Korruption spielt in Peru noch eine größere Rolle, als wir das bisher in Deutschland kennen gelernt hatten. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Verderbnis, Verdorbenheit und Bestechlichkeit.

Gerade haben wir wieder neu erlebt, wie Korruption doch der einfachere Weg sein kann als Ehrlichkeit, als wir unseren Führerschein beantragt haben (hierzu folgt noch ein separater Post…). Es wäre viel einfacher gewesen „einem Freund von einem Freund“ 100€ in die Hand zu drücken, als ehrlich den normalen Behördengang zu wählen.

Neulich hat eine Mutter in der Whatsapp-Gruppe von Tims Klasse folgendes gepostet:

Das echte Antikorruptions-Gesetzt beginnt bereits zu Hause:

  • Benutze keine falschen Dokumente deiner Kinder
  • Erkaufe nicht den Platz deiner Kinder in der Universität oder in der Schule
  • Kaufe ihm nicht den Führerschein (!)
  • Gib deinem Kind nicht Geld, damit andere für ihn seine Uniarbeit machen
  • Besteche niemals die Polizei, erst Recht nicht, wenn dein Kind mit dir im Auto sitzt
  • Kaufe keine gestohlenen Handys
  • Bezahle deine Angestellten fair
  • Niemals über rote Ampeln fahren und die Straßenregeln missachten
  • Besteche nicht die Lehrer
  • Stelle dich in der Schlange hinten an und drängle dich nicht vor
  • Besteche keine Politiker oder Beamte, um Vorteile zu ergattern
  • Demütige nicht diejenigen, die weniger Geld und Macht haben
  • Unterstütze kein Bullying und rede respektvoll mit deinen Mitmenschen (besonders bei Autounfällen…)
  • Sage deinem Kind nicht, dass das Wichtigste in der Welt Geld ist und dass man immer besser sein muss als die anderen
  • Bezahle deine Steuern
  • Gib Eigentum anderer an die Besitzer zurück

In so vielen Dingen kann man in Peru mit Geld den einfacheren Weg gehen. Korruption begegnet man selbst bei der Polizei. Da fragt man sich manchmal wirklich, ob man dieser Korruption überhaupt irgendwie entgegentreten kann. Alles beginnt zu Hause…