Ein großer Teil der theologischen Ausbildung in Arequipa, in dem ich involviert bin, besteht aus dem Unterricht an dem Instituto Superior de Teología en Arequipa (oder auch einfach nur ISTA genannt). Die volle Unterrichtszeit ist noch auf drei Monate (Januar bis März) beschränkt. Hinzu kommt der Unterricht an der Abendschule, die das ganze Jahr über stattfindet. Neuerdings gibt es auch im Winter (August) eine Konferenz der ISTA.

Ich hatte das Vorrecht an der ersten Konferenz des Instituts teilzunehmen und durfte sogar den Abschlussvortrag am Samstagabend halten. Das Thema der Konferenz lautete „Vorschläge für die Entwicklung lokaler Kirchen“. Am ersten Abend hörten wir einen meiner Kollegen zur momentanen Lage der Iglesia Evangélica Peruana (I.E.P.) und dass viele nicht mehr die Grundpfeiler unseres christlichen Glaubens kennen.

Mein Vortag beschäftigte sich mit dem „Vater unser“ (Padrenuestro), wie es Grundsätze unseres Glaubens formuliert und wie man es missiologische lesen kann. Die drei Hauptfragen waren: (1) Was sagt uns dieses Gebet über das Herz Gottes? (2) Welche ist die Mission Gottes? Und (3) Welche Rolle spielen wir (individuell und als lokale Gemeinde) in dieser Mission?

Da mein Spanisch im Freireden noch nicht ganz so gut ist, habe ich den größten Teil wie eine Vorlesung gehalten … also vorgelesen.

Dies war eine gute Erfahrung und ich habe auch sehr positive Rückmeldung bekommen (da ich es etwas „akademischer“ gestaltet habe als meine beiden Vorgänger, war ich mir nicht ganz so sicher, ob ich mit meinem „Stil“ etwas zu viel verlangte).

Jetzt besteht sogar die evtl. Chance bei einer Fachzeitschrift für Missiologie meinen Artikel zu veröffentlichen. Das freut mich riesig! Je nach zeitlicher Abfolge (und Annahme des Artikels) wäre dieser Fachartikel mein Erster (und das auch noch auf Spanisch). Ein anderer Artikel (eine Art Zusammenfassung meiner Masterarbeit  zum Thema „Paulus, Plutarch und die Unterordnung der Ehefrau“) ist schon seit längerem in der „pipeline“ (auf Englisch) und wartet nur noch darauf vom Herausgeber korrekt formatiert und publiziert zu werden (dazu dann etwas mehr … zur gegebener Zeit).