Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Zahnarzteinsatz im Hochland

Am Wochenende konnten wir unsere Kollegen auf einem Zahnarzteinsatz im Hochland begleiten. Mit vollbepacktem Auto und noch zwei weiteren Autos mit den Helfern sind wir zu einem Kinderheim etwa 1…

Am Wochenende konnten wir unsere Kollegen auf einem Zahnarzteinsatz im Hochland begleiten.

Mit vollbepacktem Auto und noch zwei weiteren Autos mit den Helfern sind wir zu einem Kinderheim etwa 1 1/2 Stunden von Abancay entfernt gefahren. Eine Kollegin ist Zahnärztin und arbeitet zum Teil bei Diospi Suyana, was einige kennen werden, und macht alle zwei Wochen einen Wochenendeinsatz im Hochland. So decken sie die verschiedenen kleinen Dörfer in der Umgebung Abancays ab, um auch ihnen eine Möglichkeit zu geben, zahnärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Dieses Mal wurden alle Kinder eines Kinderheimes behandelt (23 Kinder und 4 Erwachsene). Das Equipment wird komplett mitgebracht (inklusive die Möglichkeit Röntgenbilder zu machen).

Dieses Mal waren drei Zahnärzte mit dabei. Im Kinderheim üben sie normalerweise regelmäßig die Zähne zu putzen. Dennoch bleibt oftmals nur die Möglichkeit einen Zahn zu ziehen, wenn der Kariesbefall immens ist. Dies war bei einigen Kindern der Fall. Die Zahnärzte hoffen, dass sie dadurch sensibilisiert werden in Zukunft mehr auf ihre Zähne zu achten. Glücklicherweise muss in dem Alter ja nur ein Milchzahn gezogen werden und es kommt noch einer nach.

Meine Kollegin aus Arequipa und ich waren für den Papierkram und das Desinfizieren zuständig. In einem „Schnellkochtopf“ werden die Instrumente unter Druck in einem Prozess von 45 Minuten vollständig desinfiziert, so dass sie wieder verwendet werden können. Zwischendurch haben wir dann immer mal wieder Händchen gehalten, wenn kleine Mädchen unheimlich Angst vor der Betäubungsspritze hatten. Manche Kinder waren vorher noch nie bei einem Zahnarzt.

Kurz vor Ende wurde in einem Theaterstück noch einmal verdeutlicht, warum es wichtig ist, sich regelmäßig die Zähne zu putzen und was für Essen Karies verursacht.

Am Ende sind wir dann ganz erschöpft nach einem langen Tag nach Hause gekommen. Das Kinderheim war sehr dankbar, dass sie diese kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen konnten, weil sie sonst nicht die Möglichkeit hätten sich einen Zahnarztbesuch zu leisten.

Am Ende möchte ich euch nicht die wundervolle Aussicht vorenthalten, die wir vom Kinderheim aus hatten. Einfach atemberaubend!!!

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Abancay

Ich durfte mit einer Kollegin aus Arequipa für eine Woche die Arbeit in Abancay anschauen. Meine Kollegin Anna ist Personalleiterin und besucht immer mal wieder die verschiedenen Einsatzorte, um zu…

Ich durfte mit einer Kollegin aus Arequipa für eine Woche die Arbeit in Abancay anschauen. Meine Kollegin Anna ist Personalleiterin und besucht immer mal wieder die verschiedenen Einsatzorte, um zu sehen, wie es den Mitarbeitern und ihren Arbeitsbereichen geht. Da man im ersten Jahr u. a. auch die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen lernen soll, war es eine gute Möglichkeit mit zu fahren.

Um nach Abancay zu kommen muss man eine Stunde nach Cusco fliegen und dann 4 Stunden mit dem Auto durch die Berge fahren.

Leider wurde genau am Tage unserer Ankunft gegen die Benzinpreise gestreikt. In Arequipa verläuft das meistens zivilisierter ab, aber in anderen Städten werden alle Straßen, die aus der Stadt rausführen, mit Felsbrocken, Glasscherben, Autoreifen und Baumwurzeln blockiert, so dass wirklich keiner mit dem Auto raus kann. Es ist auch nicht ratsam, denn sonst werden die Fenster eingeschlagen oder die Reifen aufgeritzt.

Demnach mussten wir quasi vom Flughafen aus 8 km mit unserem Koffer laufen, weil natürlich auch keine Taxis oder Busse fuhren.

Wir mussten sowieso den Tag in Cusco verbringen, weil die „Colectivos“ (die Autos, die mehrere Leute mitnehmen und längere Strecken fahren) vor 15 Uhr die Stadt nicht verlassen konnten. So haben wir die Chance genutzt uns zumindest die Innenstadt etwas anzuschauen.

Mit dem Koffer in der Hand waren wir zwar nicht ganz so mobil, aber es war trotzdem sehr gut.

Links sieht man die Autos, die als „Colectivos“ die Strecke nach Abancay fahren. Man steigt quasi ein und wartet so lange, bis das Auto voll ist. Erst dann lohnt es sich für den Fahrer die Strecke zu fahren (10€ für 4 Std. Fahrt). Leider sind die Autos alle neu gewesen und dementsprechend sind die Fahrer die Strecke gerast. Bei den vielen Kurven die Berge hinauf und wieder runter waren wir sehr dankbar, als wir nach 4 Stunden mit etwas mulmigem Magengefühl ankamen.

Die Tage über konnten wir uns mit den verschiedenen Mitarbeitern treffen. Besonders beeindruckt hat mich die Bibelübersetzung ins Quechua. Fünf verschiedene Mitarbeiter arbeiten daran das Alte Testament in Quechua zu übersetzen, so dass die Einheimischen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. Es sind fünf Pastoren aus unterschiedlichen Gemeinden und auch mit unterschiedlicher Herkunft, denn Quechua ist sehr flexibel und variiert je nach Ort. So können sie sicherstellen, dass ein gut verständliches Quechua verwendet wird. Zudem gibt es noch weitere Theologen in den USA, die das ganze noch mal überarbeiten und Anregungen geben. Dieser ganze Prozess dauert sehr lange (das Neue Testament ist bereits übersetzt). Sie hoffen im Frühjahr 2020 endlich fertig zu sein.

Die Mappe zeigt die verschiedenen Orte, in denen sie bereits mit Audiobibeln des NT unterwegs sind und die Menschen mit Literatur versorgen. Da Quechua bis vor Kurzem immer nur eine gesprochene Sprache war und es viele Analphabeten gibt, werden sie auch im lesen und Schreiben unterrichtet.

Brendan stellt verschiedenen Pastoren die Audiobibel vor und erklärt ihnen die Bedienung. Sie sind solarbetrieben, so dass sie leicht in der allgegenwärtigen Sonne aufgeladen werden können. Diese Pastoren nehmen sie dann mit in ihre Dörfer, um bei den Menschen im Dorf Hausbesuche machen zu können. Für sie ist es etwas besonderes, die Bibelgeschichten in ihrer Heimatsprache hören zu können!

Wir sind sehr dankbar für die Erfahrungen, die wir hier machen dürfen! Zum einen die Lebensweise der Menschen kennen zu lernen und zum anderen zu sehen, wie unsere Kollegen hier arbeiten!

 

 

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Dany’s Birthday

A Prayer for My Wife / A Letter to Her My precious wife, Now we have been living in Peru for almost 10 months. And as always you are already…

A Prayer for My Wife / A Letter to Her

My precious wife,

Now we have been living in Peru for almost 10 months. And as always you are already communicating fluently with those around you. Your ability to hear and listen amazes me. Not only does your language ability amaze me, but your creations of new relationships with so many people (like neighbors, parents at school, caseritas, etc.) is so beautiful to observe. Thank God for such an amazing woman!

Again, you have made the transition to another country as smooth as possible. Thank you! Thank you for helping me live, thank you for enduring me (muchas veces), thank you for following Christ diligently!

You are as beautiful as before (no, you are actually growing in beauty, if that were even possible in your case!) – inside out.

May your Creator strengthen you and guide you in this new year!

I love you!

In Christ. AMEN.

 

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Jason Turned Seven

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Jason Esra Turned Seven Dear Jason, Amazingly, a year has already passed by. You are not going to kindergarten…

A Prayer for My Son / A Letter to Him – Jason Esra Turned Seven

Dear Jason,

Amazingly, a year has already passed by. You are not going to kindergarten anymore but are no part of the big boys – you are going to school. And it seems to me you are truly enjoying school – especially creating friendships with other children.

You still love to dress yourself with different costumes each (especially the ninja costume). You are amazing. The way you play, the way you listen to music, the way you are. Thanks be to God!

Thank you for teaching me how to have fun and not be so serious all the time. May God always be with you and grow you into the man you were created for!

We love you dearly!

In Christ, Amen.

Papa

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Projekt Dorcas

Wir haben wieder Babykleidung im Haus! Zumindest vorübergehend… Eine Schweizerin arbeitet für gewöhnlich im Projekt „Dorkas“. Während der Zeit ihres Urlaubes und dann auch während ihres Heimataufenthaltes in der Schweiz…

Wir haben wieder Babykleidung im Haus! Zumindest vorübergehend…

Eine Schweizerin arbeitet für gewöhnlich im Projekt „Dorkas“. Während der Zeit ihres Urlaubes und dann auch während ihres Heimataufenthaltes in der Schweiz von Juni bis August hat sie mich gebeten, ob ich sie in ihrem Projekt vertreten könnte. Normalerweise hat sie noch eine peruanische Helferin, die ihr an den Mittwochmorgenden hilft die Kleidung für die Mütter herauszusuchen, aber leider ist diese Peruanerin nicht immer zuverlässig (mal kommt sie, mal nicht).

In diesem Projekt geht es darum, dass Müttern mit Babys ausgeholfen wird, in dem wir ihnen die Kleidung für das erste Jahr ausleihen. Sie bringen sie dann nach Benutzung zurück und wir waschen sie noch einmal, bevor wir sie dann erneut zum Verleihen herausgeben (nicht alle haben warmes Wasser zum Waschen zur Verfügung).

Die Kleidung wurde Martha entweder aus der Schweiz geschenkt, oder auch von vielen anderen Unterstützern weltweit geschickt. Wenn mal Pullover oder Sonstiges fehlen sollte, dann hat sie auch Kontakte zu Frauen in Arequipa, die sie mit gestrickten Sachen ausstatten. So wird unter anderem den Frauen geholfen, die nebenbei noch etwas dazu verdienen müssen.

Wir treffen uns Mittwochmorgens in einem christlichen Café und haben in einem der Räume die Möglichkeit die Kleidung zu lagern. Derzeit sind ca. 30 Frauen im Programm, die abwechselnd immer mal wieder kommen, um sich Kleidung auszuleihen und dann auch wieder zurück zu bringen. Die Nachricht spricht sich herum und so hatten wir beim letzten Treffen 3 neue Mütter, die gekommen sind.

Während des Treffens hat man die Möglichkeit sich mit den Frauen (und teilweise Ehemännern) zu unterhalten und zu sehen, ob bei ihnen und den Kindern alles ok ist. Zusätzlich lädt Martha (links) sie noch zu größeren Treffen im Laufe des Jahres ein, wo ihnen auch etwas von Gottes Wort weitergegeben wird. Die Frauen sind sehr dankbar für die Hilfe, die sie erfahren. Sie haben teilweise eine Anreisezeit von 1,5 Stunden, um zum Café zu kommen.

Die Arbeit ist eine sehr gute Möglichkeit, um Gottes Liebe und Versorgung ganz praktisch zum Ausdruck zu bringen.

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Chaclaya

Vom 04. bis zum 06. Mai war ich wieder im Hochland Arequipas unterwegs. Diesmal war ich alleine – naja nicht ganz. René, der Leiter der theologischen Ausbildung vor Ort war…

Vom 04. bis zum 06. Mai war ich wieder im Hochland Arequipas unterwegs. Diesmal war ich alleine – naja nicht ganz. René, der Leiter der theologischen Ausbildung vor Ort war natürlich auch mit dabei. Alleine aber in dem Sinne, dass Markus diesmal nicht dabei war.

Das war schon etwas aufregender. Denn diesmal musste ich konstant aufpassen, falls zwischen dem ganzen Quechua eine Frage an mich auf Spanisch gestellt werden sollte – war hier und da auch geschah. Es ist jedoch ziemlich anstrengend die ganze Zeit voll aufmerksam dabei zu sein, wenn man weiß, dass gerade kein Spanisch gesprochen wird und man eh nichts versteht.

Da Markus diesmal nicht mit konnte, waren wir auf den normalen Busverkehr angewiesen. Das hat sehr gut geklappt und nach ca. 3,5h sind wir auch in Chaclaya (im Distrikt San Juan de Tarucani) angekommen. Chaclaya ist ein kleiner Ort mit evtl. 150-200 Einwohnern. Die meisten sind jedoch unterwegs – meistens in der Stadt Arequipa – um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch viele der Jugendlichen sind in die Stadt gezogen, um dort zu studieren oder zu arbeiten.

René und ich waren bei einer Witwe untergebracht, die auf ihrem kleinen Grundstück zwei „Zementhütten“ hat. So nach und nach trafen dann auch die Studenten ein. Da es aber in der Gegend noch eine andere Veranstaltung gab und eine Hochzeit in Arequipa anstand, kamen insgesamt so um die 5 Studenten.

Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es jeweils eine ordentliche Portion Reis mit Kartoffeln und ein wenig Alpakafleisch. Diese ausgewogene Mahlzeit hat mir dann am Samstag sehr auf den Magen geschlagen, so dass das Plumpsklo zu einem Ort der ständigen Erleichterung wurde. Etwas fiebrig habe ich mich dann samstags etwas früher ins Bett gelegt.

Die meisten Menschen in Chaclaya haben Alpakas. Auch unsere Gastgeberin hatte mehrere Alpakas, auf die sie aufpasste. Am Samstagmorgen wurde dann vor dem Frühstück ein Alpaka geschlachtet um uns zu versorgen und dann Fell zu verkaufen.

Insgesamt war es eine sehr gute Reise und ich konnte René (der ein sehr gutes Spanisch spricht) etwas besser kennenlernen. Obwohl man nicht wirklich viel „macht“, merkt man, dass die meisten sehr dankbar sind, dass ein Missionar anwesend ist. Dies gibt ihnen und ihrer Arbeit Wertschätzung. Dies ist etwas, was ich einen „Dienst der Präsenz“ nenne.

René hat jedoch noch weitere Vorstellungen wie man Unterrichtseinheiten oder ähnliches in dieser Zeit einführen kann. Da die theologische Ausbildung vor Ort auf Büchern, wöchentliches Treffen der Studenten mit Mentoren und Examen basiert, ist unsere Arbeit an den Wochenenden (2x im Jahr in einem Distrikt) eher administrativ und auch manchmal seelsorgerlich.

 

Ich bin sehr gespannt wie diese Arbeit in Zukunft für mich aussehen mag und was Gott noch so alles mit uns vorhat!

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