Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Theol.Eck

Anchapara

Wenn wir in Deutschland von der Pampa sprechen, wusste ich oft nicht, dass dies in Peru ein wirklicher Begriff für entlegene Hochebenen ist. Bei vielen Reisen in das Hochland Arequipa…

Wenn wir in Deutschland von der Pampa sprechen, wusste ich oft nicht, dass dies in Peru ein wirklicher Begriff für entlegene Hochebenen ist. Bei vielen Reisen in das Hochland Arequipa (theologische Ausbildung vor Ort) sind wir wirklich mitten in der Pampa unterwegs.

Oft weiß ich nicht einmal wo die Orte liegen … das liegt auch daran, dass es gar keine Orte sind, sondern oft einfach einzelne Höfe (estanicas). So fuhr ich neulich Richtung Imata (ein kleineres Dorf) um mich dort mit meinem Kollegen hermano René zu treffen. Er sollte mir dann den Weg nach „Anchapara“ zeigen. Nun … René kam nicht. Aber (Gott sei Dank!) war dort ein anderer hermano, der mitfuhr und mir den Weg durch die Pampa zeigen konnte (unglaublich wie viel verschiedene Abzweigungen es in der Pampa gibt …).

Nach nur einer Stunde Fahrt (Geschwindigkeit zwischen 10-20 km/h je nach „Wegbelag“) kamen wir auch endlich auf der estancia an. Den ganzen Tag über versuchte ich hermano René via Handy zu erreichen. Da er aber selbst gerade auf seiner estancia war, um dort seine Tiere zu hüten (vor allem Alpakas), hatte er kein Netzempfang. Als ich ihn dann erreichte, fragte ich ihn wo er jetzt sei und er sagte er wäre nun in „Imata“. Er hatte allerdings sein Motorrad dabei und konnte so selbst zur estancia fahren. Leider ging es seiner Frau nicht gut, so dass er bereits am Samstag wieder fuhr, um sich um seine Frau zu kümmern.

Ein Höhepunkt dieser Reise war die Taufe der vier jungen Studenten. Gott ist groß … auch auf kleinen Hölfen!!!

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Der einzigartige Sohn

Der Hebräerbrief ist vielen nicht ganz so bekannt, steckt aber voller tiefer Einsichten und deshalb werde ich in den nächsten Monaten immer wieder ein paar Verse dieses Briefes beleuchten. [Für…

Der Hebräerbrief ist vielen nicht ganz so bekannt, steckt aber voller tiefer Einsichten und deshalb werde ich in den nächsten Monaten immer wieder ein paar Verse dieses Briefes beleuchten. [Für eine kleine Einführung siehe diese Video]. Hier die ersten vier Verse aus dem ersten Kapitel:

(1) Viele Male und auf verschiedenste Weise sprach Gott in der Vergangenheit durch die Propheten zu unseren Vorfahren. (2) Jetzt aber, am Ende der Zeit, hat er durch ´seinen eigenen` Sohn zu uns gesprochen. Der Sohn ist der von Gott bestimmte Erbe aller Dinge. Durch ihn hat Gott die ganze Welt erschaffen. (3) Er ist das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit, der unverfälschte Ausdruck seines Wesens. Durch die Kraft seines Wortes trägt er das ganze Universum. Und nachdem er das Opfer gebracht hat, das von den Sünden reinigt, hat er den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät. (4) Selbst im Vergleich mit den Engeln ist seine Stellung einzigartig. Ihm wurde ja auch ein unvergleichlich höherer Titel verliehen als ihnen.

Wer auch immer der Autor (oder die Autorin) des Hebräerbriefes gewesen sein mag, man wird in das tiefe Becken des christlichen Glaubens begleitet. Hier geht es nicht um oberflächliche oder auch irreführende Darstellungen Jesu (siehe z.B. dieses Buch The Original Jesus: Trading the Myths We Create for the Savior Who Is), sondern um eine Bereicherung unseres Verständnisses wer dieser Apostel und Hohepriester ist, der Mensch wurde, sich selbst hingegeben hat und nun zu Rechten des Vaters im Himmel sitzt (Hughes, 1).

Eine Übersicht der ersten vier Verse sieht so aus (Ebert zitiert in O’Brien, 46):

A. Der Kontrast zwischen Sohn und Propheten (V. 1-2a)

B. Der Sohn als messianischer Erbe (V. 2b)

C. Das Schöpfungswirken des Sohnes (V. 2c)

D. Die dreifache Vermittlerbeziehung des Sohnes zu Gott (V. 3a-b)

C‘. Das Erlösungswerk des Sohnes (V. 3c)

B‘. Der Sohn als messianischer König (V. 3d)

A‘. Der Kontrast zwischen Sohn und Engeln (V. 4)

Das Zentrum dieses Chiasmus (aaah … da kommen Erinnerungen aus dem Lateinunterricht zum Leben) beschreibt für uns die einmalige Rolle des Sohnes als „höchste Offenbarer Gottes und Vermittler des neuen Bundes“ (Ebert, 37; zitiert in O’Brien, 46).

Gleich zu Anfang lesen wir, dass Gott „viele Male und auf verschiedenste Weise“ durch die Propheten zum Volk Gottes gesprochen hat. Gott ist ein Gott der Kommunikation und teilt sich mit, offenbart sich. Das typische „es steht geschrieben“ (wie man es z.B. oft bei Paulus findet), ist im Brief an die Hebräer durch das Sprechen Gottes (z.B. 1,5-13; 5,5-6; 7,17.21) „ersetzt“. William L. Lane (S. 11) schreibt hierzu:

Die Überzeugung, dass Gottes Wort in der menschlichen Erfahrung lebendig und aktiv ist (4,12), untergräbt den Appell an die Autorität der Schrift in Hebräer und bereitet die Zuhörer auf die ernste Ermahnung am Ende der Predigt vor, den Gott, der spricht, nicht abzulehnen (12,25).

Jedoch sieht man auch einen temporalen Kontrast. Gott sprach …

… „in der Vergangenheit“ („vor Zeiten“)

… „jetzt aber, am Ende der Zeit“

Ein endzeitlicher (eschatologisch) Klang ertönt hier. Etwas ganz Entscheidendes ist passiert (das Kommen des Gottessohnes) und wird nochmals geschehen (die Wiederkunft Jesu). Dieser Kontrast zeigt aber auch Kontinuität und Diskontinuität zwischen dem Alten Testament und dem Neuen auf. Besser: zwischen dem Alten und dem Neuen Bund (hierzu werden wir im Hebräerbrief noch viel erfahren).

Ein weiterer Kontrast ist, dass Gott früher durch die Propheten, jetzt aber durch „Sohn“ (der Artikel fehlt hier und scheint den qualitativen Unterschied zu unterstreichen) gesprochen hat bzw. spricht. Sieben Eigenschaften des Sohnes werden uns vorgestellt (Bruce, 46-50):

  1. „Erbe aller Dinge“ (2b)
  2. „durch ihn hat Gott die ganze Welt erschaffen “ (2c)
  3. „vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit “ (3a)
  4. „der unverfälschte Ausdruck seines Wesens“ (3b)
  5. „durch die Kraft seines Wortes trägt er das ganze Universum“ (3c)
  6. „er [hat] das Opfer gebracht, das von den Sünden reinigt “ (3d)
  7. „er [hat] den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät“ (3e)

Im Psalm 2 lesen wir „Bitte mich, so gebe ich dir die Nationen zum Erbe und die Enden der Erde zum Eigentum“ (V. 8). Die „Nationen“ und „Enden der Erde“ werden hier im Hebräerbrief einfach mit „Erbe aller Dinge“ wiedergegeben. Erbe und Erbschaft ziehen sich durch den ganzen Brief und wir werden hier und da noch näher drauf zu sprechen kommen (Guthrie, “Hebrews,” 924; siehe 1,14; 6,12.17; 9,15; 11,7-8; 12,17).

Philip E. Hughes sieht einen natürlichen Fluss von der Thematik von Sohnschaft zur Erbschaft, da diese Konzepte eng miteinander verbunden sind (S. 38). Des Weiteren, „Christus ist der Erbe von allem […], weil er der Vermittler der Schöpfung war“ (O’Brien, 53). Durch den Sohn hat Gott die ganze Welt erschaffen.

Dieser Sohn ist das „vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit“ und „der unverfälschte Ausdruck seines Wesens“. Jesus selbst sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Johannesevangelium 14,9). Deshalb können wir auch sagen, dass Jesus die höchste Offenbarung Gottes selbst ist.

Er ist es, der das ganze Universum aufrechterhält. Er ist also nicht nur „Co-Schöpfer“, sondern auch Erhalter aller Dinge. Dieser Co-Schöpfer und Erhalter aller Dinge wurde Mensch und brachte sich selbst als Opfer dar, damit wir von unseren Sünden gereinigt werden.

Nachdem er am dritten Tage von den Toten auferstanden ist, hat er „den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät“ (siehe Psalm 110,1). Jesus sitzt zu Rechten Gottes im Kontrast zu den aaronitischen Priestern, die vor dem Altar stehen (10,11-14). Zur Rechten einer Person zu sitzen, ist den Ehrenplatz einzunehmen (siehe 1. Könige 2,19; Exodus 15,6).

Im V. 4 (Selbst im Vergleich mit den Engeln ist seine Stellung einzigartig. Ihm wurde ja auch ein unvergleichlich höherer Titel verliehen als ihnen) wird der Kontrast zu den Engeln eingeleitet und dann später näher ausgeführt. Das Wort „besser“ wird im Hebräerbrief 12x verwendet und zeigt die Superiorität und Einzigartigkeit dieses Sohnes.

Jesus Christus ist die letzte und ultimative Offenbarung. Er bringt die Heilsgeschichte zu ihrem Höhepunkt. Er, der höchste Offenbarer, ist Schöpfer und Erhalter aller Dinge, brachte sich selbst zur Versöhnung als Opfer dar und regiert das ganze Universum. Das ist das Bild von Christus, welches uns der Hebräerbrief malt.

 

Bibliographie:

  • Bruce, F. F. The Epistle to the Hebrews. New International Commentary on the New Testament. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1990.
  • Davidson, A. B. The Epistle to the Hebrews. Edinburgh: T. & T. Clark.
  • Ebert, D. J.  Wisdom in New Testament Christology, with Special Reference to Hebrews 1:1-4. Unpublished PhD thesis Trinity Evangelical Divinity School 1998. quoted in O’Brien, 46.
  • Guthrie, George H. “Hebrews.” Commentary on the New Testament Use of the Old Testament. Ed. G.K. Beale and D. A. Carson. Grand Rapids, MI: Baker Academic, 2007.
  • Hughes, Philip E. A Commentary on the Epistle to the Hebrews. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1977.
  • Lane, William L. Hebrews. 1-8. Word Biblical Commentary, v. 47A. Dallas, TX: Word Books, 1991.
  • O’Brien, Peter T. The Letter to the Hebrews. Grand Rapids, MI: Eerdmans; 2010.
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Cabanaconde

Dies war die letzte Hochlandreise, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund Markus Völker verbringen durfte. Ab September hat Markus eine Stelle als internationaler Direktor der Organisation SEAN und…

Dies war die letzte Hochlandreise, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund Markus Völker verbringen durfte. Ab September hat Markus eine Stelle als internationaler Direktor der Organisation SEAN und zusammen mit seiner Familie werden sie Ende Dezember Peru verlassen. Er wird nicht nur von den hermanos schwer vermisst werden.

Diesmal waren wir an einem Ort (Cabanaconde) das nur ein sehr kleine I.E.P.-Gemeinde (Iglesia Evangélica Peruana) hat – wenn ich es recht mitbekommen habe, besteht diese Gemeinde aus ca. drei Mitgliedern fortgeschrittenen Alters. Somit waren die Räumlichkeiten mit geplanten 30 Studenten doch etwas eng. Allerdings sind nicht alle 30 anwesend gewesen, so dass es für die täglichen Zusammenkünfte ausreichend war und auch nicht zu kalt wurde.

Auch andere Missionare waren mit um an der Verabschiedung Markus teilnehmen zu können. Wir hatten allgemein eine sehr gute Zeit gemeinsam. Da nicht genug Platz für alle war, sind wir in ein kleines „Hotel“ (ist in Peru etwas anders zu verstehen) mit drei anderen hermanos für zwei Nächte gezogen. Zum Frühstück gab es also keine Suppe, Reis, Nudel und Fleisch, sondern Eier, Brötchen und Marmelade (mit Instant-Kaffee) … was für ein Segen!

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? (1. Könige 8,27)

An diesem Wochenende habe ich wiederum die Predigt am Sonntagmorgen halten dürfen. Dies verlief auch etwas besser als das letzte Mal und ich fühle mich im Spanischen immer sicherer (obwohl an ein komplettes frei-predigen noch nicht zu denken ist). Ich merke allerdings, dass meine Predigten für das Hochland doch oft noch etwas zu kompliziert sind. Hier gilt es noch viel zu lernen, so zu predigen, dass die hermanos gut folgen können und ich nicht über ihre Köpfe hinweg predige.

Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt. (Johannes 1,14)

Das Wochenende lief wie gewöhnlich ab. Da wir uns samstags um 5 Uhr und sonntags um 6 Uhr bereits zur Andacht und Gebet trafen und die Abendveranstaltung bis 21-22 Uhr ging, war ich auf der Rückfahrt doch recht müde. Zu Hause angekommen, habe ich erst einmal alle Dinge in die Waschmaschine gepackt und auf meine Lieben gewartet, die auf einer Schulveranstaltung waren.

Die Geschwister im Hochland wachsen mir immer mehr ans Herz und für mich sind sie echte Helden des Glaubens. In meiner von Tränen geplagten Worte bei Markus Abschied habe ich den Geschwistern gesagt: „Wisst ihr was. Meine Helden im Glauben sind nicht die großen Theologen dieser Welt, sondern ihr. Ihr, die ihr so ein hartes Leben mit schweren Herausforderungen habt, und täglich unserem Herrn die Ehre gibt.“

Herr, forme mich!

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A Book Review/Summary

McGill, Jenny, ed. The Self Examined: Christian Perspectives on Human Identity. Abilene, TX: Abilene Christian University Press, 2018; ISBN: 9781684260805; pp. 208, $ 19.99. [Kindle based review: no page numbers]…

McGill, Jenny, ed. The Self Examined: Christian Perspectives on Human Identity. Abilene, TX: Abilene Christian University Press, 2018; ISBN: 9781684260805; pp. 208, $ 19.99.

Bildergebnis für the self examined

[Kindle based review: no page numbers]

General Remarks

For anyone identifying as human this book is a worthwhile read. In this book human identity or rather “Christian identity” within current debates as well as the two Testaments is explored. What makes this book even more special is that the contributors have quite diverse backgrounds (cultural, ministerial, age, etc.). Disciplines represented are e.g.: theology, philosophy, history, psychology, biology etc. Probably the most contested topics of today are touched on: What is a human being? What is gender? Among other topics.

Two Parts: Themes of Identity in Scripture & Christian Identity and Contemporary IssuesThe book is structured in two parts. Part one is Themes of Identity in Scripture with four chapters; one on the Old Testament and three on the New. Part two Christian Identity and Contemporary Issues contains five chapters with such diverse topics as „Identity as Christian and Cultural: A Case Study of India” or “Identity as Christian and Gendered: The Case for Particularity”. These two parts are rounded up by an “Introduction” and an “Epilogue” by the editor Jenny McGill who did a fantastic job of compiling the authors as well as the topics. One wishes this would be a multi-volume project so that more topics could be included (like a full treatment of “being in Christ” language in Paul, though here and there this is mentioned in the different chapters).

Some of the chapters are fairly “light-read” in the sense that you can grab a cup of coffee and a doughnut read the chapter and find that you still have half the doughnut left. Other chapters are denser, and the fear of missing lunch and dinner altogether creeps in.

Here a brief summary of each chapter

Redeemed IdentityIn the “Introduction” McGill gives a brief overview of theories of identity, definitions of key terms (“Christian”, “Identity”, and “Christian Identity”), and a summary of each of the chapters. She holds that “identity formation is a lifelong task that is refashioned and unfolds much like a story” which “fits well with the theological framework of the Story of God”. A Christian identity does not erase but redeem one’s former identity.

Part One Themes of Identity in Scripture starts out with the discussion of “An Identity of Shame in Genesis: The Human Condition” by Jürgen Schulz. Schulz explores “the nature and function of shame for the identity of an individual in the Old Testament, particularly in Genesis”. This thoroughly researched chapter also incorporates personal anecdotes for proper attire in the swimming pool area and parenting issues as well.[1] Schulz demonstrates that in contrast to Western individualism “one of the fundamental and constitutive characteristics of the self in the Old Testament is its relationality and sociality”. Shame in terms of the Old Testament is “caused by a divergence from perceived expectations”. Many implications and applications are given in Schulz’ chapter: shame helps us see that something is mistaken, shields from damaging disturbance, and can “regulate the closeness of human relationship”.

In ch. 2 “An Identity of Gospel Love: The Centrality of the Second Great Commandment for Christian Identity” Rod Reed argues that “Christians’ personal and social identities should prioritize love for others as a primary indicator of spiritual maturity” leaning on Jesus’ teaching in Mark 12.Augustine: ordered loves Thus, instead of seeing a “belief-centered” or “behavior-centered” identity love indicates “a clear center of identity for the Christian life”. This is closely related to Augustine’s view of ordered and disordered love. He cautions, however, and states that “[w]hile human effort is clearly required in pursuing Christlikeness, it is secondary to divine agency in the process of spiritual formation”. Examen and the lectio divina are shortly introduced as well as responsive/situational disciplines.

Célestin Musekura who is involved with “African Leadership and Reconciliation Ministries” (ALARM) writes about “An Identity of Forgiveness in Colossians: A New Way of Being” (ch. 3). Writing about Col 3:1-17 Musekura states that Paul reminds Christians that their new identity is sealed by their identification with the death and resurrection of the Messiah. This new identity brings thoughts, minds, aspirations, and conduct unto a new level. He draws in his own experience, a definition of forgiveness, and what it means to live with a new heart, mind and behavior (leaning on Col 3:12-13). Musekura further maintains that pretty much “everything we put into action has been planned and executed in our minds. This is why the renewal of our mind is critical for altering our actions”. This chapter is filled with many personal stories from Africa.

In ch. 4 “Communal Perseverance in Hebrews: Christian Identity as God’s Family” Marc-André Caron shows that “going to church” is indispensable to our Christian identities. He does so by looking at the effects of persecution on the “readership” of Hebrews and how that persecution could be “overcome by its self-identity as God’s family” using a sociology of knowledge approach. Abandoning one’s siblingsAs Jesus the elder brother shows in his pattern of loving, one clings to and perseveres together with one’s siblings (whom one cannot choose). If church is understood as this intimate family-relationship one does not leave the church “but abandons his brothers and sisters”, according to Caron. He sees leaving the church as an issue to be considered like “severing [one’s] relationship with [one’s] parents or divorcing”. We need one another as siblings – if we like it or not.

In part two of this book we come to Christian Identity and Contemporary Issues. Jenny McGill starts out this part with “A Theology of Identity: Christian Identity as Migrant” in examining Christian identity “as migrational in terms of the nature of its departure, belonging, and displacement”: departure being a departure of allegiance; belonging being “in Christ” thus reunited with God (“who I am is defined by whose I am”); and displacement in the sense of “an increased capacity to give of oneself and a new openness in oneself that allow the other a presence”. In the section on “belonging” McGill states that the sacrament of baptism portrays “the Christian pilgrimage involves a daily journey of reconciliation with the triune God”. Though baptism might portray that, I wonder if the sacrament of Communion would be more appropriate here (of this I am no sure).

Andrew B. Spurgeon tackles the question if a person can both be an “Indian” and a “Christian” in ch. 6 “Identity as Christian and Cultural: A Case Study of India”. To be able to answer that he first explains “what makes a person an Indian”. Then he proceeds showing how one can live as an Indian Christian. Five features are chosen as an intersection between “Indian-ness” and Christian theology: India’s caste system, belief in polytheism, treatment of women, belief in reincarnation, and prasada (“gift of God”).

“Christian Identity and Embodied Being: Toward Valuing Our Bodies” is the title of Lisa Igram’s chapter (ch. 7). The concern voiced at the beginning is “an overly spiritualized faith that has divorced our spirituality from our very real existence as physical, embodied beings”. She surveys contemporary and historical discussion of the body/mind divide (including the perception of biblical authors) between the two extremes of “reductive physical monism” and “Cartesian substance dualism”. A primary function of our embodiment is relationality The three “in-betweens” are: “nonreductive physicalism”, “emergent dualism”, and “substance dualism”. After the survey she argues that it might be time to “overemphasize the value of the body” as a reaction to the soul/mind and body divide. To do so she finds help with Paul and his usage of σάρξ and σῶμα. Igram argues that “Pauline theology […] uses σῶμα relationally—that is, our embodiment’s primary function is for relationship with God, others, and the world”. Paul’s understanding and empirically driven studies show that “a primary function of our embodiment is relationality”. This then has implications on epistemology as well as Christian spirituality.

In ch. 8 Andi Thacker writes on “Identity of Attachment: How God Shapes Our Neurobiology”. She states that one’s main attachment relationships influence one’s identity: “One’s attachment relationships influence one’s relationship with God and, in turn, one’s identity”. Her purpose is to “integrate attachment research, identity formation, and neural functioning, viewed through the lens of theology”. How one relates to God the Father is deeply influenced by a person’s attachment style.

Maybe one of the “hottest topics” in our generation is that of gender. Nate Collins tackles this issue in “Identity as Christian and Gendered: The Case for Particularity” (ch. 9) – though this discussion has been going on for a bit more than 100 years. Collins purpose is to reflect “on a few preliminary theological and philosophical perspectives that might support the development of a contemporary doctrine of gender” and suggests that a “critical realist approach to gender theory can be compatible with a biblical anthropology of personhood in general and Christian identity in particular”.

The book is closed by an “Epilogue” by the editor Jenny McGill which summarizes and bundles the different chapters into a coherent thought.

Further Thoughts/Minor Quibbles

Some minor quibbles – which do not detract from the overall blessing this book brings – are some typos (e.g. in the kindle edition one reads at the beginning of chapter 2 “Ehen students” instead of “When”), probable mis-referencing of biblical passages (in chapter 2 footnote 14 has “2 Corinthians 13” when this should probably read “1 Corinthians 13” as the topic is “love”), unprecise quotation of at least one book (in chapter 3 we have in footnote 5 a reference to “David E. Garland, The NIV Application Commentary [Grand Rapids, MI: Zondervan, 1998], 215”. The issue is that NIVAC has over 40 volumes and Garland has two; one on “Mark” and one on “Colossians and Philemon”. As the discussion is on a passage within Colossians this seems to be the reference.), and McGill has an interesting clause in her chapter (A Theology of Identity: Christian identity as Migrant) where she relates dependency of the Christian self on a “divine God” (what other than divine should a god be?).

But as already states these do not detract at all from the books value. I recommend this book to anyone who is involved in Christian ministry or is interested in what it means to be human.

 

 

[1] And myself being a NT guy, I am thrilled to see that even N.T. Wright makes it into the reference section of my friend Jürgen.

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