Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Adventszeit

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren. Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem…

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren.

Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem Plastikbaum begnügen (überhaupt ist hier fast alles in Plastik)! Der schöne Tannenduft fehlt, aber wir sind froh, dass wir überhaupt in einem Land wohnen, wo es (fast immer) Strom gibt und wir Lichterketten und Co. zur Verfügung haben.

Die beiden Jüngsten haben sich daran gesetzt den Baum zu dekorieren und ich habe meinen perfektionistischen Drang gezügelt, den Baum anschließend noch zu bearbeiten und alles symmetrisch umzuhängen…

Der Vorteil ist, dass es hier im Sommer schon um 18:30 Uhr dunkel wird und wir demnach abends noch im Kerzenschein zusammen sitzen können.

Hängt! In der jetzigen Wohnung dürfen wir in der Decke keine Nägel reinhauen, so dass wir uns anderweitig zu helfen wissen, um unseren deutschen Weihnachtsstern anzubringen. Die Fassung ist leider zu klein, als dass man sie für den Stern benutzen konnte, aber es geht auch so.

Hier ist unsere Art von Schneemann…

Sonntag waren wir in einem deutsch-lutheranischen Gottesdienst in der Stadtmitte, der einmalig vom neuen Pfarrer veranstaltet wurde. So hatten wir einen Sonntag, wo wir zusammen deutsche Adventslieder singen konnten. Jason durfte sogar die Adventskerze anzünden. Wir sind gespannt darauf, wie die nächsten Gottesdienste in unserer peruanischen Gemeinde ablaufen werden.

Die Jungs durften bei einer anderen deutschen Familie gestern fleißig Plätzchen backen.

Wir freuen uns darauf zu entdecken, was wir noch alles in der Adventszeit erleben dürfen und was wir über das peruanische Weihnachtsfest in Erfahrung bringen werden…

 

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Nikolaus

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten…

Heute haben wir nicht nur zu Hause Nikolaus gefeiert, sondern auch im Kindergarten. Benni wurde gefragt, ob er sich vorstellen könnte in diesem Jahr den Nikolaus zu spielen. Der Kindergarten hatte bereits die Verkleidung parat.

Dies ist ein nicht ganz einfacher Job, denn Benni musste 9 Gruppen besuchen und es wurden Fotos mit 253 Kindern gemacht (inkl. anschließendem Gruppenfoto)! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es im Sommer unter dem Gewand auch mollig warm wurde 🙂

Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Die Kinder haben mit leuchtenden Augen auf den Nikolaus gewartet. Zwei Kinder haben sogar extra Briefe für den Nikolaus verfasst. Benni hat ihnen einen Brief vorgelesen, den die Erzieherinnen für die Gruppe geschrieben haben. Anschließend bekam jedes Kind noch eine kleine Tüte mit Keksen.

Die Überraschung war, dass wir Jason nichts von all dem verraten hatten. Seine Gruppe war die Letzte und er war natürlich mega stolz, dass sein Papa der Nikolaus war. Für ihn war es wohl die größte Überraschung.

Es war sehr schön, dass wir die Gruppe von Jason besuchen konnten. Mittlerweile kennen wir auch mehr und mehr von den Kindern.

Es war ein sehr schöner Morgen, auch wenn es anstrengend war.

Benni hat der Kontakt mit den Kindern gut gefallen. Gerne hätte er sich noch mehr ausdrücken wollen, aber sprachlich können wir eben noch nicht alles sagen. Vielleicht nächstes Jahr…

Die Kinder hatten einen wunderschönen Morgen und es war eine sehr gute Gelegenheit die Kontakte zu Erziehern und Kindern zu vertiefen.

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Conditor Alme Siderum

Advent and Christmas greetings from us with this wonderful poem (6th cent. author unknown)   Creator of the stars of night, Thy people’s everlasting light, Jesu, Redeemer, save us all, And…

Advent and Christmas greetings from us with this wonderful poem (6th cent. author unknown)

 

Creator of the stars of night,
Thy people’s everlasting light,
Jesu, Redeemer, save us all,
And hear Thy servants when they call.

Thou, grieving that the ancient curse
Should doom to death a universe,
Hast found the medicine, full of grace,
To save and heal a ruined race.

Thou cam’st, the Bridegroom of the bride,
As drew the world to evening-tide;
Proceeding from a virgin shrine,
The spotless victim all divine.

At whose dread name, majestic now,
All knees must bend, all hearts must bow;
And things celestial Thee shall own,
And things terrestrial, Lord alone.

O Thou whose coming is with dread
To judge and doom the quick and dead,
Preserve us, while we dwell below,
From every insult of the foe.

To God the Father, God the Son,
And God the Spirit, Three in One,
Laud, honor, might, and glory be
From age to age eternally.

 

 

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„Día de los muertos“ – Der Tag der Toten

Im Nachhinein möchten wir euch noch etwas mehr darüber informieren, wie in Peru der 01. und 02. November gefeiert wird. Am 1. November feiern die Peruaner Allerheiligen. Jeder Tag im…

Im Nachhinein möchten wir euch noch etwas mehr darüber informieren, wie in Peru der 01. und 02. November gefeiert wird.

Am 1. November feiern die Peruaner Allerheiligen. Jeder Tag im Jahr ist nach einem Heiligen benannt. Wenn man z. B. am 18.06. ein Kind bekommt, dann integriert man meistens den Namen des Heiligen als Erst- oder Zweitnamen. Im Kalender steht die Heilige „Marina“. Der Name wird dann jeweils auf männlich oder weiblich angepasst (hier würde man den Jungen dann Marino nennen).

Da das Jahr aber zu wenig Tage für alle Heilige hat, gibt es den 01. November, damit man an diesem Tag alle anderen Heiligen berücksichtigen kann.

 

Am 02. November wird anschließend der Tag der Toten gefeiert. Hier geht es darum, dass die Lebenden Dinge tun, bzw. Gebete für die verstorbenen Gläubigen sprechen, die sich im Fegefeuer befinden.

Für die katholischen Peruaner ist das Fegefeuer ein Ort, wo die Seelen ruhen, bis sie in den Himmel gehen dürfen. Die Gebete der Lebenden helfen ihnen in den Himmel zu kommen.

Sie glauben ebenso, dass die Seelen während der ersten beiden Novembertage auf die Erde hochkommen können, um ihre Liebsten zu besuchen. Aus diesem Grunde treffen sich alle Familien am Friedhof.

Peruaner haben verschiedene Dinge, die sie an diesem Tag auf den Grabstein legen:

  • Essen (das Lieblingsessen des Toten) oder Lieblingsgetränk
  • Ebenso Blumen und Kerzen
  • Bei Kindern werden kleine Spielzeuge draufgelegt
  • „Guaguas“ (Brotgebäck in Form eines Babys – siehe unten)

Die Familie selbst isst und trinkt an diesem Tage ausgiebig(!)„mit den Toten“, in dem sie sich um das Grab versammeln. Manche organisieren sich auch spezielle Musik.

Hier gibt es ein gutes, kurzes Video darüber. Und hier noch ein Längeres.

An diesem Tag ist der Vorhof des Friedhofes wie ein großer Marktplatz. Hier gibt es Blumen, Kerzen, Essen, Spielsachen und vieles mehr zu kaufen. Im Friedhof selbst verkaufen kleine Jungs Wasser, um das Grab säubern zu können.

 

„Guaguas/Wawas“:

Eine „Wawa“ ist ein Brotgebäck in Form eines Babys (inkl. kleinem Gesicht), das mit einer süßen Karamellfüllung gefüllt ist.

Die Tradition besagt, dass die „Wawas“ der Heiligen im Februar beginnen – in der Zeit des Karnevals. Bei diesen Festen herrscht Zügellosigkeit in jeglicher Hinsicht und so ist im November eine Anhäufung von Babys festzustellen.

Diese „Wawas“ werden den Toten auf die Gräber gelegt (quasi als Opfer, wie man das früher im antiken Peru getan hat) und anschließend gemeinsam als Familie gegessen.

Die Peruaner haben eine Faszination für den Tod und Geister allgemein. Im Kino gibt es wesentlich mehr Horrorfilme, als das in Deutschland der Fall ist. Immer mal wieder findet man auch schlimm anzusehende Werbung in einem ganz normalen Einkaufszentrum. Kinder erzählen sich gegenseitig Horrorgeschichten. Geister sind im Alltag präsent.

Es ist deswegen auch unheimlich wichtig, dass man an den ersten beiden Tagen im November unbedingt am Grab gewesen ist, damit die Geister einen nicht verfolgen, sondern wieder ruhen können.

Diese Riten sind für manche eine Art, mit dem Tod besser fertig zu werden.

 

Die Denkweise ist oft so, dass man während dem Leben alles machen kann, was man will. In der Kirche kann man für die Sündenvergebung bitten und anschließend dann gleich wieder lügen oder andere Dinge tun, ohne dass es einen beeinflusst.

Wenn man dann tot ist, tut die Familie alles für einen, um durch Gebet und Riten die Seele aus dem Fegefeuer zu bekommen. Damit liegt die Last nicht auf einem selbst.

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Erster Kindergeburtstag

Wir haben unseren ersten Kindergeburtstag in Peru überlebt… Tim hat sich gefreut, dass er in Zukunft nie im Kalten feiern muss. Hier kann man von März bis November alle geplanten…

Wir haben unseren ersten Kindergeburtstag in Peru überlebt…

Tim hat sich gefreut, dass er in Zukunft nie im Kalten feiern muss. Hier kann man von März bis November alle geplanten Feiern mit 100%iger Sicherheit draußen feiern, weil das Wetter immer gut ist (blauer Himmel mit 20-25°C). Bei einer kleinen Wohnung ist das natürlich ein Bonus.

Auf die Geburtstagseinladung hatten wir notiert, dass wir einen Geburtstag nach deutscher Art feiern werden. Eine deutsche Lehrerin hatte uns empfohlen hinter die Uhrzeit „hora exact“ zu notieren. Wenn ein Geburtstag nämlich um 10 Uhr beginnt kommt man um 11 Uhr und das Programm beginnt um 12 Uhr.

Für gewöhnlich werden Animateure organisiert, die die Kinder unterhalten (z.B. ein Clown). Stattdessen haben wir notiert, dass wir mit den Kindern (ohne Eltern) eine Schatzsuche machen werden.

Wir haben dem Tag gespannt entgegen gesehen, weil wir nicht sicher waren, wie wir uns mit unseren limitierten Spanischkenntnissen durchschlagen würden. Aber, preis den Herrn, Alles hat super geklappt.

Zunächst haben wir draußen im Park Fangen gespielt bis alle da waren. Alle kamen pünktlich!

Anschließend gab es Kuchen, Kekse und Melone (oh wie schön, dass wir Sommer haben!) und die Geschenke wurden geöffnet. Leider konnte Tims bester Freunde Facundo nicht mit dabei sein, weil er das Wochenende über weg war. Aber wir sind froh, dass Tim in den letzten drei Monaten auch zu anderen Freundschaften aufbauen konnte.

Die Kinder hier machen normalerweise nicht wirklich Schatzsuchen und so waren sie aufmerksam dabei. Benni hat die Schatzsuche mal wieder hervorragend organisiert und die Hinweise in unserem gesamten Wohngebiet verteilt. Die Kinder waren überraschenderweise sehr schnell mit allem, weil sie die komplette Strecke von einer Station zur anderen gerannt sind.

Auch der Schatz konnte nach einer kurzen Eispause bei unserer Nachbarin gefunden werden.

Wir sind Gott sehr dankbar, dass es so gut gelaufen ist! Eine Mutter schrieb uns später, dass ihr Sohn meinte, dass es der beste Geburtstag war, auf dem er bisher gewesen ist. Die Kinder konnten miteinander spielen und wurden nicht nur von vorne unterhalten.

Zum Abschluss des Tages waren wir noch bei unserer Nachbarsfamilie „buñuelos“ essen. Dies ist ein typischer peruanischer Snack. Unheimlich fettig mit viel Zuckersirup… aber unheimlich lecker!!!

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Sogay

Wir waren letztes Wochenende mit einigen Familien aus der Schule im „Schullandheim“. Das kleine Gelände mit seinen Wohnhütten liegt im Vorort von Arequipa (Sogay) und wurde in der Vergangenheit nur…

Wir waren letztes Wochenende mit einigen Familien aus der Schule im „Schullandheim“. Das kleine Gelände mit seinen Wohnhütten liegt im Vorort von Arequipa (Sogay) und wurde in der Vergangenheit nur sehr selten von der Schule genutzt (hier machen sie allgemein keine Klassenfahrten). Nun ist die Überlegung, ob das Gelände überhaupt behalten werden soll und ob man es für Tagesexkursionen nutzen kann.


Bis eine Entscheidung gefällt ist, haben wir es auf jeden Fall noch einmal genutzt. Alle Familien, die Deutsch können und/oder einen deutschen/schweizerischen Elternteil haben, wurden für das Wochenende eingeladen.

Wir waren eine kleine Truppe und die Kinder hatten viel Spaß dabei in der Natur zu spielen.

Auch 5 deutsche Praktikanten der Schule waren dabei. Durch sie und die anderen Lehrer konnten wir viel von der peruanischen Mentalität lernen und mehr erfahren, wie das Schulleben hier funktioniert.

Das Wochenende war auch für uns eine erholsame Zeit, um einfach mal vom Schul- und Sprachschule-Alltag raus zu kommen.

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