So langsam leben wir uns in Arequipa ein. In einigen Dingen mussten wir unsere Gewohnheiten ändern.Leider können wir das Obst nicht einfach so direkt nach dem einkaufen essen.

Es muss erst mal 10 Minuten in einer Flüssigkeit eingelegt werden (zum desinfizieren).

Anschließend waschen wir es mit destilliertem Wasser ab. Den Filter haben wir von der Missionsorganisation bekommen. So können wir es direkt trinken und müssen nicht noch extra Wasserflaschen kaufen. Das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt darf man lediglich zum Zähneputzen benutzen, aber nicht zum Trinken.

Hier gibt es auch ausländische Produkte zu kaufen, allerdings bezahlt man hierfür seinen Preis. Ein kleines Nutella Glas kostet mal eben 16,50€ (!). Dafür bekommen wir 6 Gläser von der einheimischen Marke. Wenn jemand vorhat uns zu besuchen: Nutella ist bei Benni immer willkommen!!!

Eine Besonderheit ist auch noch, dass man mit Gas kocht. Hier gibt es aber keine Gasleitung, sondern lediglich eine Gasflasche im Unterschrank. Man weiß nie, wann sie leer ist. Irgendwann funktioniert einfach der Herd nicht mehr.
In der Sprachschule haben wir gelernt, wie man eine neue Gaskartusche bestellt. Benni hat es meisterhaft bewerkstelligt und der Gasmann war eine halbe Stunde später vor der Tür. Wir wussten nur nicht, ob wir „Premium“ oder „Normal“ haben (unterschiedlicher Anschluss). Der Lieferant kam mit „Normal“ hoch und war natürlich begeistert, dass er nach Betrachtung der bisherigen Gasflasche feststellen musste, dass er die drei Stockwerke mit der Flasche wieder runter muss, um „Premium“ zu holen. Man lernt nie aus…

Am Ende bleibt dann immer noch der liebe Abwasch… Hier gibt es nur in seltenen Fällen eine Spülmaschine und meistens ist die Küche gar nicht so gebaut, dass noch eine rein passt. Die Menschen mit höheren finanziellen Mitteln haben sowieso eine Haushaltshilfe, die den Abwasch erledigt und zudem kocht und putzt. Von daher ist es für sie auch nicht relevant.