Gemeinsam unterwegs

Familie Marx in Peru

Unfall in Chivay

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab. Erst ein Wochenende zuvor ist Benni…

Einige von euch haben vielleicht von dem Busunglück in den Anden gehört, wo 2 Deutsche ums Leben gekommen sind und es 12 Verletzte gab.

Erst ein Wochenende zuvor ist Benni in Chivay gewesen. Die Straßenverhältnisse sind teilweise sehr schwierig. Es gibt kaum Leitplanken, die einen davor schützen den Hang hinunter zu stürzen. Zudem sind die Straßen oft eng und schwierig zu befahren. Besonders in der Regenzeit ist es nicht ratsam auf einigen dieser Straßen unterwegs zu sein.

Manche fragen sich, warum man bei so vielen Unfällen im Jahr nicht mal was an den Straßen ändern kann (vor allem weil der Colca-Canyon ein beliebtes Touristen-Ausflugsziel ist und man dadurch viel Geld verdient). Die Antwort ist relativ einfach: Korruption! Die Menschen, die im Colca wohnen sehen nichts von dem Geld. Das Geld wird leider auch nicht in die Ausbesserung der Straßen investiert. Stattdessen bereichern sich nur die, die sowieso schon Geld haben.

Wir haben einige Missionare, die immer wieder im Hochland unterwegs sind. Gerne dürft ihr für sicheres Reisen beten. Das ist hier nicht selbstverständlich!

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Chivay

Am letzten Wochenende war ich mit Markus Völker im Hochland Arequipas – in Chivay. Dort gab es eine Zusammenkunft (taller) der Studenten des Programmes E.T.E. (Educación Teológica por Extensión; im…

Am letzten Wochenende war ich mit Markus Völker im Hochland Arequipas – in Chivay. Dort gab es eine Zusammenkunft (taller) der Studenten des Programmes E.T.E. (Educación Teológica por Extensión; im Deutschen „Theologische Ausbildung vor Ort“; im Englischen „Theological Education by Extension“ [TEE]). Dies war eine besondere Zeit, da es für mich der erste „richtige“ taller im Hochland war. Für 2 Tage haben wir mit den Leitern der Quechua verbracht, viel gelacht, gesungen und auch so einiges gelernt. Was mich besonders an dieser Arbeit freut, ist die Herzlichkeit der Menschen. Und noch etwas (wahrscheinlich sogar wichtiger als das eben genannte), was ich richtig klasse finde, ist, dass die Leitung der E.T.E. Arbeit in peruanischer Hand liegt. Im Bild rechts könnt ihr hermano René sehen, der gerade etwas vorträgt. René ist Quechua, der in Arequipa lebt, und leitet die E.T.E. Arbeit in der Provinz Arequipas.

Außer der Herausforderung der Höhe, gibt es zwei Aspekte mit denen man „zu kämpfen“ hat. Das eine ist das Essen. Ich meine  nicht, dass das Essen nicht schmeckt – ganz im Gegenteil! Sondern ich spreche von den Portionen. Die Quechua sind oft Alpakabauern und arbeiten den ganzen Tag auf dem Feld und auf der Heide. Deshalb haben sie auch oft ordentlichen Appetit.

Einmal konnte ich meine Portion nicht leer essen. Daraufhin fragte ich einen hermano neben mir, ob es ihm etwas ausmachen würde mir behilflich zu sein. Ein breites Grinzen füllte sein Gesicht und meine Portion war im Nu verschwunden. Im Bild links seht ihr das Sonntag morgen Frühstück – Kartoffel, Habas (eine Art Bohne) und Hühnchen.

Der zweite Kampf ist ein Kampf mit der Kälte. Im Hochland kann es bitter kalt werden und die Räume sind weder beheizt noch isoliert. Deshalb haben Markus und ich uns in Schlafsäcke, Decken und Mützen eingehüllt um bei den 11°C ein wenig schlafen zu können. Morgens hat man da nicht unbedingt Lust aufzustehen (oftmals treffen sich die hermanos bereits um 5 Uhr um miteinander zu beten und zu singen). Wenn es dann aber die Sonne mal über einen der Berge in den Anden geschafft hat, dann sucht man sich schnell einen Platz um etwas in der Sonne zu baden.

Unten ist das Gebäude in den wir gegessen und geschlafen haben. Rechts könnt ihr dann auch nochmals René (etwas von den mamacitas eingeengt) sehen, der sich mit anderen auf den Weg in ein benachbartes Dorf macht.

 

 

 

 

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Rundbrief April 2018

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Ungefähr viermal im Jahr werden wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer verschicken. Darüber hinausgehen sind natürlich die Einträge auf unserer Startseite…

Hier findet Ihr unseren neuesten Rundbrief. Ungefähr viermal im Jahr werden wir einen solchen Brief an unsere Freunde und Unterstützer verschicken. Darüber hinausgehen sind natürlich die Einträge auf unserer Startseite auf aktuellem Stand und stehen Euch zur Verfügung.

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Interessantes…

Es gibt manche Dinge, die uns hier im Alltag begegnen, die einfach anders sind, als wir das gewohnt waren. Heute poste ich mal ein paar von diesen Dingen: Man kann…

Es gibt manche Dinge, die uns hier im Alltag begegnen, die einfach anders sind, als wir das gewohnt waren. Heute poste ich mal ein paar von diesen Dingen:

Man kann hier im Supermarkt gleich ein ganzes Ferkel kaufen.

Die Peruaner essen deutlich mehr Teile vom Tier. Hier sind Hühnerpfoten. Die Zunge wird auch sehr gerne gegessen und Herzen sind eine Delikatesse (vor allem vom Rind).

Hier sieht man eine typische Straße. Sie heißt „Calle Grande“ (große Straße), obwohl hier mit Ach und Krach zwei Autos nebeneinander passen. Hinter der Kurve ist derzeit eine Baustelle, so dass ich mal ein Foto machen konnte, weil die Straße leer war.

Die Peruaner sind etwas kleiner als Deutsche :). Oft können Benni und ich nicht mit beiden Beinen im Sitz sitzen, sondern strecken die Knie seitlich raus. Einige Busse sind auch so niedrig, dass wir gar nicht gerade stehen können.

Auf die Sicherheit am Bau wird nicht immer so großer Wert gelegt. Hier schauen wir direkt auf die Baustelle außerhalb unseres Wohnung. Man kann gut die typischen Metallstreben sehen, die hier in allen Häusern sind, um dem Haus mehr Stabilität während Erdbeben zu geben. Außerdem sieht man auch sehr gut, dass nicht immer alle Hausfassaden gestrichen werden.

Unsere Kinder sind hoch erfreut, dass es hier in diesem Jahr auch ein Panini-Heft gibt. Da sich Peru seit Jahrzehnten mal wieder für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat gibt es einen großen Hype und besonders viele Produkte zu kaufen. In den Klassen der Jungs sind einige reiche Familien, die ihre Kinder mit Sticker-Paketen überschütten und von denen wir dann durch doppelte Karten profitieren. Bis zum Juni bekommen wir bestimmt alles voll…

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Kultur

In den letzten paar Wochen habe ich zwei sehr interessante Bücher gelesen und bin gerade an einem dritten. Die ersten beiden sind mehr kultur-anthropologisch und das letzte etwas mehr historisch….

In den letzten paar Wochen habe ich zwei sehr interessante Bücher gelesen und bin gerade an einem dritten. Die ersten beiden sind mehr kultur-anthropologisch und das letzte etwas mehr historisch. Hier möchte ich nur „Snippets“ vorstellen – Dinge, die mich angesprochen haben.

Richard E. Nisbett schreibt in seinem Buch The Geography of Thought: How Asians and Westerners Think Differently…and Why davon wie westliche Menschen (primär aus den USA) und asiatische Menschen verschieden denken. Natürlich kann man nicht von „der asiatischen“ oder „der westlichen“ Denkweise sprechen, jedoch gibt es zwischen den einzelnen Kulturen (z.B. des Westens) große Überlappung, so dass man diese durchaus etwas zusammenfassen kann.

Wie bereits geschrieben kann ich hier nur Highlights nennen. In dem Kapitel „Is the World Made Up of Nouns or Verbs? Categories and Rules vs. Relationships and Similarities“ schreibt Nisbett (S. 144):

Explicit modeling or rule-making seems to be less characteristic of the causal explanations of East Asians than of Westerners. If Asians are less likely to use rules to understand the world, and less likely to make use of categories, they might find it particularly hard to learn categories by applying explicit rules to objects.

Es geht im gesamten mehr um Beziehungen, die ihren Ausdruck in Verben finden, und nicht um Kategorien, welche durch Nomen beschrieben werden. Dies hat selbstverständlich Implikationen wie man Theologie erlernt und welche Ansätze man hier benutzt. Die westliche Theologie (und besonders die der Dogmatik) benutzt durchweg Kategorien wohingegen die Beziehung der biblischen Theologie als Gesamtes betrachtet werden kann. Meine Frage hierzu ist, ob Peruaner mehr dem westlichen oder dem asiatischen Denken näherstehen. Diese gilt zu beobachten und auf die Art und Weise des Unterrichtens anzuwenden.

Was mir besonders gut an dem Buch gefällt, ist, dass der Autor in keinerlei Weise dahin verfällt „Alles“ aus dem Westen anzuschwärzen und „Alles“ aus Asien zu verherrlichen. In seinen letzten Kapiteln zeigt er durchaus die Vorteile des westlichen Denkens auf, aber natürlich auch die des gesamtheitlichen Denkens Asiens. Wiederum stelle ich fest, dass eine internationale Fakultät mehr als eine Bereicherung für die Studenten, die Lehrkräfte selbst und für die Kultur sein können.

Ein weiteres Buch ist Ministering in Honor-Shame Cultures: Biblical Foundations and Practical Essentials von Jayson George und Mark. D. Baker. In diesem Buch gibt es viele Aspekte, die mich sehr angesprochen haben. Am besten lest ihr das Buch nochmals selber. Aber hier ein paar Eindrücke mit ein paar sehr hilfreichen Tabellen.

Der erste Teil handelt primär von Kulturantrhopologie und gibt große Umrisse der Schamkulturen (Honor-Shame) und der Schuldkulturen (Guilt- Innocence). Es gibt zwar keine reine Schuldkultur und auch keine reinen Schamkulturen, sondern lediglich Kulturen, in denen eines der beiden überwiegt.

Die folgende Tabelle (s. 38) zeigt diese groben Konturen auf:

 

Guilt-Based Cultural Behavior Shame-Based Cultural Behavior
Cultural Context Individualistic, Western Corporate, Majority World
Definition of Normal Rules and laws Expectations and ideals
Guide for Behavior Introspective conscience Public community
Result of Violations guilt Shame
Core Problem “I made a mistake” (action) “I am a mistake” (being)
Affected Party The transgressor The group
Violator’s Response Justify, confess or apologize Hide, flee or cover
Society’s Response Punish to serve justice Exclude to remove shame
Means and Resolution forgiveness Restoration

Und diese Tabelle (S. 60) wie verschiede kulturelle Aspekte von der jeweilig anderen Kultur aufgenommen werden:

Arena of Life Honor-Shame Cultures G-I Assessment of H-S Cultures Guilt-Innocence Cultures H-S Assessment of G-I Cultures
Money Patronage Corrupt, dependent Independence, capitalism Stingy, ungenerous
Communication Indirectness Lying, deceptive Direct, explicit Inconsiderate, crass
Time Event Lazy, tardy Task, efficiency Arrogant, unkind
Hygiene Purity Ritualistic, pharisaical Science, secularism Defiled, unclean
Food Hospitality Obligatory, ostentatious Convenience, functionality Isolated, neglectful
Behavior Social roles Unequal, oppressive Egalitarian, equality Disrespectful, presumptuous

Jetzt noch kurz zwei weitere Aspekte. Im Juni 2016 habe ich einen Vortrag zum Thema „Rettet der Glaube allein`“ gehalten. In diesem Vortrag geht es mir primär um die Verkürzung des Evangeliums und wie wir Glaube (und auch Gnade) verstehen. Oftmals wird das Evangelium mit der Vergebung der Sünde gleichgesetzt. Dies ist aber nicht mit dem biblischen Verständnis vereinbar. Ja, Vergebung unserer Sünden ist ein Teil, eine Auswirkung des Evangeliums, doch das Evangeliums selbst ist viel mehr (dazu demnächst dann nochmal mehr).

Diese Tabelle (S. 181) zeigt die zwei verschiedenen Verständnisse der Erlösung auf:

Process of Salvation

Guilt Based Shame Based

Problem
of Sin

Transgression

People have broken God’s law
through a particular action

Unfaithfulness

People have broken the relationship
with God by being disloyal

Dilemma
of Humans

Guilt

Our moral violations
merit punishment

Shame

Our disgrace
merits banishment

Solution
of Jesus
Restitution

Jesus satisfies the legal
requirements of justice by
enduring retribution for us

Restoration

Jesus bears shame to reconcile
the relationship by repairing honor

Response
of Faith

Confession

People must acknowledge
their wrongdoing

Allegiance

People must be loyal
to honoring God

Result
of Salvation
Forgiveness

God pardons wrongdoings and declares lawbreakers to be innocent

Honor

God makes outcasts his children
and exalts people to eternal glory

Das sind zwei sehr unterschiedliche Ansätze. Beide haben ihre Stärken. Doch ich denke, dass vor allem unsere Antwort des Glaubens (Response of Faith) besser mit Loyalität beschrieben werden sollte.

Der letzte Aspekt aus dem Buch, den ich hier nennen möchte, ist wie Gemeinschaft, vor allem christliche Gemeinschaft, verstanden und auch gelebt wird. Georges und Baker (von Paul Hiebert herkommend) beschrieben zwei Arten der Gemeinschaft:

  • Bounded Group
  • Cenetered Group

Im Gegensatz zur „bounded group“ setzt die „centered group” einen Schwerpunkt auf den Mittelpunkt der Gemeinschaft und orientiert sich zu diesem Zentrum (Christus!) hin. Zwar gibt es auch Abgrenzungen (boundaries) zu anderen Leuten, diese werden aber weniger von diesen boundaries als von der Beziehung zur Mitte hergesehen. Dies hat Implikationen in der Debatte von „believe-belong“ oder der „belong-believe“ Orientierung. Im Sinne der Evangelisation und der Gemeindegründungsarbeit stellen die Autoren dies so da (s. 185):

Western ministry model Evangelism -> Discipleship -> Community
Majority World model Community -> Discipleship -> Evangelism

Ich habe hierzu noch keine konkrete Antwort und bin für Gespräche mehr als offen. Das folgende Zitat (S. 235) spricht jedoch gute Gedanken aus:

The origin of shame is exclusion, rejection and isolation—a disunion with community, both divine and human. Therefore, the solution for shame is not simply the theological idea of honor, but the realization of honor through genuine community.

Das letzte Buch möchte ich noch nicht vorstellen (da ich es auch noch nicht ganz gelesen habe), sondern nur Werbung hierfür betreiben für alle, die es interessiert:

Literaturhinweis:

  1. Georges, Jayson, and Mark D. Baker. Ministering in Honor-Shame Cultures: Biblical Foundations and Practical Essentials. Downers Grove, IL: IVP Academic, 2016.
  2. González, Justo L., and Ondina E. González. Christianity in Latin America: A History. Cambridge ; New York: Cambridge University Press, 2007.
  3. Nisbett, Richard E. The Geography of Thought: How Asians and Westerners Think Differently…and Why. New York: Free Press, 2004.
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Ostern – „Semana Santa“

Um Osterhasen und -eier zu finden, muss man in Peru schon länger suchen. Die spielen hier höchstens für Touristen eine Rolle. Peruaner kaufen sie für gewöhnlich nicht. In der Stadtmitte…

Um Osterhasen und -eier zu finden, muss man in Peru schon länger suchen. Die spielen hier höchstens für Touristen eine Rolle. Peruaner kaufen sie für gewöhnlich nicht.

In der Stadtmitte haben wir einen kleinen Karren mit Ostereiern gefunden, die man vor einer Prozession kaufen konnte.

Für die Peruaner ist es eher typisch möglichst viele Kirchen während der „Semana Santa“ (Heilige Woche von Palmsonntag bis Ostersonntag) zu besuchen. Auch die Teilnahme an einer Prozession ist wichtig.

Hier haben wir lediglich den Beginn einer Prozession gesehen, da in unserer Gemeinde ein spezielles Theaterstück aufgeführt wurde, wo wir hinwollten. Leider haben wir erst zu spät bemerkt, dass es in einem Stadtteil auf der anderen Seite der Stadt an Karfreitag sogar eine längere Prozession gibt, in der die Ostergeschichte über mehrere Stunden hinweg in den Straßen der Stadt dargestellt wird. Nächstes Jahr…

An den Prozessionen nehmen verschiedene Statuen teil.

Hier ist z.B. die trauernde Maria, die darauf wartet von Trägern mitgenommen zu werden. Auch der Körper Jesu wird in vielen Prozessionen durch die Straßen getragen.

Donnerstag ist in Peru ein offizieller Feiertag. Die Schulen haben Donnerstag und Freitag geschlossen, die meisten Geschäfte aber nur freitags (wie in den USA kann man hier ja sonst rund um die Uhr an allen Tagen der Woche einkaufen).

Donnerstags und freitags darf „offiziell“ kein Alkohol getrunken werden. Das heißt, dass die Geschäfte auch kein Alkohol an diesen Tagen verkaufen. Die Menschen trinken aber trotzdem in ihren Häusern, oder vor allem diejenigen, die an den Strand gefahren sind.

Donnerstag werden den ganzen Tag über die verschiedenen Kirchen besucht. Wenn möglich versucht man in 7 Gottesdiensten gewesen zu sein. Oftmals gibt es lange Schlangen, um sich mit dem Weihwasser bekreuzigen und dann in die nächste Kirche gehen zu können.

Bis Ostersonntag werden die Heiligen in den Kirchen bedeckt. An Karfreitag tragen viele Menschen schwarz.

Das Oster-Wochenende ist auch sehr beliebt für Reisen. Die Preise für den Transport und Unterkünfte verdoppeln sich. So haben wir es genossen, dass es in Arequipa etwas ruhiger war als sonst (vor allem die Verkehrslage). Viele fahren noch ein letztes Mal an den Strand, weil der Sommer vorbei und das Wetter anschließend das Jahr über dort nicht mehr so schön ist (stattdessen ist es dann in Arequipa sonnig, da hier die Regenzeit vorüber ist).

Es gibt besondere Gerichte, die die Osterwoche begleiten:

Die Ostersuppe „Caldo de pascua“: Eine Suppe mit sieben Fleischsorten
(Huhn, Hähnchen, Rind, Lamm, Schwein, getrocknetes und gesalzenes Lamm- und Rindfleisch mit Kartoffeln, Reis und speziellen getrockneten Kartoffeln (Chuño) aus dem Hochland)

Adobo arequipeño: Eine Suppe, die über viele Stunden köchelt und die man dann meistens zum Frühstück isst.

Masamoras: Das sind ganz viel Süßspeisen, die man das ganze Wochenende über isst. Wir waren mal wieder bei unserer Nachbarsfamilie eingeladen und durften ganz viel kosten.

Der lilane Nachtisch wird mit lilanem Mais gemacht. Der Saft wird hier sehr oft getrunken (Chicha Morada). Daneben ist ein Nachtisch aus eingedickter Milch mit Zimt. Unten ein beliebter Milchreis.

Wir haben zu Hause trotzdem noch ein paar Eier bemalt, um ein bißchen die deutsche Tradition beizubehalten..

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

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