Der erste Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Die Jungs haben keine Schule, weil beim „Tag der Arbeit“ alle zu Hause bleiben. Jeder Schüler hat für die Arbeiter der Schule (Busfahrer, Reiniger, Wachmänner…) ein Lebensmittel mitgebracht, was die Schule dann den Arbeitern für den 01.05. aushändigt. Meistens verdienen diese Arbeiter nicht sehr viel und sind deshalb sehr dankbar für diese Geste.

Am 01.05. wird aber auch noch etwas anderes gefeiert: Die Jungfrau von Chapi. Diese wird als Beschützerin Arequipas angesehen.

Sie hat sogar einen eigenen Tempel ca. 90 km entfernt von Arequipa (in der Wüste Namens Chapi), zudem viele Menschen hinpilgern.

Tausende Menschen pilgern in diesen Tagen nach Chapi, um der Jungfrau während der Wanderung Gesänge und Gebete zu widmen.

Das Fest von der Jungfrau von Chapi stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Bild wurde möglicherweise von Franziskanern oder Jesuiten aus Spanien gebracht. Eine alte Überlieferung besagt, dass das Bild auf einem Hügel in der Nähe von Churajón gefunden wurde. Auch dieser Jungfrau werden diverse Wunder zugeschrieben, die ihre weitere Verehrung zusichern. Es wird gesagt, dass das Bild bei einem Erdbeben von 1868 unter den Trümmern nicht zu schaden gekommen ist.

Auch heute noch findet man Bilder von ihr in den öffentlichen Bussen wieder. Sie hängen vorne als Bitte um Schutz an den Windschutzscheiben. Die Heiligenverehrung spielt in Peru eine sehr wichtige Rolle.