Da ich neulich noch etwas im Zentrum besorgen musste, bin ich mal am neuen Radweg vorbeigelaufen. Ja Radweg in Arequipa!!! Kaum zu glauben aber war. Die Autofahrer halten für gewöhnlich keine Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer. Wer hier schon mal den Verkehr gesehen hat weiß, wie die Leute in Arequipa fahren. Da braucht man manchmal auch keine Fahrbahnmarkierung, weil eh jeder fährt wie er will.

Dies bedeutet auch, dass es eigentlich kaum Radfahrer gibt, die sich in den Verkehr trauen. Ein Grund mehr liegt auch daran, dass die Abgase der Autos sehr hoch sind und man von den jeweiligen Abgaswolken sonst direkt eingenebelt wird.

Aber einen Versuch ist es wert. Mal sehen, ob es dadurch mehr Radfahrer geben wird…

Eine weitere Kuriosität ist die Vorliebe der Peruaner für Inka-Kola. Standardgetränk bei Mahlzeiten ist eigentlich immer reguläre Cola und Inka-Kola. Mit der deutlich gefärbten Erscheinung ist sie im Supermarkt überall zu erkennen. Wer Peru besucht, sollte sie auf jeden Fall mal probiert haben. Wir persönlich sind bisher noch nicht auf den Geschmack gekommen. Schmeckt quasi wie flüssiges Kaugummi. Da trinken wir bei Geburtstagsfeiern doch lieber Chicha.

Antibiotika kann man hier ganz einfach in der Apotheke bekommen, ohne vorher in der Arztpraxis gewesen sein zu müssen. Jede Apotheke hat mindestens eine offizielle Apothekerin mit Befugnis Antibiotika verkaufen zu dürfen. Dieser Person schildert man dann seine Symptome und bekommt das Antibiotikum direkt mit. Peruaner nehmen ganz gerne und häufig Antibiotikum ohne sich über die negativen Effekte dessen bewusst zu werden. Ein Arzt hat hier auch nur „erfolgreich behandelt“, wenn er am Ende ein Rezept mit Medikamenten ausstellen konnte. Ein einfaches „Bettruhe und das gibt sich von selber“ reicht da oft nicht aus. Der Patient möchte lieber mit Medikamenten behandeln.