Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Horizont

Bevor ich zu meinem letzen Beitrag bzgl. „theologischer Ausbildung“ komme, möchte ich heute von meiner kleinen Reise in der letzten Woche erzählen. Da wir uns noch im Orientierungsjahr befinden, dürfen…

Bevor ich zu meinem letzen Beitrag bzgl. „theologischer Ausbildung“ komme, möchte ich heute von meiner kleinen Reise in der letzten Woche erzählen. Da wir uns noch im Orientierungsjahr befinden, dürfen Dany und ich uns verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Dienste zwanglos anschauen. Deshalb habe ich mich mit Markus Völker (auch von der DMG hier in Peru) in Richtung Lima und später auch Huánuco aufgemacht.

In Lima durfte ich die „Universidad Seminario Evangélico de Lima“ (USEL) besuchen. Die Missionsgemeinschaft hat bereits langjährigen Kontakt zu dieser Institution. Eine kleine Anekdote hierzu. Meine Absicht war es einfach diese Universität kennenzulernen, um mir einen allgemeinen Eindruck zu verschaffen. Ein anderer Missionar (aus Süd-Korea) der SIM ist Präsident des Vorstands der Uni. Er schrieb mir, er würde ein Termin mit dem Rektor planen, so dass wir miteinander sprechen können. Das klang sehr gut!

Als ich dann mit Markus zum vereinbarten Zeitpunkt an der Uni ankam, saß ein Gremium bereits am Tisch, um mich kennenzulernen. Einer der ersten Sätze des akademischen Direktors war: „Also, wenn sie jetzt am 1. April bei uns anfangen, dann könnten Sie…“. Weitere Fragen waren, ob ich auch Griechisch und den Römerbrief unterrichten könnte. Naja … eigentlich wollte ich ja nur mal reinschnuppern. Da – wie bereits geschrieben – wir im Orientierungsjahr sind, dürfen wir eh keinen Dienst annehmen… was Markus und ich dann auch verdeutlichten. Im Allgemeinen verlief das Gespräch aber trotzdem sehr gut.

Am darauffolgenden Tag durfte ich mich dann noch mit Dr. Tito Paredes (Bild: rechts) treffen. Dr. Paredes hat ein eigenes Institut zur Missiologie (CEMAA) aufgebaut. Dieses Gespräch verlief so wie ich es mir vorgestellt hatte: Bei Kaffee und Inka-Kola plauderten wir ein wenig, um uns näher kennenzulernen und er stellte mir auch die Arbeit vor.

Mittwochs ging es dann schon Richtung Huánuco. Dort befindet sich eines der Seminare der I.E.P. (Iglesia Evengélica Peruana). Donnerstags saßen Markus und ich in fünf Unterrichtseinheiten der verschiedenen Jahrgänge (mit ca. 25 Studenten hat das Seminar vier Jahrgänge – der 3. Jahrgang besteht aus einer Studentin aus dem Dschungel). Auch hier konnten wir einen guten Eindruck gewinnen. Besonders beeindruckt hat mich der Unterricht des Kirchenhistorikers – Cipriano Quispe (Bild: links).

Insgesamt war diese Reise „erfolgreich“ und hat meinen Horizont definitiv erweitert. Wir sind gespannt was Gott uns auch hier in Arequipa noch so alles zeigen wird. Dazu dann später noch mehr.

 

 

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Spanisch lernen

Seit wir aus Costa Rica zurück sind, gehen wir nicht mehr zu einer Sprachschule. Wir haben uns entschlossen vielmehr eine Tutorin zu engagieren, die uns zwei Mal in der Woche…

Seit wir aus Costa Rica zurück sind, gehen wir nicht mehr zu einer Sprachschule. Wir haben uns entschlossen vielmehr eine Tutorin zu engagieren, die uns zwei Mal in der Woche besucht und mit uns gezieltere Sachen übt. Schon nach der ersten Woche konnten wir merken, wie viel effektiver dies ist. Wir können bestimmte Bereiche besprechen, denen wir gerade in unserem Alltag begegnet sind. Immer wenn uns unter der Woche etwas einfällt, notieren wir uns dies für die Tutorenstunde.

Elvira hatte bereits den Jungs zu Beginn ihrer Zeit in Peru geholfen. Sie ist sehr kompetent und hat früher selbst bei einer Sprachschule unterrichtet. Mittlerweile ist sie aber nur noch selbstständig tätig. Sie freut sich immer über Deutsche, die das „R“ richtig aussprechen können.

Da wir beide zudem nicht mehr jeden Abend Hausaufgaben machen müssen, können wir die Hauskreise unserer Gemeinde besuchen (getrennt nach Männern und Frauen). Hier können wir im christlichen Kontext noch besser unser Vokabular erweitern, als wir das im regulären Alltag tun können.

Bis Ostern finden die Hauskreise noch zusammen statt. Erst danach verteilt man sich wieder in die verschiedenen Häuser. Hier sind Fotos von unserer letzten Zusammenkunft.

Für gewöhnlich geht es hier meist laut und fröhlich zur Sache. Es sind wirklich sehr nette Frauen, die einen mit offenen Armen aufnehmen. Ich freue mich schon auf die nächsten Monate mit ihnen.

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Zeitgefühl

Der heutige Nachmittag war ein gutes Beispiel dafür, wie der Alltag in Arequipa aussehen kann. Schon die Zahnärztin in Deutschland hatte uns ans Herz gelegt immer mal wieder zum Kieferorthopäden…

Der heutige Nachmittag war ein gutes Beispiel dafür, wie der Alltag in Arequipa aussehen kann.

Schon die Zahnärztin in Deutschland hatte uns ans Herz gelegt immer mal wieder zum Kieferorthopäden zu gehen, um zu sehen, wann bei Joel und Tim etwas getan werden müsste. So hatte ich heute endlich einen Termin beim Kieferorthopäden, um die beiden checken zu lassen. Wer mal die Erfahrung gemacht hat als Erwachsener eine neue Sprache zu lernen weiß, wie ungern man zu Beginn telefoniert. Da hier die Ärzte (sowie viele andere Geschäfte) aber überhaupt keine Internetpräsenz und keine E-Mails haben, habe ich mich nach den Ferien jetzt endlich überwunden anzurufen. Die Ärztin selbst war gut zu verstehen, so dass es dann doch kein Thema war.

15:30 Uhr sind wir mit dem Bus in die Innenstadt gefahren. Der Kieferorthopäde hat uns gleich empfangen. Unsere Zahnärztin hat keine Zahnarzthilfe und macht alles selbst (der Absauger wird einfach in den Mund gehängt). Der Kieferorthopäde theoretisch auch, nur dass er gerade eine jüngere Ärztin hatte, die er anlernt.

Das Equipment ist für gewöhnlich in die Jahre gekommen, aber die Ärzte sind sehr kompetent. Der Kieferorthopäde konnte uns aus seinem antiken Buch Bilder des Problems zeigen und eine kompetente Lösung geben.

Die Praxen haben aber nicht immer die Möglichkeit auch zu röntgen. So wurden wir zu einer anderen Praxis geschickt (3 Straßen weiter), die lediglich röntgt. Die Praxen liegen oft versteckt zwischen Geschäften irgendwo im dritten Stock.

Die Röntgenbilder sind gemacht, können aber nicht gleich entwickelt werden. Das bedeutet, dass ich morgen noch einmal hinfahren muss, um mittags die Bilder abzuholen. Montag haben wir dann wieder einen Termin, um die Bilder abzugeben und alles weitere zu besprechen. Also alles etwas aufwendiger…

Wir waren dankbar, dass wir anschließend in einen vollen Bus einsteigen und er erst 5 Stationen später übervoll wurde. Gequetscht und müde kamen wir dann 3 Stunden später wieder zu Hause an.

Benni hat in der Zwischenzeit mit Jason sein Buch kopieren wollen. Copyright kennt hier keiner (Blue-Rays von aktuellen Filmen können kurze Zeit nach Kinobeginn an jeder Straßenecke für 1€ gekauft werden). Im Unterricht, den er an der Universität nimmt, haben sie eine PDF von 450 Seiten bekommen, die sie sich ausdrucken müssen. Das geht hier auch relativ günstig. Mittlerweile hat er aber herausgefunden, dass die Copy-Shops in unserer Nähe alle teurer sind als an der Uni (5 Cent pro Seite statt 2,5).

Rechnen ist auch immer so eine Sache. Wenn man fragt, wie viel die Kopien kosten werden (20 Peruanische Cent x 450 Seiten) bekommt man meistens eine inkorrekte Antwort (hier 67 Soles statt der richtigen 90 Soles). Da fragt man sich manchmal, wie sie einen Gewinn machen…

Zeit! Alles braucht einfach etwas mehr Zeit…

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Geschafft!

Das „Geschafft“ gilt für vielerlei Dinge. Zum einen sind wir froh, dass wir die Zeit in Costa Rica gut geschafft haben. Als Beweis gibt es hier die Bilder der Sprachzertifikate…

Das „Geschafft“ gilt für vielerlei Dinge. Zum einen sind wir froh, dass wir die Zeit in Costa Rica gut geschafft haben. Als Beweis gibt es hier die Bilder der Sprachzertifikate unseres letzten Schultages.

Die Jungs mit ihrer Lehrerin Malli

Benni und ich mit unserer Lehrerin Anna

Und hier alle zusammen:

Jason vermisst seinen kleinen Lieblingshund, der ihn immer wieder begleitet hat (hier sitzt er während des Gottesdienstes brav neben ihm).

Da wir auf der Rückreise noch eine Nacht auf dem Flughafen in Lima verbringen mussten kamen wir nicht so erfrischt zurück… Zudem hatten wir nur noch 4 Tage Zeit, bis die Schule wieder anfangen würde. Also galt es noch „schnell“ die drei Materiallisten der neuen Schulklassen der Kinder zu besorgen.

Hier sind schon mal Jasons Sachen fertig, die ich bereits früher zur Schule bringen konnte, damit die Erstklässler nicht alles auf einmal tragen müssen (Tims Name auf dem Schwamm wurde noch geändert ;).

Ich bin sehr dankbar, dass mir eine andere Mitarbeiterin schon einige der Bücher besorgen konnte. Hier kann man die Schulbücher nämlich nicht in einem einzigen Geschäft kaufen. Jeder Laden führt nur bestimmte Verlage. Das macht die Suche nicht unbedingt einfach. Auch nicht, dass man von Peruanern gerne andere Buchläden vorgeschlagen bekommt, in denen es das Buch „bestimmt geben wird“ (was dann oft nicht der Fall ist). So kann man durchaus 4 Stunden damit verbringen eine Englischlektüre zu suchen. Für das nächste Schuljahr bin ich auf jeden Fall mit mehr Erfahrung ausgerüstet.

Jason war natürlich richtig stolz, dass er jetzt eeeeeeeeeeeeeeendlich in die Schule durfte. In Deutschland wäre er schon im letzten Jahr in die 1. Klasse gekommen, aber da hier das Schuljahr erst im peruanischen Sommer beginnt, musste er sich noch etwas gedulden.

Der Vorteil eines Erstklässlers: Er darf im Schulbus hinten einsteigen und sich hinsetzen, wo er will! (Die Kindergartenkinder wurden immer von der Schulbusbegleiterin vorne hingesetzt und hatten keine freie Sitzwahl). So darf Jason jetzt bei den Großen sitzen und kann somit auch mit Joel und Tim zusammen sein, wenn alle mal zur 6. Stunde aus haben sollten.

Die erste volle Woche haben wir jetzt hinter uns und freuen uns, dass wir mittlerweile alles Zusätzliche in Folie eingepackt haben und der Stundenplan soweit steht.

Ab dieser Woche beginnen Benni und ich unseren Spanischunterricht mit einer Tutorin, die zu uns nach Hause kommt.

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Not

Dies ist der vorletzte Beitrag zum Thema „Theologische Ausbildung“. Ich werde an dieser Stelle noch einmal die ersten vier Einträge kurz anreißen und zusammenfassen, bevor wir dann zu der Thematik…

Dies ist der vorletzte Beitrag zum Thema „Theologische Ausbildung“. Ich werde an dieser Stelle noch einmal die ersten vier Einträge kurz anreißen und zusammenfassen, bevor wir dann zu der Thematik „Die Notwendigkeit und Wichtigkeit der theologischen Ausbildung“ kommen. In den ersten vier Einträgen haben wir folgendes beobachten können:

  1. Der erste Eintrag war eine Art „Prolegomena“ und hat uns darauf eingestimmt, dass theologische Ausbildung (das christliche Leben im Allgemeinen) nicht das Wissen an sich, sondern Spiritualität und Charakterformation als Ziel hat.
  2. Daraufhin sahen wir wie wir alle eine gewisse Theologie (Gottesvorstellung) haben und wir diese anhand der Heiligen Schriften überprüfen müssen, wenn wir nicht ist das Fettnäpfchen treten wollen und unseren „eigenen Göttern“ folgen. Die Bibel ist Grundlage gesunder Theologie; oder besser gesagt gesundem Theologisierens.
  3. Im dritten Beitrag ging es dann um die Gefahren des Theologiestudiums. An dieser Stelle ging es darum die Bibel rein akademisch zu betrachten; von Gott nur noch in der dritten Person zu sprechen; seine eigene Beziehung zu Gott zu vernachlässigen.
  4. Dann ging es darum zu verstehen was theologische Ausbildung – ja, was Theologie – eigentlich ist. Unsere Theologie, unsere Überzeugungen beeinflussen unser Handeln (vgl. Röm 12,1-2). Wir werden im Ebenbild Christi gestaltet, nach Seinem Wesen geformt. Hierzu gehört unser Denken, Handeln, Fühlen.

Jetzt können wir zum heutigen Thema schreiten. Warum benötigen wir eigentlich theologische Ausbildung? Was ist die Not? Ian Payne spricht von 100.000 Menschen, die täglich zum chr. Glauben (darunter 30.000 Chinesen) kommen.[1] Wenn 1 Leiter auf 100 Menschen fiele, sprächen wir von einer Ausbildung von 1.000 Leitern – pro Tag! Hieraus schließt Payne theologische Ausbildung sei durch und durch missional. Theologische Ausbildung ist durch und durch missional

Sills, Professor für Missiologie an dem Southern Baptist Theological Seminary und ehemaliger Missionar unter den Quechua Einwohnern in Ecuador, berichtet von Pastoren, welche ihn baten keine neuen Gemeinden zu gründen. Viele der Pastoren waren schon mit 8-10 Gemeinden, die sie betreuten, mehr als überlastet. Sie baten jedoch um theologische Ausbildung für weitere Leiter.

85% der Pastoren weltweit haben keine theologische AusbildungIn den USA hat man ein (1) ausgebildeten Leiter für 235 Menschen. Verlässt man die USA ist ein (1) Leiter für 450.000 Menschen da. Jedoch können 85% der Pastoren in der Welt keine theologische Ausbildung genießen.[2] Die Frage, die sich mir oft stellt, ist: Was wird in diesen Gemeinden gelehrt? Was verkündigen die Pastoren jeden Sonntag in den Versammlungen?

Christen brauchen biblische Antworten auf ihre Fragen. Wenn sie diese nicht haben werden die Antworten von irgendwo herkommen (denn die Fragen bleiben ja durchaus bestehen). Die einzigen Informationen zum Evangelium, die vielen Einheimischen vorhanden sind, sind die der Missionare. Missionare bilden die Theologie der jungen Gläubigen.[3]

Manche meinen vielleicht einwerfen zu können: Reicht denn nicht, dass sie die Bibel und den Heiligen Geist haben? Aus biblischer Sicht kann man hier nur mit einem „Nein“ antworten.[4] Warum sonst gäbe es Lehrer in der Gemeinde?

Er ist es nun auch, der ´der Gemeinde` Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer. Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit ´die Gemeinde`, der Leib von Christus, aufgebaut wird. (Eph 4,11-12)

Leiter (und Christen im Allgemeinen!) müssen gelehrt werden wie sie mit den Schriften umzugehen haben:

Setze alles daran, dich vor Gott als ein bewährter Mitarbeiter zu erweisen, der sich für sein Tun nicht zu schämen braucht und der die Botschaft der Wahrheit unverfälscht weitergibt. (2Tim 2,15)

Papst Johannes Paul II sprach nach seiner Lateinamerikareise davon, der Kontinent müsse neuevangelisiert werden. In seinem Schreiben an die Bischöfe dort liest man u.a.:

In fact, today there occur in many places—the phenomenon is not a new one—"re-readings" of the Gospel, the result of theoretical speculations rather than authentic meditation on the word of God and a true commitment to the Gospel.[5]

Hier wird ganz klar die Gefahr des Synkretismus angesprochen. Eine der größten Gefahren bei nicht vorhandener theologischen Ausbildung ist Synkretismus (oder gar Häresie). Auch animistische Züge kehren oft in die christliche Theologie – und die daraus resultierende Praxis –  ein. Sills berichtet von Praktiken mancher großen Gemeinden in Nigeria, welche durch Zauber (juju) Macht heraufbe-schwören umso mehr Gottesdienstbesucher zu erzielen.[6]

Aber es sind nicht nur Gefahren auszumachen. Philip M. Steyne schreibt: „Die schnell wachsenden Kirchen der dritten Welt beginnen nun, ihre eigenen Werte und Überzeugungen zu formulieren. Sie entwickeln neue Theologien, die sich bewusst mit Fragen auseinandersetzen, die westliche Theologen bisher ignoriert oder übersehen haben, da diese Fragen für sie bedeutungslos waren.“[7]

Theologie muss auf Gottes Wort aufbauenEine Wechselwirkung kann wahrgenommen werden. Zu einem müssen Theologen, Missionare und Pastoren im Globalen Süden ausgebildet werden. Zum anderen können auch wir viel von diesen Theologen lernen. Die Frage jedoch bleibt bestehen auf was man seine Theologie aufbaut. Es ist äußerst wichtig seine eigene Theologie auf dem Wort Gottes aufzubauen und daraus herleitende Antworten auf heutige Fragen zu finden. Dies ist nicht immer gegeben, da auch einige Theologen der südlichen Hemisphäre in eher liberalen Ausbildungsstätten ihre theologische Ausbildung unternehmen.[8]

Eine gesunde theol. Ausbildung ist wichtig für gesunde Gemeinden. Jesus spricht (Matt 9,37-38):

Die Ernte ist groß, doch es sind nur wenig Arbeiter da. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt!

Mal ganz praktisch gedacht: Wer möchte gerne zu einem Arzt gehen, der keine medizinische Ausbildung genossen hat? Wer möchte schon gerne in Rechtsfragen zu einem Anwalt gehen, der von Gesetzen in Deutschland keine Ahnung hat? Wer möchte gerne einen Pastor haben, der keine theologische Ausbildung genossen hat, sich also weder in der Bibel noch in der Geschichte der Kirche auskennt? Also, ich nicht. Und wahrscheinlich auch keiner von Euch.

 

 

[1]     Ian Payne, “Access to Theological Education: Goals, Aims, and Challenges” (2012 Lausanne Consultation on Global Theological Education, Gordon-Conwell Theological Seminary in South Hamilton, MA, 29. May – 1. June), https://www.lausanne.org/content/access-to-theological-education-goals-aims-and-challenges-2. Kirk Franklin, “Holistic Help for the Peoples of This Earth: From Sudan to Switzerland,” in International Development from a Kingdom Perspective, ed. James Butare-Kiyovu (Pasadena, CA: William Carey International University Press, 2010), 69, spricht von 77.000. Davon kommen 70.000 (also 91%) aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Franklin lehnt sich an folgende Studie an: Missiometrics 2008: Reality Checks for Christian World Communions prepared by David B. Barrett, a contributing editor, Todd M. Johnson, and Peter F. Crossing (www.WorldChristianDatabase.org)

[2]     Die Statistiken sind von M. David Sills, Hearts, Heads, and Hands: A Manual for Teaching Others to Teach Others (Nashville, TN: B&H Books, 2016), 6.

[3]     Sills, Reaching and Teaching, 37.

[4]     Ibid., 21.

[5]     Pope John Paul II, “Apostolic Journey to the Dominican Republic, Mexico and the Bahamas (January 25 – February 1 1979) – The Third General Conference of the Latin American Episcopate – Address of His Holiness John Paul II” (Libreria Editrice Vaticana, 1979), https://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/en/speeches/1979/january/documents/hf_jp-ii_spe_19790128_messico-puebla-episc-latam.html.

[6]     Sills, Reaching and Teaching, 20: “One of the professors from the Nigerian Baptist Theological Seminary reported that some large churches sacrifice cows and bury them un juju ceremonies in order to bring forth power to attract and sway the crowds in their church services”

[7]     Philip M. Steyne, Machtvolle Götter: eine Untersuchung des Animismus wie er von Naturvölkern praktiziert wird und wie er heute in religösen Bewegungen vorkommt (Bad Liebenzell: Liebenzeller Verlag, 1993), 167.

[8]     Hier spricht man dann auch von einem „brain-drain“, da viele Studierende nicht mehr in den Globalen Süden nach ihrer Ausbildung zurückkehren. Payne, “Access to Theological Education: Goals, Aims, and Challenges,” spricht von einem „brain-gain“, wenn ein Westler im Globalen Süden promoviert.

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Jüngerklatsch

Thema: Umgang In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei Kontinenten leben. Was könnte spannender und entspannender…

Thema: Umgang

In diesen kurzen Episoden unterhalten sich zwei Theologen über Jesus, das alltägliche Leben und genießen dabei Kaffee, obwohl sie auf zwei Kontinenten leben. Was könnte spannender und entspannender sein als sich in regelmäßigen Abständen zum Jüngerklatsch zu treffen? Bist Du dabei?

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