In unserem Blog schreiben wir sehr viel über die schönen und auch ermutigenden Dinge, die wir erleben. Deshalb denke ich es wäre nur fair auch von den Herausforderungen zu schreiben, denen wir ebenso entgegensehen müssen.

Anstrengend
Es ist unheimlich anstrengend eine neue Sprache zu lernen (vor allem wenn man nicht 6 Jahre alt ist!). Vor unserer Abreise wurde uns geraten nicht noch groß Spanischkurse in Deutschland zu belegen, sondern direkt ins kalte Wasser zu springen.

Die Erfahrung bisher zeigt, dass das ein guter Rat gewesen ist. Es ist wichtig gleich mit dem peruanischen Spanisch zu beginnen und nicht erst Erlerntes wieder umlernen zu müssen, weil man in Peru Dinge anders ausspricht oder Wörter anders benutzt. Die Art war für uns effektiv, aber ebenso ziemlich intensiv! Dennoch erfordert dies großes Gottvertrauen. Durch die vielen Gebete Anderer haben wir uns getragen gefühlt auch die Kinder in dieses kalte Wasser schmeißen zu können. Wir waren uns unsicher, wie sie das verarbeiten würden. Gott sei Dank, hatten sie wirklich einen guten Start!

Alles aufgeben
Bevor wir nach Peru gereist sind, mussten wir so gut wie alles aufgeben. Wie entscheidet man, was wichtig ist und was nicht?

Alles auf 10 Koffer zu reduzieren bedeutet, dass man aussortiert, um anschließend wieder auszusortieren. Es bedeutet aber auch, dass man seinen Haushalt von Sachen befreit, um anschließend Raum für Neues zu haben. Bereits in den USA haben wir gemerkt, wie Gott uns doch immer wieder mit Dingen versorgt hat, die wir brauchten.

Geduld
Die DMG legt bewusst Wert darauf, dass man das erste Jahr „nur“ damit verbringt die Sprache und die Kultur kennen zu lernen. In dieser Zeit besucht man auch die verschiedenen Arbeitsbereiche, darf aber offiziell noch nicht mitarbeiten. Gar nicht so einfach für Deutsche, die gerne effektiv sind!

Warten – Beobachten – Lernen

Oft würde man sich gerne einbringen, seine Meinung äußern (so wie man das im Deutschen kann), involviert sein und nicht nur beobachten. Aber auf der anderen Seite haben wir auch gemerkt wie gut es ist, dass man manchmal nichts sagen und nur zuhören kann, dass man gezwungen ist zu beobachten und zu sehen, wie Menschen in Peru manche Dinge einfach anders machen.

Peinlich
Es gibt genügend Situationen, wo man in einer neuen Kultur und mit einer neuen Sprache in Fettnäpfchen treten kann. Oftmals ist es einfach nur peinlich, aber man lernt mit der Zeit auch darüber zu lachen.

Stress
Jeder bewältigt Stress unterschiedlich und wenn man dann noch zu fünft ist, liegt die Chance hoch, dass jeder zu einer unterschiedlichen Zeit die neue Stresssituation verarbeitet.

Dennoch haben wir es als Segen empfunden, dass wir nicht alleine unterwegs sind und uns gegenseitig eine Hilfe sein dürfen. Wir lernen gemeinsam in neuen Situationen geduldig zu sein und uns zu unterstützen.

Auch wenn wir uns in allem von Gott getragen wissen, ist es nicht immer einfach mit den alltäglichen Situationen umzugehen.