Jeder Missionar wird in Peru dazu angehalten einen „Notfalltasche“ parat zu haben. Bekannterweise gibt es in diesem Land immer wieder Erdbeben. Meistens sind diese schwächer und nur von kurzer Dauer, aber es ist wichtig, dass wir auch für einen Ernstfall gewappnet sind. Hierfür muss bei jedem von unserem Team eine Tasche bereit stehen.

In dieser Tasche befinden sich folgende Dinge:
– Bargeld
– Pässe
– Persönliche Dokumente
– Medikamente
– 1. Hilfe Utensilien
– Taschenlampe und Batterien
– Wasserreinigungstabletten
– Decken oder Schlafsack (falls das Erdbeben in der Nacht ist)
– Ersatzkleidung (falls man im Schlafanzug raus musste)
– Dosenessen
– ausgedruckter Notfallplan

Der Notfallplan beschreibt, wer als erstes kontaktiert werden muss. Im Ernstfall besteht natürlich keine Garantie, dass das Handynetz funktionieren sollte. In diesem Falle versucht der Teamkoordinator alle per Fuß oder Fahrrad zu erreichen, um sicher zu stellen, dass alle in Ordnung sind.

Grundsätzlich sagt man, dass man 15-20 Sekunden Zeit hat, um bei einem Erdbeben das Haus zu verlassen. Aus dem 3. Stock in der Nacht wird das schon schwieriger und so haben wir mit den Jungs bereits besprochen, wo wir uns im Falle eines Erdbebens aufhalten. Dadurch, dass die Fenster parallel zueinander verlaufen hört man das Erdbeben immer sofort durch das Klappern der Fenster, so dass man theoretisch automatisch aufwacht (ich bin da eine Ausnahme… aber Benni ist sofort wach!).

Die regulären Häuser sind hier grundsätzlich erdbebensicher gebaut, so dass selbst bei größeren Erdbeben bisher keine Schäden entstanden sind.

Die Schule der Jungs besitzt ein Frühwarnsystem und ist demnach auch ein sicherer Ort.

Wir sind hier sehr gut vernetzt. Jeder muss einen Reiseplan abgeben, wenn er die Stadt verlässt. Wenn jemand ins Hochland fährt und nicht zum angegeben Zeitpunkt zurückkommt und telefonisch nicht zu erreichen ist, fährt ein Teammitglied hin und geht auf die Suche. Besonders, wenn die Straßen in der Regenzeit sehr schlecht sind, kann es gefährlich werden alleine im Hochland unterwegs zu sein.

Wie gut ist es, dass Gott immer weiß, wo wir uns befinden und wir uns beschützt wissen dürfen!