Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt.

In Peru habe ich gelernt, dass hier einige Frauen Henna auch als Haarfärbemittel benutzen. Bei schwarzen Haaren erstrahlen dann einzelne graue Haare durchaus in rot oder orange.

Der Vorteil bei Henna ist, dass die Masse natürlichen Ursprungs ist. Die Kopfhaut juckt demnach nicht und nach dem Färben sind die Haare nicht strohig wie bei normaler Haarfarbe mit Ammoniak. Man muss eben nur darauf achten, dass man sich vorher den Gesichtsrand mit Vaseline einschmiert, um nicht noch gleichzeitig die Haut zu färben.

Das Pulver wird mit kochendem Wasser angerührt und kann noch mit Vanilleextrakt oder anderen Gewürzen angereichert werden, falls einem der Kräutergeruch zu stark ist.

Sobald die Masse erkaltet ist, kann sie auf die Haare aufgetragen werden. Es ist ein bißchen so, als wenn man sich Matsch in die Haare schmieren würde. Sollte man keine Duschhaube parat haben reicht auch eine einfache Plastiktüte. Nach einer Stunde kann die Masse ausgewaschen werden.

Hätten wir an dem Tag dann auch noch warmes Wasser gehabt, wäre das Auswaschen eine Leichtigkeit gewesen. So musste ich dann mit dem Wasserkocher Warmwasser mischen und mir das Wasser mittels Krug über die Haare schütten 🙂

Die Haare sind dadurch wirklich dunkler geworden.

Es ist eine einfache und günstige Methode, die man selbst leicht zu Hause machen kann und die dem Haar nicht schadet, es aber permanent färbt. Der Kräutergeruch lässt nach einigen Haarwäschen nach. Außerdem gibt es das Henna in ganz vielen verschiedenen Farben.