Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
(Hiob 1,21)

Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
(Römer 8,28)

Als ich letztens von dem schweren Unfall in unserer Nähe gehört habe, bei dem zwei Deutsche ums Leben kamen und zehn weitere verletzt wurden, kamen mir Gedanken der Hilflosigkeit.

Was macht man als Tourist, wenn man in so einem schweren Unfall verwickelt ist und evtl. die Landessprache nicht spricht? Wie kommuniziert man mit den Behörden, mit den Ärzten? Von welcher Hoffnung, wenn überhaupt, kann man da noch sprechen? Ich bin froh, dass sich zwei unserer deutschen Missionare auf den Weg gemacht haben, die Leute im Krankenhaus zu besuchen, sie zu trösten, ihnen bei Übersetzungen zu helfen, ihre Angehörigen (die aus Deutschland kamen) in ihr Haus aufzunehmen usw.

So ein Unfall ist eine schwere Tragödie und ich will diese gar nicht erst versuchen vollkommen zu verstehen oder theologisch zu deuten. In diesem Beitrag möchte ich lediglich ein paar Gedanken zu der Losung am 25. April 2018 niederschreiben. Primär zu dem Vers aus Hiob:

Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen;
der Name des HERRN sei gelobt!

Dieser Vers wird auch in modernen Lobpreisliedern gesungen. So heißt es in einer „bridge“ eines Liedes:

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You give and take away
God give and take away
My heart will choose to say
Lord, blessed be Your name
Du gibst und nimmst hinweg
Du gibst und nimmst hinweg
Mein Herz ruft aus zu Dir
Dein Name sei gelobt

Tú das y tomas, Dios
Tú das y tomas, Dios
Y yo siempre diré
Bendito eres Señor

Oft frage ich mich, ob wir uns bewusst sind, was wir da eigentlich singen. Den ersten Teil kann ich natürlich theologisch zustimmen. Der Herr des Universums hat selbstverständlich das Recht so zu handeln wie es Seiner Natur entspricht. Ob ich aber jedes Mal „gepriesen sei der Herr“ rufen kann, das kann ich nur schwer singen.

Ähnlich geht es mir bei dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen” von Dietrich Bonhoeffer. Dort heißt es in einer Strophe:

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bitter’n
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Bonhoeffer hat es aus der Kraft Gottes so erlebt und gelebt. Ich möchte solche Strophen aber nicht einfach so daher singen (und das am besten noch mit einer Tasse Kaffee in der Hand…). Ich kenne mich und mein Herz und bete oft innerlich bei solchen Liedern, dass Gott mir die Kraft dazu schenken möchte und mein Herz bewahrt.

Zum Schluss noch drei wichtige Aussagen, an denen ich festhalte. Als Theologe und Christ beharre ich an diesen Überzeugungen:

  1. Gott ist gut; Er ist unser Vater und liebt uns
  2. Gott ist souverän; Er hält Alles in Seiner Hand und hat Alles unter Kontrolle
  3. Gott kam zu uns in Jesus Christus und hat am Kreuz gelitten; Er ist kein Gott, der fern des Leidens bleibt