Tagen auch von unserer regelmäßigen Arbeit etwas kürzer treten zu können.

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Streik gegen die neu geplante Miene

Als wir am Freitag von unserem Aufenthalt in den USA zurück gekommen sind (dazu demnächst ein Blogeintrag), kam von der Schule die Nachricht, dass wegen des geplanten Streiks der Unterricht…

Als wir am Freitag von unserem Aufenthalt in den USA zurück gekommen sind (dazu demnächst ein Blogeintrag), kam von der Schule die Nachricht, dass wegen des geplanten Streiks der Unterricht am Montag und Dienstag ausfallen würde.

Für gewöhnlich bekommen wir in unserer direkten Nachbarschaft nicht so viel von Streiks mit, weil sie meistens in den Außenbezirken Arequipas stärker sind. Dieses Mal kam es aber anders…

Heute kam die Nachricht, dass die ganze Woche über aus Sicherheitsgründen keine Schule sein wird, weil die Schulbusse durch Bereiche der Demonstration fahren müssten und dann mit Steinen beworfen werden würden. Der Streik ist dieses Mal wesentlich heftiger als sonst. Selbst in unserer Nachbarschaft bekommt man was von den Gewalttaten mit. Scheiben von Geschäften werden eingeschlagen, Menschenhorden mit Schlagstöcken laufen durch die Hauptstraßen, vorbeifahrende Autos werden mit Steinen beworfen, Hauptstraßen blockiert, um mit brennenden Reifen und Steinbrocken die Durchfahrt zu blockieren… Am besten geht man erst mittags aus dem Haus, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat.

Aber warum der Aufruhr?

In Peru gibt es einige Mienen (vor allem Silber und Kupfer). Wie so oft in einem korrupten Land profitieren aber nicht immer nur die Einheimischen von den Mienen und deren Erlös, so dass nicht jeder der Miene gegenüber positiv gestimmt ist. Gerade wurde der Bau einer neuen Kupfermiene genehmigt, obwohl in der Vergangenheit dagegen protestiert wurde.

Diejenigen, die die Miene befürworten, betonen wie viel mehr Richtlinien es bei der neuen Miene geben wird (besonders was die Entsorgung der schädlichen Chemikalien betrifft). Die Bedingungen wären viel besser als dies bei bisherigen Mienen der Fall ist. Das Problem ist aber, dass es in Peru auch den Abbau von Metallen gibt, die diese Entsorgungsvorschriften nicht einhalten. Lokale Bauern befürchten, dass die Miene den nahe liegenden Fluss verpesten wird und sie mit ihren umliegenden Feldern dadurch massiv betroffen sein werden. Zudem wird die Miene automatisch Arbeiter von den Feldern wegziehen, um lieber in der Miene zu arbeiten.

Innerhalb der letzten 4 Jahre war die Regierung nicht in der Lage die Menschen in der betroffenen Gegend davon zu überzeugen, dass die Miene zu ihrem Nutzen sein würde. 2015 gab es bereits stärkere Proteste in denen 5 Menschen starben. Daher wurde dieses Mal auch das Militär zur Hilfe gebeten.

Die Lizenz für die Miene möchte die Regierung nicht zurücknehmen, aber sie möchten mit dem Baustart abwarten, bis die sozialen Angelegenheiten geklärt werden können.

Arequipa kann euer Gebet also gut gebrauchen. Wir hoffen, dass sich die Konflikte bald lösen können und hier wieder Ruhe in die Umgebung einkehren wird.

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Tischtennis-Turnier

Wir sind sehr dankbar, dass die Jungs in Peru auch Möglichkeiten haben sich sportlich zu betätigen. Zwar gibt es hier längst nicht so viele Vereine wie in Deutschland, aber die…

Wir sind sehr dankbar, dass die Jungs in Peru auch Möglichkeiten haben sich sportlich zu betätigen. Zwar gibt es hier längst nicht so viele Vereine wie in Deutschland, aber die Schule bietet die Möglichkeit, wie dies in den USA meistens der Fall ist, nach dem normalen Unterricht noch verschiedene AGs zu machen.

Jason macht Fußball und Leichtathletik, Tim Tischtennis und Schach und Joel Basketball und Fußball. So kommen sie einfach mit einem späteren Schulbus nach Hause und wir müssen nicht noch abends irgendwo hinfahren.

Immer wieder werden von den Schulen Turniere angeboten. Bei Fußball und Basketball gibt es natürlich wesentlich öfter am Wochenende Spiele, als dies beim Tischtennis der Fall ist. Die Turniere fangen hier oft erst mit den 12-Jährigen an. Umso erfreuter waren wir, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein Turnier in den Kategorien U9, U11, U13 und U15 angeboten wurde.

Für Tim war es das erste Turnier und so hat er sich umso mehr gefreut, dass er es am Ende sogar aufs Treppchen geschafft hat 🙂

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Kuriositäten III

Da ich neulich noch etwas im Zentrum besorgen musste, bin ich mal am neuen Radweg vorbeigelaufen. Ja Radweg in Arequipa!!! Kaum zu glauben aber war. Die Autofahrer halten für gewöhnlich…

Da ich neulich noch etwas im Zentrum besorgen musste, bin ich mal am neuen Radweg vorbeigelaufen. Ja Radweg in Arequipa!!! Kaum zu glauben aber war. Die Autofahrer halten für gewöhnlich keine Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer. Wer hier schon mal den Verkehr gesehen hat weiß, wie die Leute in Arequipa fahren. Da braucht man manchmal auch keine Fahrbahnmarkierung, weil eh jeder fährt wie er will.

Dies bedeutet auch, dass es eigentlich kaum Radfahrer gibt, die sich in den Verkehr trauen. Ein Grund mehr liegt auch daran, dass die Abgase der Autos sehr hoch sind und man von den jeweiligen Abgaswolken sonst direkt eingenebelt wird.

Aber einen Versuch ist es wert. Mal sehen, ob es dadurch mehr Radfahrer geben wird…

Eine weitere Kuriosität ist die Vorliebe der Peruaner für Inka-Kola. Standardgetränk bei Mahlzeiten ist eigentlich immer reguläre Cola und Inka-Kola. Mit der deutlich gefärbten Erscheinung ist sie im Supermarkt überall zu erkennen. Wer Peru besucht, sollte sie auf jeden Fall mal probiert haben. Wir persönlich sind bisher noch nicht auf den Geschmack gekommen. Schmeckt quasi wie flüssiges Kaugummi. Da trinken wir bei Geburtstagsfeiern doch lieber Chicha.

Antibiotika kann man hier ganz einfach in der Apotheke bekommen, ohne vorher in der Arztpraxis gewesen sein zu müssen. Jede Apotheke hat mindestens eine offizielle Apothekerin mit Befugnis Antibiotika verkaufen zu dürfen. Dieser Person schildert man dann seine Symptome und bekommt das Antibiotikum direkt mit. Peruaner nehmen ganz gerne und häufig Antibiotikum ohne sich über die negativen Effekte dessen bewusst zu werden. Ein Arzt hat hier auch nur „erfolgreich behandelt“, wenn er am Ende ein Rezept mit Medikamenten ausstellen konnte. Ein einfaches „Bettruhe und das gibt sich von selber“ reicht da oft nicht aus. Der Patient möchte lieber mit Medikamenten behandeln.

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Winterlich

Mai und Juni sind in Arequipa die kältesten Monate (im Hochland eher Juli/August). So typisch winterlich ist es aber dann doch nicht, wenn man es mit Deutschland vergleicht. Einer hat…

Mai und Juni sind in Arequipa die kältesten Monate (im Hochland eher Juli/August). So typisch winterlich ist es aber dann doch nicht, wenn man es mit Deutschland vergleicht. Einer hat es mal ganz gut formuliert:

6 Uhr     Winter
10 Uhr   Frühling
12 Uhr   Sommer
16 Uhr   Herbst

So fühlen sich gerade unsere Temperaturen an. Da die Häuser nicht isoliert sind und wir auch keine Heizung haben sind es auch gerne mal 15 Grad in der Wohnung, wenn die Jungs sich für die Schule fertig machen.

Joel war neulich schon mit 2 Pullovern und Mütze am Hausaufgaben machen. Oder man kuschelt sich noch gemütlich in eine Decke ein, wenn es Wochenende ist.

So geht man dann mit Pulli zur Schule (Schulbus kommt um 6:30 Uhr, wo es noch kalt ist). Wenn man dann aber tagsüber in der Sonne steht ist man am schwitzen. Da wir uns kurz vor dem kürzesten Tag im Jahr befinden, wird es dann auch schon früh dunkel und kühlt wieder ab.

Wir genießen es aber sehr, dass tagsüber wie immer die Sonne scheint und man den blauen Himmel bewundern kann. Von Regen ist bis Dezember keine Spur.

So ganz typisch winterlich fühlt es sich also nicht an (außer morgens um 5:45 Uhr, wenn die Jungs sich aus ihren warmen Betten begeben müssen…).

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Pakete

Die Jungs freuen sich immer über Pakete! Zum einen, wenn sie anderen helfen können. Ein Kollege von der DMG leitet ein Frühstücksprogramm, wo Kindern in den ärmeren Bereichen der Stadt…

Die Jungs freuen sich immer über Pakete!

Zum einen, wenn sie anderen helfen können.

Ein Kollege von der DMG leitet ein Frühstücksprogramm, wo Kindern in den ärmeren Bereichen der Stadt ein Frühstück vor dem Schulunterricht und nachmittags auch ein Nachhilfeprogramm angeboten bekommen. Immer mal wieder muss er hier Milch, Zucker und sonstige Dinge zu den jeweiligen Bezirken fahren. Da die Jungs gerade Herbstferien hatten, durften sie fleißig mit anpacken!

Am meisten freuen sie sich natürlich, wenn sie selber Pakete bekommen 🙂

Deutsche Süßigkeiten sind einfach klasse und sie freuen sich besonders über Lustige Taschenbücher, die uns immer mal wieder erreichen. Stundenlang können sie damit auf der Couch verbringen.

Wer uns also eine Freude machen will kann uns unter folgender Adresse erreichen:

Benjamin und Daniela Marx
Apartado 1810
Arequipa 
Peru

Je nach Postangestelltem ist es wichtig, dass der Abholer auch der ist, der auf dem Päckchen drauf steht. Also am besten beide Namen nennen. So sind wir flexibel, je nachdem wer gerade in der Stadt ist.

Am besten auch immer kurz Bescheid geben, wenn etwas unterwegs ist, damit wir bei der Post nachfragen können. Nicht immer liegt im Postfach ein Zettel drin, dass ein Paket angekommen ist und es muss auch durchaus mal 30 Minuten nach dem Paket gesucht werden, weil das Lagersystem noch „ausbaufähig“ ist. Das Warten lohnt sich aber immer!!!

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