Am letzten Wochenende war ich mit Markus Völker im Hochland Arequipas – in Chivay. Dort gab es eine Zusammenkunft (taller) der Studenten des Programmes E.T.E. (Educación Teológica por Extensión; im Deutschen „Theologische Ausbildung vor Ort“; im Englischen „Theological Education by Extension“ [TEE]). Dies war eine besondere Zeit, da es für mich der erste „richtige“ taller im Hochland war. Für 2 Tage haben wir mit den Leitern der Quechua verbracht, viel gelacht, gesungen und auch so einiges gelernt. Was mich besonders an dieser Arbeit freut, ist die Herzlichkeit der Menschen. Und noch etwas (wahrscheinlich sogar wichtiger als das eben genannte), was ich richtig klasse finde, ist, dass die Leitung der E.T.E. Arbeit in peruanischer Hand liegt. Im Bild rechts könnt ihr hermano René sehen, der gerade etwas vorträgt. René ist Quechua, der in Arequipa lebt, und leitet die E.T.E. Arbeit in der Provinz Arequipas.

Außer der Herausforderung der Höhe, gibt es zwei Aspekte mit denen man „zu kämpfen“ hat. Das eine ist das Essen. Ich meine  nicht, dass das Essen nicht schmeckt – ganz im Gegenteil! Sondern ich spreche von den Portionen. Die Quechua sind oft Alpakabauern und arbeiten den ganzen Tag auf dem Feld und auf der Heide. Deshalb haben sie auch oft ordentlichen Appetit.

Einmal konnte ich meine Portion nicht leer essen. Daraufhin fragte ich einen hermano neben mir, ob es ihm etwas ausmachen würde mir behilflich zu sein. Ein breites Grinzen füllte sein Gesicht und meine Portion war im Nu verschwunden. Im Bild links seht ihr das Sonntag morgen Frühstück – Kartoffel, Habas (eine Art Bohne) und Hühnchen.

Der zweite Kampf ist ein Kampf mit der Kälte. Im Hochland kann es bitter kalt werden und die Räume sind weder beheizt noch isoliert. Deshalb haben Markus und ich uns in Schlafsäcke, Decken und Mützen eingehüllt um bei den 11°C ein wenig schlafen zu können. Morgens hat man da nicht unbedingt Lust aufzustehen (oftmals treffen sich die hermanos bereits um 5 Uhr um miteinander zu beten und zu singen). Wenn es dann aber die Sonne mal über einen der Berge in den Anden geschafft hat, dann sucht man sich schnell einen Platz um etwas in der Sonne zu baden.

Unten ist das Gebäude in den wir gegessen und geschlafen haben. Rechts könnt ihr dann auch nochmals René (etwas von den mamacitas eingeengt) sehen, der sich mit anderen auf den Weg in ein benachbartes Dorf macht.