Nach der Mitarbeiterkonferenz in der Nähe von Lima haben wir mit einer anderen Familie zusammen eine Woche Urlaub genommen und sind den langsamen Weg von Lima nach Arequipa mit dem Bus gefahren, um ein bißchen mehr von Peru kennen zu lernen.

Um euch an der Schönheit Perus teilhaben zu lassen werde ich in den nächsten Berichten ein paar Fotos von den Städten posten, die wir besichtigt haben.

Lima ist die Hauptstadt des Landes und mit knapp 10 mio. Einwohnern auch die größte Stadt. Hier herrscht 9 Monate lang bewölkter Himmel und nur in der Sommerzeit kommt ab und zu die Sonne raus.

In der Stadt herrscht unheimlich viel Verkehr, aber wir konnten auch ein schönes Örtchen am Strand kennen lernen, wo in die Grünanlagen investiert wird. Hier gibt es sogar Fahrradfahrer, die die Strandpromenade nutzen (in Arequipa haben Radfahrer eher schlechte Karten, denn es wird nicht auf sie geachtet).

Zeit, um einfach mal über den frischen Rasen zu rollen…

Ein Ort, der uns von allen sehr ans Herz gelegt wurde, war der Wasserpark. Hier gibt es an die 20 verschiedene Springbrunnen.

Da es hier im Sommer bereits früh dunkel wird, konnten wir noch die Lichtershow sehen.

Im März letzten Jahres gab es in Lima starke Überschwemmungen. Darunter hat diese Brücke auch gelitten. Dankbarerweise konnte der Bus durch das Flussbett fahren.

Auf unserer Weiterreise in den Süden hat der Bus einen Stop in Chincha eingelegt. Hier konnten wir die geheimen Tunnelsysteme der Sklaven besichtigen.

Es ist erschreckend zu hören, dass Sklaven teilweise bis zu 14 Tage in diesen Tunnelsystemen (17 km lang) im Stockdunklen warten mussten, bis sie einem Ort zugewiesen wurden.

Hacienda San José war einer der größten Landgute an der peruanischen Küste während des 18. Jahrhunderts. Nicht nur wegen dem großen Zuckerrohranbau und den Baumwollplantagen, sondern auch wegen der vielen Sklaven, die aus dem Ausland eingeschifft wurden. Sklaverei war zu diesem Zeitpunkt legal und um Steuern zu vermeiden, wurden die unterirdischen Tunnel (natürlich von Sklaven) bis in Richtung Küste gebaut.

Die Sklaven kamen in der Nacht am Hafen an und wurden direkt in die Tunnel geführt, so dass der Staat die Sklaven nicht registrieren konnte.

Heute wird das Landgut benutzt, um über die peruanische Geschichte des Sklavenhandels zu berichten und Eindrücke zu geben, wie die Menschen damals gelebt haben.