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Familie Marx in Peru

JÜNGERKLATSCH

Thema: Was wir von Timotheus lernen können – Einführung In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei…

Thema: Was wir von Timotheus lernen können – Einführung

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei Kontinenten leben. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum Jüngerklatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Die Bibel als Grundlage gesunder Theologie

Dies ist der zweite Eintrag in meinen Überlegungen zum Theologiestudium und zur theologischen Ausbildung. Dieser Eintrag ist mit den anderen Beiträgen (die noch kommen werden) als ein Ganzes zu verstehen….

Dies ist der zweite Eintrag in meinen Überlegungen zum Theologiestudium und zur theologischen Ausbildung. Dieser Eintrag ist mit den anderen Beiträgen (die noch kommen werden) als ein Ganzes zu verstehen.

Theologie sei eine theoretische Abhandlung und habe mit lebendigem Glauben wenig zu tunWie bereits im vorigen Beitrag erwähnt, habe ich in den letzten Jahren viele Gespräche gehabt, ob ein Theologiestudium wirklich von nützen sei. Viele meinen (darunter auch so einige Christen), dass Theologie heute keinen praktischen Einfluss mehr habe. Darüber hinaus sei Theologie eine theoretische Abhandlung und habe mit lebendigem Glauben wenig zu tun. Doch wenn ich mit einigen Fragen nachhake, merke ich auch oft, dass eine gewisse Theologie bei meinen Gesprächspartnern schon längst vorhanden ist. D.h., jeder von uns hat theologische Vorstellungen, ob wir uns deren bewusst sind oder nicht.

Deshalb habe ich den Verdacht, dass der Vorwurf normalerweise einer gewissen Art der Theologie gilt, oder einer gewissen Weise wie theologisch gearbeitet wird. Aber nur, weil einem eine gewisse Art und Weise nicht gefällt, kann man das ganze Projekt doch nicht aus dem Fenster werfen. Lasst uns mal kurz einen Vergleich mit Kaffee ziehen: So könnte man doch nicht sagen, nur weil einem nicht gefällt wie der Barista den Mocca zubereitet, so sei alle Art von Kaffee nicht brauchbar oder alle Baristas wären so wie dieser. Dies wäre eine falsche Schlussfolgerung. Und genau (denke ich) gilt es für die Theologie.

Mit Latein, Griechisch und Hebräisch bombardiertVielleicht sind wir schon Theologen begegnet (oder haben welche gelesen), die keine Ahnung vom wirklichen (Gemeinde-)Leben haben und theoretischen Abhandlungen folgen, die u.E. belanglos sind. Oder wir haben schon Theologen zugehört (entweder von der Kanzel oder dem Rednerpult) und wurden mit fachlichen Begriffen auf Latein oder Worten aus dem Griechischen und Hebräischen bombardiert, so dass wir nicht wirklich folgen konnten und so auch nichts Erbauliches mit nach Hause nehmen konnten. Ja, das alles ist mir auch schon passiert. Aber, das heißt ja nicht, dass man das Ganze sein lässt.

Meines Erachtens ist es von außerordentlicher Dringlichkeit, dass man sich intensive mit dem Thema Theologie beschäftigt. Denn wie schon oben bereits gesagt, hat jeder von uns eine gewisse Vorstellung von Gott (=Theologie) und wäre es nicht prima, wenn diese mit der Wirklichkeit übereinstimmen würde? Ludwig Feuerbach meinte schon, dass unsere Gottesvorstellung unseren eigenen Vorstellungen entspreche und deshalb eine reine Projektion unserer Psyche sei (siehe auch Freud und andere).  Auch wir Christen treten hier in Fettnäpfchen und müssen deshalb zurück zu den Heiligen Schriften (Bibel) und überprüfen, ob der Gott, dem wir folgen, unserer eigenen Vorstellung entspricht (schlechte Theologie) oder dem Gott der Bibel.

Jeder von uns eine gewisse Vorstellung von Gott = TheologieDa ich aus einer christlichen Perspektive schreibe (und auch noch aus einer protestantischen), sollte es dem Leser klar sein, dass die Bibel in Fragen der Theologie höchste Priorität hat. Ich werde hier nicht für die Inspiration und Autorität der Bibel argumentieren, sondern sie als Voraussetzung gelten lassen. „Aha!“ mag jetzt einer einwerfen: „Also brauchen wir doch eigentlich nur die Bibel und keine Theologie, oder?“ … Naja, das kann man nicht so einfach sagen. Denn auch wenn wir die Bibel lesen, lesen wir diese mit unseren eigenen Vorstellungen (und unsere Theologie).

Außerdem, ist die Bibel ja kein direktes Handbuch im Sinne von „Wenn Fall A eintritt, dann einfach Gebet 259 sprechen und Aktion Y einleiten“. Nein! Vielmehr ist die Bibel ein Buch über Gottes Geschichte mit Seinem Volk, über Sein Eingreifen. Ja, in der Bibel sind auch ethische Leitlinien beschrieben, aber diese sind ja auf unser heutigen Leben zu übertragen. Wir alle brauchen eine gesunde Theologie, da unsere Gedanken unser Handeln beeinflusst. Der Apostel Paulus hat es so formuliert (Philipperbrief 4,8-9):

Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird. Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe. Dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.

Und an seinen Schüler Timotheus schrieb er im zweiten Brief (3,16-17):

Denn alles, was in der Schrift steht, ist von Gottes Geist eingegeben, und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen.  So ist also der, der Gott gehört und ihm dient, mit Hilfe der Schrift allen Anforderungen gewachsen; er ist durch sie dafür ausgerüstet, alles zu tun, was gut und richtig ist.

Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben, „damit“ (wie in vielen Übersetzungen richtig verstanden) ein Jesus-Nachfolger ein gottesfürchtiges Leben gestalten kann. Die Bibel ist also die Grundlage gesunder Theologie. Theologie ist nie etwas rein Abstraktes, sondern wirkt sich auf mein persönliches Leben aus.

Die Bibel ist Grundlage gesunder Theologie; oder besser gesagt gesundem Theologisierens (dazu mehr demnächst).

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Charakter

Da wir nun in Peru angekommen sind und ich mich so langsam auf die theologische Ausbildung in Arequipa, im Hochland und darüber hinaus vorbereite, sind mir noch mal so manche…

Da wir nun in Peru angekommen sind und ich mich so langsam auf die theologische Ausbildung in Arequipa, im Hochland und darüber hinaus vorbereite, sind mir noch mal so manche Dinge in den Fokus gerutscht. In den nächsten Wochen werde ich meine Gedanken zur theologischen Ausbildung mit Themen wie „Warum theologische Ausbildung?“, „Gefahren des Theologiestudiums“ und „Gründe des Theologiestudiums“ etc. nach und nach auf unserem Blog online stellen.

Heute möchte ich mich auf Gedanken konzentrieren, die beim Lesen eines Klassikers gekommen sind: The Intellectual Life von A. G. Sertillanges (ursprünglich auf französisch 1920 veröffentlicht).[i]

Vieles werde ich hier nur anreißen, da ich in den nächsten Wochen und Monaten mehr dazu sagen werde.

Study must first of all leave room for worship, prayer, direct meditation on the things of GodBereits in seiner Einführung schreibt Sertillanges: „When the thinker thinks rightly, he follows God step by step” (S. xviii). Gott folgen, sich auf Sein Wort einlassen, sich in Seine Wahrheit mithineinnehmen lassen, sich von Ihm formen lassen. Das ist es was einen wahren Studenten der Schrift und der Theologie ausmacht: „…study must first of all leave room for worship, prayer, direct meditation on the things of God” (S. 28).

Ein üblicher Vorwurf an heutige Theologen ist, dass ihre Gedanken und Theologien oftmals unnütze seien. Das stimmt hier und da auch. Aber oftmals habe ich in Gesprächen auch gesagt bekommen, es sei auch nicht nötig Theologie zu studieren und viel Zeit in seinem Kämmerlein zu verbringen (verlieren).The time of the thinker, when he really uses it, is in reality charity to all Auch hierzu hat Sertillanges etwas zu sagen: „The time of the thinker, when he really uses it, is in reality charity to all” (S. 99). Dem kann ich nur zustimmen. Wie oft habe ich schön Predigten oder auch Vorträgen zugehört und dachte so bei mir: „Wenn er oder sie doch nur ein wenig mehr Zeit in der Vorbereitung verbracht hätte…“. Aber genau das Gleiche gilt natürlich auch für meine Vorbereitungen (wobei ich hier oft auf der anderen Seite vom Pferd falle). Es braucht Zeit Gedanken reifen zu lassen, Konzepte zu verstehen, wahrhaftig zu leben.

Was ist aber das Ziel des Lebens (oder zumindest der theologischen Ausbildung)?

Hierzu werde ich noch Ausführlicheres schreiben. Aber ein Satz von Sertillanges fasst es schon mal ganz gut zusammen: „What matters most in life is not knowledge, but character” (S. 235). What matters most in life is not knowledge, but characterCharakter oder auch „Spiritual Formation“ (wie es oft im Englischen in diesem Zusammenhang benutzt wird). Dies hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf wie man studiert, wie Ausbildungsstätten “Ausbildung“ und „Erziehung“ verstehen und vor allem wie man seinen christlichen Dienst lebt.

Abschließen möchte ich mit den Worten von Thomas a Kempis:[ii]
 

Wahrhaftig! hochgelehrte Worte machen den Menschen weder heilig noch gerecht; aber ein christliches Leben macht uns Gott angenehm. Trachte du, die Reue und Zerknirschung des Herzens viel mehr zu empfinden, als sie schulgerecht erklären zu können. Hättest du die ganze Bibel, und alle Sprüche der Philosophen im Kopfe, aber dabei keine Liebe und Gnade Gottes in deinem Herzen, was würde dir all jenes helfen?

 

 

[i] Übrigens würde ich dieses Buch jedem angehenden Theologiestudenten empfehlen (genauso wie Helmut Thielickes Kleines Exerzitium für Theologen [auf eng.: A Little Exercise for Young Theologians]).

[ii] Die Nachfolge Christi, Buch 1, Kapitel 1. Im Englischen nicht ganz so knochig übersetzt: “Indeed it is not learning that makes a man holy and just, but a virtuous life makes him pleasing to God. I would rather feel contrition than know how to define it. For what would it profit us to know the whole Bible by heart and the principles of all the philosophers if we live without grace and the love of God?”

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Kindergartenabschlussfeier

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da…

Heute haben wir Jasons Abschlussfeier im Kindergarten gefeiert. Er freut sich, dass er jetzt endlich in die Schule gehen darf. Schon in Deutschland durfte er eine Kiga-Feier erleben, aber da hier das Schuljahr immer erst am Anfang des Jahres beginnt durfte er noch ein halbes Jahr in den Kindergarten.

Dieses halbe Jahr war für ihn sehr gut, um sich in der Sprache etwas besser zurecht zu finden.

Die Feier bestand darin, dass ein Elternteil eine kleine Ansprache halten durfte und dann anschließend die Kerze ausgezündet wurde (es beginnt jetzt quasi ein neuer Abschnitt).

Eines der jüngeren Kinder hat dann dem neuen Schulkind eine Karte überreicht, die er/sie gestaltet hat. Da Jason sehr beliebt bei den Mädchen ist, war es nicht verwunderlich, dass ihm ein Mädchen eine Karte geschrieben hat…

Die Kinder bekamen dann ihre Ordner und eine spezielle Tasche für die erste Klasse überreicht. Anschließend haben sie noch zusammen gesungen und getanzt.

Wir sind sehr froh darüber, dass sich Jason in seiner Gruppe sehr wohl gefühlt hat. Er konnte die Sprache lernen und neue Freunde finden. Seine Erzieher waren sehr dankbar, dass er Teil der Gruppe sein konnte.

Auch die beiden anderen hatten einen speziellen Tag. Es war der letzte Tag für ihre Spanischnachhilfe, die sie montags und donnerstags in der ersten Stunde hatten. Die Nachhilfe hat ihnen eine gute Grundlage gegeben und im nächsten Schuljahr werden sie es dann so versuchen.

Danke Herr für all dein Versorgen und deinen Schutz in dieser Zeit. Danke, dass du Jason in eine so tolle Klasse gesteckt hast und wir auch mit den Familien einen guten Kontakt haben können.

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The Thessalonian Strategy

Michael Bird, lecturer in theology at Ridley College (Australia), recently gave an interesting talk about the „state of affairs“ in Australia which resembles (in my mind) a lot of what…

Michael Bird, lecturer in theology at Ridley College (Australia), recently gave an interesting talk about the „state of affairs“ in Australia which resembles (in my mind) a lot of what is happening in the Western world.

Listen and think for yourself:

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Adventszeit

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren. Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem…

Bei 24°C kommt man nicht allzu schnell in Weihnachtsstimmung. Deshalb haben wir letztes Wochenende schon einmal damit begonnen unsere Wohnung zu dekorieren.

Zum ersten Mal müssen wir uns mit einem Plastikbaum begnügen (überhaupt ist hier fast alles in Plastik)! Der schöne Tannenduft fehlt, aber wir sind froh, dass wir überhaupt in einem Land wohnen, wo es (fast immer) Strom gibt und wir Lichterketten und Co. zur Verfügung haben.

Die beiden Jüngsten haben sich daran gesetzt den Baum zu dekorieren und ich habe meinen perfektionistischen Drang gezügelt, den Baum anschließend noch zu bearbeiten und alles symmetrisch umzuhängen…

Der Vorteil ist, dass es hier im Sommer schon um 18:30 Uhr dunkel wird und wir demnach abends noch im Kerzenschein zusammen sitzen können.

Hängt! In der jetzigen Wohnung dürfen wir in der Decke keine Nägel reinhauen, so dass wir uns anderweitig zu helfen wissen, um unseren deutschen Weihnachtsstern anzubringen. Die Fassung ist leider zu klein, als dass man sie für den Stern benutzen konnte, aber es geht auch so.

Hier ist unsere Art von Schneemann…

Sonntag waren wir in einem deutsch-lutheranischen Gottesdienst in der Stadtmitte, der einmalig vom neuen Pfarrer veranstaltet wurde. So hatten wir einen Sonntag, wo wir zusammen deutsche Adventslieder singen konnten. Jason durfte sogar die Adventskerze anzünden. Wir sind gespannt darauf, wie die nächsten Gottesdienste in unserer peruanischen Gemeinde ablaufen werden.

Die Jungs durften bei einer anderen deutschen Familie gestern fleißig Plätzchen backen.

Wir freuen uns darauf zu entdecken, was wir noch alles in der Adventszeit erleben dürfen und was wir über das peruanische Weihnachtsfest in Erfahrung bringen werden…

 

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