Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Zoobesuch

Da wir am Mittwoch keine Schule hatten habe ich mich mit den Jungs mal zum Zoo in unserer Stadt aufgemacht. Ich wurde schon vorgewarnt, dass wir nicht zu große Erwartungen…

Da wir am Mittwoch keine Schule hatten habe ich mich mit den Jungs mal zum Zoo in unserer Stadt aufgemacht.

Ich wurde schon vorgewarnt, dass wir nicht zu große Erwartungen haben sollen. Der Zoo ist natürlich nicht so groß und die Gehege meistens viel zu klein für die Tiere. Alles eben auf peruanischem Niveau.

Dennoch haben wir den Ausflug sehr genossen und waren positiv überrascht. Der Zoo liegt auf der anderen Seite der Stadt in einem äußeren Stadtviertel und es ist eine wunderschöne einstündige Busfahrt dorthin. Für uns ist es immer noch ungewöhnlich, dass man für eine Busfahrt pro Person nur 25 Cent bezahlt, egal wie lange man im Bus sitzt. Manche Busse fahren wirklich von einer Seite der Stadt komplett bis zur anderen.

Für uns war es auch eine gute Möglichkeit die Tiere Südamerikas von nahem zu sehen.

 

So ein Condor hat doch schon eine ganz schöne Spannweite seiner Flügel!

 

Wir hatten sehr viel Spaß und haben wieder ein bißchen mehr über peruanische Tiere kennen gelernt.

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Cabanaconde

Dies war die letzte Hochlandreise, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund Markus Völker verbringen durfte. Ab September hat Markus eine Stelle als internationaler Direktor der Organisation SEAN und…

Dies war die letzte Hochlandreise, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund Markus Völker verbringen durfte. Ab September hat Markus eine Stelle als internationaler Direktor der Organisation SEAN und zusammen mit seiner Familie werden sie Ende Dezember Peru verlassen. Er wird nicht nur von den hermanos schwer vermisst werden.

Diesmal waren wir an einem Ort (Cabanaconde) das nur ein sehr kleine I.E.P.-Gemeinde (Iglesia Evangélica Peruana) hat – wenn ich es recht mitbekommen habe, besteht diese Gemeinde aus ca. drei Mitgliedern fortgeschrittenen Alters. Somit waren die Räumlichkeiten mit geplanten 30 Studenten doch etwas eng. Allerdings sind nicht alle 30 anwesend gewesen, so dass es für die täglichen Zusammenkünfte ausreichend war und auch nicht zu kalt wurde.

Auch andere Missionare waren mit um an der Verabschiedung Markus teilnehmen zu können. Wir hatten allgemein eine sehr gute Zeit gemeinsam. Da nicht genug Platz für alle war, sind wir in ein kleines „Hotel“ (ist in Peru etwas anders zu verstehen) mit drei anderen hermanos für zwei Nächte gezogen. Zum Frühstück gab es also keine Suppe, Reis, Nudel und Fleisch, sondern Eier, Brötchen und Marmelade (mit Instant-Kaffee) … was für ein Segen!

Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? (1. Könige 8,27)

An diesem Wochenende habe ich wiederum die Predigt am Sonntagmorgen halten dürfen. Dies verlief auch etwas besser als das letzte Mal und ich fühle mich im Spanischen immer sicherer (obwohl an ein komplettes frei-predigen noch nicht zu denken ist). Ich merke allerdings, dass meine Predigten für das Hochland doch oft noch etwas zu kompliziert sind. Hier gilt es noch viel zu lernen, so zu predigen, dass die hermanos gut folgen können und ich nicht über ihre Köpfe hinweg predige.

Er, der das Wort ist, wurde ein Mensch von Fleisch und Blut und lebte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt. (Johannes 1,14)

Das Wochenende lief wie gewöhnlich ab. Da wir uns samstags um 5 Uhr und sonntags um 6 Uhr bereits zur Andacht und Gebet trafen und die Abendveranstaltung bis 21-22 Uhr ging, war ich auf der Rückfahrt doch recht müde. Zu Hause angekommen, habe ich erst einmal alle Dinge in die Waschmaschine gepackt und auf meine Lieben gewartet, die auf einer Schulveranstaltung waren.

Die Geschwister im Hochland wachsen mir immer mehr ans Herz und für mich sind sie echte Helden des Glaubens. In meiner von Tränen geplagten Worte bei Markus Abschied habe ich den Geschwistern gesagt: „Wisst ihr was. Meine Helden im Glauben sind nicht die großen Theologen dieser Welt, sondern ihr. Ihr, die ihr so ein hartes Leben mit schweren Herausforderungen habt, und täglich unserem Herrn die Ehre gibt.“

Herr, forme mich!

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Kindergottesdienst-Feier

Letzten Sonntag hatten wir im Kindergottesdienst eine besondere Feier gehabt. Immer mal wieder soll es ein Spezialprogramm geben, wo wir etwas mehr machen, als im regulären Kindergottesdienst. In einigen Gemeinden…

Letzten Sonntag hatten wir im Kindergottesdienst eine besondere Feier gehabt. Immer mal wieder soll es ein Spezialprogramm geben, wo wir etwas mehr machen, als im regulären Kindergottesdienst.

In einigen Gemeinden wurde im September das Thema „Bibel“ behandelt. So haben wir über verschiedenste Fakten der Bibel gesprochen und uns auch verschiedene Formen von Bibeln angesehen.

Anschließend haben wir uns 12 Bilder angeschaut, die die Bibel für das Wort Gottes benutzt:

Gottes Wort ist…

  1. Licht auf meinem Wege (Psalm 119,105)
  2. Spiegel (Jakobus 1,23-24)
  3. Schwert (Hebräer 4,12)
  4. Feuer (Jeremia 23,29)
  5. Hammer (Jeremia 23,29)
  6. Honig (Psalm 19,10)
  7. Wasser (Epheser 5,26-27)
  8. Brot (Jesaja 55,10-11)
  9. Milch (1. Petrus 2,2)
  10. Feste Nahrung (Hebräer 5,13-14)
  11. Gold (Psalm 19,10)
  12. Korn (Lukas 8,11+15)

Diese Begriffe konnten wir in ganz praktischer Weise besprechen und anfassen.

Anschließend haben die Kinder die Bilder ausgemalt und wir haben damit unseren Gruppenraum verschönert. Ebenso mit Bibeln, die wir als Erinnerung an die Wand geklebt haben.

Um sich den Lernvers besser merken zu können haben wir Taschenlampen gebastelt (Licht auf unserem Wege).

An einer anderen Station haben wir einen „Bibelkuchen“ gegessen und uns mit Hilfe der Bibel das Rezept zusammen geschrieben, denn alle Zutaten kamen in der Bibel vor.

Als besondere Aktion haben wir die 72 Muffins dekoriert, die ich am Tag vorher gebacken hatte. Das war zwar eine ganz schöne Schweinerei mit Zuckerguss und Co, aber den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht. Ein Kind wollte sogar extra noch zum zweiten Gottesdienst bleiben, um dann noch mal einen Muffin dekorieren zu können.

Die Kinder hatten sehr viel Spaß und wir Erwachsenen waren froh, als wir nach zwei Gottesdiensten wieder alles aufgeräumt und gefegt hatten.

Wir haben darüber gesprochen, dass es wichtig ist in der Bibel zu lesen und dass wir sonntags im Kindergottesdienst mehr und mehr von Gott erfahren möchten und wir nicht mehr nur Milch zu uns nehmen (Nr. 9 der obigen Liste), sondern nach und nach feste Nahrung (Nr. 10).

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Henna Färbung

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt. In Peru habe ich…

Viele kennen die Henna Farbe im Zusammenhang mit Tattoos, die man auf die Hände und Arme malen kann, ohne dass sie permanent auf der Haut bleibt.

In Peru habe ich gelernt, dass hier einige Frauen Henna auch als Haarfärbemittel benutzen. Bei schwarzen Haaren erstrahlen dann einzelne graue Haare durchaus in rot oder orange.

Der Vorteil bei Henna ist, dass die Masse natürlichen Ursprungs ist. Die Kopfhaut juckt demnach nicht und nach dem Färben sind die Haare nicht strohig wie bei normaler Haarfarbe mit Ammoniak. Man muss eben nur darauf achten, dass man sich vorher den Gesichtsrand mit Vaseline einschmiert, um nicht noch gleichzeitig die Haut zu färben.

Das Pulver wird mit kochendem Wasser angerührt und kann noch mit Vanilleextrakt oder anderen Gewürzen angereichert werden, falls einem der Kräutergeruch zu stark ist.

Sobald die Masse erkaltet ist, kann sie auf die Haare aufgetragen werden. Es ist ein bißchen so, als wenn man sich Matsch in die Haare schmieren würde. Sollte man keine Duschhaube parat haben reicht auch eine einfache Plastiktüte. Nach einer Stunde kann die Masse ausgewaschen werden.

Hätten wir an dem Tag dann auch noch warmes Wasser gehabt, wäre das Auswaschen eine Leichtigkeit gewesen. So musste ich dann mit dem Wasserkocher Warmwasser mischen und mir das Wasser mittels Krug über die Haare schütten 🙂

Die Haare sind dadurch wirklich dunkler geworden.

Es ist eine einfache und günstige Methode, die man selbst leicht zu Hause machen kann und die dem Haar nicht schadet, es aber permanent färbt. Der Kräutergeruch lässt nach einigen Haarwäschen nach. Außerdem gibt es das Henna in ganz vielen verschiedenen Farben.

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