Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Theol.Eck

Research

As followers of Jesus, we remain lifelong learners. This is also important to the DMG and our partner organization (SIM). In theological education, further studies are always necessary. For me,…

As followers of Jesus, we remain lifelong learners. This is also important to the DMG and our partner organization (SIM). In theological education, further studies are always necessary. For me, this is not just about being „up-to-date“, but also about humility and openness. What do I mean by that? I mean that in theological-biblical matters, as a lecturer one should always have questions like: „Where do I take my theological statements from?“ „Why do I read this biblical text in this way?“ „Who or what shaped me?“ „Is there a better way to understand a text? „etc.

In my opinion, this does not only apply to lecturers, but to all of us – but in a special sense to teachers.

In my academic career so far, I have repeatedly seen how studies and new research tasks have helped me to better understand our faith. This is one of the reasons why I love to teach.

In my carpentry training, I had two colleagues (well, all were basically my superiors …), who wanted to open their own carpentry. To do this, however, they first had to do their „masters“.

That’s similar in academic studies. Let me give you an example from Arequipa. The Lutheran seminary here is in the process of being officially accredited right now. With that they can offer a Bachelor-degree. This means that the lecturers must have at least a Master to attend the teaching service. In general, Peru has been tightening its reins since around 2012 and wants to align itself with the international university market.

You could argue that I already have two master’s degrees, so that this is enough for many institutions in Peru, but a lot of people (and the DMG from the very beginning) have encouraged me to look into a PhD program. The advantage of a PhD is that you can lecture worldwide at all theological institutions.

I’ve been intensively investigating topics and institutions for the past two years. Some of you may know that I had already started pursuing a PhD between 2014-2016. During this time, however, some personal reasons to no longer follow this path emerged. But the desire for further education and academic research remained. Since 2016 I also wanted to include a „practical“ component in the research project; that means that my research should have something to do with my work here on site.

After a long time back and forth, I „by chance“ came in contact with a professor in England. The college is accredited by the University of Aberdeen. After several e-mails, talks, prayers and reflections, we decided to officially pursue this path. This means that I am now in the process of applying and enrolling at the university.

The DMG and SIM are completely supportive of this endeavor. There will be additional costs involved (roughly $7,000 per year) and we are very grateful to DMG/SIM for supporting this project. You can use the following way to support us:

Click on the SIM website

„Support a Missionary“

Benjamin Marx 046677

Account: Support

I will do this study part-time and from Arequipa, so that our ministry here can continue. Every year, however, I will be in England/Scotland for three weeks to attend a research conference and to access the latest publications.

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Weiterbildung

Als Nachfolger Jesu bleiben wir lebenslang Lernende. Dazu steht auch die DMG und unsere Partnerorganisation (SIM). In der theologischen Ausbildung ist ein sich Weiterbilden immer von Nöten. Für mich hat…

Als Nachfolger Jesu bleiben wir lebenslang Lernende. Dazu steht auch die DMG und unsere Partnerorganisation (SIM). In der theologischen Ausbildung ist ein sich Weiterbilden immer von Nöten. Für mich hat das nicht nur mit einem „up-to-date-sein“ zu tun, sondern auch etwas mit Demut und Offenheit. Was meine ich damit? Ich meine, dass man in theologisch-biblischen Dingen sich als Dozent immer hinterfragen sollte: „Woher nehme ich meine theologischen Stellungnahmen?“ „Warum lese ich diesen biblischen Text auf diese Weise?“ „Wer oder was hat mich geprägt?“ „Gibt es bessere Wege einen Text zu verstehen?“ etc.

Dies gilt meines Erachtens nicht nur für Dozenten, sondern für uns alle – aber eben im besonderen Sinne für Lehrende.

In meinem bisherigen akademischen Werdegang habe ich immer wieder festgesellt, wie sehr mich Forschungsaufgaben herausfordern und mir helfen unseren Glauben besser zu verstehen. Dies ist auch ein Grund warum ich unheimlich gerne unterrichte.

In meiner Tischlerausbildung hatte ich zwei Kollegen (naja, es waren ja alle eher meine Vorgesetzten…), die ihre eigene Tischlerei aufmachen wollten. Um dies zu tun, mussten sie allerdings erst einmal ihren „Meister“ machen.

In akademischen Studien ist das ja ähnlich. Am lutherischen Seminar hier in Arequipa z.B. wird demnächst ein offizieller „Master“ (maestría) verlangt, um an dem Institut unterrichten zu dürfen. Das Institut ist nämlich gerade dabei offiziell akkreditiert zu werden, um dann auch einen Bachelor anbieten zu können. Das heißt, dass die Dozenten dann mindesten einen Master haben müssen, um den Lehrdienst dort wahrnehmen zu können. Allgemein zieht Peru die Zügel seit ca. 2012 strenger an und möchte sich dem internationalen, universitären Markt angleichen.

Nun habe ich ja bereits zweit Masterabschlüsse, so dass dies für viele Einrichtungen erst einmal reicht. Jedoch ermutigen mich Viele (und auch die DMG schon von Anfang an) mich bezüglich eines PhD (Latein: philosophiae doctor; Doktor der Philosophie) Programmes umzuschauen. Mit einem PhD kann man weltweit an allen theologischen Einrichtungen dozieren.

Dieses „Umschauen“ habe ich in den letzten zwei Jahren intensiv verfolgt. Manche von Euch wissen vielleicht, dass ich bereits zwischen 2014-2016 einen Versuch in diese Richtung gestartet hatte. In dieser Zeit gab es für mich allerdings einige Beweggründe diesen Weg abzubrechen. Doch der Wunsch nach Weiterbildung und akademischer Forschung blieb bestehen. Allerdings wollte ich seit 2016 auch eine „praktische“ Komponente in die Forschungsarbeit einbauen. Das heißt, meine Forschung sollte etwas mit meiner Arbeit hier vor Ort zu tun haben.

Nach langem hin und her, habe ich „per Zufall“ einen Professor in England kennengelernt. Das College ist über die University of Aberdeen akkreditiert. Nach mehreren E-Mails, Gesprächen, Gebeten und Überlegungen haben wir uns entschieden diesen Weg offiziell zu gehen. Dies bedeutet, dass ich nun im Prozess bin mich an der Uni zu bewerben und einschreiben zu lassen.

Die DMG (wie bereits erwähnt) steht hier völlig hinter uns. Da für solch eine Weiterbildung einige Kosten anfallen (zwischen € 6.000 – 7.000 im Jahr), sind wir der DMG sehr dankbar, dass sie dieses Vorhaben unterstützt und auch ein Projektkonto mit eigener Nummer hierfür angelegt hat:

P 31012 Marx Weiterbildung

Wer uns hiermit unterstützen möchte, kann dies also ganz speziell auf dieses Projekt hin machen und die Nummer im Verwendungszweck der Überweisung angeben. Dieses Studium werde ich in Teilzeit und aus Arequipa machen, so dass der Dienst vor Ort nicht beeinträchtigt wird. Jedes Jahr werde ich jedoch für drei Wochen in England/Schottland sein, um dort an einer Forschungskonferenz teilnehmen zu können und die neuesten Veröffentlichungen einzusehen.

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Chalhuanca

Wieder ein Anruf aus dem Hochland. Als ich den Anruf erhielt waren es noch drei Wochen bis zu dem nächsten Workshop von unserer theologischen Ausbildung vor Ort. Am Telefon war…

Wieder ein Anruf aus dem Hochland. Als ich den Anruf erhielt waren es noch drei Wochen bis zu dem nächsten Workshop von unserer theologischen Ausbildung vor Ort. Am Telefon war hermano director René. Er musste irgendwo in den Bergen sein, denn der Empfang war sehr schlecht und ich konnte nicht alles verstehen, was er mir kommunizieren wollte.

Normalerweise ist René von Januar bis März auf dem „Bauernhof“ (estancia), um sich um die Tiere (vor allem Alpaka) seiner Familie zu kümmern. Er und seine Brüder wechseln sich ab, um so die estancia und die Tiere zu erhalten und zu pflegen. Dieses Jahr ist René allerdings schon seit knapp sechs Monaten oben im Hochland. Seiner Frau geht es gesundheitlich nicht gut und wir bitten um Gebet für Weisheit und Heilung.

Das Einzige, das ich am Telefon verstand, war, dass ich eine hermana in Imata (kleines Örtchen auf dem Weg) abholen solle. Sie würde mir dann den Weg nach Chalhuanca zeigen, wo wir uns mit unseren Studenten treffen würden. Die Region hat nur wenige Studenten. Kürzlich kamen vier junge Studenten hinzu, so dass wir nun fünf Studenten dort zählen konnten.

Leider waren zwei der Studenten recht krank. Einer hatte Lungenentzündung, wenn ich es richtig verstanden habe. Somit waren es dann noch drei Studenten und sonstige Geschwister, die bei solch einem Treffen der Gemeinde auch dabei sind.

Bereits um 16:30 Uhr neigt sich die Sonne hinter den Bergen, so dass es schon früh brutal kalt wird. Der abendliche Gottesdienst endet jedoch immer so gegen 21:00-22:00 Uhr. Man kommt also aus dem frierenden Gemeindehaus und legt sich dann in seinen eiskalten Schlafsack. Es dauert mind. 30 min bis der Körper wieder einigermaßen warm wird. So habe ich das Wochenende mit Kopfschmerzen, Magenprobleme (mit dem Essen in den Dörfern des Hochlandes kämpfe ich jedes Mal…) und auch ein wenig Fieber verbracht.

Es ist aber immer wieder schön die Freude und Zuneigung unserer Geschwister des Hochlandes zu Jesus unserem Herrn zu sehen. Es wird sich viel ausgetauscht und auch das Lachen und Scherzen fehlt nicht. Im Gebet sind sie zu Hause. Bis zum nächsten Mal … Chalhuanca.

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Theologie des 3. Johannesbriefes

Vor einiger Zeit berichtete ich Euch von meiner Begegnung via Facebook mit einem Professor aus Mexiko und einem Buchprojekt, an dem ich teilnehmen durfte. [Leider haben die Hälfte der anderen…

Vor einiger Zeit berichtete ich Euch von meiner Begegnung via Facebook mit einem Professor aus Mexiko und einem Buchprojekt, an dem ich teilnehmen durfte. [Leider haben die Hälfte der anderen Autoren noch nicht ihre Kapitel eingereicht, so dass die Veröffentlichung sich noch etwas hinziehen dürfte…]

Heute möchte ich Euch eine Art Zusammenfassung der Theologie des 3. Johannesbriefes geben. Dieser Brief ist der kürzeste des Neuen Testamentes und man findet auf Anhieb nicht viel was man als „theologisch“ bezeichnen könnte. Bei näherem Hinschauen jedoch, bietet dieser Brief doch so Einiges.

Nach mehrerem Durchlesen (dies ist immer eine gute Methode im Bibelstudium) kamen einige Themen zum Vorschein bzw. stellten sich in den Vordergrund. Zum Beispiel sehen wir, dass in diesem kurzen Brief siebenmal (7x) das Wort „Wahrheit“ (alētheia/ἀλήθεια) in verschiedenen Formen vorkommt. Auch das Wort „Liebe“ (agapē/ἀγάπη) kommt in verschiedenen Formen ganze sechsmal (6x) vor. Wahrheit und Liebe bilden hier das Fundament der christlichen Theologie.

„Wahrheit“ kann sich im Allgemeinen auf die christliche Botschaft (das Evangelium) beziehen. Jedoch gilt zu beobachten, dass Gaius in der Wahrheit wandelt (d.h., der Wahrheit gemäß leben; V. 3),  dass der Älteste Freude daran hat, wenn seine „Kinder in der Wahrheit wandeln“ (V. 4) und, dass man „Mitarbeiter der Wahrheit“ (V. 8) sein kann. Es ist also primär „Wahrheit in Aktion“. Wie „wandelt“ man aber nun in der Wahrheit? In der Liebe. „Liebe“ im neutestamentlichem Sinne ist keine Gefühlsduselei, sondern nimmt konkrete Aktionen zum Guten des anderen an. Die reinste Form der Liebe ist die Liebe Gottes, die sich darin ausdrückt, dass Er Seinen einzigen Sohn zu uns schickte, um als Opfer für uns zu sterben und dass wir durch ihn wahres Leben haben (siehe z.B. 1. Joh 4,9-10; Röm 5,8-11). Dass wir einander lieben sollen – und zwar lieben in diesem biblischen Sinne – ist auch im Evangelium nach Johannes bekannt (13,34; 15,12.17).

Im 3. Johannesbrief haben wir dann ein positives Beispiel (Gaius; Vs. 1-8) und ein Negativbeispiel (Diotrephes; Vs. 9-10). In der Wahrheit und in Liebe zu leben, bedeutet im Einklang des Geglaubten und des täglichen Lebens zu sein (practice what you preach; walk the talk…). Im 3. Johannes drückt sich das vor allem in Gastfreundschaft und der Unterstützung von Missionaren aus.

Da ich hier nicht alles wiedergeben kann (hoffentlich kann man es dann bald im Buch nachlesen; auch wenn es natürlich auf Spanisch ist…), möchte ich noch weitere Themen nennen, über die Ihr dann im eigenen Nach- und Durchlesen dieses kurzen Briefes nachdenken könnt:

Leiterschaft

Seele und Körper

Dienst der Präsenz

In einer so komplexen Welt wie heute fordert uns dieser Brief von Johannes auf, einen Moment innezuhalten. Er fordert auf, uns auf das zu konzentrieren, was wichtig ist – in Liebe und Wahrheit zu leben. Diese beiden Merkmale des christlichen Glaubens bedürfen der Ausgewogenheit. Manchmal ist es einfach, ohne Liebe die Wahrheit zu sagen. Andere Male sagen wir nicht die Wahrheit und denken, dass es freundlicher (liebevoller) wäre. In Wahrheit und in Liebe zu leben bedeutet auf die Kraft und Weisung des Heiligen Geistes zu vertrauen und uns von Gott leiten zu lassen – von Moment zu Moment.

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Challuta

Schon beim Herausfahren aus der Stadt, sah ich dicke Wolken in den Anden. Mein Beifahrer hermano Roberto meinte, diese würden sich bei Imata (einem Ort, durch den wir fahren würden)…

Schon beim Herausfahren aus der Stadt, sah ich dicke Wolken in den Anden. Mein Beifahrer hermano Roberto meinte, diese würden sich bei Imata (einem Ort, durch den wir fahren würden) auflösen….

… in Imata angekommen, hat es dann geregnet und kurze Zeit darauf geschneit…

Nach ca. 3-4 Stunden Fahrt kamen wir dann in Condoroma an, wo wir unseren geliebten hermano director René mitnahmen. Er kam von seinem „Hof“ (estancia) auf seinem Motorrad dorthin … bei Regen und Schnee.

Von dort aus waren es nur noch 1-2 Stunden bis Challuta. Nach dem wir die befestigten Straßen verlassen hatten und einige Zeit auf dem „Landweg“ unterwegs waren (vorsichtig wegen Schlaglöchern etc.), sahen wir zahlreiche Lastwagen, die nicht weiterfuhren. Keine Ahnung wie viele es genau waren, aber es waren weit über 50.

Also stellten wir uns kurz hinten an, um zu erfahren was los sei und ob wir vorbeikönnten. Wir erfuhren, dass eine Brücke repariert wird. Jeden Tag verbringen die Lkw-Fahrer Stunden vor der Sperre bevor sie weiterkönnen.

Gott sei Dank, konnten wir aber an den Lkws vorbei und kurz vor den Brückenreparaturen links ab, um nach Challuta zu kommen. So langsam wurde es schon dunkel und ich war erleichtert, dass von hier aus Challuta schon zu sehen war. Dort angekommen, wurden wir bereits begrüßt und mit dem typischen Süppchen zum Abendessen eingeladen.

Leider hat das Essen in meinem Körper nicht nur Gutes angerichtet, so dass ich wieder mit Magenproblemen und Übelkeit während unserem taller zu kämpfen hatte (taller ist die Zusammenkunft der Studenten in der theologischen Ausbildung). Dazu kamen dann auch noch Kopfschmerzen (in der Nacht) und Herzrasen. Das Herzrasen und auch die Kopfschmerzen haben etwas mit der Höhe zu tun. Diesmal waren wir auf knapp 4.500 m.

Am Samstag haben wir dann einige administrative Dinge klären können und ich hatte das Privileg vier neue Studenten in das Programm von ETE (Educación Teológica por Extensión; theologische Ausbildung vor Ort) einführen zu können. Dies ist immer etwas Besonderes. Man spürt eigentlich immer, dass ein Hunger nach dem Wort Gottes da ist. Unsere Geschwister im Hochland möchten die Bibel und unseren Glauben näher verstehen. Um nicht in die Stadt ziehen zu müssen, um dort ein Seminar zu besuchen, gibt es ETE. Der schulische Werdegang im Hochland ist sehr verschieden, so dass es manchen sehr schwerfällt zu lesen und „einfache“ Fragen zum Text zu beantworten. Deswegen treffen sich einige Studenten jede Woche mit einem Tutor um das Material zu besprechen.

Am Sonntagmorgen um 7 Uhr, nach der Morgenandacht, fragte mich René, ob ich im Gottesdienst um 9 Uhr predigen könne. Da so etwas öfters vorkommt, habe ich immer 2-3 Predigten dabei.

Sonntags habe ich ganz auf das Essen verzichtet (ich hatte noch ein paar Brötchen im Auto) und wir sind so gegen 13 Uhr über Condoroma (um hermano René und sein Motorrad wieder zu vereinen) nach Arequipa zurückgefahren. Es ist immer wieder schön zurück bei der Familie zu sein.

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Callalli

Nach etlichen Monaten bekam ich erneut einen Anruf vom Direktor der ETE-Arbeit (theol. Ausbildung vor Ort). Die Stimme von hermano René war nicht leicht zu verstehen, da er noch immer…

Nach etlichen Monaten bekam ich erneut einen Anruf vom Direktor der ETE-Arbeit (theol. Ausbildung vor Ort). Die Stimme von hermano René war nicht leicht zu verstehen, da er noch immer im Hochland und der Empfang nicht immer besonders gut dort ist. Hermano René lebt normalerweise in der Stadt (Arequipa), passt jedoch von Januar bis März/April auf die enstancia (Ort Bauernhof mit Alpaka etc.) seiner Familie auf und lebt deshalb in dieser Zeit dort. Leider geht es seiner Frau gesundheitlich nicht so gut. Gerne dürft ihr für sie beten.

Dieses Mal ging unsere Hochlandreise nach Callalli. Ich fuhr dort von Arequipa allein hin. Na ja fast. Bis nach Chivay (ca. drei Stunden von der Stadt entfernt), der ersten größeren Ortschaft im Colca-Tal, fuhr ich allein. Dort hatte ich mich mit dem Koordinator der Arbeit vor Ort verabredet. Ich sagte ihm zuvor, dass ich so gegen 15-16 Uhr in Chivay eintreffen würde. Da es kaum Verkehr auf der Straße gab, kam ich bereits kurz nach 15 Uhr an. Also rief ich den Koordinator an und sagte ihm, dass ich nun da sei. Er meinte, er könne mich so um 16 Uhr treffen … um 17 Uhr sind wir dann endlich weiter nach Callalli gefahren (was zum Glück nur 40 Minuten von Chivay entfernt liegt).

Auf dem Weg hinunter ins Colca-Tal sah ich einen Reisebus, der einen großen Unfall hatte. Personen waren dort keine mehr. Am nächsten Tag erfuhr ich dann von Dany, dass es wieder zu einem heftigen Unfall kam und drei Deutsche darunter waren. Bei einer jungen Frau musste ein Arm amputiert werden, ihr Freund war mehrere Tage unter Schock. Eine weitere junge Frau liegt in einem anderen Krankenhaus. Dany hatte sie besucht und leider muss man wieder die Inkompetenz dieses Krankenhauses und deren Ärzte bestätigen. Der Arzt, der diese Frau behandelte, meinte es sei alles soweit „in Ordnung“. Die junge Frau schickte aber die Röntgenaufnahmen nach Deutschland, dort wurde ihr bestätigt, dass zwei Wirbel ihrer Wirbelsäule beschädigt bzw. gebrochen sind. Diese Woche werden alle drei zurück nach Deutschland geflogen werden.

Es trifft einen ziemlich solche Geschichten mitzubekommen. Vieles könnte verhindert werden…

Nun aber zurück nach Callalli. Wie gewöhnlich war das Treffen von Freitagabend bis Sonntag nach dem Gottesdienst geplant. Jedoch kamen nicht allzu viele Studenten zu diesem Treffen. Trotzdem hatten wie eine gute Gemeinschaft und konnten uns im offenen Forum über theologische Fragestellungen austauschen (unter anderem was Ehe bedeutet und ob zivile oder kirchliche Eheschließung letztendlich „zählt“).

Gesundheitlich ging es mir dieses Mal wesentlich besser und so hatte ich nur mit recht „milden“ Kopfschmerzen zu kämpfen. Samstagmorgen hatte ich zwei Stunden Zeit, so dass ich eine Predigt für den Sonntag zu Johannes 9 vorbereiten konnte.

Nach raschen vier Stunden Autofahrt war ich Sonntagabend wieder bei der Familie und habe erst einmal eine heiße Dusche genossen.

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