Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Alltag

Sogay

Wir waren letztes Wochenende mit einigen Familien aus der Schule im „Schullandheim“. Das kleine Gelände mit seinen Wohnhütten liegt im Vorort von Arequipa (Sogay) und wurde in der Vergangenheit nur…

Wir waren letztes Wochenende mit einigen Familien aus der Schule im „Schullandheim“. Das kleine Gelände mit seinen Wohnhütten liegt im Vorort von Arequipa (Sogay) und wurde in der Vergangenheit nur sehr selten von der Schule genutzt (hier machen sie allgemein keine Klassenfahrten). Nun ist die Überlegung, ob das Gelände überhaupt behalten werden soll und ob man es für Tagesexkursionen nutzen kann.


Bis eine Entscheidung gefällt ist, haben wir es auf jeden Fall noch einmal genutzt. Alle Familien, die Deutsch können und/oder einen deutschen/schweizerischen Elternteil haben, wurden für das Wochenende eingeladen.

Wir waren eine kleine Truppe und die Kinder hatten viel Spaß dabei in der Natur zu spielen.

Auch 5 deutsche Praktikanten der Schule waren dabei. Durch sie und die anderen Lehrer konnten wir viel von der peruanischen Mentalität lernen und mehr erfahren, wie das Schulleben hier funktioniert.

Das Wochenende war auch für uns eine erholsame Zeit, um einfach mal vom Schul- und Sprachschule-Alltag raus zu kommen.

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WM-Qualifikation

Heute war ein ganz besonderer Tag in der Geschichte Perus. Die peruanische Fußball-Nationalmannschaft hat sich doch tatsächlich für die WM 2018 qualifiziert!!! Dies war seit 36 Jahren nicht mehr der…

Heute war ein ganz besonderer Tag in der Geschichte Perus. Die peruanische Fußball-Nationalmannschaft hat sich doch tatsächlich für die WM 2018 qualifiziert!!! Dies war seit 36 Jahren nicht mehr der Fall.


Der Schritt dahin war gar nicht so einfach. Zum einen durfte der Kapitän die letzten beiden Spiele nicht mitspielen – ein wirklicher Verlust. In Argentinien wurde er wegen Dopingverdachts zunächst einmal ausgeschlossen. Dieser Test wird von den Peruanern in vielerlei Hinsicht sehr umstritten gesehen.

Zum anderen wurde das letzte Spiel gegen Neuseeland alles andere als spektakulär gespielt. Neuseeland hatte dadurch, dass das finale Spiel in Peru stattfand den Vorteil, dass die Tore doppelt zählen würden.

Gestern haben die Peruaner aber gezeigt, was in ihnen steckt. In ihrem eigenen Land durften sie  die Qualifikation in die Weltmeisterschaft feiern. Selbst hier in Arequipa gab es Feuerwerk, Hupkonzerte und Partys. Der Präsident hatte bereits am Dienstag festgelegt, dass (falls Peru sich qualifizieren sollte) keiner am Donnerstag zur Schule gehen und auch niemand im öffentlichen Dienst arbeiten müsse.

Der Traum ist wahr geworden und die Peruaner sind Teil der WM 2018!!!

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Notfalltasche

Jeder Missionar wird in Peru dazu angehalten einen „Notfalltasche“ parat zu haben. Bekannterweise gibt es in diesem Land immer wieder Erdbeben. Meistens sind diese schwächer und nur von kurzer Dauer,…

Jeder Missionar wird in Peru dazu angehalten einen „Notfalltasche“ parat zu haben. Bekannterweise gibt es in diesem Land immer wieder Erdbeben. Meistens sind diese schwächer und nur von kurzer Dauer, aber es ist wichtig, dass wir auch für einen Ernstfall gewappnet sind. Hierfür muss bei jedem von unserem Team eine Tasche bereit stehen.

In dieser Tasche befinden sich folgende Dinge:
– Bargeld
– Pässe
– Persönliche Dokumente
– Medikamente
– 1. Hilfe Utensilien
– Taschenlampe und Batterien
– Wasserreinigungstabletten
– Decken oder Schlafsack (falls das Erdbeben in der Nacht ist)
– Ersatzkleidung (falls man im Schlafanzug raus musste)
– Dosenessen
– ausgedruckter Notfallplan

Der Notfallplan beschreibt, wer als erstes kontaktiert werden muss. Im Ernstfall besteht natürlich keine Garantie, dass das Handynetz funktionieren sollte. In diesem Falle versucht der Teamkoordinator alle per Fuß oder Fahrrad zu erreichen, um sicher zu stellen, dass alle in Ordnung sind.

Grundsätzlich sagt man, dass man 15-20 Sekunden Zeit hat, um bei einem Erdbeben das Haus zu verlassen. Aus dem 3. Stock in der Nacht wird das schon schwieriger und so haben wir mit den Jungs bereits besprochen, wo wir uns im Falle eines Erdbebens aufhalten. Dadurch, dass die Fenster parallel zueinander verlaufen hört man das Erdbeben immer sofort durch das Klappern der Fenster, so dass man theoretisch automatisch aufwacht (ich bin da eine Ausnahme… aber Benni ist sofort wach!).

Die regulären Häuser sind hier grundsätzlich erdbebensicher gebaut, so dass selbst bei größeren Erdbeben bisher keine Schäden entstanden sind.

Die Schule der Jungs besitzt ein Frühwarnsystem und ist demnach auch ein sicherer Ort.

Wir sind hier sehr gut vernetzt. Jeder muss einen Reiseplan abgeben, wenn er die Stadt verlässt. Wenn jemand ins Hochland fährt und nicht zum angegeben Zeitpunkt zurückkommt und telefonisch nicht zu erreichen ist, fährt ein Teammitglied hin und geht auf die Suche. Besonders, wenn die Straßen in der Regenzeit sehr schlecht sind, kann es gefährlich werden alleine im Hochland unterwegs zu sein.

Wie gut ist es, dass Gott immer weiß, wo wir uns befinden und wir uns beschützt wissen dürfen!

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Titicacasee

Vier Tage haben wir von der schulfreien Woche im Oktober genutzt, um selbst ein bißchen von Peru zu sehen. Wir sind endlich mal zum Titicacasee gefahren und haben in Puno…

Vier Tage haben wir von der schulfreien Woche im Oktober genutzt, um selbst ein bißchen von Peru zu sehen. Wir sind endlich mal zum Titicacasee gefahren und haben in Puno übernachtet.


Arequipa liegt bereits auf 2.350m Höhe, Puno dagegen auf 3.850m. Die 1.500 Meter haben wir direkt bei unserer Ankunft gespürt. Zwei der Jungs mussten sich erst einmal übergeben, bevor es weitergehen konnte.

Nach und nach haben wir uns an den Höhenunterschied gewöhnt und konnten Puno besichtigen.

 

 

 


Der Titicacasee ist ca. 15x so groß wie der Bodensee. Es ist das höchst gelegenste, kommerziell befahrbare Gewässer auf der Erde.

Wir waren auf einer der schwimmenden Inseln. Hier wurde uns erklärt, wie sie die Inseln in Stand halten und wie die Menschen hier leben. Für sie ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Die meisten anderen Menschen leben von der Fischerei.

Anschließend sind wir noch auf einer größeren Insel gewesen, auf der wir Mittag gegessen haben.

Für uns war es sehr schön mal aus der Großstadt raus zu kommen. Einfach nur die Natur genießen! Wie schön und vielseitig Gott doch die Welt geschaffen hat!!!

 

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Volkszählung

Seit 10 Jahren hat es in Peru keine Volkszählung mehr gegeben. Im ganzen Land (!) musste man von 8-17 Uhr zu Hause bleiben, bis ein Mitarbeiter vorbeikam, um die Daten…

Seit 10 Jahren hat es in Peru keine Volkszählung mehr gegeben. Im ganzen Land (!) musste man von 8-17 Uhr zu Hause bleiben, bis ein Mitarbeiter vorbeikam, um die Daten der Hausbewohner aufzunehmen.
Kein Bus durfte fahren, kein Geschäft aufhaben. Die Menschen am Flughafen mussten dort verweilen, bis der Zensus fertig war.

Die Menschen wurden dazu angehalten nicht ihre Häuser zu verlassen (außer man trägt einen Bescheid mit sich, der bezeugt, dass man bereits gezählt wurde). Es war also ein ruhiger Sonntag!

So genau konnten wir uns das noch nicht vorstellen, da wir so etwas noch nie erlebt hatten. Einige Kollegen waren bereits in den Morgenstunden fertig, aber bei uns hat es bis 16 Uhr gedauert, bis wir dran gekommen sind. Neben den normalen Daten wurde man u. a. danach gefragt, ob man lesen und schreiben kann, welche Nationalität man besitzt und ob man verheiratet ist (sind hier viele Peruaner aus Kostengründen nicht).

Wir sind gespannt darauf, was für Schlüsse aus der Befragung gezogen werden. Theoretisch müsste man daraus auch endlich feststellen können, wie viele Einwohner Arequipa hat (das ist bisher nur eine ungenaue Zahl).

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Ein Stückchen Heimat

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂 Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule…

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂

Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule Oktoberfest gefeiert. Hier konnten wir uns ein bißchen wie zu Hause fühlen, als zu Beginn die deutsche Nationalhymne gesungen und die deutsche Fahne gehisst wurde.

Jedes Jahr organisiert die Schule das Oktoberfest, um für ein soziales Projekt Gelder zu sammeln. Viele Eltern sind mit dabei, so dass fleißig Geld für Spiele und Essen ausgegeben wird.

Unter anderem führen die Kinder auch deutsche Tänze und Lieder vor. Auf dem Sportplatz hat jede Klasse einen Stand mit Spielen.

Es gibt Apfelschorle und Lebkuchen zu kaufen, aber auch peruanische Gerichte (hier isst Jason Rinderherzen „Anticuchos“)

Es war unser erstes „peruanisches Oktoberfest“ und wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Der Morgen bot eine gute Gelegenheit, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, Lehrer und auch Freunde der Kinder kennen zu lernen.

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