Am letzten Mittwoch hatten wir wieder eines der größeren Treffen von unserer Dorcas Gruppe gehabt. Diese finden alle 2-3 Monate statt. Es ermöglicht den Frauen sich untereinander zu sehen, weil sie sonst mittwochs unregelmäßig kommen, je nachdem wann sie Kleidung benötigen.

Da die Peruaner für gewöhnlich unterschiedlich eintrudeln, beginnen wir immer mit einem Bastelangebot, was einfach zu machen ist. Dieses Mal haben wir Klorollen bemalt und sie zu kleinen Geschenkpäckchen gefaltet. Hier kann man für den Muttertag eine kleine Nachricht oder ein Stückchen Schokolade reintun.

Das Treffen war zwar wegen dem Feiertag etwas weniger besucht als sonst, aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit. Da auch einige der älteren Kinder mit dabei waren haben wir erst einmal mit Bewegungsliedern angefangen. Die Jungs haben mir fleißig geholfen, weil sie selbst auch keine Schule hatten.

Anschließend gab es eine Andacht zum Thema was es bedeutet Mutter zu sein und was für einen Einfluss wir auf unsere Kinder haben können, um sie in ihrem Charakter zu formen.

Wie immer gab es im Anschluss ein ganz praktisches Thema. Dieses Mal ging es um die Zahnhygiene. Jason hat am Gebiss demonstriert, wie man sich die Zähne putzt. Wir haben außerdem besprochen, in welchen Lebensmitteln sich Zucker befindet und was für Auswirkungen es hat, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Die Frauen habe ich ermutigt einen Zahnarzt zu finden, bei dem man nur bezahlen muss, wenn er etwas zu reparieren hat. So scheuen sie sich nicht zu der normalen Kontrolle zu gehen, weil die Behandlung von kleinem Karies wesentlich kostengünstiger ist als von größerem.

Viele Kinder in den ärmeren Bereichen der Stadt putzen sich nie die Zähne. Aus diesem Grunde bringt es nichts über Zahnpflege zu reden, wenn wir ihnen keine Zahnbürste und Zahnpasta mit an die Hand geben. Diese praktische Hilfe haben sie gerne angenommen!