Auch wenn der 28.07. schon eine Weile her ist, will ich kurz über den Unabhängigkeitstag in Peru schreiben. Eigentlich ist es der wichtigste Tag in Peru, wo jeder auf dem Dach des Hauses seine Flagge wehen lässt.

In Arequipa selbst ist der „Día de Arequipa“ am 15.08. aber fast noch wichtiger. Wie die Bayern in Deutschland ein besonderes Völkchen sind, so sehen sich auch die Arequipeñer als etwas Spezielles an.

In diesem Jahr wurde der 197. Unabhängigkeitstag gefeiert. 1821 hat sich Peru von der Kolonialmacht der Spanier befreien und zum ersten Mal einen eigenen Kongress bilden können. Die ersten Jahre waren politisch noch sehr holprig.

Auch heute ist es in Peru politisch gesehen nicht immer so einfach. Im Oktober gibt es landesweite Wahlen der Bürgermeister und Distrikte. Gerade erleben wir, wie in Arequipa eine Baustelle die andere jagt. Immer wieder sind Straßen komplett gesperrt, weil alle Gelder bis zum Oktober noch „schnell ausgegeben“ werden müssen, damit der neue Bürgermeister auch ja bei null anfängt und sich erst einmal Geld vom Staat leihen muss, um überhaupt etwas bewirken zu können. Leider leidet das Land immer noch unter so viel Korruption, die vieles einfach lahm legt und Peru wirtschaftlich nicht weiterbringt.

Am Unabhängigkeitstag gibt es in Arequipa verschiedenste Prozessionen (vom Militär, Schülern und sonstigen Verbänden). In diesem Jahr haben wir diese nicht gesehen, da wir spontan mit Freunden auf einer Flußwanderung außerhalb Arequipas waren (es gab noch Winterferien).

 

Wir haben es genossen aus der Stadt herauszukommen und die Sicht und Berge des Umlandes zu genießen.

Gerade herrscht in Deutschland eine Hitzewelle und ziemliche Dürre. Hier ein Bild von der Landschaft außerhalb Arequipas. So sieht es hier überall in den Bergen aus, wenn nicht künstlich bewässert wird:

Sand und Steine im Überfluss…