Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kategorie: Theol.Eck

JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Retrospektiv?

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie…

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie in Israel und so „regierten“ verschiedene „Richter“ (politisch-militärische Anführer) zu verschiedenen Zeiten.

Was mich sehr verwundert hat, kann man im zweiten Kapitel lesen: „Und als auch jene [die Ältesten, welche Josua überlebten] ganze Generation zu ihren Vorfahren versammelt worden war, kam nach ihnen eine andere Generation, die weder vom HERRN wusste, noch von dem Werk, das er für Israel getan hatte“ (2,10).

Die Frage, die sich hier aufzwingt ist: Wie konnte so etwas passieren? Wie konnte bereits die nächste Generation der Israeliten vergessen, was Gott der Allmächtige für sie getan hat?

Es scheint als hätten hier sämtliche „Erinnerungsmechanismen“ versagt. Nein, es scheint nicht nur so, sondern genau das ist passiert. Die neue Generation wurde nicht an die Gnade Gottes und Seine Werke erinnert. Sollten nicht die Priester das Volk belehren (3. Mose 10,11)? Sollten die Feste und Riten nicht an das erinnern, was der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für Israel getan hat? Und, finden wir in dem wichtigen Glaubensbekenntnis Israels (5. Mose 6) nicht folgende Aussage?

4 Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Ja, das alles ist gescheitert. All diese Erinnerungsmechanismen haben nicht gegriffen. Welche Konsequenzen ein solches Nicht-Erinnern hat formuliert ein Ausleger (bezogen auf Richter 2,10) so: „When people lose sight of God’s grace, they lose sight of God and the sense of any obligation to him. All that follows in the book is a consequence of Israel’s loss of memory.”[1]

Aber geht es bei diesem Erinnern einfach nur um eine Rückschau? Ist Erinnerung immer nur retrospektiv? Ich denke nicht. Obwohl es etwas anachronistisch ist, so ist die Definition des Duden hier zutreffend: Erinnerung ist ein „Eindruck, an den jemand sich erinnert“ oder auch Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat ein „wieder lebendig werdendes Erlebnis“. Es geht also nicht darum in der Vergangenheit zu schwelgen und nostalgisch sich die guten, alten Zeiten herbeizuwünschen. Sondern, es geht darum sich die Vergangenheit wortwörtlich zu vergegenwärtigen. Das Alte zum Neuen werden lassen. Denselben Gott (neu) zu erleben.

Der Psalmist war sich der Gefahr des sich Nicht-Erinnerns durchaus bewusst und vergegenwärtigt im Lob das Vergangene: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Psalm 103,2).

Da wir nun in Arequipa (Peru) leben, haben wir auch das Privileg andere Traditionen und Gemeinden kennenzulernen. Letzten Sonntag waren wir Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit und auch in die Zukunft, um so in der Gegenwart Gottes zu leben.in einer anglikanischen Gemeinde und haben dort am Gottesdienst teilgenommen. Ich habe zwar bei weitem nicht alles verstanden, aber in der Liturgie wurden die großen Taten Gottes (vor allem das, was er in Jesus Christus getan hat) gelobt und vergegenwärtigt.

Ein Sich-Erinnern schaut zwar in die Vergangenheit, aber es bleibt dort nicht stecken. Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit (und auch in die Zukunft, so paradox das klingt), um so in der Gegenwart Gottes zu leben.

[1] Daniel I. Block, Judges, Ruth. Vol. 6. The New American Commentary (Nashville: Broadman & Holman Publishers, 1999), 123.

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 3 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 3

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 2 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 2

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Francis Chan on Church

In this small talk by Francis Chan “Why I Left the Megachurch I Created!” the former mega-church pastor talks about his questions, concerns un-easiness with his former way of “doing…

In this small talk by Francis Chan “Why I Left the Megachurch I Created!” the former mega-church pastor talks about his questions, concerns un-easiness with his former way of “doing church”. I am not saying that house churches are the only way to go and that mega-churches are bad per se; but I think his concerns and questions are worthy to ponder.

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Komm

Ich habe es gewagt, zu meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. (1. Mose 18,27) Lasst nicht nach im Beten. (Kolosser 4,2) Mir fällt es manchmal überhaupt…

Ich habe es gewagt, zu meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin.
(1. Mose 18,27)

Lasst nicht nach im Beten. (Kolosser 4,2)

Mir fällt es manchmal überhaupt nicht leicht mit Gott zu reden. Das hat wahrscheinlich viele Gründe, aber einer der Gründe ist meine Faulheit. Ein anderer Grund ist folgender: Wenn ich mir bewusst bin mit wem ich da rede, kann mich das durchaus einschüchtern. Denn, wenn der Gott der Bibel der ist, der er sagt er sei, dann haben wir es mit dem Schöpfer aller Dinge zu tun.

Wird dieser Erschaffer des Universums auf mich hören? Oder zumindest mich überhaupt hören? Manchmal geht es mir so, dass ich denke, meine Gespräche mit Gott (für manchen als „Gebet“ bekannt) bleiben an der Zimmerdecke hängen. Als wäre da eine Art Schallschutz eingebaut, so dass der König des Universums mich eh nicht hören kann.

Dann gibt es in meinem Leben aber auch immer wieder Phasen in denen ich mit voller Zuversicht zu Gott kommen kann, mit Ihm rede. Gebet ist ja keine rituelle Handlung, sondern ein Gespräch, ein Anruf an Gott (auch wenn es manchmal nur WhatsApp-mäßig ist). Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Er uns immer hört … auch wenn wir das nicht immer fühlen.

Ja, Er ist der Schöpfer aller Dinge. Ja, Er ist der Allmächtige. Ja, Er hält Alles in Seiner Hand. Aber Er ist auch unser Vater. So wie es uns das „Vater Unser“ und das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ lehrt: „Vater unser im Himmel“ bzw. „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“.

Vater unser im Himmel

Wir dürfen immer zu dem Allmächtigen, dem Schöpfer aller Dinge kommen. Er ist es, der auch ein fürsorglicher und gutgewillter Vater ist.

Ich lade Dich ein – vielmehr lädt Er Dich ein – zu Ihm zu kommen und mit Ihm zu reden. Auch wenn es manchmal nur zu einem „Ach“ reicht. Er hört und Er kümmert sich.

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