Quarantäne bedeutet auch, dass man mal wieder Zeit hat die Fotos zu durchforsten.

Im Dorcas Projekt haben wir es oft mit der „Hüftfehlstellung“ zu tun. Fast alle Kinder werden mit diesem Phänomen diagnostiziert und ihnen wird Geld abgeknöpft, in dem sie Röntgenbilder machen müssen (oftmals alle paar Monate) und ihrem Kind zusätzlich eine Spreizhose für 40€ kaufen müssen.

Für die Mütter in unserem Projekt ist das sehr viel Geld, aber da sie das Beste für ihre Kinder wollen, versuchen sie es dann eben doch aufzutreiben. So ist unser Teamarzt oft damit beschäftigt zu erläutern, worum es bei der Hüftfehlstellung geht und zu erklären, dass unnötige Röntgenbilder für die Kinder schädlich sind. Bisher hatten wir in den zwei Jahren, wo ich bei Dorcas mit dabei bin noch nie ein Kind mit einer echten Fehlstellung.

Wenn die Mütter schon mal da sind, haben sie meistens auch noch andere Fragen zu ihren Kindern oder sich selbst. Es ist für sie eine große Hilfe, wenn sie sich kostenlos Rat einholen können und unser Teamarzt sie sonst an einen Spezialisten vermitteln kann.

Es gibt immer wieder interessante Fälle, da die Mütter zu solchen Terminen auch ihre älteren Kinder mitbringen können. Im obigen Bild wurde vorher ein sechster Zeh entfernt und an diesem Tag die Fäden gezogen.

Da meine Jungs an diesem Mittwoch keine Schule hatten, wurde ich fleißig unterstützt und Jason hat darauf aufgepasst, dass die Babys nicht vom Tisch rollen.

Es ist für das Projekt eine große Hilfe, dass wir von SIM auch einen Arzt in Arequipa haben (USA), der ihnen mit Rat und ärztlicher Hilfe zur Seite steht. Oftmals geht es nur darum die Ängste und Sorgen zu nehmen, die man als Mutter mit einem kleinen Kind nun mal hat.