Leider ist es immer noch so, dass wir uns laut dem Präsidenten bis mindestens Dezember nicht versammeln werden dürfen. Trotzdem geht die Dorcas Arbeit weiter.

Zum einen haben wir in der ganz strengen Quarantäne viele Lebensmittelpakete verteilt und ziemlich bald danach auch wieder Kleidung gebracht. Von unseren Daten wusste ich, welches Alter die Kinder haben und so konnte ich für die einzelne Mütter nach und nach Tüten mit Kleidung packen und sie ihnen vorbeifahren. So kommt man auch gut ins Gespräch und hört, wie es ihnen wirklich geht.

Sonia hilft mir jede Woche beim Verpacken von Kleidungstüten. Ihre beiden Jungs sind auch dabei. Peruanische Frauen sind in der Regel alle etwas kleiner, von daher muss man sich für Fotos immer etwas herunterbeugen 🙂

Kurz vor der Quarantäne hatte ich von einigen Familien hier in Arequipa Kleidung sammeln können (für ältere Kinder und Erwachsene), die ich immer wieder auf meine Touren mitgenommen hatte und aus denen sich die Mütter dann nach ihrem Bedarf etwas aussuchen konnten. Mittlerweile wissen schon einige, dass sie mir ihre alte Kleidung oder Haushaltsartikel abgeben können und sie bei den Dorcas Müttern dankbar angenommen werden.

Zudem konnten mir verschiedene Mütter vermehrt Kleidung nähen und stricken, die wir ihnen vom Dorcasgeld aus abkaufen konnten. In dieser Weise sind sie nicht nur Empfänger, sondern können auch etwas für die anderen Mütter beitragen.

Somit hatten sie in dieser schwierigen Zeit ein kleines Einkommen für ihre Familie. Es ist immer noch so, dass viele Mütter ins Hochland fahren, um über die Runden zu kommen, weil sie in der Stadt noch keine Arbeit haben. Aber sie erzählen mir immer wieder wie Gott sie versorgt und sie in dieser schwierigen Zeit nicht alleine lässt.