Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Kuriositäten I

Die nächsten beiden Blogeinträge nenne ich mal „Kuriositäten“. Es sind Dinge, die anders sind, als wir das in Deutschland gewöhnt gewesen sind. Nicht schlechter, nicht besser… einfach anders. Die Peruaner…

Die nächsten beiden Blogeinträge nenne ich mal „Kuriositäten“. Es sind Dinge, die anders sind, als wir das in Deutschland gewöhnt gewesen sind. Nicht schlechter, nicht besser… einfach anders.

Die Peruaner haben ganz selten in ihren Häusern „richtige Lampen“. Für gewöhnlich sieht man einfach nur die Halterung mit einer Glühbirne drin. Dankbarerweise gibt es hier auch „warmes Licht“, aber oftmals ist in den Häusern nur „Kaltlicht“ vorzufinden.

 

 

 

Tabletten kann man bei der Apotheke auch einzeln kaufen. Als ich einmal Medikamente kaufen musste war ich ganz erstaunt über die Frage, wie viele Pillen ich denn haben möchte (brauchte nur drei). Aber eigentlich ist es praktisch.

 

Dinge nicht in einer Packung zu kaufen, sondern auf Nachfrage gibt es aber oft. Hier links bin ich in einem Dekoladen. Da kann ich durchaus auch einfach nur einen Meter von einem bestimmten Band kaufen.

Wenn ich auf dem Markt bin, kann ich die Verkäuferin bitten mir eine halbe Ananas zu schneiden, oder ein halbes Käserad. Das ist überhaupt kein Problem.

 

Einen Briefkasten sucht man hier vergeblich. Für alles muss man zur Post laufen, oder einen privaten Kurierdienst beauftragen (wobei man hierfür auch zum Office laufen muss).

Die Strom- und Wasserrechnung wird einem einfach über den Zaun geschmissen. Wenn sie mal weggeweht wurde, hat man Pech gehabt. In meinem Kalender steht, wann sie ungefähr kommt. Wenn sie dann nicht da ist, kann ich die Rechnung in einem Tante Emma Laden auch mit meiner Nummer bezahlen.

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Führerschein

Endlich ist er da. Nach etlichen Wochen … Monaten … der Vorbereitung und Versuches den Prozess hier in Peru zu verstehen, habe ich letzten Montag beim Ministerio de Transporte y…

Endlich ist er da. Nach etlichen Wochen … Monaten … der Vorbereitung und Versuches den Prozess hier in Peru zu verstehen, habe ich letzten Montag beim Ministerio de Transporte y Comunicación (MTC) meinen peruanischen Führerschein abgeholt.

Der deutsche Führerschein (sowie auch der internationale Führerschein, den man in Peru aber nicht zu brauchen scheint) zählt nur sechs Monate ab Einreisedatum. Manche von Euch wissen ja, dass ich ca. einmal pro Monat in das Hochland Arequipas fahre (4000-5000m) um dort an der theologischen Ausbildung vor Ort mitzuwirken. Hierzu haben wir den Dienstwagen meines Vorgängers abkaufen können (bzw. sind wir noch im Prozess der Finanzierung … wer dies unterstützen möchte, kann dies gerne tun: hier mehr).

Den Führerschein zu erwerben war eine größere, höchst umständliche Angelegenheit. Dies hat vor allem mit den unterschiedlichen Informationen zu tun, die man auch von offizieller Seite (amtlich sozusagen) bekommt.

Man kann den Führerschein natürlich ganz normal wie ein Peruaner machen. Dazu muss man allerdings auch eine Fahrprüfung ablegen. Diese wird in einem künstlichen Parkur mit peniblen Kleinigkeiten gemacht. Das kann man natürlich schaffen. Da aber viel geschmiert wird, gibt es die Erwartung, dass man den Prüfer zahlt und so durch die Prüfung kommt. Wenn man hierzu allerdings nicht bereit ist (und Christen sollten sich hier hinterfragen), muss damit rechnen mehrmals durchzufallen, so dass die gleiche „Einnahme“ zustande kommt. Dies wollte ich mir ersparen.

höchst interessanter psychologischer TestNach mehreren Umfragen (persönlich als auch amtlich) hieß es, dass ich meinen Führerschein an einem Tag in Lima machen könnte. Dafür benötigt man lediglich eine medizinische Untersuchung (Dauer rund drei Stunden mit höchst interessanten psychologischen Tests …) und das Ablegen einer theoretischen Prüfung. Diese Art den Führerschein zu machen heißt „canje“ (also eine Art Übertragung des deutschen Führerscheins…siehe hier). Dies gelingt natürlich nur, wenn man die richtigen Dokumente aus Deutschland offiziell übersetzt und beglaubigt vorhanden hat. Zu den Dokumenten gleich noch mehr. Als ich dann extra nach Lima geflogen bin um meinen Führerschein zu machen, stellte sich heraus, dass man diesen nicht mehr an einem Tag machen kann, sondern man benötigt 10-15 Tage, die zwischen der Untersuchung und der Prüfung liegen sollen.

Nun hatte ich schon meine medizinische Untersuchung hinter mir (und dort ist mir ein Fehler passiert, der aber letztendlich keine Konsequenzen mehr hatte) und sollte also 10-15 Tage warten. Da sagte ich, dass dies nicht ginge. Ich hätte nämlich für die theoretische Prüfung (für die ich normalerweise 5min brauchte…kann man online testen) extra nochmal nach Lima fliegen müssen … wie gesagt für 5min Prüfung. Das ginge so nicht!Also sagte ich im Amt, dass ich meinen Führerschein in Arequipa machen werde. Das stellt allerdings ein Problem dar, weil ich meine med. Untersuchung ja in Lima gemacht habe. Das ginge so nicht, sagte man mir. Also musste ich offiziell (bei einem anderen Amt bzw. andere Zweigstelle in Lima) ein Dokument einreichen um diese Untersuchung aus dem System herausnehmen zu lassen. Was wiederum 10-14 Tage dauern sollte.

Im Amt in der Hauptstadt fragte ich nochmals, ob man auch einen „canje“ in Arequipa machen könne (meine bisherigen Informationen waren, dass dies nicht möglich sei … deshalb bin ich ja nach Lima …). Von drei Personen im Amt sagten mir zwei, dass dies auch keinen Fall möglich sei.

Ich bin also zurück nach Arequipa mit dem Gedanken auch die Fahrprüfung ablegen zu müssen und so viel Zeit und auch Geld zu verlieren.

In Arequipa bin ich dann zum hiesigen MTC und habe gleich mit der Chefin dort reden können (also „gleich“ bedeutet nur eine Stunde Wartezeit). Als ich ihr erklärte, was ich machen möchte, sagte sie mir, dass ich doch einfach den „canje“ machen könne … hier in Arequipa! Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen. schon seit 2016 möglichAllerdings war ich auch etwas verwirrt, da mir ja mehrmals bereits von offizieller Seite gesagt wurde, dass dies in Arequipa nicht ging. Dies sagte ich auch der Chefin und sie zeigte mir ein offizielles Schreiben und meinte, dass ein „canje“ schon seit 2016 in Arequipa möglich sei …

Es gäbe noch mehr zu erzählen … aber ich denke ihr habt hiermit einen kleinen Einblick in das peruanische System bekommen. Ach, und wer meint die Bürokratie in Deutschland sei höchst kompliziert, den lade ich gerne mal zu uns auf einen Kaffee ein 🙂

Ich wollte ja noch kurz etwas zu den benötigten Dokumenten sagen, die man braucht um einen „canje“ zu machen. Informationen hierzu gibt es auch auf der Homepage der Deutschen Botschaft, obwohl diese Reglungen vor allem für Lima zählen. Wer in Arequipa ein „canje“ macht, sollte sich die oben angeführten Dokumente anschauen.

Diese Dokumente benötigt man für einen „canje“:

  • Originalbescheinigung des Auszugs aus dem Zentralen Fahrerlaubnisregister (ZFER) des Kraftfahrtbundesamts (KBA) [kann auf der Homepage der Deustchen Botschaft eingesehen werden]
  • eine Haager Apostille vom Bundesverwaltungsamt (BVA) … diese wird im Zusammenspiel mit dem KBA beantragt
  • Eine offiziell beglaubigte Übersetzung des ZFER und der Apostille (ist nur in Lima möglich oder zumindest nicht in Arequipa)
  • mind. eine Kopie der gültigen Carnet de Extranjería (Personalausweis hier in Peru)
  • mind. eine Kopie des gültigen deutschen Originalführerscheins (es empfiehlt sich von allem 2-3 Kopien zu haben)
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Timothy Turned Ten

A Prayer for My Son / A Letter to Him  Dear Timothy, my little „I-know-it-better“. Another year has passed and it amazes me how well you have settled here in…

A Prayer for My Son / A Letter to Him 

Dear Timothy,

my little „I-know-it-better“. Another year has passed and it amazes me how well you have settled here in Arequipa. You have a bright mind and you are grwoing more and more into a man. I thank God for you!

To us it is also wonderful to see that you are creating friendships in school and church. May God guide you in choosing persons so that you might be a blessing to them (and hopefully they to you too).

Thank you, Heavenly Father, for Tim. Thank you for his gifts. Thank you for letting him be part of our family.

This year you have chosen to play ping-pong and you play it like a pro. I am looking forward to our new house and hopefully a table to play ping-pong with you … maybe, but only maybe, I will let you win once or twice 🙂

God loves you Tim, we love you, and your friends and wider family love you! May you grow in God’s love so that you can reflect His love to those around you.

In Christ. AMEN.

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Chicha

„Chicha morada“ ist ein Getränk, das man hier in Peru sehr häufig vorfindet. Bei jeder Geburtstagsfeier gibt es standardmäßig Chicha. Es ist kostengünstig herzustellen und schmeckt lecker, wenn es mit…

„Chicha morada“ ist ein Getränk, das man hier in Peru sehr häufig vorfindet. Bei jeder Geburtstagsfeier gibt es standardmäßig Chicha. Es ist kostengünstig herzustellen und schmeckt lecker, wenn es mit Ananas hergestellt wird (das ist eher die Version hier in Arequipa).

Für unsere Teamfeier am Wochenende habe ich einen Eimer Chicha gekocht. Die Hauptzutat ist der lilane Mais, den man hier finden kann.

Für 12l benutzt man 4 Maiskolben, wo man am besten die Maiskörner abtrennt, damit der Geschmack intensiver ist.

Hinzu kommt dann noch die Schale einer kompletten Ananas (die wir die Woche über schon gegessen hatten). Anschließend noch eine Zimtstange zerbrechen und 1 TL Anis sowie 6 Nelken hinzufügen.

Das ganze wird dann eine halbe Stunde lang gekocht, bis sich eine schöne lilane Flüssigkeit ergibt.

Durch den Sieb geschüttet lässt man die Flüssigkeit abkühlen und gibt dann noch 500g Zucker (auf 12 Liter ist es gar nicht mal so viel) und den Saft von 24 Limetten dazu.

Der Saft ist wirklich sehr lecker und mit der Zeit haben wir uns daran gewöhnt. Bei Tims Geburtstagsfeier nächste Woche werden wir auch zum ersten Mal Chicha servieren. So nach und nach gleichen wir uns der Kultur an…

 

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Rundbrief November 2018

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Viermal im Jahr verschicken wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer.  

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