Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Titicacasee

Vier Tage haben wir von der schulfreien Woche im Oktober genutzt, um selbst ein bißchen von Peru zu sehen. Wir sind endlich mal zum Titicacasee gefahren und haben in Puno…

Vier Tage haben wir von der schulfreien Woche im Oktober genutzt, um selbst ein bißchen von Peru zu sehen. Wir sind endlich mal zum Titicacasee gefahren und haben in Puno übernachtet.


Arequipa liegt bereits auf 2.350m Höhe, Puno dagegen auf 3.850m. Die 1.500 Meter haben wir direkt bei unserer Ankunft gespürt. Zwei der Jungs mussten sich erst einmal übergeben, bevor es weitergehen konnte.

Nach und nach haben wir uns an den Höhenunterschied gewöhnt und konnten Puno besichtigen.

 

 

 


Der Titicacasee ist ca. 15x so groß wie der Bodensee. Es ist das höchst gelegenste, kommerziell befahrbare Gewässer auf der Erde.

Wir waren auf einer der schwimmenden Inseln. Hier wurde uns erklärt, wie sie die Inseln in Stand halten und wie die Menschen hier leben. Für sie ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Die meisten anderen Menschen leben von der Fischerei.

Anschließend sind wir noch auf einer größeren Insel gewesen, auf der wir Mittag gegessen haben.

Für uns war es sehr schön mal aus der Großstadt raus zu kommen. Einfach nur die Natur genießen! Wie schön und vielseitig Gott doch die Welt geschaffen hat!!!

 

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Volkszählung

Seit 10 Jahren hat es in Peru keine Volkszählung mehr gegeben. Im ganzen Land (!) musste man von 8-17 Uhr zu Hause bleiben, bis ein Mitarbeiter vorbeikam, um die Daten…

Seit 10 Jahren hat es in Peru keine Volkszählung mehr gegeben. Im ganzen Land (!) musste man von 8-17 Uhr zu Hause bleiben, bis ein Mitarbeiter vorbeikam, um die Daten der Hausbewohner aufzunehmen.
Kein Bus durfte fahren, kein Geschäft aufhaben. Die Menschen am Flughafen mussten dort verweilen, bis der Zensus fertig war.

Die Menschen wurden dazu angehalten nicht ihre Häuser zu verlassen (außer man trägt einen Bescheid mit sich, der bezeugt, dass man bereits gezählt wurde). Es war also ein ruhiger Sonntag!

So genau konnten wir uns das noch nicht vorstellen, da wir so etwas noch nie erlebt hatten. Einige Kollegen waren bereits in den Morgenstunden fertig, aber bei uns hat es bis 16 Uhr gedauert, bis wir dran gekommen sind. Neben den normalen Daten wurde man u. a. danach gefragt, ob man lesen und schreiben kann, welche Nationalität man besitzt und ob man verheiratet ist (sind hier viele Peruaner aus Kostengründen nicht).

Wir sind gespannt darauf, was für Schlüsse aus der Befragung gezogen werden. Theoretisch müsste man daraus auch endlich feststellen können, wie viele Einwohner Arequipa hat (das ist bisher nur eine ungenaue Zahl).

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Señor de los Milagros

Letztens dachte ich mir noch so hämisch: „Wenn ich nicht bereits Protestant wäre, so wäre ich hier (in Arequipa, Peru) bestimmt einer geworden!“ Diese Gedanken schossen mir so durch den…

Letztens dachte ich mir noch so hämisch: „Wenn ich nicht bereits Protestant wäre, so wäre ich hier (in Arequipa, Peru) bestimmt einer geworden!“ Diese Gedanken schossen mir so durch den Kopf als ich eine Prozession in unserer Nachbarschaft (urbanicación) beobachtete. Diese Prozession war eine Feier, die sich um die Wunder des „Señor de los Milagros“ („Der Herr der Wunder“) dreht.

Peru …

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Hierbei handelt es sich um ein Bild von dem gekreuzigten Jesus, welches im 17. Jh. von einem afrikanischen Sklaven hier in Peru kreiert wurde. Wie bei so vielen anderem „Verehren“ im gegenwärtigem Katholizismus in Peru wird dem Bild (oftmals auch eine Statue) Wunder und Kraft zugesprochen, da es ein Erdbeben überlebte und andere davor schützte zu sterben.Wir haben jetzt also, liebe Geschwister, einen freien und ungehinderten Zugang zu Gottes Heiligtum; Jesus hat ihn uns durch sein Blut eröffnet.
(Hebräerbrief 10, 19)

Es geht mir in diesem Beitrag aber nicht um diese spezifische Prozession bzw. um dieses Bildnis, sondern grob um den Katholizismus hier in Peru. Natürlich werde ich mit einem kurzen Beitrag diesem Thema nicht gerecht und Vieles wird in der Zukunft näher von mir verstanden werden können. Hierfür brauche ich mehr Zeit um zu beobachten und recherchieren zu können. Aber heute mal ein kleiner Einblick.

Als erstes fällt mir auf, dass viele Menschen hier dem Katholizismus und der Kirche sehr zugewandt sind. Es muss jedoch auch gesagt werden, dass der Katholizismus in Peru (und allgemein in Latein- und Mittelamerika) ein anderer ist, als der in Europa und Nordamerika. In Europa hat es vor ziemlich genau 500 Jahren einige Bewegungen gegeben, welche den christlichen Glauben reformierten. Dies hat aber wenig bis keine Auswirkungen auf unseren Kontinent hier gehabt. Somit könnte man überspitzt sagen, dass der Katholizismus, den man in Peru antrifft, ähnlich dem ist, wie Martin Luther ihn im 16. Jh. in Deutschland angefunden hatte.

Deshalb kam mir auch der oben genannte Gedanke hier Protestant zu werden. Martin Luther und andere Reformatoren wären wahrscheinlich höchst überrascht den christlichen Glauben in Peru so anzufinden, wie er heute von Vielen gelebt wird. Es gibt unzählige Heilige, Prozessionen, Kerzen (die gekauft werden müssen) … viel Business um die Kirche herum. So sind auch bei der von mir beobachteten Prozession gleich 3-4 Personen mit ihren Wägelchen hinterher gehechelt, um Kerzen, Statuen und ähnliches zu verkaufen.

Den ganzen Oktober kann man vor allem Frauen in violetten Kleidungen sehen (der Oktober wird auch „mes morado“ also „violetter Monat“ genannt). Diese Frauen geben sich in diesem Monat ganz besonders dem Señor de los Milagros hin.

Eine bestimmte Frage, die sich mir stellt ist: Ist solche Hingabe wirklich an Gott bzw. an Jesus gerichtet oder werden solche Bildnisse und Statuen wie Amulette im Animismus behandelt? D.h., schenkt man dem Schöpfer aller Dinge seine Treue und Liebe oder erhofft man sich von einem Bild, dass es einen mit Wundern und anderen Dingen beschenkt?

Einer nämlich ist Gott, einer auch ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.
(1 Timotheus 2,5)
Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem Peruaner (der deutsch konnte) über den Unterschied zwischen Katholizismus und Protestantismus. Um nicht ausschweifend zu antworten, habe ich mich auf eine direkte Antwort konzentriert: „Im Protestantismus benötigen wir keine anderen Mittler (sog. ‚Heilige‘) zwischen Mensch und Gott. Es gibt nur einen: Jesus Christus!“

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Ein Stückchen Heimat

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂 Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule…

Man könnte den Eindruck bekommen, dass es hier in Peru immer was zu feiern gibt – dem ist auch so 🙂

Kurz vor den Herbstferien haben wir in der Schule Oktoberfest gefeiert. Hier konnten wir uns ein bißchen wie zu Hause fühlen, als zu Beginn die deutsche Nationalhymne gesungen und die deutsche Fahne gehisst wurde.

Jedes Jahr organisiert die Schule das Oktoberfest, um für ein soziales Projekt Gelder zu sammeln. Viele Eltern sind mit dabei, so dass fleißig Geld für Spiele und Essen ausgegeben wird.

Unter anderem führen die Kinder auch deutsche Tänze und Lieder vor. Auf dem Sportplatz hat jede Klasse einen Stand mit Spielen.

Es gibt Apfelschorle und Lebkuchen zu kaufen, aber auch peruanische Gerichte (hier isst Jason Rinderherzen „Anticuchos“)

Es war unser erstes „peruanisches Oktoberfest“ und wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Der Morgen bot eine gute Gelegenheit, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, Lehrer und auch Freunde der Kinder kennen zu lernen.

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Religion?

Lass mich am Morgen deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich. (Psalm 143,8) [Die Jünger] gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts….

Lass mich am Morgen deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich. (Psalm 143,8)

[Die Jünger] gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts. Als es dann Tag wurde, stand Jesus am Ufer. (Johannes 21,3-4)

In letzter Zeit habe ich durchaus Schwierigkeiten meine Vier-Buchstaben aus dem Bett zu bekommen. Gestern ging es mir genauso. Da die Kinder etwas später Schule hatten, habe ich einfach mal bis 7:00 Uhr im Bett gelegen.

Dann aber habe ich etwas gemacht, was ich sonst nicht tue; ich habe gleich mein Handy angeschaltet… keine Ahnung warum. Als ich dann noch einmal drauf schaute, war die Losungs-App „zufällig“ geöffnet. Und da sind mir die beiden obigen Verse in die Augen gesprungen.

Erst habe ich, in meinem Halbschlaf, den Zusammenhang gar nicht so richtig geschnaggeld. Dann aber … nach einigen Momenten. Der Psalmbeter betet darum schon am Morgen (so wie ich in meinem Halbschlaf) von der Gnade Gottes zu hören, sich darin zu baden, sie zu erfahren. Und was anderes ist Gnade als dass Gott sich uns zuwendet in Seiner Liebe und Vergebung.

Genau das passiert „natürlich“ in Seinem Sohn, den Er uns schickte. Jesus ist die Offenbarung Gottes. Er ist Gott selbst. So wie es der Evangelist Johannes bereits am Anfang seines Berichtes schreibt: „Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige Sohn hat ihn uns offenbart,
er, der selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt.“ Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige Sohn hat ihn uns offenbart, er, der selbst Gott ist und an der Seite des Vaters sitzt..

Der christliche Glaube – wie ich es schon oft gesagt habe – beruht in erster Linie nicht auf Wahrheitsaussagen oder Glaubenslehren per se…er gründet sich auf einer Person.

Laut Duden bedeutet Religion: 1. (meist von einer größeren Gemeinschaft angenommener) bestimmter, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis oder 2. gläubig verehrende Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht; religiöse Weltanschauung.

Ich denke, dass diese Definition nicht 100% auf den christlichen Glauben passt. Ein Christ ist eine Person, die Christus nachfolgt. Mit allem was dazu gehört.

Also will auch ich beten:

Lass mich am Morgen Jesus hören, denn auf ihn vertraue ich.

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Für uns geht die Sonne auf…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt. Während Tim und Joel in der…

Wir haben eine Person gefunden, die den Jungs ein wenig Nachhilfe im Spanischsprechen gibt! Gott hat Sol (die Sonne) quasi direkt zu uns geführt.

Während Tim und Joel in der Schule sind, bekommen sie schon eine Stunde Nachhilfe von einer Tutorin, die mit ihnen Vokabeln und Grammatik übt. Aber das Sprechen fällt ihnen natürlich noch etwas schwer. Wir haben uns gewünscht, dass wir jemanden finden, der mit den drei Jungs zu Hause lediglich das Sprechen übt.

Die Tage bekamen wir eine Anfrage einer deutschen Lehrerin, ob wir uns nicht vorstellen könnten einer anderen Lehrerin Nachhilfe in Deutsch zu geben. Sie fliegen zusammen im Februar nach Deutschland und hierfür wollte sie vorher gerne noch etwas Deutschsprechen üben. Sie würde auch ganz in unserer Nähe wohnen.

Es hat sich herausgestellt, dass sie wirklich nur ein paar Häuser weiter in unserer Straße wohnt. Anstatt bezahlt zu werden haben, wir vorgeschlagen, dass sie im Gegenzug mit den Jungs Spanisch übt. So kommen wir dienstags und donnerstags um 17 Uhr zu ihr und sie beschäftigt sich eine Stunde lang mit Joel, Tim und Jason. Da sie Lehrerin ist, macht sie das wirklich sehr gut! Spielerisch engagiert sie die Jungs in verschiedene Themen, so dass es ihnen Freude macht auf diese Art und Weise in einem geschützten Rahmen Spanisch zu sprechen und Dinge auszuprobieren.

Wenn die Jungs um 18 Uhr zum Abendessen rübergehen, bleibe ich noch da und unterhalte mich mit Sol auf Deutsch. In einer Stunde kommt man auf ganz schöne viele Themen zu sprechen. Z.B. wie wir den Katholizismus in Peru wahrnehmen und was der Unterschied zum Katholizismus in Deutschland ist. Es ist ein Privileg, dass wir direkt mit Gott sprechen dürfen und hierfür keine Heiligen benötigen, die für uns vermitteln müssen.

Wir sind Gott unheimlich dankbar, dass er das so für uns arrangiert hat! Sol ist eine sehr herzliche Person und sie ist eine große Bereicherung für unsere Familie. Gott wusste um unser Bedürfnis und hat uns auf seine Art und Weise versorgt.

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