„Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht?“
Römer 2,21

Als wir am Sonntag mit den Mitarbeitern der jüngeren Kinder (3-5-Jährige) durchgegangen sind, wie man eine Kindergottesdienststunde am besten vorbereitet, ging es unter anderem auch darum, wie wir uns selber als Mitarbeiter vorbereiten sollten. Schnell können wir versucht sein zu denken, dass wir ja nur eine Geschichte für die kleinen Kinder erzählen und das war’s. Nicht immer gehen wir davon aus, dass Gott auch Großes in den Herzen dieser Kleinen bewirken kann.

Ich selbst merke immer wieder, wie die Vorbereitung für den Kindergottesdienst mir in meinem persönlichen Leben mit Gott hilft. Egal für welches Alter ich den Kigo vorbereite. Meistens fange ich bereits montags damit an mir die Bibelstelle und den nötigen Kontext durchzulesen, damit man die Woche über die  Infos reifen lassen und sich auch verschiedene Ideen einfallen lassen kann, wie man die Passage wohl vermitteln möchte. Dabei lernt man in erster Linie selbst etwas.

Einer der Schlüsselsätze im Vorbereitungsmaterial ist:

„Bevor du eine Lektion unterrichtest ist es wichtig, dass du sie erst selbst in deinem Leben anwendest!“

Es geht nicht darum, dass wir wie die Pharisäer sind, die den Juden alle möglichen Gesetze auferlegt, sie aber selbst nicht immer eingehalten hatten (Mtt. 23,3-4). Wenn wir den Kindern etwas von Gottes Wesen und seinem Auftrag an uns weitergeben, dann sollte sich das auch in unserem Leben wiederspiegeln. Das ist die große Herausforderung für uns als Mitarbeiter!

„Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht?“ (Römer 2,21). Man kann leicht die Schlussfolgerung ziehen, dass man als Missionar doch ständig in Gottes Wort liest und hierfür Zeit haben sollte. Leider spiegelt die Realität wieder, dass auch Missionaren Selbstdisziplin nicht leicht fällt. Wir müssen uns als Christen immer wieder daran erinnern, was die Priorität ist, auch wenn der Kalender einem alle möglichen Termine entgegenruft. So konnten wir uns als Team gestern unter anderem auch wieder neu dazu ermutigen unsere eigene Beziehung zu Gott zu pflegen.