Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Gebet für Hauskreise

Gerade hatten wir in unserer Gemeinde einen Kongress über Hauskreise. In Peru ist es sehr ungewöhnlich, dass es Hauskreise gibt. Als die Gemeinde im letzten Jahr mit den Hauskreisen begonnen…

Gerade hatten wir in unserer Gemeinde einen Kongress über Hauskreise. In Peru ist es sehr ungewöhnlich, dass es Hauskreise gibt. Als die Gemeinde im letzten Jahr mit den Hauskreisen begonnen hat, haben viele nicht geglaubt, dass dies möglich wäre. Es widerspricht der peruanischen Kultur sein Haus in dieser Art und Weise zu öffnen. Auch wenn die Peruaner an sich ein lustiges Völkchen sind, und gerne Partys schmeißen, so bleibt man doch eher unter sich, oder im Kreise der Familie.

Nichts desto trotz hat es geklappt und die Hauskreise sind am Wachsen. An diesem Wochenende wurde noch einmal herausgestellt, warum es wichtig ist, dass wir uns auch unter der Woche in kleineren Gruppen treffen, um uns besser austauschen und füreinander beten zu können.

Ganz besonders bemerkenswert finde ich es, dass es in der Gemeinde viel mehr Frauen gibt, die den Hauskreisen beiwohnen, als Männer. Es gibt einen regelrechten Hunger nach Gottes Wort und der Suche danach, wie Gott im Alltag relevant ist.

Bitte betet doch dafür, dass immer mehr Menschen sich einem Hauskreis anschließen und es auch weitere Gastgeber gibt, die ihre Häuser für andere öffnen.

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Weltmeisterschaft

Leider war schon nach dem zweiten Spiel von Peru klar, dass sie sich nicht für die weiteren Spiele qualifizieren würden. Natürlich waren die Peruaner diesbezüglich traurig! Aber vielmehr gab es…

Leider war schon nach dem zweiten Spiel von Peru klar, dass sie sich nicht für die weiteren Spiele qualifizieren würden. Natürlich waren die Peruaner diesbezüglich traurig!

Aber vielmehr gab es in diesem Land eine positive Grundstimmung, in der die Qualifizierung für die WM nach 36 Jahren gelungen war. Dies gibt Hoffnung für die WM in 4 Jahren. Es gibt immer noch sehr viele Fanartikel zu kaufen und auch die Panini-Bilder hatten eine Abnahme wie noch nie. Zudem hat sich Peru über die vielen positiven Nachrichten in diversen Ländern gefreut, die über Peru und die Fans geschrieben haben.

Die Jungs konnten alle Peru-Spiele in der Schule sehen. Grundsätzlich stand die Arbeitswelt still, denn fast jeder ist erst nach den Spielen (11 Uhr) zur Arbeit gefahren. Wer gar nicht anders konnte hing an seinem Radio fest.
Da es eine deutsch-peruanische Schule ist, wurden auch die Deutschlandspiele übertragen.

Die Weltmeisterschaft ohne Peru ist nicht das Gleiche – besser wir gehen

Es ist natürlich schade, dass Deutschland nicht weitergekommen ist! Aber die Jungs freuen sich trotzdem über ihre Trikots und die Zeit, die sie mit Deutschland wetteifern konnten.

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Facebook und WhatsApp

Wir haben mit der Zeit festgestellt, dass man in Peru unmöglich ohne Facebook und WhatsApp leben kann. Während man in Deutschland schon langsam wieder von Facebook wegkommt wird hier Facebook…

Wir haben mit der Zeit festgestellt, dass man in Peru unmöglich ohne Facebook und WhatsApp leben kann.

Während man in Deutschland schon langsam wieder von Facebook wegkommt wird hier Facebook mehr denn je genutzt. Man macht sich keine großen Gedanken über den Datenmissbrauch, wenn Datenschutz allgemein nicht existent ist…

Kaum ein Unternehmen besitzt eine Internetpräsenz im Sinne einer eigenen Website. Alle sind aber über Facebook zu erreichen. Hat der Barber geöffnet? Einfach bei FB nachschauen.
Mittlerweile haben wir auch herausgefunden, dass die großen Wasser- und Stromanbieter bei Facebook posten, wenn das Wasser und Strom mal wieder abgestellt werden. Dies ist natürlich besonders hilfreich!

WhatsApp wird hier ganz besonders für die Schulklassen verwendet. Alle mögliche Informationen werden hierüber ausgetauscht. Vor allem wenn es wieder eine Schulaufführung gibt, muss jeder seinen Kommentar abgeben, welche T-Shirt Farbe die Jungs und welche die Mädchen tragen werden. Es scheint unhöflich zu sein, nicht noch seinen Kommentar abzugeben. Besorgt jemand etwas für die Klasse folgen darauf hin 20x „Gracias“ Kommentare mit dazugehörigem Smiley. Wird eine neue WhatsApp Gruppe erstellt, wird sie also erst einmal stumm geschaltet, um nicht von den Massen an Infos belästigt zu werden.

Der Konsum ist bereits soweit verbreitet, dass die Handyanbieter Verträge mit kostenloser FB und WhatsApp Nutzung anbieten. So wird kein Datenvolumen verbraucht. Andere Länder, andere Sitten!

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Babel

Im heutigen Text meines Bibellesens durch das Buch der Offenbarung (letztes Buch der Bibel) las ich heute folgendes (Kapitel 21 Verse 1-4): Danach sah ich einen neuen Himmel und eine…

Im heutigen Text meines Bibellesens durch das Buch der Offenbarung (letztes Buch der Bibel) las ich heute folgendes (Kapitel 21 Verse 1-4):

Danach sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen; auch das Meer gab es nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, schön wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Und vom Thron her hörte ich eine mächtige Stimme rufen: »Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird ´immer` bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.«

Ich muss gestehen, dass dies einer meiner „Lieblingstexte“ der Bibel ist. Normalerweise fällt mein Fokus auf die „Wohnung Gottes“ und wie sich das Bild der Wohnung Gottes (Stiftshütte [Zelt] und Tempel) durch die ganze Bibel zieht. Aber heute wurde mein Augenmerk durch einen Kommentar auf etwas anderes gelenkt: das neue Jerusalemauf das „neue Jerusalem“ (wie oben im Bild von Pieter Brueghel dem Älteren, [1563] zu sehen ist). Aber nicht auf das neue Jerusalem im Allgemeinen, sondern als das neue Jerusalem als die Vollendung: die Vollendung der Freude – Gott und Mensch zusammen.

Diese Vollendung ist durch Gott erlangt. Es ist nicht das Handeln des Menschen. Und genau hier hat der Kommentar mir geholfen. Das neue Jerusalem (von Gott gesandt) als Kontrast zum Turm von Babel (von Menschen erschaffen).

Im Alten Testament (1. Mose oder auch „Genesis“ genannt) finden wir die Geschichte des „Turmbaus zu Babel“. Im Kapitel 11 Vers 4 lesen wir: Turmbau zu Babel„Sie sagten: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt.«“ Der Mensch wollte also sich einen eigenen Namen machen (man merke den Kontrast zu der Bitte des Vaterunsers: „Dein Name [Gottes Name] werde geheiligt“) und sich einen Weg in den Himmel bahnen.

Dies kann man mit vielen „religiösen“ Versuchen vergleichen, in denen man versucht sich einen Weg zu Gott zu bahnen. Wir versuchen durch unsere eigenen Werke Gott zu beeindrucken (oder wie in Babel zu verachten). Geheiligt werde Dein Name!Der Schreiber von Genesis lässt sich die Ironie aber nicht nehmen, wenn er im Vers 5 schreibt: „Da kam der Herr vom Himmel herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die sie bauten.“ Gott kommt vom Himmel herab … also ganz so „hoch“ kann der Turm ja dann doch nicht geworden sein.

Nun aber mal die Ironie beiseitegeschoben. Gott kam tatsächlich vom Himmel herab, und zwar in Jesus – Jesus der Menschensohn und Gottessohn. In Jesus versöhnt Gott die Welt mit sich.

»Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen!
Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern, und er selbst, ihr Gott, wird ´immer` bei ihnen sein.
Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein.
Denn was früher war, ist vergangen.«

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Hauskreis

Hauskreise sind für peruanische Gemeinden eher untypisch. Als unsere Gemeinde vor einem Jahr die Hauskreise gestartet hat, glaubte keiner, dass dies etwas sein würde, wo die Menschen regelmäßig hingehen würden….

Hauskreise sind für peruanische Gemeinden eher untypisch. Als unsere Gemeinde vor einem Jahr die Hauskreise gestartet hat, glaubte keiner, dass dies etwas sein würde, wo die Menschen regelmäßig hingehen würden. Gestartet wurde dennoch mit 11 Hauskreisen und seit diesem Jahr sind sie auf 15 angewachsen. Es gibt Hauskreise für Frauen, Männer, Ehepartner und seit neustem jetzt auch Familien. Die Hauskreise geben einen intimeren Rahmen, um Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

In meinem Hauskreis sind Donnerstags immer zwischen 6-12 Frauen. Meistens bin ich die Jüngste, aber ich genieße es von dern Geschichten der Älteren zu hören. Wir essen zunächst eine Kleinigkeit und dann wird noch mal die Predigt vom Sonntag besprochen. Jeden Sonntag gibt es ein Handout, auf dem man sich Notizen machen kann. Auf der Rückseite gibt es dann Fragen und eine weitere Bibelpassage, die speziell im Hauskreis besprochen wird.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Notizen sich die Einzelnen machen und wie gut sie am Donnerstag noch den Inhalt der Predigt wiedergeben können! Auch wenn die meisten Themen sehr grundlegend behandelt werden, ist dies hier doch oft sehr nötig.

Von den einzelnen Frauen lerne ich sehr viel. Einige von ihnen hat Gott durch Eheprobleme zu sich gerufen. Sie wurden von ihren Männern für eine andere Frau verlassen. In der katholischen Kirche durften sie daraufhin aber nicht mehr am Abendmahl teilnehmen. Sie wurden stattdessen vom Priester dazu angehalten wieder mit ihren Ehemännern zusammen zu ziehen (was aber problematisch ist, wenn der Mann das nicht will und zu der neuen Frau zieht). Daraufhin sind sie mehr ins Nachdenken darüber gekommen, warum sie dafür bestraft werden, dass ihre Männer sie verlassen, obwohl sie doch Teil der Gemeinde sind.

Gott hat an so vielen gearbeitet und ihnen neue Hoffnung für sich und das Leben mit ihren Kindern geschenkt. In der IBC Gemeinde haben sie eine neue Heimat gefunden. Sie berichten immer wieder davon, wie sie sich von Gott verändern lassen und wie dies ganz konkret im Alltag aussieht. Dies ist sehr ermutigend!

Beim letzten Mal kam eine Freundin mit, die einen großen Hunger für Gottes Wort hat. Sie sucht nach Antworten auf ihre Fragen und ist sehr froh darüber, dass sie jetzt auch in den Hauskreis kommen und ihre Fragen loswerden darf.

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Sogay

Zweimal im Jahr gehen wir mit anderen deutschen Familien ins Schullandheim nach Sogay. Auch dieses Mal haben wir es wieder genossen einfach mal aus der trockenen Stadt heraus zu kommen…

Zweimal im Jahr gehen wir mit anderen deutschen Familien ins Schullandheim nach Sogay. Auch dieses Mal haben wir es wieder genossen einfach mal aus der trockenen Stadt heraus zu kommen und die Natur zu genießen.

Die Jungs konnten wieder ausgiebig Fußball spielen, Stöcke schnitzen, Lagerfeuer machen und sich austoben. Da sind keine Spielsachen notwendig, denn sie finden genügend andere Dinge zu tun (u.a. Tonnen-Balancieren).

Wie auch schon im letzten Jahr, haben wir zunächst eine Flusswanderung gemacht und sind am nächsten Tag noch einmal zu den Wasserfällen gewandert.

Das Wasser war um 9 Uhr morgens noch eisig kalt und so haben es nicht mehr alle auf die andere Seite geschafft, um die Felsen hoch zu klettern. Die kleineren Jungs haben stattdessen fleißig Stöcke und Steine ins Wasser geworfen, während wir uns in der Sonne etwas aufwärmen konnten.

Nun gehen wir aufgetankt und mit neuer Energie in eine neue Woche.

 

 

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