Seit 10 Jahren hat es in Peru keine Volkszählung mehr gegeben. Im ganzen Land (!) musste man von 8-17 Uhr zu Hause bleiben, bis ein Mitarbeiter vorbeikam, um die Daten der Hausbewohner aufzunehmen.
Kein Bus durfte fahren, kein Geschäft aufhaben. Die Menschen am Flughafen mussten dort verweilen, bis der Zensus fertig war.

Die Menschen wurden dazu angehalten nicht ihre Häuser zu verlassen (außer man trägt einen Bescheid mit sich, der bezeugt, dass man bereits gezählt wurde). Es war also ein ruhiger Sonntag!

So genau konnten wir uns das noch nicht vorstellen, da wir so etwas noch nie erlebt hatten. Einige Kollegen waren bereits in den Morgenstunden fertig, aber bei uns hat es bis 16 Uhr gedauert, bis wir dran gekommen sind. Neben den normalen Daten wurde man u. a. danach gefragt, ob man lesen und schreiben kann, welche Nationalität man besitzt und ob man verheiratet ist (sind hier viele Peruaner aus Kostengründen nicht).

Wir sind gespannt darauf, was für Schlüsse aus der Befragung gezogen werden. Theoretisch müsste man daraus auch endlich feststellen können, wie viele Einwohner Arequipa hat (das ist bisher nur eine ungenaue Zahl).