Ich habe es gewagt, zu meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin.
(1. Mose 18,27)

Lasst nicht nach im Beten. (Kolosser 4,2)

Mir fällt es manchmal überhaupt nicht leicht mit Gott zu reden. Das hat wahrscheinlich viele Gründe, aber einer der Gründe ist meine Faulheit. Ein anderer Grund ist folgender: Wenn ich mir bewusst bin mit wem ich da rede, kann mich das durchaus einschüchtern. Denn, wenn der Gott der Bibel der ist, der er sagt er sei, dann haben wir es mit dem Schöpfer aller Dinge zu tun.

Wird dieser Erschaffer des Universums auf mich hören? Oder zumindest mich überhaupt hören? Manchmal geht es mir so, dass ich denke, meine Gespräche mit Gott (für manchen als „Gebet“ bekannt) bleiben an der Zimmerdecke hängen. Als wäre da eine Art Schallschutz eingebaut, so dass der König des Universums mich eh nicht hören kann.

Dann gibt es in meinem Leben aber auch immer wieder Phasen in denen ich mit voller Zuversicht zu Gott kommen kann, mit Ihm rede. Gebet ist ja keine rituelle Handlung, sondern ein Gespräch, ein Anruf an Gott (auch wenn es manchmal nur WhatsApp-mäßig ist). Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Er uns immer hört … auch wenn wir das nicht immer fühlen.

Ja, Er ist der Schöpfer aller Dinge. Ja, Er ist der Allmächtige. Ja, Er hält Alles in Seiner Hand. Aber Er ist auch unser Vater. So wie es uns das „Vater Unser“ und das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ lehrt: „Vater unser im Himmel“ bzw. „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“.

Vater unser im Himmel

Wir dürfen immer zu dem Allmächtigen, dem Schöpfer aller Dinge kommen. Er ist es, der auch ein fürsorglicher und gutgewillter Vater ist.

Ich lade Dich ein – vielmehr lädt Er Dich ein – zu Ihm zu kommen und mit Ihm zu reden. Auch wenn es manchmal nur zu einem „Ach“ reicht. Er hört und Er kümmert sich.