Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Alltag

Kongress-Wahlen

Am letzten Sonntag wurde in Peru der neue Kongress gewählt. Dies bedeutet u.a., dass es für den Sonntag ein Versammlungs-Verbot gibt. Die Gottesdienste finden bei Wahlen oft bereits am Samstagabend…

Am letzten Sonntag wurde in Peru der neue Kongress gewählt. Dies bedeutet u.a., dass es für den Sonntag ein Versammlungs-Verbot gibt. Die Gottesdienste finden bei Wahlen oft bereits am Samstagabend statt.

Unter anderem gibt es auch ein Verbot, dass von Samstag bis Montag kein Alkohol verkauft werden darf, um für Ordnung zu sorgen und dass die Wähler nüchtern sind. Dieses Gesetz gibt es in vielen lateinamerikanischen Ländern.

In Peru besteht zudem eine Wahlpflicht. Das bedeutet, dass man eine Strafgebühr bezahlen muss, wenn man nicht zur Wahl angetreten ist. Das Einwohnermeldeamt kennt diese Gebühr, so dass man in Zukunft keine Papiere von der Stadt abholen kann (für welche Zwecke auch immer), ohne seine Strafe bezahlt zu haben.

Diese Gebühr hängt davon ab, wo man wohnt. In ärmeren Gebieten sind es S/.86 (23€) bis hin zu extrem armen Wohngebieten, wo es nur S/.21,50 (6€) sind. Wenn man zum Wahldienst eingeteilt wurde und nicht erscheint, dann sind es S/.215 (knapp 60€). Je nach Gehalt bezahlt vor allem die Oberschicht lieber die Strafe, als für solch einen Dienst einen Tag zu „opfern“.

Der Spiegel hat die Resultate der vergangenen Kongresswahl ganz gut zusammen gefasst (hier).

Allgemein ist zu sagen, dass in Peru auf jeden Fall ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber Politikern und Parteien herrscht.

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Laguna de Salinas

In den Ferien sind wir mit drei Autos zusammen mit Freunden zu der „Laguna Salina“ gefahren. Diese Lagune liegt noch mal 2000 Meter höher als Arequipa und es ist schön…

In den Ferien sind wir mit drei Autos zusammen mit Freunden zu der „Laguna Salina“ gefahren. Diese Lagune liegt noch mal 2000 Meter höher als Arequipa und es ist schön auch mal hinter die Vulkane zu fahren, die man sonst nur von vorne sieht.

Quasi kurz vor der Spitze nah an den Wolken. Die Distanz von der Stadt zu der Lagune ist nicht weit (68km), aber dadurch, dass keine asphaltierte Straße hochführt braucht man schon mindestens 2 1/2 Stunden.

Die Laguna ist Teil eines National-Reservats. Besonders nach der Regenzeit (April / Mai) gibt es hier viele Vogelarten und sogar Flamingos zu sehen.

Hier die Überreste eines Flamingokopfes.

Erst ganz am Ende konnten wir auf der anderen Seite der Lagune ein paar Flamingos entdecken.

Vicuñas konnten wir aber ganz viele sehen

Dankbarerweise hatten wir noch einen schönen Tag ohne Regen erwischt. Seit dem 01.01. hat nämlich auch hier in Arequipa die Regensaison begonnen und der Himmel ist nur noch grau.

Auf dem Rückweg konnten wir dann, wie immer auf dieser Höhe, einige Alpaka Herden sehen.

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Weihnachten

Im Gegensatz zu Deutschland befinden wir uns gerade im Sommer Perus. Schön warm ist es, aber wenn es wie immer abends schon früh dunkel wird, kommt auch bei uns Weihnachtsstimmung…

Im Gegensatz zu Deutschland befinden wir uns gerade im Sommer Perus. Schön warm ist es, aber wenn es wie immer abends schon früh dunkel wird, kommt auch bei uns Weihnachtsstimmung auf.

In der Schule hatten wir gerade unsere Abschlussveranstaltungen mit Zeugnisverleihung (weil auf der Südhalbkugel das Schuljahr gerade geendet hat).

Auch als SIM Team hatten wir unsere Weihnachtsfeier. Dieses Mal auf dem Campgelände in Vitor.

Der Vorteil hier ist, dass die Kinder das Schwimmbad benutzen können und wir auch einen kleinen Spaziergang zum Fluss machen konnten, der gerade noch einen ziemlich niedrigen Wasserstand hat. Sobald jetzt die Regenzeit beginnt, werden die Ufer wieder überschwemmt werden.

Wir wünschen auch euch eine schöne Weihnachtszeit und ein paar ruhige Tage mit Freunden und Familie. Herzliche Grüße aus Peru!

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Endspurt Schuljahr

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten… Noch 5 Wochen…

Heute mal wieder etwas aus unserem Familien-Alltag. Momentan befinden wir uns im Endspurt unseres Schuljahres. Hier in der südlichen Hemisphäre beginnen die Sommerferien eben kurz vor Weihnachten…

Noch 5 Wochen Schule und dann haben die Jungs es geschafft und wieder ein Schuljahr ist bewältigt worden. Dementsprechend gibt es momentan viele Referate, Arbeiten und sonstige Dinge zu tun.

Zudem gibt es auch viele Sportveranstaltungen die gerade stattfinden. CODECOA sind die Turniere, die einmal im Jahr zwischen den einzelnen Schulen stattfinden.

Auf dem Rückweg der vielen Wettkämpfe lassen wir es uns dann ab und zu mal mit einem Eis gut gehen 🙂

Außerdem finden gerade viele Geburtstagsfeiern statt (bei uns ist Tim am Samstag mit seinem Kindergeburtstag dran). Es ist immer wieder schön, wenn die Jungs eingeladen werden. Die Geburtstage werden hier oft groß gefeiert.

Wir freuen uns aber auch immer wieder, wenn wir samstags Freunde zu uns einladen können. Im Bild sieht man wie die Kinder zu sechst ihr Lieblingsspiel in unserem Park spielen (auf der Flugzeugplattform muss man abgeworfen werden und wenn man getroffen wurde, muss man den Werfern unten im „Wasserbereich“ helfen – ist aber nie Wasser drin…).

Benni und ich haben die letzten Wochen viele Stunden in einem unserer staatlichen Krankenhäuser verbracht. Für den Prozess einer Adoption gilt es genügend Stehvermögen zu haben und nicht zu verzagen… aber mehr dazu im nächsten Post.

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Kuriositäten IV

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen. Hier in Peru fährt die…

In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Artikel mit Kuriositäten in diesem Land. Dinge, die anders sind, als wir das so aus Deutschland kennen.

Hier in Peru fährt die Müllabfuhr in bestimmten Gebieten mit Musik durch die Gegend. In unserer alten Wohnung wurde „Für Elise“ gespielt, in der Stadtmitte „Unter dem Meer“ (Ariel) und weiter im Norden „Shary, shary, lady“… Für uns ganz witzig und vor allem praktisch, weil man dann noch schnell auf die Straße rennen kann, um den Müll rauszubringen – für die Arbeiter der Müllabfuhr wohl eher nervig dieses Lied den ganzen Tag (!) zu hören!

In Arequipa kann man wirklich sehr günstig mit einem Taxi fahren. Noch günstiger, wenn man die gelben „Ticos“ nimmt (kleines Daewoo Auto). Aber da sie mittlerweile in die Jahre gekommen sind (und ab nächstem Jahr auch nicht mehr als offizielle Taxis fungieren dürfen), fehlt immer mal wieder etwas. Ab und zu ein durchgerostetes Loch im Boden, so dass man schon die Straße sieht, oder auch mal ein fehlender Türgriff. Da fährt man dann einfach mit offenem Fenster und macht von außen auf.

Jason war so happy, dass er in unserer „Picantería“ (wo man traditionelles, peruanisches Essen bekommt) endlich mal Hühnerfüße und ein Hühnerherz in seiner Suppe hatte. Hier in Peru wird wirklich alles vom Tier gegessen, so dass die Küche von der Deutschen doch ab und zu variiert.

Unsere Picantería schmort samstags ihren Braten auf der Straße. Einfach rausstellen und hoffen, dass die Tonne nicht umgefahren wird.

Für die Zukunft gebaut? Es gibt immer mal wieder Häuser (auch in unserer Nachbarschaft), wo man sich nicht sicher ist, wofür die Tür gebaut wurde…

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Pause…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch. Es…

Nun gab es die letzten Wochen eine kleine Pause im Blog, weil wir Besuch aus Deutschland hatten. Bennis Eltern waren mit seiner Schwester, Mann und 2-jährigem Sohn zu Besuch.

Es wurde viel gespielt und die Jungs konnten zum ersten Mal ihren Cousin kennen lernen, der kurz nach unserer Ausreise nach Peru geboren wurde.

Wir haben ihnen manches von unserer Stadt und Arbeit zeigen können.

Da sich ihr Besuch mit unseren Frühlingsferien überschnitten hat, haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein paar Tage an den Strand zu fahren. Die Fahrt hierhin ist nur etwas mehr als 2 Stunden, so dass es für unseren Neffen nicht zu anstrengend war und wir die Ferienwoche nutzen konnten, um mal aus der Stadt zu kommen.

Auch wenn es am Strand etwas frischer war als hier in Arequipa sind die Jungs trotzdem baden gegangen und haben Dagobert’s Geldspeicher gebaut (als Mitbringsel gab es u.a. viele neue Lustige Taschenbücher)

Wir haben die Zeit als Familie sehr genossen und waren froh in diesen Tagen auch von unserer regelmäßigen Arbeit etwas kürzer treten zu können.

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Streik gegen die neu geplante Miene

Als wir am Freitag von unserem Aufenthalt in den USA zurück gekommen sind (dazu demnächst ein Blogeintrag), kam von der Schule die Nachricht, dass wegen des geplanten Streiks der Unterricht…

Als wir am Freitag von unserem Aufenthalt in den USA zurück gekommen sind (dazu demnächst ein Blogeintrag), kam von der Schule die Nachricht, dass wegen des geplanten Streiks der Unterricht am Montag und Dienstag ausfallen würde.

Für gewöhnlich bekommen wir in unserer direkten Nachbarschaft nicht so viel von Streiks mit, weil sie meistens in den Außenbezirken Arequipas stärker sind. Dieses Mal kam es aber anders…

Heute kam die Nachricht, dass die ganze Woche über aus Sicherheitsgründen keine Schule sein wird, weil die Schulbusse durch Bereiche der Demonstration fahren müssten und dann mit Steinen beworfen werden würden. Der Streik ist dieses Mal wesentlich heftiger als sonst. Selbst in unserer Nachbarschaft bekommt man was von den Gewalttaten mit. Scheiben von Geschäften werden eingeschlagen, Menschenhorden mit Schlagstöcken laufen durch die Hauptstraßen, vorbeifahrende Autos werden mit Steinen beworfen, Hauptstraßen blockiert, um mit brennenden Reifen und Steinbrocken die Durchfahrt zu blockieren… Am besten geht man erst mittags aus dem Haus, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat.

Aber warum der Aufruhr?

In Peru gibt es einige Mienen (vor allem Silber und Kupfer). Wie so oft in einem korrupten Land profitieren aber nicht immer nur die Einheimischen von den Mienen und deren Erlös, so dass nicht jeder der Miene gegenüber positiv gestimmt ist. Gerade wurde der Bau einer neuen Kupfermiene genehmigt, obwohl in der Vergangenheit dagegen protestiert wurde.

Diejenigen, die die Miene befürworten, betonen wie viel mehr Richtlinien es bei der neuen Miene geben wird (besonders was die Entsorgung der schädlichen Chemikalien betrifft). Die Bedingungen wären viel besser als dies bei bisherigen Mienen der Fall ist. Das Problem ist aber, dass es in Peru auch den Abbau von Metallen gibt, die diese Entsorgungsvorschriften nicht einhalten. Lokale Bauern befürchten, dass die Miene den nahe liegenden Fluss verpesten wird und sie mit ihren umliegenden Feldern dadurch massiv betroffen sein werden. Zudem wird die Miene automatisch Arbeiter von den Feldern wegziehen, um lieber in der Miene zu arbeiten.

Innerhalb der letzten 4 Jahre war die Regierung nicht in der Lage die Menschen in der betroffenen Gegend davon zu überzeugen, dass die Miene zu ihrem Nutzen sein würde. 2015 gab es bereits stärkere Proteste in denen 5 Menschen starben. Daher wurde dieses Mal auch das Militär zur Hilfe gebeten.

Die Lizenz für die Miene möchte die Regierung nicht zurücknehmen, aber sie möchten mit dem Baustart abwarten, bis die sozialen Angelegenheiten geklärt werden können.

Arequipa kann euer Gebet also gut gebrauchen. Wir hoffen, dass sich die Konflikte bald lösen können und hier wieder Ruhe in die Umgebung einkehren wird.

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Tischtennis-Turnier

Wir sind sehr dankbar, dass die Jungs in Peru auch Möglichkeiten haben sich sportlich zu betätigen. Zwar gibt es hier längst nicht so viele Vereine wie in Deutschland, aber die…

Wir sind sehr dankbar, dass die Jungs in Peru auch Möglichkeiten haben sich sportlich zu betätigen. Zwar gibt es hier längst nicht so viele Vereine wie in Deutschland, aber die Schule bietet die Möglichkeit, wie dies in den USA meistens der Fall ist, nach dem normalen Unterricht noch verschiedene AGs zu machen.

Jason macht Fußball und Leichtathletik, Tim Tischtennis und Schach und Joel Basketball und Fußball. So kommen sie einfach mit einem späteren Schulbus nach Hause und wir müssen nicht noch abends irgendwo hinfahren.

Immer wieder werden von den Schulen Turniere angeboten. Bei Fußball und Basketball gibt es natürlich wesentlich öfter am Wochenende Spiele, als dies beim Tischtennis der Fall ist. Die Turniere fangen hier oft erst mit den 12-Jährigen an. Umso erfreuter waren wir, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein Turnier in den Kategorien U9, U11, U13 und U15 angeboten wurde.

Für Tim war es das erste Turnier und so hat er sich umso mehr gefreut, dass er es am Ende sogar aufs Treppchen geschafft hat 🙂

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