Am Mittwoch konnten wir mit unserem Dorcas-Projekt ein größeres Treffen für alle Mütter veranstalten. Anstatt uns mittwochs zum Ausleihen von Babykleidung zu treffen, kamen sehr viele, um mit den Kindern zusammen zu einer größeren Veranstaltung zu gehen.

Da in der Schule gerade eine Woche Frühlingsferien sind, konnten die Jungs mir dieses Mal helfen.

Hier beim Aufbau um 8:30 Uhr. Joel war für die Fotorahmen zuständig. Die meisten Frauen haben zu Hause keine Bilder von sich selbst mit ihrem Kind. Martha macht hierfür mittwochs fortlaufend Fotos und bei einem größeren Treffen bringt sie sie dann entwickelt mit. Dieses Mal konnten sie ihr Bild mit einem bunten Fotorahmen gestalten.

Die anderen beiden haben beim Aufbau des Puppentheaters geholfen.

Während die Frauen mit ihren Kindern eingetrudelt sind, haben wir sie mit Getränken und Keksen versorgt. Da sich viele untereinander kennen haben sie sich entweder unterhalten, oder Bilderrahmen gebastelt.

Im großen Saal konnten dann alle dem Puppentheater lauschen. Dieses Mal ging es darum, wie wir gewaltfrei unsere Kinder erziehen können und was Kinder und Mütter machen können, wenn sie Hilfe benötigen. Am Ende der Zeit haben wir alle einen Bibelvers auswendig gelernt, der uns an den heutigen Tag erinnern sollte.

Auch wenn mit kleineren Kindern immer eine gewisse Grundlautstärke herrscht haben die Mütter doch aufmerksam zugehört.

Anschließend gab es noch eine kurze Vorstellung über die Dysplasie (Fehlbildung in der Hüfte, so dass eine Spreizhose getragen werden muss). Unser Arzt im Team hat erklärt, worum es dabei geht und wie man erkennen kann, ob eine Fehlbildung wirklich vorhanden ist.

In Peru ist es leider so, dass oft eine Spreizhose verschrieben wird. Zum einen versuchen die Ärzte dadurch ihre teuren Röntgengeräte zu benutzen und kennen womöglich noch jemanden, der Spreizhosen verkauft, an den die Patienten vermittelt werden können.

Aus diesem Grunde haben wir den Müttern nach dem Vortrag angeboten, dass sie ihre Babys und Kleinkinder untersuchen lassen können, was viele in Anspruch genommen hatten. Dabei haben wir ihnen erklärt, wie sie ihre Kinder zu Hause selbst untersuchen können. Bei keinem der diagnostizierten Kinder gab es eine Fehlstellung. Einige Mütter wissen auch gar nicht, das Röntgenbilder in diesem Alter schädlich sind.

Wir bieten auch immer wieder an, dass Mütter sich bei uns melden können, wenn sie einen ärztlichen Rat benötigen. Der Teamarzt kommt dann zu einem unserer Treffen und untersucht die Kinder kostenlos. Mit der staatlichen Versicherung dauert es oft 2 Monate, bis sie einen Termin bei einem Arzt bekommen würden.