Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Mahlzeiten

So langsam leben wir uns in Arequipa ein. In einigen Dingen mussten wir unsere Gewohnheiten ändern.Leider können wir das Obst nicht einfach so direkt nach dem einkaufen essen. Es muss…

So langsam leben wir uns in Arequipa ein. In einigen Dingen mussten wir unsere Gewohnheiten ändern.Leider können wir das Obst nicht einfach so direkt nach dem einkaufen essen.

Es muss erst mal 10 Minuten in einer Flüssigkeit eingelegt werden (zum desinfizieren).

Anschließend waschen wir es mit destilliertem Wasser ab. Den Filter haben wir von der Missionsorganisation bekommen. So können wir es direkt trinken und müssen nicht noch extra Wasserflaschen kaufen. Das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt darf man lediglich zum Zähneputzen benutzen, aber nicht zum Trinken.

Hier gibt es auch ausländische Produkte zu kaufen, allerdings bezahlt man hierfür seinen Preis. Ein kleines Nutella Glas kostet mal eben 16,50€ (!). Dafür bekommen wir 6 Gläser von der einheimischen Marke. Wenn jemand vorhat uns zu besuchen: Nutella ist bei Benni immer willkommen!!!

Eine Besonderheit ist auch noch, dass man mit Gas kocht. Hier gibt es aber keine Gasleitung, sondern lediglich eine Gasflasche im Unterschrank. Man weiß nie, wann sie leer ist. Irgendwann funktioniert einfach der Herd nicht mehr.
In der Sprachschule haben wir gelernt, wie man eine neue Gaskartusche bestellt. Benni hat es meisterhaft bewerkstelligt und der Gasmann war eine halbe Stunde später vor der Tür. Wir wussten nur nicht, ob wir „Premium“ oder „Normal“ haben (unterschiedlicher Anschluss). Der Lieferant kam mit „Normal“ hoch und war natürlich begeistert, dass er nach Betrachtung der bisherigen Gasflasche feststellen musste, dass er die drei Stockwerke mit der Flasche wieder runter muss, um „Premium“ zu holen. Man lernt nie aus…

Am Ende bleibt dann immer noch der liebe Abwasch… Hier gibt es nur in seltenen Fällen eine Spülmaschine und meistens ist die Küche gar nicht so gebaut, dass noch eine rein passt. Die Menschen mit höheren finanziellen Mitteln haben sowieso eine Haushaltshilfe, die den Abwasch erledigt und zudem kocht und putzt. Von daher ist es für sie auch nicht relevant.

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JÜNGERKLATSCH

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4 In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte…

Thema: Wie die ersten Jünger Evangelium verkündet haben – Teil 4

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum JüngerKlatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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Retrospektiv?

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie…

In meiner morgendlichen Andacht lese ich gerade durch das Buch „Richter“. Geschichtlich befinden wir uns nach der Zeit Josuas, dem Nachfolger Moses. In dieser Zeit gab es noch keine Monarchie in Israel und so „regierten“ verschiedene „Richter“ (politisch-militärische Anführer) zu verschiedenen Zeiten.

Was mich sehr verwundert hat, kann man im zweiten Kapitel lesen: „Und als auch jene [die Ältesten, welche Josua überlebten] ganze Generation zu ihren Vorfahren versammelt worden war, kam nach ihnen eine andere Generation, die weder vom HERRN wusste, noch von dem Werk, das er für Israel getan hatte“ (2,10).

Die Frage, die sich hier aufzwingt ist: Wie konnte so etwas passieren? Wie konnte bereits die nächste Generation der Israeliten vergessen, was Gott der Allmächtige für sie getan hat?

Es scheint als hätten hier sämtliche „Erinnerungsmechanismen“ versagt. Nein, es scheint nicht nur so, sondern genau das ist passiert. Die neue Generation wurde nicht an die Gnade Gottes und Seine Werke erinnert. Sollten nicht die Priester das Volk belehren (3. Mose 10,11)? Sollten die Feste und Riten nicht an das erinnern, was der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für Israel getan hat? Und, finden wir in dem wichtigen Glaubensbekenntnis Israels (5. Mose 6) nicht folgende Aussage?

4 Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

Ja, das alles ist gescheitert. All diese Erinnerungsmechanismen haben nicht gegriffen. Welche Konsequenzen ein solches Nicht-Erinnern hat formuliert ein Ausleger (bezogen auf Richter 2,10) so: „When people lose sight of God’s grace, they lose sight of God and the sense of any obligation to him. All that follows in the book is a consequence of Israel’s loss of memory.”[1]

Aber geht es bei diesem Erinnern einfach nur um eine Rückschau? Ist Erinnerung immer nur retrospektiv? Ich denke nicht. Obwohl es etwas anachronistisch ist, so ist die Definition des Duden hier zutreffend: Erinnerung ist ein „Eindruck, an den jemand sich erinnert“ oder auch Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat ein „wieder lebendig werdendes Erlebnis“. Es geht also nicht darum in der Vergangenheit zu schwelgen und nostalgisch sich die guten, alten Zeiten herbeizuwünschen. Sondern, es geht darum sich die Vergangenheit wortwörtlich zu vergegenwärtigen. Das Alte zum Neuen werden lassen. Denselben Gott (neu) zu erleben.

Der Psalmist war sich der Gefahr des sich Nicht-Erinnerns durchaus bewusst und vergegenwärtigt im Lob das Vergangene: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Psalm 103,2).

Da wir nun in Arequipa (Peru) leben, haben wir auch das Privileg andere Traditionen und Gemeinden kennenzulernen. Letzten Sonntag waren wir Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit und auch in die Zukunft, um so in der Gegenwart Gottes zu leben.in einer anglikanischen Gemeinde und haben dort am Gottesdienst teilgenommen. Ich habe zwar bei weitem nicht alles verstanden, aber in der Liturgie wurden die großen Taten Gottes (vor allem das, was er in Jesus Christus getan hat) gelobt und vergegenwärtigt.

Ein Sich-Erinnern schaut zwar in die Vergangenheit, aber es bleibt dort nicht stecken. Ein Sich-Erinnern schaut in die Vergangenheit (und auch in die Zukunft, so paradox das klingt), um so in der Gegenwart Gottes zu leben.

[1] Daniel I. Block, Judges, Ruth. Vol. 6. The New American Commentary (Nashville: Broadman & Holman Publishers, 1999), 123.

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Sprachschule

Seit dieser Woche haben Benni und ich mit der Sprachschule begonnen. Für uns ist es sehr schön, dass wir jetzt endlich in die Sprache eintauchen und uns im Alltag besser…

Seit dieser Woche haben Benni und ich mit der Sprachschule begonnen. Für uns ist es sehr schön, dass wir jetzt endlich in die Sprache eintauchen und uns im Alltag besser verständigen können. Das Gute ist, dass wir gleich ganz praktische Dinge lernen, z. B. wie man ein sicheres Taxi bekommt und was man dem Fahrer sagen muss. Oder wie man auf dem Markt handelt und trotzdem höflich bleibt.

In Arequipa gibt es unheimlich viele Taxen. Hier fahren wir für umgerechnet 1,50€ bis maximal 3€ durch die ganze Stadt – je nachdem wo wir hin müssen. Dennoch gibt es wichtige Merkmale, wie man ein sicheres Taxi bekommt, denn auch hier gibt es immer mal wieder Betrüger.


Unsere Tag sieht momentan wie folgt aus:
4:30 Uhr Benni steht auf (dann kann er in Ruhe die Bibel studieren)
5:30 Uhr Dany, Joel und Tim stehen auf (jetzt mache ich meine Stille Zeit, während Benni die Jungs fertig macht)
6:10 Uhr die Großen zum Bus bringen
6:45 Uhr Jason steht auf (Benni legt sich noch mal hin, während ich Jason fertig mache)
7:25 Uhr Jason zum Bus bringen
8:00 Uhr zur Sprachschule laufen
ca. 12:30 Uhr von der Sprachschule zurück sein und Mittagessen machen
13:30 Uhr an der Bushaltestelle die Jungs abholen (sonst werden sie vom Busfahrer nicht raus gelassen und müssen wieder zurück zur Schule fahren)
14 Uhr Mittagessen
15 Uhr Hausaufgaben Jungs
17 Uhr raus in den Park Fußball spielen
18 Uhr wird es kalt und dunkel und man geht nicht mehr alleine raus
19:30 Uhr machen Benni und ich 2 Stunden Hausaufgaben von der Sprachschule
21:30 Uhr fallen wir ins Bett

Da es so früh dunkel wird fällt es uns nicht schwer auch früher ins Bett zu gehen. Außerdem müssen wir am nächsten Tag wieder früh raus…

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Willkommensparty

Unser Team in Arequipa hat uns am Samstag eine Willkommensparty geschmissen. Auf engem Raum haben wir bei einer Familie im Wohnzimmer Spiele gespielt, zusammen gegessen, Zeit gehabt uns zu unterhalten…

Unser Team in Arequipa hat uns am Samstag eine Willkommensparty geschmissen. Auf engem Raum haben wir bei einer Familie im Wohnzimmer Spiele gespielt, zusammen gegessen, Zeit gehabt uns zu unterhalten und noch näher kennen zu lernen.

Im Laufe der ersten Woche waren wir schon bei allen abwechselnd zum Essen eingeladen, so dass wir nach und nach unsere Teamkollegen kennen lernen konnten. Es sind einige Familien mit dabei, so dass auch die Jungs ihren Spaß hatten.

Natürlich gab es ein Quiz mit 15 Fragen zu unserer Familie. Die meisten haben gar nicht mal so schlecht abgeschnitten.

Dann gab es noch allgemeine Spiele für alle.

Ein reich gedeckter Tisch.

Die Jungs waren teilweise draußen in der Garage oder bei der Tischtennisplatte.

Wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag mit allen zusammen und freuen uns schon drauf über die Jahre hinweg alle noch besser kennen lernen zu können.

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Día de Arequipa

Kaum sind die Jungs eine Woche in der Schule, schon haben sie einen Auftritt…   Es ist schön zu sehen, wie die Jungs in der Schule eingebunden werden. Dienstag war…

Kaum sind die Jungs eine Woche in der Schule, schon haben sie einen Auftritt…

 

Es ist schön zu sehen, wie die Jungs in der Schule eingebunden werden. Dienstag war der Tag von Arequipa, so dass es am Freitag Abend in der Schule eine spezielle Veranstaltung für die Kinder in der Grundschule gegeben hat.
Die Peruaner fahren dafür extra ans andere Ende der Stadt, um sich dort ein Kostüm für die Veranstaltung auszuleihen. Wir waren sehr dankbar, dass das ein Elternteil eines Klassenkameraden von Tim übernommen hat.

Tim war froh, dass nicht jeder etwas sagen musste, sondern es auch viele Statisten gab.

Die Kinder haben in kreativer Weise die Entstehung Arequipas erzählt.

Die Eltern der ersten Klasse führen für gewöhnlich auch einen Tanz auf – da sind wir mit Jason nächstes Jahr dran…

Joel hat in den paar Tagen seinen Tanz sehr gut eingeübt! Seine Klasse hat 3x die Woche Sportunterricht und da wurde stets geprobt.

Es war ein sehr schöner Abend, abgerundet mit einem Feuerwerk (das gibt es hier öfter zu allen möglichen Gelegenheiten).

Danke Herr, dass die Kinder so viel Spaß hatten und sich in der Klasse sehr wohlfühlen!

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